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Klimawissenschaft

Die meistdiskutierten Klimastudien 2023

Mensch im Spiderman-Kostüm liest auf dem Dach Zeitung, gegenüber sieht man das Gebäude der New York Times.

Die Klimaforschung eines Ölkonzerns, die "menschlichen Kosten" des Klimawandels und zunehmendes Schelfeis in der Antarktis sind nur einige der Themen in den meistbesprochenen Studien des letzten Jahres. Eine bekam dabei viel Aufmerksamkeit von Klimaskeptiker:innen.

von David Zauner

1,5 Grad und negative Emissionen

Netto null Emissionen werden nicht reichen

Bauernprotest mit Traktoren, an einem Traktor steht: Sie säen nicht, sie ernten nicht, aber sie wissen alles besser.

Die Klimaerwärmung wird wahrscheinlich das 1,5-Grad-Limit reißen. Durch die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre ließe sich die Temperatur anschließend wieder absenken. Doch was physikalisch machbar ist, könnte politisch unmöglich sein.

von Christian Mihatsch

EU-Copernicus-Bilanz

Erde an der 1,5‑Grad-Grenze

Die Erde aus dem All gesehen.

Nun ist es offiziell: 2023 war das wärmste Jahr auf dem Globus seit Beginn der Aufzeichnungen – und vermutlich seit 100.000 Jahren. Das 1,5-Grad-Ziel könnte schon Mitte des Jahrzehnts gerissen werden.

von Joachim Wille

Klimaforschung

Oktopusse geben Hinweis auf eisfreie Westantarktis

Satellitenaufnahme der Antarktis, das Meer erscheint einheitlich dunkelblau, die Eismassen in Weiß- bis Beige-Tönen.

Die genetische Analyse einer Kraken-Art zeigt laut einer neuen Studie, dass die Westantarktis während der letzten Warmzeit eisfrei war. Damals gab es ähnliche Temperaturen wie heute – und einen fünf bis zehn Meter höheren Meeresspiegel.

von David Zauner

E-Commerce

Online-Kauf geht klimafreundlicher

Eine Person kauft mit dem Smartphone ein.

Wer im Netz kauft, erhöht damit unweigerlich die Klimabelastung. Doch es gibt Möglichkeiten zur Einsparung. Bewegen müssen sich dafür alle: Logistikbranche, Kundschaft und Politik.

von Joachim Wille

Klimakommunikation

Reden ist Gold

Eine Frau und ein Mann stehend im Gespräch bei einer Sommerparty, offenbar sind sie nicht einer Meinung und verstehen einander nicht.

Über die Kehrseiten von Flugreisen, Kreuzfahrten oder Fleischkonsum zu sprechen, ist nicht einfach. Wissenschaftler:innen haben untersucht, wie sich effektivere Klimagespräche führen lassen.

von Lena Bäunker

Negative Emissionen

Blue Carbon: Kohlenstoff im Paradies

Ein Schwein schwimmt im glasklaren, türkisen Wasser.

Seegraswiesen vor den Bahamas speichern beträchtliche Mengen CO2, findet eine neue Studie heraus. Ohne die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre ist das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu schaffen. Sowohl natürliche als auch technische Ansätze haben dabei Vor- und Nachteile.

von David Zauner

Paludikultur

Kolbenwirtschaft aus dem Moor

Bündel von Rohrkolbenpflanzen liegen auf dem schneebedeckten Boden.

Der Anbau von Rohrkolben eignet sich hervorragend, um Moore wiederzuvernässen und trotzdem zu bewirtschaften. Rohrkolben sind zudem vielfältig verwendbar – etwa als Dämmstoff. Eine Nutzung im großen Maßstab ist noch schwierig.

von Leonie Vogelsang (Greifswald)

Flucht

USA: Millionen flüchten vor Folgen des Klimawandels

Ein Radlader entlädt Sandsäcke von Lastwagen

Immer mehr Menschen verlassen in den USA ihr Zuhause wegen steigender Überschwemmungsgefahr, zeigt eine neue Untersuchung. Selbst Städte wie Miami und Washington sind davon betroffen.

von David Zauner

Beschlüsse der COP 28

Verwirrung um fossilen Ausstieg

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Die Abkehr von den fossilen Energien wird zum ersten Mal in einer Erklärung eines Klimagipfels gefordert. Doch was helfen Worte ohne konkrete Ziele? Und was sagt die Wissenschaft dazu?

von David Zauner

Graßls Woche

Unaufhaltsame Eisschmelze, Schwefel-Illusionen und der Klima-Wachhund

Kalenderwoche 49: Große Emittenten wie Russland, die USA oder auch die Emirate unterschätzen ihre Klima-Emissionen stark, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Für offizielle Emissionsberichte sollten deshalb die neuesten Messmethoden vorgeschrieben werden.

Extremwetter-Studie

Wirbelstürme erhöhen die CO₂-Folgekosten

Von einem Tornado völlig zerstörte Lagerhalle von Amazon.

Werden Extremwetter-Schäden einbezogen, müssen die geschätzten Folgekosten der CO2-Emissionen um rund ein Fünftel höher angesetzt werden. Das ergibt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

von Christina Mikalo

Global Carbon Project

Ein nur kleiner Overshoot über 1,5 Grad wird unwahrscheinlicher

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Die weltweiten CO2-Emissionen steigen weiter und die Trendwende lässt auf sich warten. Das zeigt der heute veröffentlichte Bericht zum "Global Carbon Budget 2023". Damit wird das Pariser 1,5-Grad-Limit wohl mehr als nur geringfügig überzogen.

von Jörg Staude

Side-Event auf der COP 28

Zehn neue Erkenntnisse der Klimawissenschaft

Klimasekretariatschef Simon Stiell steht vor einem Rednerpult auf der COP28

Während Klimagipfel-Präsident Al Jaber wegen fragwürdiger Aussagen erneut in der Kritik steht, stellen Wissenschaftler:innen einen neuen Bericht vor. Er enthält die zehn wichtigsten Klima-Erkenntnisse des vergangenen Jahres.

von David Zauner

Aufforstung

Mit Wald den Klimawandel aufhalten?

In einer offenen Landschaft mit einigen Bäumen steht ein kenianischer Junge und hält zwei kleine Baumpflanzen in Anzuchtzylindern hoch, in einiger Entfernung kommen zwei Erwachsene heran.

Laut einer neuen Studie könnte künftig weltweit viel mehr CO2 in Wäldern gespeichert werden als gegenwärtig. Das würde auch dem Klima zugutekommen. Es gibt allerdings Kritik an den Zahlen zum Speicherpotenzial.

von Leonie Vogelsang

Video-Dokumentation

"Beim Klimaschutz geht es um Menschenleben"

Friederike Otto spricht und unterstreicht ihre Worte mit der Hand.

Bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises erinnerte Klimaforscherin Friederike Otto daran, dass das Pariser Klimaabkommen im Kern ein Menschenrechtsabkommen ist. Die Gespräche über Attributionsforschung, Eisbären und Energiepreise im Video.

Studie zur Dekarbonisierung

Das Klima hat einen Nachbrenner

Ein gläsernes Thermometer steckt im Boden und zeigt 14 Grad Celsius an.

Die globale Erwärmung könnte weitergehen, auch wenn die "Netto-Null" beim Treibhausgasausstoß erreicht wird. Das ergibt eine neue Studie. Für den bekannten US-Klimaforscher Michael Mann ist sie kein Grund zur Resignation.

von Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Berliner Graefekiez bereits auf dem Weg zur Verkehrswende

Straßenschild für die Graefestraße, im Hintergrund ein einfach verputztes Mietshaus mit Plastikfenstern.

Das Auto spielt für die Mehrheit keine große Rolle mehr. Eine Minderheit tut sich noch schwer mit dem neu gewonnenen Raum. Die erste Zwischenbilanz eines Projekts zur Parkraum-Umnutzung in Berlin zeigt, was noch fehlt.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie, Theresa Pfaff

Globale Erwärmung

Superheißes Rekordjahr

Ein Mann und zwei Kinder gehen einen Steinweg entlang, zum Schutz vor der Sonne haben sie Regenschirme aufgespannt. Eine Aufnahme aus Apulien in Süditalien.

Die Temperaturen der letzten zwölf Monate waren laut einer neuen Analyse im Schnitt mehr als 1,3 Grad höher als vor der Industrialisierung. Damit ist ein neuer Rekord gebrochen. Die Forscher:innen sprechen auch über Verantwortlichkeiten.

von Leonie Vogelsang

Neuberechnung

CO₂-Budget wesentlich kleiner als gedacht

Qualmende Fabrikschlote

Wie viel CO2-Ausstoß darf sich die Menschheit noch leisten? Laut einer neuen Studie ist das CO2-Budget wesentlich geringer als bisher angenommen. Wenn die Welt nicht handelt, könnte es schon 2029 aufgebraucht sein.

von David Zauner