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Klimaziele und Kipppunkte

"Eine Stabilisierung der Kippelemente wäre noch möglich"

Ein Arbeiter montiert Metallgestelle für einen Solarpark im US-Bundesstaat Oregon.

Das 1,5-Grad-Limit bei der Erderwärmung ist in großer Gefahr, doch stattdessen lieber zwei Grad anzupeilen, wäre ein Fehler, sagt der Klimaforscher Nico Wunderling. Hoffnung machen ihm "positive Kipppunkte".

Interview: Joachim Wille

Klima- und Landnutzungsänderungen

Amazonas-Regenwald nähert sich bereits Kipppunkt

Brennender Regenwald

Mit möglichen Kipppunkten im weltgrößten Regenwald befasst sich eine neue Studie. Die Forscher:innen arbeiten dabei Belastungsgrenzen für die Klima- und Landnutzungsänderungen heraus, die nicht überschritten werden dürfen.

von Leonie Vogelsang

Erforschung von Kippelementen

Studie findet Kipppunkt der Atlantik-Strömung

In einer Weltkarte sind warme und kalte Meeresströmungen gekennzeichnet, darunter der Golfstrom.

Die bisher komplexeste Studie zur Atlantik-Strömung hat einen kommenden Kipppunkt im System nachgewiesen. An die Auswirkungen – mancherorts ein Temperatursturz von drei Grad pro Dekade – gebe es "keine realistischen Anpassungsmaßnahmen", warnen die Autor:innen.

von David Zauner

klima update° – Folge 158

Klimakonferenz in Dubai, Regierung mit Klimaaußenpolitik-Strategie, drohende Kipppunkte

klima update° – Podcast

Auf dem Klimagipfel verhandeln die Staaten über eine Vereinbarung zum Ausstieg aus den fossilen Energien. Die Bundesregierung hat eine Strategie für Klimaaußenpolitik. Der "Global Tipping Points Report" zeigt, dass Klima-Kippelemente schon jetzt kippen können.

von Susanne Schwarz, Katharina Schipkowski

Erforschung von Kippelementen

Grönland-Eisschild stabiler als gedacht

Luftaufnahme einer Eislandschaft mit zerklüfteten Eisbergen, Nebel und Wolken.

Auch ein späteres Eindämmen der globalen Erwärmung könnte ein komplettes Kippen des Grönland-Eisschilds noch verhindern. Allerdings ist das keine wirkliche Entwarnung für den Meeresspiegelanstieg und schon gar keine für andere Klimafolgen.

von Joachim Wille

Treibhauspost

1,5 Grad, wir müssen reden!

Grafik: Die Erdkugel treibt als Flaschenpost im Meer und wird von roten Sonnenstrahlen aufgeheizt

Durch das Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze entsteht ein gefährliches Vakuum in der Klimadebatte. Was jetzt passieren muss, damit Klimaschutz-Bremser ihre Chance erst gar nicht wittern.

eine Kolumne von Julien Gupta

Waldverlust ändert Monsun

Immer weniger Regen im Regenwald

Äste und Wurzeln im Regenwald

Abholzung und Dürren im Amazonas-Regenwald bedrohen den südamerikanischen Monsun. Laut einer Studie könnte ein "kritischer Punkt der Destabilisierung" bald überschritten sein. Das würde die Ernährungssicherheit der Region bedrohen.

von Joachim Wille

Kipppunkt Atlantik

Golfstrom könnte schon in wenigen Jahren kollabieren

Steil aufragender Eisberg am Ufer vor einer Eiswüstenlandschaft mit flacheren rundlichen Erhebungen.

Die atlantische Umwälzzirkulation bricht noch dieses Jahrhundert zusammen, sagt eine neue Studie voraus. Trotz Kritik an der Prognose zeichnet sich ab, dass das Risiko der kippenden Atlantikströmung bisher unterschätzt wurde.

von David Zauner

Algen

"Eine Wand aus Algen auf dem Meeresgrund – 6.000 Kilometer lang"

Eine rote Alge zwischen mehreren grünen Makroalgen auf dem Meeresgrund.

Gigantische Algenplantagen können unsere Welt retten, davon ist Meeresforscher Victor Smetacek überzeugt. Aus den geernteten Algen könne man einen plastikähnlichen Stoff herstellen oder sie auf dem Meeresgrund versenken. Mit Klimareporter° spricht er über Potenzial und Gefahren seiner Idee.

Interview: David Zauner

Erdsystemanalyse

"Vom Homo sapiens zum Homo geosapiens"

Ein Mann und eine Frau tragen ein Kajak auf den Schultern über ein Feld.

Wissen spielt eine zu geringe Rolle in unserer Gesellschaft, findet Wolfgang Lucht. Der Erdsystemwissenschaftler über seine Erfahrungen mit hochrangigen Politiker:innen, die Gefahren der Kipppunkte und die Frage, ob er trotz alledem noch optimistisch ist. Teil 2 des Interviews.

Interview: David Zauner

Klimaziele

Stimmensammlung: Ist das 1,5-Grad-Ziel noch realistisch?

Straßenbild "Wir alle für 1,5 Grad" in Hamburg zum Globalen Klimastreik im März 2021

Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken ist möglich, aber ist es auch realistisch? Klimareporter° hat Stimmen aus Politik, Wirtschaft und von den renommierten Klimaforschern Mojib Latif und Wolfgang Lucht gesammelt. Zwischen Pessimismus schimmert auch Hoffnung durch. 

von David Zauner

Kipppunkt

Was kostet der Amazonas-Regenwald?

Satellitenaufnahme von brennendem Regenwald

Wenn der Amazonas-Regenwald "kippt", führt das laut einer neuen Studie zu wirtschaftlichen Verlusten von 257 Milliarden Dollar. Es gibt Strategien, um den Kipppunkt abzuwenden. Auch die kosten Geld, lohnen sich langfristig aber auch wirtschaftlich.

von David Zauner

Alarmierende Studie

Das Weltklima kippt früher

Ein verlassenes zweistöckiges Haus mit Rissen und Verschiebungen offenbar infolge des sich senkenden Untergrundes, im Vordergrund steht Wasser auf dem Boden, im Hintergrund weitere Häuser.

Bislang galten 1,5 bis zwei Grad globaler Erwärmung als Sicherheitslinie für das Weltklima. Doch die Gefahrenzone ist offenbar bereits erreicht. Eine neue Studie hat ergeben, dass schon beim heutigen Stand der Erderwärmung einige Kippelemente ausgelöst werden könnten.

von Joachim Wille

Graßls Woche

1,5-Grad-Kipppunkte, Monsun-Wut und Bildung als Klimaschutz

Kalenderwoche 35: Nach neuesten Erkenntnissen werden schon bei 1,5 Grad Erderwärmung erste Kipp-Punkte des Weltklimas überschritten, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Der jüngste Bericht des Club of Rome erinnert ihn an die Enzyklika "Laudato Si'" von Papst Franziskus, veröffentlicht 2015.

Erdsystem und Gesellschaft

"Unsere Gesellschaft ist nicht resilienter als das Klima oder die Ökosysteme"

Strand und Ölraffinerie

Noch immer befinden wir uns in der Phase der Verweigerung, den Klimawandel als Problem anzuerkennen, sagt der Klimaforscher und Erdsystemwissenschaftler Wolfgang Lucht. Angesichts der Umwelt- und Gerechtigkeitskrise fordert er eine Erneuerung der demokratischen Gesellschaft – Teil 1 des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Kippelemente des Klimasystems

Hinweise auf Kollaps des Golfstroms

Wellen

Dass die Atlantische Umwälzströmung schwächer wird, ist schon bekannt – jetzt deutet eine Studie auf eine "fast vollständige Destabilisierung" als Folge des Klimawandels hin. Sollte die Strömung wirklich ausfallen, hätte das dramatische Folgen für viele Regionen auf der Welt – auch für Europa.

von Susanne Schwarz

Der gute Wille

Gen-Schere fürs Klima?

Zeichnerische Darstellung der sogenannten Genschere, erkennbar ist die Helix-Struktur der heller dargestellten Ziel-DNA.

Agrarexperten schlagen vor, mithilfe der "Genschere" Crispr/Cas die Ernten zu erhöhen, um die Landwirtschaft klimagerechter zu machen. Bisher wurde Agrogentechnik allerdings genutzt, um den Trend zur fleischbetonten Ernährung mit ihrem hohen Flächenbedarf zu fördern.

eine Kolumne von Joachim Wille

Der gute Wille

Domino-Effekt beim Klima

Nebeneinander auf die kurze Kante gestellte Dominosteine fallen nacheinander um, nachdem der erste von ihnen angestoßen wurde und gekippt ist.

Einige der "Kippelemente" im Erdsystem haben das Potenzial, sich gegenseitig zu destabilisieren, zeigt eine neue Studie. Das könnte einen Klima-Dominoeffekt auslösen. Die Zeit zum Umsteuern wird damit noch knapper.

eine Kolumne von Joachim Wille

Klimaforschung und Klimapolitik

"Der nächste Klimagipfel wird in die Geschichte eingehen"

Der Jacobshavn-Gletscher auf Grönland fließt langsamer ab

Nassschnee beschleunigt die Eisschmelze in Grönland zusätzlich. Ob das Grönlandeis seinen Kipp-Punkt schon überschritten hat, können nur flächendeckende Daten klären, sagt der Klimaforscher Hartmut Graßl. Der Klimagipfel in Glasgow werde wahrscheinlich ein historischer sein – mit Beschlüssen zu echter Krisenbewältigung.

Interview: Sandra Kirchner

Der gute Wille

Ein Warnsignal aus Grönland

Ein bläulich schimmernder, aus dem Wasser aufragender kleiner Eisberg schwimmt auf dem Meer vor der Insel Grönland.

Wissenschaftler haben Frühwarnsignale entdeckt, wonach das Abschmelzen des Grönlandeises schon bald einen kritischen Punkt erreichen könnte. Sie halten die neuen Erkenntnisse für "sehr besorgniserregend".

eine Kolumne von Joachim Wille