Serie: Grüne Geldanlage – Teil 14

Die grüne Welle

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Wo "grün" draufsteht, muss kein Grün drin sein. Das gilt für Anleihen von Containerreedereien genauso wie für die Papiere von Finanzinstituten. Eine Studie räumt mit der "naiven Erwartung" auf, wirkliche Nachhaltigkeit gehe gut mit hohen Renditen zusammen.

von Hermannus Pfeiffer

Die gute Nachricht

Der Börsenwert der fossilen Industrie sinkt

Anzeigetafel mit Kurswerten einer Börse, darin spiegeln sich Wolkenkratzer.

Erneuerbare Geldanlagen haben im vergangenen Jahrzehnt am Aktienmarkt besser performt als ihre fossilen Äquivalente. Deren kollektiver Wert ist massiv eingebrochen.

von Susanne Schwarz

klima update° – Folge 20

Bundesrechnungshof verreißt Energiepolitik, Ökonom:innen für Klimaschutz, Zentralbanken nicht auf Klimakurs

Logo: klima update° - der klimareporter° Podcast

Unsere Redakteur:innen Susanne Schwarz und Christian Eichler reden über die Kosten von Klimaschutz und Klimakrise.

Umfrage der New York University

Nichtstun in der Klimakrise wird viel teurer

Evakuierung Waldbrand

Die große Mehrheit der international führenden Klimaökonomen plädiert für sofortige, drastische Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Das werde viel weniger kosten als den Status quo zu verlängern.

von Joachim Wille

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 13

Die große Transformation

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Nachhaltige Investments waren lange eine Nische für alternative Genossenschafts- und Kirchenbanken. Nun rückt das Thema in den Fokus von Großinvestoren, Banken und Politik. Der Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung hat dafür Empfehlungen vorgelegt – die allerdings eher soft geraten sind.

von Hermannus Pfeiffer

NGO-Studie zu LNG-Terminals

Flüssigerdgas methanisiert die Versicherungsbranche

In den Himmel aufragende Anlagen des Flüssigerdgas-Terminals Swinemünde an der Ostsee, im Vordergrund fliegen Möwen.

Flüssigerdgas oder kurz LNG gilt als neuer König unter den fossilen Brennstoffen. Eine neue Studie zeigt aber: Die Infrastruktur ist teuer, wenig ausgelastet und das Gas enorm klimaschädlich. Die LNG-Infrastruktur darf deswegen nicht mehr versichert werden, fordern Umweltschützer.

von Jörg Staude

Bürgerenergie in Deutschland und Japan

Unter drei Anteilseigner:innen nur eine Frau

Energiebürger

Ähnlich wie in der gesamten Energiewirtschaft sind Frauen auch in der Bürgerenergie-Bewegung deutlich unterrepräsentiert. Vorläufige Ergebnisse einer Befragung von Bürgerenergiegesellschaften in Japan und Deutschland zeigen: Nur ein Drittel der Anteilseigner:innen sind Frauen.

von Jörg Staude

Willenbachers Woche

Blockierte Finanzwende, Wohnen ohne Tiefgarage und Gift für Genossenschaften

Matthias Willenbacher

Kalenderwoche 8: Der Aktienkurs von RWE hat sich in den letzten fünf Jahren fast verdreifacht – obwohl fossil-atomare Erzeugungskapazitäten noch zwei Drittel des Portfolios ausmachen, sagt Matthias Willenbacher, Geschäftsführer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Das liege auch am Kohlekompromiss, der RWE und Co den Ausstieg vergoldete.

Sustainable Finance in Deutschland

Beirat legt Empfehlungen für nachhaltige Finanzwirtschaft vor

Grünes Geld

Die Finanzwirtschaft soll dabei helfen, die Transformation in Deutschland voranzutreiben. Der Sustainable-Finance-Beirat hat der Bundesregierung seine Empfehlungen übergeben, wie das gelingen kann.

von Sandra Kirchner

Institute aus China, USA und Japan liegen vorn

Banken pumpen immer mehr Geld in Kohleindustrie

Handgemachtes Demo-Schild: CO2 + € = brennende Weltkugel

Viele Banken und Versicherungen haben mittlerweile interne Kohlerichtlinien, um ihre Risiken zu begrenzen. Doch diese Regeln verhindern nicht, dass trotzdem noch Milliarden in die Kohleindustrie fließen, wie die Beispiele Commerzbank und Allianz zeigen.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Die Chance nicht verpassen

Wohnhochhäuser in der südkoreanischen Großstadt Cheongju mit Solardächern.

Gewaltige Konjunkturprogramme sollen die großen Volkswirtschaften der Welt aus der Coronakrise ziehen. Trotz zahlreicher Warnungen vor dem fossilen Weiter-so wiederholen sich die meisten Fehler aus der letzten Wirtschaftskrise. Doch noch ist nicht alles verloren.

ein Kommentar von Joachim Wille

Ein Jahr Corona

Die Fossilen sind wieder die Gewinner

Orangefarbener Erste-Hilfe-Kasten aus Plastik hängt an einer alten Ziegelmauer.

Beim Klima- und Umweltschutz zeichnet sich erneut ein Scheitern ab. Der größte Teil der weltweiten Rettungsgelder zur Corona-Krisenbewältigung fließt auch ein Jahr nach Beginn der Pandemie nicht in grüne Investitionen, sondern fördert die weitere Umweltzerstörung.

von Verena Kern

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 12

Neue Regeln für Banken und Fonds

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Regelungsflut für mehr Nachhaltigkeit: Vom 10. März an müssen Banken und Fonds offenlegen, welchen Beitrag ihre Produkte für eine bessere Wirtschaft leisten. Eigentlich.

von Hermannus Pfeiffer

Macht und Klimakrise

Klimapolitik wird zu Geopolitik

Das Berlaymont-Gebäude, Sitz der EU-Kommission, mit einem Banner: "You control climate change."

Die EU hat in der Klimapolitik einen Vorsprung gegenüber den USA und China. Indem das Klima weltpolitisch wichtiger wird, stärkt das die Position der EU. Doch mit mehr Macht kommt auch mehr Verantwortung.

von Christian Mihatsch

Klimaanpassungsgipfel

Mehr Action, aber wenig Geld

Der virtuelle Klimagipfel über Anpassung an die Erderwärmung in den Entwicklungsländern endet mit einigen Hilfszusagen, aber nicht in der notwendigen Höhe. US-Emissär Kerry ist "stolz, wieder dabei zu sein" und verspricht, die alten Zusagen von Trump-Vorgänger Obama einzuhalten.

von Joachim Wille, Sandra Kirchner

Nachhaltigkeitsforscher über Klimapolitik

"Der CO₂-Preis kann kein Leitinstrument sein"

Ein schwarzer Ballon mit der Aufschrift "CO₂" vor einem Wolkenhimmel.

Selbst CO2-Preise bis 100 Euro je Tonne haben bisher kaum Investitionen ausgelöst und die Energiewende vorangetrieben, kritisiert Johan Lilliestam, Energieexperte am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung IASS in Potsdam. Entscheidend ist für ihn ein gezielter Policy-Mix, der auch "weiche" Faktoren berücksichtigt.

Interview: Jörg Staude

Der gute Wille

Der Tropenwald als Sparkonto

Dichter Regenwald: Blauer Himmel und Wolkenberge über den Wipfeln.

Mit dem konsequenten Schutz der Regenwälder kann die Menschheit laut einer Studie Klimaschutz-Kosten in gigantischer Höhe vermeiden. Das Geld wird sie dringend brauchen.

eine Kolumne von Joachim Wille

Untersuchung zur Eigentümerstruktur

Großinvestoren verdrängen Bürgerenergie

Eine größere Menschengruppe mit Bürgerenergie-Plakaten vor Solar- und Windanlagen

Der Ausbau der Erneuerbaren wird mehr und mehr eine Sache der Stromkonzerne, Banken und Fonds. Deren Engagement sei an sich erfreulich, heißt es bei der Branchen-Agentur AEE. Eine Energiewende ohne echte Beteiligung komme aber in der Bevölkerung schlecht an.

von Joachim Wille, Carsten Kloth

Studie zur Klimafinanzierung

"Deutschland wählt den einfachsten Weg, nicht den besten"

Mädchen laufen mit Wasserkanistern auf dem Kopf

Dass die Bundesrepublik einen bedeutenden Teil ihrer Klimahilfen für arme Länder per Kredit vergibt, wird ihrer Verantwortung als Industrieland nicht gerecht, sagt Sabine Minninger von Brot für die Welt. Dass das Geld zurückgezahlt werden muss, sei unfair und treibe die betroffenen Länder weiter in die Schuldenspirale.

Interview: Susanne Schwarz

Umorientierung der Finanzströme

Allianz will Portfolio am 1,5‑Grad‑Ziel ausrichten

Geld Scheine Euro

Die Wirtschaft nimmt das Paris-Abkommen ernst. Das gilt nicht nur für Firmen aus der "Realwirtschaft", sondern auch für wichtige institutionelle Anleger. Diese wollen die CO2‑Emissionen, die in ihr Portfolio eingebettet sind, in den nächsten 30 Jahren auf netto null bringen. 

von Christian Mihatsch