Dubai Panorama
Dubai war Austragungsort des 28. Weltklimagipfels. (Bild: Michael Theis/​Flickr)

Der UN-Klimagipfel COP 28 tagte vom 30. November bis 12. Dezember in der Millionenstadt Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zum ersten Mal fand eine globale Bestandsaufnahme statt, der Global Stocktake, um zu bewerten, wie die Weltgemeinschaft klimapolitisch dasteht. Wenig überraschend reichen die Anstrengungen nicht für das Pariser Klimaziel. Ein Ausstiegsdatum aus den fossilen Energien, feste Ausbauziele für Erneuerbare oder verbindliche Strategien zur Klimaanpassung wurden dennoch nicht beschlossen. Der Klimafonds für Verluste und Schäden hat jetzt eine Struktur und erste Finanzierungszusagen. Klimareporter° berichtete wieder mit einem Team vor Ort mehrmals täglich von der Konferenz.

Vor der COP 28

Aufgeheizte Lage um den globalen Klimaschutz

Feuer in Kalifornien verfinstern den Himmel

Bisher laufen die Vorbereitungen zum Weltklimagipfel in Dubai recht harmonisch. Die angespannte Weltlage und die Versuche der Gas- und Öllobby, den fossilen Ausstieg weiter zu verzögern, könnten aber für Überraschungen sorgen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Vereinigte Arabische Emirate

Weltnaturschutz-Chefin sorgt für nächste Klimagipfel-Kontroverse

Die IUCN-Präsidentin Razan Al Mubarak spricht in ein Mikrofon.

Kurz vor der Klimakonferenz COP 28 in Dubai reißen die Kontroversen um das Gastgeberland nicht ab. Nun lassen umstrittene Aussagen der Präsidentin der Weltnaturschutzunion aufhorchen. Aus internen Kreisen wird vor einem Interessenkonflikt gewarnt.

von David Zauner

Ziele des COP-28-Präsidenten

Wie Sultan Al Jaber die Emissionen senken will

Sultan Al Jaber sitzt bei einer Veranstaltung auf dem Podium.

Wegen des Streits um Geld droht die Hauptaufgabe des UN-Klimagipfels in Dubai ins Hintertreffen zu geraten. Doch Konferenzpräsident Sultan Al Jaber hat einen Plan, um dies zu verhindern. Dabei sollen 80 Prozent der Emissionslücke bis 2030 mit drei Maßnahmen geschlossen werden.

von Christian Mihatsch

Hilfe bei Klimakatastrophen

Fonds für Verluste und Schäden wird vorerst von Weltbank verwaltet

Luftaufnahme: Stadtteil von Roseau, der Hauptstadt von Dominica, die einstöckigen Holzhäuser sind beschädigt oder zerstört.

Vor der UN-Klimakonferenz im Dezember konnte bereits ein erstes Hindernis überwunden werden. Die Länder haben sich auf die Ausgestaltung des Fonds für klimabedingte Verluste und Schäden weitgehend geeinigt. Doch einige Fragen sind noch offen.

von Christian Mihatsch

Vor dem Klimagipfel in Dubai

Gesundheitsexpert:innen fordern Ausstieg aus fossilen Energien

Spitze einer Demonstration des Klima-Gesundheits-Bündnisses Health for Future.

Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Schon heute sterben zahlreiche Menschen vorzeitig an den Folgen des Klimawandels oder an Krankheiten, die durch den Klimawandel beeinflusst werden.

von Leonie Vogelsang

Vorgespräche zur COP 28

Der UN-Klimagipfel ist schon im Krisenmodus

Solar Impulse 2 über Abu Dhabi

Auf der Klimakonferenz im Dezember in Dubai geht es um schwierige Finanz-Entscheidungen. Um dafür genug Zeit zu haben, sollten andere Fragen im Vorfeld geklärt werden. Ob das zumindest ansatzweise gelingt, zeigt sich nächste Woche.

von Christian Mihatsch

klima update° – Folge 151

Europas Ziele auf der COP, Weltbank wird Klimabank, Kiffen und Klima

klima update° – Podcast

Die EU hat ihre Verhandlungsposition für den kommenden Weltklimagipfel festgelegt. Die Weltbank will auch Klimaschutz fördern. Der Anbau von Cannabis ist meist recht klimaschädlich.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Kritik von Fachleuten

Emirate starten Mega-Erdgas-Projekt "fürs Klima"

Beleuchtete große Erdölraffinerie am frühen Morgen, im Hintergrund Berge.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, Ausrichter des diesjährigen UN-Klimagipfels, kündigen ein Großprojekt zur Erschließung zusätzlicher Vorkommen des fossilen Brennstoffs an. Die neue Erdgas-Infrastruktur soll vor allem mit CCS-Technologie "klimaneutral" gemacht werden.

von Joachim Wille

Neuer EU-Klimakommissar

Ein Manager fürs Klima

Porträtaufnahme von Wopke Hoekstra.

Ein früherer Ölmanager wird neuer EU-Klimakommissar. Beim kommenden Klimagipfel wird es Wopke Hoekstra mit einem Konferenzpräsidenten zu tun haben, der gleichzeitig Ölkonzern-Chef ist. Immerhin weiß er, wie die Gegenseite tickt.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klima-Obfrau der Grünen-Fraktion

"Für die Emirate wird CCS zum Lackmustest"

Mohammed-bin-Raschid-Al-Maktum-Solarpark in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Als neutraler Vermittler statt als reiner fossiler Lobbyist präsentieren sich die Vereinigten Arabischen Emirate, Gastgeber des Weltklimagipfels im Dezember, sagt die Grünen-Abgeordnete Lisa Badum. In Afrika müsse Deutschland den Staaten mit fossilen Ressourcen signalisieren, dass eine grüne Transformation möglich ist.

Interview: Jörg Staude

COP 28 in Dubai

Weltklimagipfel: Emirate stehen weiter in der Kritik

Etliche Erdgasleitungen mit vielen Ventilen führen zu mehreren Gasspeichern.

Die Kritik an den Vereinigten Arabischen Emiraten reißt nicht ab. Eine Guardian-Recherche zeigt nun, dass das Gastgeberland des kommenden Weltklimagipfels jahrelang versäumt hat, seine Methan-Emissionen an die UN zu melden.

von David Zauner

Nationale Klimapläne

Kein Ende fossiler Energien in Sicht

Bohrplattform "Iran Khazar" im Einsatz an einer Förderplattform von Dragon Oil im Cheleken-Feld.

Klimaforscher:innen sind sich einig – die Welt muss aus fossilen Energien aussteigen. Trotzdem plant die Hälfte aller Staaten, ihre fossile Erzeugung fortzuführen oder auszubauen. Das liegt auch an einem Konflikt zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

von David Zauner

Osmanoglus Woche

Klimagipfel ohne fossile Lobby, überfällige Hitzepläne und faire Finanzarchitektur

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 24: Lobbyisten fossiler Konzerne sollten Klimakonferenzen fernbleiben, fordert Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Deutschlands Hitzeaktionsplan wünscht sie sich umfassend und ganzheitlich gedacht.

Zwischenkonferenz in Bonn endet

Agendastreit überschattet Klimakonferenz

Blaue und weiße Zelte einer Hilfsorganisation sind in Reihe aufgebaut, im Hintergrund sind Felder weithin überflutet.

Weil einige Länder CO2-Emissionssenkung mit Klimahilfen verbunden haben, wurden bei der Bonner Vorkonferenz Verhandlungen zu beiden Themen verhindert. Für den UN-Klimagipfel im Dezember in Dubai ist das ein ominöses Zeichen.

von Christian Mihatsch

Bonner Zwischenkonferenz

Fossiles Umfeld

Eine Hand hält ein hangemaltes Schild hoch mit der Aufschrift: Do not fail us. Auf Deutsch: Lasst uns nicht im Stich.

In Bonn beginnt die Vorkonferenz zum diesjährigen Klimagipfel in Dubai. Wie die vielen offenen Punkte auf einem Gipfel unter Vorsitz eines Erdöl-Lobbyisten gelöst werden sollen, bleibt eine ungeklärte Frage.

von Joachim Wille, Verena Kern

Graßls Woche

Lächerliche Heizungsdebatte, drohende Unbewohnbarkeit und die FDP-Klimaskeptiker

Kalenderwoche 22: Dass ein Ölmanager Chef der nächsten UN-Klimakonferenz wird, heißt den Bock zum Gärtner machen, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Er warnt: Wesentliche Fortschritte gab es bisher höchstens bei Konferenzen mit Vorsitz demokratisch regierter Länder. 

Fossile Energien kein Thema

Goodwill-Klimaschutz

Ölplattform Nordsee

Informelle Treffen wie der Petersberger Klimadialog sollen neuen Schwung in die internationalen Klimaverhandlungen bringen. Die Idee mag gut sein, ist aber auch ein Krisensymptom.

ein Kommentar von Verena Kern

Vor dem Petersberger Klimadialog

Klimadiplomat:innen wollen Dubai-Gipfel retten

Mohammed-bin-Raschid-Al-Maktum-Solarpark in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die nächste Klimakonferenz soll offiziell Bilanz ziehen: Sind die Ziele von Paris noch erreichbar? Wohl kaum, denn die Energiewende wurde verschleppt, Klimaschäden werden oft nicht beglichen. Ab morgen beraten 40 Staaten beim Petersberger Klimadialog, ob es Auswege gibt.

von Sandra Kirchner

Weltklimakonferenz

In Kopenhagen bereitet sich die Welt auf Dubai vor

Verhandlungsraum auf der COP 27: weinroter Fußbodenbelag, Verhandelne sitzen im großen Viereck angeordnet, es ist relativ dunkel, Wände und Decke sind weiß und erinnern eher an ein Veranstaltungszelt.

Klimaminister:innen trafen sich in Kopenhagen, um die 28. Weltklimakonferenz in Dubai vorzubereiten. Ausgerichtet wurde das Treffen von dem vielfach kritisierten COP‑27-Präsidenten Samih Schukri und dem noch umstritteneren designierten COP‑28-Präsidenten Sultan Al Jaber.

von David Zauner

28. Weltklimagipfel in Dubai

Ölkonzern organisiert Weltklimakonferenz

Eine kleine Erdkugel-Nachbildung aus Metall befindet sich direkt über einer Gasflamme, wie sie bei Gasherden üblich ist.

Der diesjährige Weltklimagipfel wird zumindest teilweise von Mitarbeitenden des größten Erdölproduzenten der Vereinigten Arabischen Emirate organisiert. Während sich das Auswärtige Amt dazu nicht äußert, fordern NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe volle Transparenz.

von David Zauner