Porträtaufnahme von Wopke Hoekstra.
Wopke Hoekstra von den niederländischen Christdemokraten wird neuer Klimakommissar der EU. (Bild: Ministerie van Buitenlandse Zaken/​Wikimedia Commons)

Wopke Hoekstra, ein ehemaliger Shell-Manager, wird EU-Klimakommissar. Kann das gut gehen? Ist der konservative Niederländer der Mann, der den Wirtschaftsblock auf den Weg zur Klimaneutralität führt?

Es muss gehen. Das Ziel der "Netto-Null" bei den Treibhausgasen für 2050 ist schließlich gesetzt.

Und es kann auch gehen. Denn die kritischen Klima- und Umwelt-Fachleute im Europaparlament, das der Personalie zustimmen musste, haben Hoekstra in der Befragung intensiv "gegrillt".

Und sie ließen den Daumen erst nach oben gehen, als er politische Positionen sogar schriftlich fixierte, die die EU tatsächlich auf einen 1,5‑Grad-Kurs zur Stabilisierung des Weltklimas bringen würden.

Eine CO2-Minderung bis 2040 gegenüber 1990 um 90 bis 95 Prozent zum Beispiel. Und eine ablehnende Position zur CO2-Verklappung in die Erde, wenn damit die Nutzung fossiler Energien verlängert werden soll.

Vielleicht ist es ja sogar gut, wenn ein Ex-Ölkonzernmanager den Posten übernimmt. Er weiß schließlich, wie die Gegenseite tickt.

Beweisen kann er das in zwei Monaten beim nächsten UN-Klimagipfel in Dubai. Dessen Präsident wird ein Ölkonzern-Chef sein, sogar ein aktiver.

Lesen Sie dazu unseren Bericht: Balsam für Europas Klima 

 

 

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