Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Gasheizungs-Irrsinn

Aufmacherbild: Volker Quaschning im Hoodie, hinter ihm eine Gasheizung.

2023 wurden in Deutschland 900.000 Öl- und Gasheizungen verkauft – Negativ-Rekord. Klimakrise, Energiekrise, Importabhängigkeiten? Egal. Warum bauen sich Leute Gasheizungen ein, die schon bald irre teuer werden und wieder rausgerissen werden müssen?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Globale Umfrage zum Klimaschutz

Die Politiker dürfen mutiger sein

Ein Autokran hebt Platten zur Energiesanierung zur Montage an einem Haus.

Eine Umfrage in 125 Ländern zeigt große Zustimmung zum Klimaschutz und auch die Bereitschaft, dafür Geld aufzuwenden. Bemerkenswert ist aber der irrige Glaube, dass man damit in der Minderheit sei.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 165

Golfstrom in Gefahr, Klimakleber wollen ins EU-Parlament, große Mehrheit will mehr Klimaschutz

klima update° – Podcast

Das Risiko, dass der Golfstrom zusammenbricht, ist größer als bisher gedacht. Die "Letzte Generation" nimmt die ersten Hürden, um bei der Europawahl anzutreten. Fast 90 Prozent der Menschen weltweit wollen, dass mehr gegen die Klimakrise getan wird.

von Verena Kern, Franziska Betz

Überraschung des Jahres 2023

Verantwortungsträger verzweifelt gesucht

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Die Gemengelage aus Klimawandel, Kriegen und Krisen hat sich in diesem Jahr schneller zugespitzt als erwartet. Nun, wo es ernst wird, fehlen Menschen in politischer Verantwortung, die sich der Vielfachkrise stellen, statt sie zu verdrängen.

von Michael Müller

Klimakommunikation

Reden ist Gold

Eine Frau und ein Mann stehend im Gespräch bei einer Sommerparty, offenbar sind sie nicht einer Meinung und verstehen einander nicht.

Über die Kehrseiten von Flugreisen, Kreuzfahrten oder Fleischkonsum zu sprechen, ist nicht einfach. Wissenschaftler:innen haben untersucht, wie sich effektivere Klimagespräche führen lassen.

von Lena Bäunker

Der gute Wille

A-ha, so geht's

Ein weißer alter VW Golf mit der Aufschrift "Ich fahre elektrisch".

Neben den gefährlichen Kipppunkten im Klimasystem gibt es auch "gute" Kipppunkte in der Gesellschaft. Es muss sie nur jemand anstoßen. Was man von einer norwegischen Popband lernen kann.

eine Kolumne von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Ökodiktatur

Volker Quaschning im bunten Hemd, hinter ihm ein überdimensionales Hitler-Gesicht in Braun-Schwarz.

Wenn wir die Klimakrise nicht stoppen, werden Naturkatastrophen unser Handeln diktieren und radikale Kräfte an die Macht spülen. Dann können wir überall erleben, was Diktatur bedeutet. Meinen das die Menschen, wenn sie vor einer Ökodiktatur warnen?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Systemtransformation

Die acht Todsünden bei der Analyse der Energiewende

Moderne Fertigungsstraße für Solarmodule in der in der Draufsicht.

Warum auch Fachleute die Geschwindigkeit und Wucht der Erneuerbaren-Revolution systematisch unterschätzen – und wie wir aus dieser Klimapessimismus-Falle herauskommen.

ein Gastbeitrag von Sam Butler-Sloss, Kingsmill Bond

Treibhauspost

Deine ziemlich wahrscheinliche Zukunft

Grafik: Die Erdkugel treibt als Flaschenpost im Meer und wird von roten Sonnenstrahlen aufgeheizt.

Was passiert, wenn man abstrakte Klimamodelle in konkrete Ereignisse übersetzt? Eine Zeitreise in deine Zukunft mit zwei Grad mehr.

eine Kolumne von Manuel Kronenberg, Julien Gupta

Hessischer Journalistenpreis

Auszeichnung für Klimajournalisten

Porträtaufnahme von Joachim Wille.

Joachim Wille, Co-Chefredakteur von Klimareporter°, erhält den Ehrenpreis des Hessischen Journalistenpreises für seine langjährige Berichterstattung über Klima- und Umweltthemen. Für die Jury liefert er "Qualitätsjournalismus, der auf Fakten wie auf gründlichen Recherchen basiert" – und auch noch gut lesbar ist.

von Pitt von Bebenburg

Treibhauspost

1,5 Grad, wir müssen reden!

Grafik: Die Erdkugel treibt als Flaschenpost im Meer und wird von roten Sonnenstrahlen aufgeheizt

Durch das Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze entsteht ein gefährliches Vakuum in der Klimadebatte. Was jetzt passieren muss, damit Klimaschutz-Bremser ihre Chance erst gar nicht wittern.

eine Kolumne von Julien Gupta

Sladeks Woche

Ländliche Wärmenetze, gescheiterte Kupferplatte und der Kulturkampf ums Klima

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 39: Zu viel sprechen wir beim Klimaschutz über das, was wegfällt, und zu wenig über das, was wir zu gewinnen haben, sagt Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Er kritisiert den Verzicht der Ampel auf höhere Energiestandards, Gebäude-Sanierungspflicht und Klimageld.

Der gute Wille

Schönes Wetter ist schön

Eine Person steht im Regen, man sieht nur rote Gummistiefel und einen nassen, glatten Boden.

Die Vorstellungen von "gutem" und "schlechtem Wetter" haben sich gewandelt. Richtig so. Zum reinen Politikum sollte das Reden übers Wetter aber auch nicht werden.

von Joachim Wille

Klimawandelleugnung

Systematischer Rufmord an Klimaforscher:innen

Ein globales Netzwerk von Klimawandelleugner:innen verbreitet Fehlinformationen. Eine neue Studie zeigt, dass eine ihrer Hauptstrategien der Rufmord an Wissenschaftler:innen und Entscheider:innen ist. Das lässt sich auch in Deutschland beobachten.

von David Zauner

Wetter und Klima

Die Erde am Limit der Extreme

Ein Bach in einem Neubaugebiet ist zum Fluss geworden, das Wasser brodelt braun, ein Gehweg wurde abgesperrt - weiter vorn wurde er weggeschwemmt.

Wir frieren im Sommer, aber der Planet hat Hitzewallungen – das passt leider zusammen. Die Klimakrise verschwindet nicht mehr, doch nur zu warnen reicht nicht. Der neue IPCC-Chef hat das erkannt.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klimabewegung in den Medien

Klimaprotest erreicht Abendprogramm, Klimakrise nicht

Drei Menschen in Anzügen sitzen im Schneidersitz auf der Straße.

Viel Medienaufmerksamkeit bekommt die "Letzte Generation" für ihre Protestaktionen. Aber das, was die Bewegung erreichen will, spiegelt sich in den Beiträgen von ARD und ZDF kaum wider. Die Gründe liegen sowohl bei den Aktivist:innen als auch bei den Journalist:innen.

ein Gastbeitrag von Elise Hulata

Kemferts Woche

Spaltende Kampagnen, Heizen mit Champagner und the bad Mr. Musk

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 29: Die Debatten um Energiewende und Klima müssen sachlich und respektvoll geführt werden, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Wissenschaft, Medien und alle Demokrat:innen seien gefordert, eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.

Das Antiblockiersystem

Science in Action: Debatten um den Wegfall von Parkplätzen in Berlin

Zwei Dutzend Menschen sitzen und stehen in einiger Entfernung in parkähnlicher Umgebung.

Die akademische Forschung hat eine zentrale Rolle bei der Transformation unserer Gesellschaften – getreu dem Motto: "Follow the Science!" Doch um "sozial robustes", konkret brauchbares Wissen zu produzieren, muss die Wissenschaft neue Formen der Zusammenarbeit außerhalb ihres Elfenbeinturms suchen und erproben.

ein Gastbeitrag von Juliane Haus

Kernfragen

Stillstand in Hollywood

Die berühmten Hollywood-Buchstaben von hinten oben betrachtet, das Land davor ist verödet.

Ein historischer Doppelstreik legt die US‑Filmindustrie lahm. Doch schlechte Arbeitsbedingungen sind nicht das einzige Problem. Geht es darum, auch mal den Klimawandel oder saubere Energie zu erwähnen, ist Hollywood fast ein Totalausfall.

eine Kolumne von Verena Kern

Energieeffizienz

Deutschland zur Effizienzrepublik machen

Infrarotaufnahme: Eine Hand steckt einen Stecker in die Steckdose, der Stecker scheint rot zu glühen, alles andere sind Blautöne.

Erstmals seit Langem zeichnen sich Erfolge beim Energiesparen ab – und schon setzen wir alles daran, die Entwicklung wieder zu ersticken. Stattdessen bräuchte es Mut, aus den jüngsten Erfahrungen zu lernen, den Rechtsrahmen zu festigen und neue Politikinstrumente nachzulegen.

ein Gastbeitrag von Matthias Weyland

Politische Kommunikation

Die mediale Macht des "Heizhammers"

Ein Heizkörper, schräg von der Seite betrachtet, vor einer gelben Wand.

Inzwischen räumt auch Wirtschaftsminister Habeck ein, dass es Fehler bei der Kommunikation zum Gebäudeenergiegesetz gab. Nun fragt sich: Wie kam es dazu, hätte es verhindert werden können und was lässt sich für die Zukunft daraus lernen?

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Quaschnings Videokolumne

Hat Deutschland genug Wind? Professor Ganteför im Faktencheck

Aufmacherbild: Volker Quaschning sowie ein Windrad und ein Windsack vor einem grünen und blauen Hintergrund, dazu die Schriftzeile: Haben wir genug Wind?

Kanzler Scholz hat keine Ahnung vom nötigen Windkraftausbau für die Energiewende? Für die Ausbauziele hat unser Land gar nicht genug Wind? Windnutzung in Süddeutschland ist wenig sinnvoll? Das behauptet der Physikprofessor Gerd Ganteför. Ein Faktencheck.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Mentale Gesundheit

"'Klimaangst' ist eine rationale Reaktion"

Junge Person sitzt auf dem Boden, den Kopf auf die Knie gesenkt

Vor allem Kinder und Jugendliche haben Angst vor der Klimakatastrophe, sagt der Umweltpsychologe Gerhard Reese. Ein Gespräch über die psychischen Folgen der Klimakrise und den möglichen Umgang damit.

Interview: Christian Mihatsch

Tacheles, Claudia Kemfert!

Das Gift des Zweifels ist der Zucker für den Schweinehund

Ein gehäufter Teelöffel Zucker vor schwarzem Hintergrund.

Wir erleben gerade die Folgen des seit Jahren versprühten Gifts des Zweifels. Die fossile Lobby fährt gezielte PR‑Kampagnen. Milliarden flossen in ausgeklügelte Begrifflichkeiten und Framings. Deren einziges Ziel: Zweifel säen. Zweifel an Erkenntnissen, an Wissenschaft, an Frauen, an der Zivilgesellschaft.

eine Kolumne von Claudia Kemfert

Kommentar

Alarmismus, Klima und Markus Lanz

Graffiti mit schreiender Person

Klima-Alarmismus – ein alter und hartnäckiger Vorwurf. Was steckt dahinter und was ist die ideale Klima-Kommunikation? Ein Klimaforscher und ein Sozialpsychologe geben Antworten.

ein Kommentar von David Zauner

Gastbeitrag

Wirkungsvoller Protest mit und für die nächsten Generationen

Ein älterer und zwei jüngere Männer in rosa Warnwesten sitzen auf der Autobahn A 100 in Berlin.

Die Aktionen der Letzten Generation haben Medienaufmerksamkeit erreicht, doch offenbar noch nicht das klimapolitische Anliegen vorangebracht. Es lassen sich aber Protestformen finden, die mit ihrem Symbolgehalt die richtigen Stellen ansprechen und eine Mobilisierung in der Gesellschaft erreichen.

ein Gastbeitrag von Christoph Bals

Klima-Betrug

Exxon wusste alles

Exxon-Mobil-Raffinerie

Exxon Mobil wusste nicht nur von der Gefahr der Klimakrise. Seine frühen Klimaprognosen und -modelle gehörten zu den besten ihrer Zeit, wie eine Auswertung bisher unveröffentlichter Daten zeigt. Anstatt dieses Wissen zu teilen, setzte der US-Ölkonzern auf eine gezielte Klima-Desinformationskampagne.

von David Zauner

Klimaberichterstattung

Wirtschaft wichtiger als Klima

Blick ins neue ARD-Aktuell-Aufnahmestudio von der Besuchertribüne

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kommt das Klimathema nach wie vor zu kurz, zeigt eine aufwendige Analyse der Universität Hamburg über die letzten 15 Jahre, die klimareporter° vorab vorliegt. Zwar hat sich die Berichterstattung seit 2018 verstärkt. Doch es bleibt sehr viel Luft nach oben.

von Verena Kern

Analyse

Tschechischer Klimajournalismus am Start

Solarpaneele auf einem steilen Dach eines tschechischen Einfamilienhauses.

Unerträgliche Sommerhitze, brennende Wälder, Wasserknappheit – Tschechien ist von ähnlichen Klimafolgen betroffen wie Deutschland. Langsam ändert sich dort auch die Berichterstattung. Noch sind es meist einzelne Klimajournalist:innen, die oft mit Klimaschutz-Skepsis und Aktivismus-Vorwürfen konfrontiert sind.

von Elena Kolb

Polarisierung in sozialen Medien

Klima-Desinformation boomt auf Twitter

Eine Wolke am blauen Himmel, die die Form eines Vögelchens hat.

Laut einer Analyse sind Lügen und Desinformation über den Klimawandel auf Twitter sprunghaft angestiegen, seit Elon Musk die Social-Media-Plattform übernommen hat. Begonnen hat der Boom klimaskeptischer Inhalte aber schon 2019.

von Verena Kern

Gastbeitrag

Physik oder Ideologie? Wie man Begriffe verbiegt, um vergangene Träume weiterzuträumen

Dunkle Silhouette eines Mannes mit Brille, der auf ein Diagramm mit ökonomischen Zahlen schaut. Anstelle seines Gehirns ist ein Wirbelsturm abgebildet.

Auch in der Energiekrise werden polemische Verdrehungen genutzt, um Sachargumenten auszuweichen. Wer Klimaschutz fordert, gibt sich demnach einer fehlgeleiteten Ideologie hin – wer an Kohle, Atom und Gas festhält, steht angeblich auf dem Boden der Physik. Diese Begriffsverkehrungen halten gefährliche Träume lebendig.

ein Gastbeitrag von Tim Meyer

Interview

"Es wird nie eine Koalition geben, in der es einfacher ist"

Luisa Neubauer hält ein Transparent in der Hand und ruft etwas.

Fridays for Future fordert ein Sondervermögen fürs Klima von 100 Milliarden Euro. In wenigen Tagen soll es dazu ein Treffen mit Finanzminister Lindner geben. Im Klimareporter°-Interview spricht Aktivistin Luisa Neubauer über ihre Erwartungen, die Versäumnisse der Ampel und Strategien gegen die Ohnmacht in der Krise.

Interview: Ruth Herberg, Friederike Meier

Soziale Normen

Verzerrte Wahrnehmung

Viele Fußgänger eilen über einen Zebrastreifen.

Psychologische Studien zeigen, dass viele Menschen beim Klima in einer falschen sozialen Realität leben. Sie unterschätzen das Klimabewusstsein ihrer Mitmenschen stark – besonders drastisch in den USA, aber auch hierzulande.

von Verena Kern

Klima- und Energiepreiskrise

"Es fehlt eine neue Klimaerzählung"

Helena Marschall steht in der Menge und hält ein großes Megafon.

Die Klimabewegung muss das Versprechen von mehr Klimaschutz glaubwürdig mit dem Versprechen von einem besseren Leben für Menschen unterer Einkommensklassen verbinden, sagt der Aktivist Simon Toewe. Nur so – und mit einer Zuspitzung des Konflikts – lässt sich die Mehrfachkrise überwinden.

Interview: Merle Groneweg

Verlust der vertrauten Umgebung

Wenn die Heimat keine Geborgenheit mehr bietet

Pacific Climate Warriors

Die Zerstörung der Heimat oder einer liebgewonnenen Landschaft kann ein Gefühl zwischen Heimweh und Nostalgie wecken, das schwer in Worte zu fassen ist. "Solastalgie" gibt ihm den längst überfälligen Namen. Psycholog:innen raten zu einem aktiven Umgang damit.

von Hanna Mertens

Handlungsbereitschaft

Wie stehen die Deutschen zum Klimaschutz?

Aufnahme von unten durch grüne Bäume in den Himmel – genau in einer Lücke zwischen den Baumwipfeln ist ein Flugzeug zu sehen.

Die Frage lässt sich bislang kaum beantworten, es fehlt schlicht an Daten. Die Lücke schließt nun ein mehrjähriges Projekt der Psychologin Cornelia Betsch, die zuvor die Einstellung der Deutschen zur Coronapandemie untersuchte. Erste Ergebnisse enthalten einige Überraschungen.

von Verena Kern

Kommentar

Apokalypse nicht ausgeschlossen

Feuer in Kalifornien verfinstern den Himmel

Namhafte Klimaforscher:innen fordern mehr Beachtung für die katastrophalen Risiken der Klimakrise – völlig zu Recht. Sie stoßen damit eine seit Langem überfällige Debatte an.

ein Kommentar von Verena Kern

"Climate Endgame"

Mehr Worst-Case-Szenarien gefordert

Rostiges Autowrack in der Wüste im Zwielicht.

Kriege, Hunger, Elend, kollabierende Staaten: Eine Erderhitzung um mehr als drei Grad kann ökologisch wie sozial katastrophale Folgen haben. Namhafte Klimawissenschaftler:innen fordern nun mehr Beachtung für solche extremen Szenarien – um besser vorsorgen zu können. Nicht alle Fachleute sehen das so.

von Verena Kern

Gastbeitrag

Journalismus im Wandel der Klimakrise

Eine Journalistin wird gefilmt, während sie in einer Demonstration von Extinction Rebellion in Berlin steht und in ein großes Mikro spricht.

Wie im Journalismus über die Klimakrise angemessen zu berichten ist, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Oft ist immer noch vom Versagen der Medien die Rede. Oder es heißt, der Journalismus müsse sich von Grund auf ändern. Ausschlaggebend ist das nur bedingt.

ein Gastbeitrag von Thomas Klein

klima update° – Folge 80

Scholz' Nazi-Vergleich-Kontroverse, soziales Klimageld, Klimabilanz der Ampel

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Was Bundeskanzler Scholz von Klimaaktivist:innen hält, lässt er offen. Sozialminister Heil verbindet Klimapolitik mit Sozialpolitik, das finden nicht alle gut. Wissenschaftler:innen legen eine erste Bilanz der Ampel-Klimapolitik vor.

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

Interviewreihe zur Klimabewegung

Wie geht es weiter mit dem Protest, Kate Cahoon?

Menschen mit Gasmasken in einem Demonstrationszug, auf Transparenten steht "Coal Kills" und "Go Fossil Free!"

Der Klimabewegung ist es gelungen, das Problembewusstsein für die Krise zu schärfen und ein Umdenken anzustoßen. Vor welchen Herausforderungen stehen die Aktivist:innen jetzt? Was wären die besten Strategien? Fragen an Kate Cahoon von der Klimaschutzorganisation 350.org – Teil 3 unserer Interview-Serie.

Interview: David Zauner

In eigener Sache

Für besseres Klima im Journalismus

Ein Füller schreibt ein Fragezeichen auf ein Stück Papier.

Die Klimakrise sei kein Thema, sondern – analog zu Demokratie und Menschenrechten – eine Dimension jedes Themas. So heißt es in der heute veröffentlichten "Klimacharta" des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland. Die Klimareporter°-Chefredaktion ist unter den Erstunterzeichner:innen.

von Joachim Wille

Kernfragen

In diesen nur 10.000 Schritten ist dein Leben grün

Jemand steht unschlüssig vor einer dunklen Tafel mit zahlreichen gelben Memo-Zetteln.

Wenn alle ihr Verhalten ändern, klappt es schon mit dem Klimaschutz? Leider ist das Gehirn nicht darauf programmiert, die nötigen langen To-do-Listen anzugehen – die meisten fühlen sich dann überfordert und tun gar nichts. Wer Verhaltensänderungen erreichen will, muss große Entscheidungen von der Politik einfordern.

eine Kolumne von Verena Kern

Ausgeforscht – Teil 1

Warum drei Klimaforscher:innen nicht mehr das Klima erforschen

Portraitfotos von Payal Parekh, Wolfgang Knorr, Janina Messerschmidt

Die Menschheit weiß seit Jahrzehnten alles Grundlegende über die Klimakrise – und hält sie trotzdem nicht auf. Was macht das mit denen, die dieses Wissen produzieren? Unsere Autorin hat mit Klimawissenschaftler:innen gesprochen, die ihren Job geschmissen haben und die Rettung des Planeten jetzt anders angehen.

von Theresa Leisgang

Buchrezension

Revolutionäre bauen auf die Physik

Windrad vor untergehender Sonne.

In ein Buch haben Cornelia und Volker Quaschning ihren bekannten Podcast gegossen. Der Rat der beiden Energieexpert:innen lautet: Wer der Physik folgt, kann jetzt eine Energierevolution entfachen.

von Jörg Staude

Klimakommunikation

"Man muss den Menschen die Wahrheit erzählen"

Kinder und Jugendliche streiken in Berlin fürs Klima

Von den ewigen Nörgeleien der Energiewende-Skeptiker und den lauter werdenden Beschwörungen eines umweltbedingten Totalzusammenbruchs hält Stefan Rahmstorf nichts. Der Physiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung will die Botschaften der Wissenschaft aber auch nicht zu positiv verkauft wissen.

Interview: Astrid Dähn

Klimakrise und Psychologie

Der Weltuntergang naht – oder vielleicht auch nicht

Aschgraue, verbrannte Hausreste und Autos an einer Straße nach dem mega-Waldbrand im Dezember 2017 in Kalifornien.

Eine wachsende Zahl von Menschen gibt den Kampf gegen die Erderhitzung mittlerweile verloren und versucht, sich auf den Kollaps des Planeten vorzubereiten. Ist das eine sinnvolle Strategie im Umgang mit der Klimakrise?

von Astrid Dähn

Gastbeitrag

Das "unsichtbare" Massensterben der Arten

Foto eines Exemplars der Tobais Köcherfliege

Während wir in den Himmel starren und CO2-Moleküle zählen, stirbt uns das Leben unter den Füßen weg. Die scheuklappenartigen Klimadebatten von Politik, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen machen das Massensterben der Arten unsichtbar. Es wird Zeit, den Horizont zu erweitern.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

klima update° – Folge 65

Warnung vom Weltwetterchef, inhaftierte Klimaaktivistin, Klimageld für Bürger:innen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der UN-Wetterchef warnt vor Klima-Endzeit-Erzählungen. Die Polizei hat im Fall der inhaftierten Klimaaktivistin "Ella" die Unwahrheit gesagt. Das Klimageld für alle kann kommen.

von Susanne Schwarz, Katharina Schipkowski

Kemferts Woche

Teure Fossilenergie, langsame Bahn und ein wachrüttelnder Film

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 1: Viele Wissenschaftler im Klimabereich finden sich in dem Netflix-Film "Don't Look Up" wieder, so auch Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Der Film mache deutlich, warum wir bei der Bewältigung der Klimakrise scheitern.

Der gute Wille

Hamburg wird Bordeaux

Silhouette einer Skyline vor einem roten Himmel

Die globale Erwärmung hat die Lebensbedingungen der Regionen in Deutschland bereits deutlich verändert. Viele weisen heute ein Klima auf, das vor 50 Jahren 100 bis 600 Kilometer weiter im Südwesten herrschte. Und das geht so weiter.

eine Kolumne von Joachim Wille

Forschungsprojekt

Spenden oder nicht spenden

Aufgehaltene Hand mit einigen größeren Centmünzen.

Was motiviert Menschen zu klimapositivem Handeln? Ein Experiment der Universität Linz fördert Überraschendes zutage.

von Verena Kern

Kommentar

Die Ampel verspielt ihren Kredit

Blick auf die Rückseite einer Ampel

In kürzester Zeit haben die Ampelparteien die anfängliche Aufbruchstimmung in den Sand gesetzt. Das muss sich schleunigst ändern.

ein Kommentar von Verena Kern

UN-Klimagipfel vor dem Abschluss

Grün, Greenwashing, Glasgow

Kuppel- und wabenförmige, mild beleuchtete Installation auf dem Klimagipfel COP 26 in Glasgow.

Die 26. Weltklimakonferenz soll, so ist jedenfalls der Plan, heute Abend zu Ende gehen. Zeit, einen etwas anderen Blick auf die zwei Wochen in Glasgow zu werfen.

von Elena Balthesen, Jörg Staude

Gastbeitrag

Wir führen die falschen klimapolitischen Debatten

Viele bunte Lichterschleifen vor schwarzem Hintergrund.

Die gesellschaftliche Debatte und der Fachdiskurs zum Klimaschutz müssen sich gegenseitig befruchten und eine positive Wechselwirkung entfalten. Doch zurzeit reden diese beiden Welten sehr oft aneinander vorbei. Es ist höchste Zeit, über konkrete Maßnahmen zu sprechen statt nur über Ziele.

ein Gastbeitrag von Felix Heilmann

Extremwetterkongress in Hamburg

Deutschland an der Zwei-Grad-Grenze

Ein Thermometer zeigt hohe Werte über 35 Grad.

Auch in Deutschland beschleunigt sich der Klimawandel. Die Erwärmung hat gegenüber der vorindustriellen Zeit schon die Zwei-Grad-Grenze gerissen. Mit diesen Fakten begann heute in Hamburg der jährliche Extremwetterkongress.

von Jörg Staude

Fossile Lobbystrategien

"Das ist der neue Klimakrieg"

Eine leere Landstraße führt in eine rauchverhangene Feuerzone, die Weiterfahrt ist offensichtlich gefährlich oder unmöglich.

Hochwasser hier, Waldbrände dort: Der Klimawandel ist überall zu spüren. Deshalb ändern Klimawandelleugner jetzt ihre Taktik, sagt der US-Wissenschaftler Michael Mann im Interview. Dazu gehöre, die Klimakrise als Problem der individuellen Lebensweise darzustellen.

Interview: Friederike Meier

Gemeinsamer Appell

220 Gesundheitsmagazine fordern Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise

Qualmende Fabrikschlote

Im Namen der Gesundheitsberufe rufen die Herausgeber:innen von Fachzeitschriften die Politik auf, die "katastrophalen Gesundheitsschäden" durch den Klimawandel zu verhindern.

von Verena Kern

Dena-Chef über Klimastrategien

Wie die Flutkatastrophe den Klimadiskurs verändern wird

Blick auf den überfluteten Bahnhof und die umliegenden Straßen des Eifel-Erholungsorts Kordel.

Mehr Klimaanpassung, mehr Tempo beim Strukturwandel und konsequentes globales Handeln: Vor diesen drei großen Aufgaben steht die nächste Bundesregierung. Dabei muss sie eine wachsende gesellschaftliche Polarisierung unbedingt vermeiden, denn es stehen schwierige Debatten bevor.

ein Gastbeitrag von Andreas Kuhlmann

Tacheles, Claudia Kemfert!

Zeit für die richtigen Fragen beim Klimaschutz

Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz hinter Pulten stehend in der TV-Diskussion.

Im Wahlkampf reduzieren Politik und Medien den Klimaschutz auf Verbote und Zumutungen. Dabei ist es doch umgekehrt: Gerade das Unterlassen von Klimaschutz wird uns Verzicht und Verbote abverlangen. Ein Fragenkatalog für ein "Klima-Triell", um das einschläfernde Drumherumreden zu beenden.

eine Kolumne von Claudia Kemfert

Der Klima-Lügendetektor

Stadtwerke Essen: Ziemlich unfreundlich

Logo-Schriftzug: ​Der Klima-Lügendetektor

"Heizen mit Erdgas – dem Klima zuliebe", dafür werben jetzt die Essener Stadtwerke. Dass eine Erdgasheizung sich schon in einigen Jahren als teure Fehlinvestition herausstellen könnte und Fachleute davor warnen, verschweigt das kommunale Unternehmen.

eine Kolumne von klima-luegendetektor.de

Leitende Ärztin und Buchautorin

"Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde"

Rauchsäule über einem abgeernteten Feld.

Tausende Hitzetote, immer mehr Allergiker, West-Nil-Fieber in Sachsen: Schon heute macht die Klimakrise krank. Wie können wir uns schützen? Ein Gespräch mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann über die Pandemien der Zukunft und das große Vorbild Frankreich.

Interview: Andreas Holzapfel

Kernfragen

Fakten in Fußnoten

Feuer

Der neue Weltklimabericht war in fast allen Medien ein großes Thema. Vor allem die Prognose, dass die Klimaerwärmung schon 2030 die kritische Schwelle von 1,5 Grad reißen wird. Zwei IPCC-Autoren sagen, das stehe gar nicht im Bericht. Was denn nun?

eine Kolumne von Verena Kern

Kernfragen

Die bessere Option

Mohnblumen auf einer Wiese

Warum wird so wenig gegen die Klimakrise getan, obwohl es doch im ureigensten Interesse der Menschheit liegt? Ein Grund ist, paradoxerweise, die Angst vor dem Tod. Doch es gibt Lösungen für dieses Dilemma.

eine Kolumne von Verena Kern

Klimanotstand erneut ausgerufen

Tausende Forschende warnen erneut vor "unermesslichem Leid" durch die Klimakrise

Brandrodung Brasilien

Fast 14.000 Wissenschaftler:innen aus 150 Ländern haben heute erneut den Klimanotstand ausgerufen und einen grundlegenden Wandel gefordert. Seit ihrem ersten Aufruf 2019 sei es zu einem "beispiellosen Anstieg klimabedingter Katastrophen gekommen".

von Verena Kern

Klimakommunikation

Wir müssen anders über die Klimakrise reden

Windpark neben einem Feld in der kanadischen Provinz Alberta

Die jüngste Rekord-Hitzewelle im Westen Nordamerikas macht deutlich, dass sich die Berichterstattung über die Klimakrise ändern muss, argumentiert unser Gastautor, Journalist und Sozialwissenschaftler aus Kanada. Er macht auch Vorschläge, wie das aussehen könnte.

ein Gastbeitrag von Kamyar Razavi

Der Klima-Lügendetektor

ARD: Nur Sprüche klopfen

Logo-Schriftzug: ​Der Klima-Lügendetektor

Die ARD soll den guten Sendeplatz kurz vor acht für Berichte zur Klimakrise nutzen statt für Börsen-News, fordert eine Initiative. Lange hat sich die ARD gesträubt. Nun wird sie ihr Programm vor der Tagesschau neu strukturieren.

eine Kolumne von klima-luegendetektor.de

Der Klima-Lügendetektor

Eon: Heucheln on the rocks

Logo-Schriftzug: ​Der Klima-Lügendetektor

Vor 60 Jahren war der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall und wurde mit den Worten zitiert: "Ich sehe die Erde! Sie ist so wunderschön!" Der Fossilkonzern Eon findet es passend, mit dem kommunistischen Raumfahrer für angebliche eigene Leistungen zur Bewahrung des Planeten zu werben.

eine Kolumne von klima-luegendetektor.de

Ottos Woche

Extreme Hitzewellen, das Forschungsfeld Attribution und der Mangel an gutem Klimajournalismus

Porträtaufnahme von Friederike Otto.

Kalenderwoche 13: Heute ist jede Hitzewelle aufgrund des menschengemachten Klimawandels heißer, als sie es ohne Klimawandel wäre, sagt Friederike Otto, geschäftsführende Direktorin des Environmental Change Institute an der Universität Oxford und neues Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. In Deutschland trage die Politik eine große Verantwortung, denn der Klimawandel war auch vor 30 Jahren schon kein Geheimnis.

Der Klima-Lügendetektor

Armin Laschet: Dreist lügen

Logo-Schriftzug: ​Der Klima-Lügendetektor

"Nordrhein-Westfalen ist Vorreiterland bei der CO2-Einsparung", sagt Ministerpräsident Armin Laschet. "NRW rettet den Hambacher Forst und ist Spitzenreiter in der deutschen Klimapolitik", behauptet der CDU-Chef. Das macht sprachlos.

eine Kolumne von klima-luegendetektor.de

Quaschnings Videokolumne

Warum fällt uns das Handeln in der Klimakrise so schwer?

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit dem Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Die Klimakrise erfordert überall Veränderungen. Doch wir Menschen sind Gewohnheitstiere und viele können sich diese Veränderungen nicht vorstellen. Warum ist das so? Was prägt uns? Antworten auf diese Fragen helfen, das scheinbar Unmögliche gemeinsam möglich zu machen. Podcast-Folge 15.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Extremwetterattribution

Den Klimawandel greifbar machen

Qualm steigt von einem brennenden Wald auf

Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen: Dass das Klima sich ändert, ist längst deutlich zu spüren. Dennoch ist das Thema für viele immer noch fern und abstrakt. Der Deutsche Wetterdienst will das ändern und künftig den Einfluss des Klimawandels bei Wetterextremen deutlicher aufzeigen.

von Verena Kern

Globale K-Pop-Bewegung

Stans mobilisieren fürs Klima

Blackpink sitzen auf einem Sofa und sprechen zu ihren Fans.

Popmusik aus Südkorea ist der sechstgrößte Musikmarkt der Welt. Das liegt weniger an den Anhängern im Land selbst als an den vielen Fans im Ausland. Nun wollen die "Stans" ihre gut organisierten Clubs für den Kampf gegen die Klimakrise nutzen.

von Christian Mihatsch

Schwarze Zeiten

Keine Frage der Mehrheit

Demo-Schild mit der Aufschrift "Wake up! Climate Emergency!" und Totenkopf

Endlich hat mal wieder jemand nachgefragt: Die meisten Menschen wollen Klimaschutz, hat eine Umfrage des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen ergeben, wie so viele schon vor ihr. Öffentliche Meinung scheint in der Klimapolitik aber keine große Rolle zu spielen.

eine Kolumne von Susanne Schwarz

Wie unser Verhalten klimafreundlich wird

Die Strukturen ändern, nicht die Menschen

Einige Menschen fahren mit dem Fahrrad auf dem schmalden Weg zwischen zwischen Bundeskanzleramt und Spree entlang.

Unser Handeln ist von Gewohnheiten geprägt, sagen Umweltforscher:innen. Deshalb müssen wir die Verhältnisse so verändern, dass wir auch ohne Nachdenken umweltverträglich handeln können.

von Sandra Kirchner

Öffentlich-rechtliche Medien

"Klima vor acht" statt "Börse vor acht"

Logo-Schriftzug "Klima vor acht" mit einem Grad-Zeichen hinter dem Wort Klima.

Eine Initiative fordert, den prominenten TV-Sendepatz vor der Tagesschau anders zu nutzen. Statt Börsennachrichten soll es künftig Kurzberichte über neue Erkenntnisse der Klimaforschung und Lösungswege aus der Klimakrise geben. Die ARD zeigt dafür wenig Verständnis.

von Joachim Wille

Klimagerechte Sprache

Mensch, dein Lebensraum!

Kunstaktion: Brennendes Bäumchen

Wie wir über die Klimakrise sprechen, zeigt, dass wir das Problem noch nicht richtig verinnerlicht haben. Zum Beispiel das Wort "Klimaschutz". Das Klima braucht unseren Schutz nicht – was wir eigentlich schützen wollen, ist nicht weniger als unsere eigene Lebensgrundlage.

ein Gastbeitrag von Florian Wieczorek, Okka Lou Mathis

Nationale CO₂-Budgets

"Deutschland müsste Ende 2026 klimaneutral sein"

Eine Frau hält einen sehr großen schwarzen Ballon mit der Aufschrift "CO₂" hoch, weiter im Hintergrund ein Kohlekraftwerk.

Es ist nicht leicht zu prüfen, ob die Klimapolitik einer Regierung konform mit dem Paris-Abkommen ist. Denn bislang gibt es keine Einigkeit, welches CO2-Budget global gilt und wie es aufgeteilt wird. Unser Autor Christian Mihatsch will mit seinem datenjournalistischen Projekt "Showyourbudgets" Abhilfe schaffen. Klimareporter° ist Medienpartner. Ein Gespräch unter Kolleg:innen.

Interview: Susanne Schwarz

Kernfragen

Mea culpa?

Ein digitales Netz liegt über der Erde

Ein US-amerikanischer Autor entschuldigt sich im Namen der Umweltbewegung für drei Jahrzehnte Panikmache: Der Klimawandel sei gar nicht so schlimm. In Deutschland gibt ihm ein SPD-nahes Politikmagazin eine Bühne. Nur eine Kuriosität?

eine Kolumne von Verena Kern

Kernfragen

Ständig schlechte Nachrichten

Mensch in Spiderman-Kostüm liest auf dem Dach Zeitung, gegenüber sieht man das Gebäude der New York Times

Die drei größten Zeitungen der USA haben über Jahrzehnte doppelt so häufig Pressemitteilungen aufgegriffen, die sich gegen klimapolitische Maßnahmen wandten oder sogar den Klimawandel leugneten, als solche, die sich für Klimaschutz aussprachen.

eine Kolumne von Verena Kern

Der gute Wille

Das Körnchen Wahrheit in der Lüge

Graffiti "I don

Den Klimawandel rundweg zu bestreiten ist selten geworden. Klimaschutz-Bremser haben neue Strategien.  Warum haben sie damit oft Erfolg?

eine Kolumne von Joachim Wille

Wetter und Klima

"Wir pumpen immer mehr Energie in die Atmosphäre"

Feld mit Wolken darüber.

Seit Corona fragen sich viele, ob das Schneller-Höher-Weiter-Mehr die richtige Zielrichtung ist – das kann eine Zäsur werden, sagt Sven Plöger. Der Wettermoderator spricht im Interview über Cumulus-humilis-Wolken, seine 13 Wetter-Apps auf dem Smartphone und die Dramatik des Klimawandels.

Interview: Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Klartext zur Klimakrise, die dritte

Aus dem Homeoffice zusammengeschaltet: Özden Terli, Volker Quaschning, Stefan Rahmstorf und Maja Göpel.

Transformationsforscherin Maja Göpel, Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Energiewissenschaftler Volker Quaschning sprechen Klartext, moderiert vom Meteorologen Özden Terli. Diesmal geht es um Lehren aus der Coronakrise für die Klimakrise.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Globaler Klimastreik

Leere Straßen, volles Netz

Viele in die Höhe gereckte Hände, am Rand sind selbstgemalte Demoschilder und ein Fridays-for-Future-Transparent zu sehen.

Ihren heutigen globalen Streik für das Klima hat die Fridays-for-Future-Bewegung ins Internet verlagert. Es geht um die Klima-Anstrengungen der Staaten, die eigentlich verfünffacht werden müssen. Aber wird dafür in diesem Jahr genug Aufmerksamkeit da sein?

von Susanne Schwarz, Annika Keilen

Klimakrise, Ölpreis-Crash, Corona

"Die Menschheit wird nicht vergessen"

Porträtaufnahme von Christiana Figueres.

Eine weltweite Energiewende kann eine gemeinsame Lösung für die aktuellen Krisen sein, sagt die frühere UN-Klimachefin Christiana Figueres. Die Menschen werden sich später daran erinnern, wie ihre politischen Führungen in diesen Wochen die Weichen gestellt haben.

Interview: Susanne Schwarz

Serie Klimalösungen

Wie kommen wir aus der Klimakrise?

Mehrere Fragezeichen und darunter ein rotes

Durch die Coronakrise sinkt der weltweite CO2-Ausstoß derzeit rapide. Freuen kann sich darüber niemand – der Preis ist zu hoch. Wie jenseits von Lockdown und Stillstand ein nachhaltiger Rückgang der Emissionen gelingen könnte, stellen wir in einer Serie vor und beleuchten die Vor- und Nachteile verschiedener Lösungsansätze.

von Verena Kern

Quaschnings Videokolumne

Klimaschutz – für Kids erklärt

Volker Quaschning sitzt auf dem Dach und erklärt.

Homeschooling: Das Wichtigste über CO2, Klimawandel und mögliche Lösungen – für Kinder einfach erklärt.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Mühlhaus' Woche

Corona-Pandemie, Homeoffice und die Krise als produktiver Zustand

Kalenderwoche 12: Die Coronakrise kann eine Chance sein, wenn wir daraus die richtigen Lehren für den bislang unzureichenden Umgang mit der Klimakrise ziehen, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand beim Münchner Ökostrom-Anbieter Green City und Mitglied des Herausgeberrates von Klimareporter°. Alle Konjunkturprogramme, die jetzt aufgelegt werden, sollten sich an den Klimazielen orientieren.

Häußermanns Bewegungsbericht

Für eine gerechte Gesellschaft ist es nie zu spät

Degrowth-Sommerschule 2015

Begriffe wie "Netto-Null" und "Klimaneutralität" klingen seriöser als Umverteilung. Aber hat die Aussicht auf eine "Null" jemals politische Energien freigesetzt? Die erste Auflage des "Klimaplans von unten" zeigt jetzt Lösungen für die Klimakrise.

eine Kolumne von Dorothee Häußermann

Die die Klimakrise leugnen

Das Unwort der Rechten

Mann kniet an Strand und hat seinen Kopf in den weißen Sand gesteckt

Das "Unwort des Jahres" lautete diesmal "Klimahysterie". Eine rechte Gruppe hat als Gegenentwurf ihr eigenes Unwort gekürt.

ein Kommentar von Katja Thorwarth

Quaschnings Videokolumne

Klartext zur Klimakrise, die zweite

Özden Terli, Stefan Rahmstorf und Volker Quaschning unterhalten sich an einem Tisch, im Hintergrund Bücher, dazu der Schriftzug "Klartext Klima - Folge 2".

Klimaforscher Stefan Rahmstorf, Meteorologe Özden Terli und Energiewissenschaftler Volker Quaschning reden erneut Klartext. Diesmal geht es um "Klimahysterie", Kohleausstieg, Brände in Australien und die Finanzwelt.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Konsum und Politik

"Man wird kaum glauben, welcher Unsinn früher erlaubt war"

Vor schwarzem Hintergrund zieht sich ein roter Lichtstreifen schräg über das Bild, drum herum etwas blaues Licht und die Anzeige eines Tachometers: über 220 km/h.

Viele halten sich schon für Umweltschützer, weil sie den Müll trennen, ein paar LED eingeschraubt haben und gelegentlich bio kaufen. Das ist Selbstbetrug, sagt der Umweltexperte Rainer Grießhammer. Man muss an anderen Stellschrauben drehen, um Klima und Umwelt zu retten. Geld sparen könne man damit auch noch.

Interview: Joachim Wille

Jurymitglied über Unwort des Jahres 2019

"Klimahysterie" und die Verwilderung der Sprache

Menschen mit Banner "Sagt die Wahrheit"sitzen auf einer Straße.

"Klimahysterie" ist Unwort des Jahres. "Unwörter" zeigen an, wie sich die Debatten in unserer Demokratie verändern. Diese Begriffe zu benennen heißt auch, sich gegen sie zu stellen.

ein Gastbeitrag von Stephan Hebel

Müllers Woche

Zeichen aus der SPD, die Fähigkeit zu trauern und die schiefe "Umweltsau"-Debatte

Michael Müller

Kalenderwoche 1: Der Klimawandel ist auch ein Generationenkonflikt, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Mit der "Umweltsau"-Kontroverse bewegt sich die Diskussion aber weg von den entscheidenden Ursachen der Klimakrise.

Der gute Wille

Hier kommt das Positive

Speiseeis in der Waffel.

Weniger Schnee führt zu weniger Unfällen, längere Vegetationsperioden können die Ernten verbessern, heiße Sommer steigern den Umsatz von Eisläden: Durch den Klimawandel wird manches auch besser. Trotzdem muss man sich mit den negativen Folgen der Erderhitzung beschäftigen – damit etwas dagegen getan wird.

eine Kolumne von Joachim Wille

Thunberg auf Weltklimagipfel

"Das ist keine Führung, das ist Irreführung"

Greta Thunberg hinter Rednerpult vor drei Flaggen: Chile (Verhandlungsführung), Spanien (Gipfelaustragung) und UN

Greta Thunberg hat am heutigen Mittwoch vor dem Weltklimagipfel gesprochen. Die Klimaaktivistin gab sich betont faktenorientiert – und kritisierte die Praxis der Staaten, sich für das bloße Aufstellen von Zielen zu bejubeln. Das US-Magazin Time erklärte sie heute zur "Person des Jahres".

von Susanne Schwarz

Kernfragen

Die Akzeptanzprobleme der großen Koalition

Zwei sehr große Mobilfunkmasten an einer Straße in Wetzlar

Um für den Bau neuer Mobilfunkmasten zu werben, will die Bundesregierung nun eine Kommunikationsoffensive starten. Warum tut sie das nicht auch für den Bau neuer Windräder?

eine Kolumne von Verena Kern

Zukunftsvision

Eine Welt ohne Profite im Energiesektor

Kleine Photovoltaik-Anlage in Acuauá in Brasilien

Wie kann eine Energieversorgung aussehen, die sozial gerecht, demokratisch und klimaschützend ist? Eine Vision: Im Jahr 2048 gibt es die 1.250-Watt-Gesellschaft und solidarische Produktionsgemeinschaften. Was es nicht mehr gibt: CO2-Emissionen in allen Sektoren und Profite im Energiebereich.

ein Gastbeitrag von Kai Kuhnhenn

Umweltkrise und gesellschaftliche Lähmung

Wo die Klimaforscher irrten

Die bekannten drei Affen sitzen wie Menschen gekleidet auf einer Bank, hinter ihnen zieht ein Unwetter herauf.

Kann man beim Schreiben über die Klimakrise zu "alarmistisch" sein? Die Klimaforscher räumen heute ein, dass sie sich nur in einem Punkt geirrt haben: Die Klimaerhitzung kommt weit rascher und heftiger als bisher vermutet. Doch viele von uns wollen sich einfach nicht mehr vorstellen, was wir anstellen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Quaschnings Videokolumne

Was sind Global Warming Stripes?

Volker Quaschning in Querlage mit Erwärmungsstreifenkrawatte.

Was die blauen und roten Streifen auf der Krawatte unseres Kolumnisten über den dramatischen Klimawandel aussagen und warum sie diesen perfekt beschreiben.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Über Klimawandel sprechen – aber wie?

Mehr Lebensgenuss in der autofreien Stadt

Gelebte Verkehrswende: Fußgängerzone in Ulm

Warum Warnungen vor dem Klimawandel Handeln verhindern und was es stattdessen braucht.

von Sandra Kirchner

Klimaschutz in fünf Punkten

Youtuber: "Wir haben den Plan"

Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim aka MaiLab im Video, unten der Schriftzug "Liebe Politiker".

Einen Plan zum Klimaschutz, den erwarten wir eigentlich von der Bundesregierung. Doch ein solcher geht gerade von der Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim viral – unter dem Titel "Klimawandel: Das ist jetzt zu tun! (feat. Rezo)".

von Annika Keilen

Übers Klima reden

Vier Fallen für die Klimakommunikation

Kanzlerin Merkel hält eine Rede im Bundestag, im Hintergrund ihr Kabinett

Die Aufmerksamkeit für das Thema Klimaschutz ist eine Chance. Doch damit die große Debatte auch zu großen Fortschritten bei der ökologischen Umgestaltung unserer Gesellschaft führt, sind einige kommunikative Hürden zu nehmen.

ein Gastbeitrag von Michael Brüggemann

Mediennutzung

Das Interesse an Klimajournalismus steigt

Das Klimareporter-Logo

Klimathemen finden weltweit mehr Aufmerksamkeit, zeigt eine internationale Auswertung von Medienberichterstattung und Nutzerverhalten. Auch Klimareporter° verzeichnet deutlich mehr Leserinnen und Leser.

von Verena Kern

Wissenschaftler-Vereinigung für Klimaschutz

Leopoldina unterstützt CO₂-Preis

March for Science 22.4.2017

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat die Bundesregierung aufgefordert, die selbst gesteckten Klimaziele einzuhalten. Unter anderem verlangen die Forschenden einen CO2-Preis und die Elektrifizierung des Verkehrs.

von Friederike Meier

Worst-Case-Szenario

Stirbt die Menschheit aus?

Rostiges Autowwrack in Wüste im Zwielicht

Die Klimakrise wird immer apokalyptischer beschrieben. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass unsere Zivilisation demnächst endet – aber möglich. Und diese Möglichkeit findet noch zu wenig Beachtung.

von Christian Mihatsch

Offener Brief von Youtubern

Rezo legt nach

Rezo

Schon mehr als neun Millionen Menschen haben Rezos CDU-Video angeschaut. Jetzt hat er gemeinsam mit 90 weiteren Youtubern ein neues Statement veröffentlicht – mit dem Aufruf, bei der EU-Wahl für keine Partei zu stimmen, die die Klimakrise nicht ernst nimmt.

von Verena Kern

Kommentar

Die Schwäche der stärksten Partei

CDU-Europawahlplakat mit Steinkohle-Optik

Zuerst die Schulstreiks der "Fridays for Future"-Bewegung, jetzt das CDU-Video des Youtubers Rezo: Seitdem junge Leute sich einmischen, wird offenkundig, wie plan- und konzeptlos die Partei ist, die seit 14 Jahren die Regierung anführt. Auf die drängendsten Zukunftsfragen, wie etwa die Klimakrise, hat die CDU nur Antworten von gestern.

ein Kommentar von Verena Kern

Aus der Redaktion

Der Klimareporter°-Erfolg

Warming Stripes für Deutschland

Vor genau einem Jahr ging unser Online-Magazin mit einem neuen Namen an den Start: Klimareporter° bringt täglich unabhängigen und kritischen Qualitätsjournalismus zum wichtigsten Thema der Gegenwart.

von Joachim Wille, Verena Kern

Klimawandel kommunizieren

"Wir haben eine Arche geschaffen"

Eine Darstellung des Treibhauseffekts im Klimahaus Bremerhaven

Das Klima muss man fühlen, um es zu verstehen, sagt Jens Tanneberg, wissenschaftlicher Leiter des Klimahauses in Bremerhaven. Auf einer Reise entlang des achten Längengrades von der Antarktis bis zur Sahara sollen die Besucher erspüren, wie fragil und schützenswert unsere Erde ist – und warum wir dringend einen Kohleausstieg und ehrgeizige Klimaziele brauchen.

Interview: Susanne Götze

Klimaschützer blockieren Berliner Brücke

"Wir sind der Aufstand für das Leben"

Mann in schwarzem Umhang mit Extinction-Rebellion-Symbol (eine Sanduhr von einem Kreis umschlossen)

Die noch junge Klima-Bewegung "Extinction Rebellion" warnt vor dem Tod durch den Klimawandel – und ruft zu zivilem Ungehorsam auf. Jetzt ist sie auch in Deutschland angekommen.

von Susanne Schwarz

Ölförderung

Wie Google, Amazon und Microsoft das Klima anheizen

Die Ölraffinerie El Segundo in Kalifornien.

Mehrere große IT-Konzerne haben in jüngerer Zeit Partnerschaften mit der Ölindustrie aufgebaut und tragen damit aktiv zur Klimakatastrophe bei. Dabei geben sie sich sonst gern besonders umweltfreundlich und verantwortungsbewusst.

von Hanno Böck

Hetze gegen Klimaaktivistinnen

Toxische Männer

Luisa Neubauer hält ein Transparent in der Hand und ruft etwas.

Fast immer sind es Männer, die Aktivistinnen wie Greta Thunberg oder Luisa Neubauer in sozialen Medien mit Hass überhäufen, weil sie ihre Stimme für eine klimapolitische Wende erheben. 

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Bewusstseinswandel

Weltweite Umfrage: Klimawandel größte Bedrohung

Fußgänger aus der Vogelperspektive

Die Angst vor den Folgen des Klimawandels beschäftigt immer mehr Menschen, zeigt eine globale Umfrage. Zwei Drittel der Befragten sehen in der Erderhitzung die größte Gefahr für Sicherheit und Wohlstand.

von Verena Kern

Klimaschutz-Kampagne

Eine Million, wenn der Papst vegan fastet

Porträt Papst Franziskus

Tierschützer bieten dem Papst Geld für wohltätige Zwecke, wenn er sich während der bald beginnenden christlichen Fastenzeit vegan ernährt – und begründen das mit dem Klimaschutz.

von Susanne Schwarz

Klimaschutz-Experiment

How low can you go?

Zwei Fahrradfahrer begegnen sich auf einem Bürgersteig, daneben parkende Autos auf der Straße

Ein Jahr lang haben 100 Berliner Haushalte versucht, klimaneutral zu leben, ein Experiment Potsdamer Wissenschaftler. Zu den Lehren gehört: Fliegen verhagelt die Ökobilanz unwiederbringlich. Und ohne einen politischen Wandel kann kein einzelner Mensch seinen CO2-Fußabdruck ausreichend verkleinern.

von Susanne Schwarz

Filmemacher über Naturzerstörung

"Lasst die Trauer zu"

Toter und halb verwester Albatros von den Midway-Inseln mit vielen Platikteilen im Körper.

Der Fotograf Chris Jordan hat einen berührenden Film über Plastikverschmutzung auf einer wilden Insel im Pazifik gedreht. Wie in vielen seiner Arbeiten kontrastiert er Schönheit mit Verlust und Trauer.

von Susanne Götze

Fotostrecke

Die fünf meisterwähnten Klimastudien 2018

schwarzer Ventilator, der an ihn gebundene Bänder zum fliegen bringt, vor gleißendem  Sonnenlicht

Hiobsbotschaften dominierten die Berichterstattung über den Klimawandel im Jahr 2018. Das sagt nicht nur etwas über die Klimakrise aus, sondern auch darüber, wie die Öffentlichkeit den Klimawandel wahrnimmt. Auf Grundlage einer Analyse für das britische Klimaportal Carbon Brief stellen wir die Top Fünf der meisterwähnten Klimastudien des Vorjahres vor.

von Benjamin von Brackel

Persönliche Klimabilanz

Grenzerfahrung im Supermarkt

Drei Gurkenscheiben

In Berlin erproben Haushalte in einem Experiment, was das ganz konkret heißt: den eigenen CO2-Abdruck auf ein erträgliches Maß reduzieren. Es geht um Flugverzicht, Biogurken in Plastik – und die Frage, wo die persönliche Schmerzgrenze liegt.

von Tim Altegör

Medien

Talkshows nehmen Klimawandel etwas häufiger in den Fokus

Robert Habeck, Svenja Schulze, Maybrit Illner, Wolfgang Kubicki, Max Moor, Mojib Latif

Extremsommer, Kohlekommission, Hambacher Forst: In den großen Talk-Formaten der deutschen TV-Landschaft ging es 2018 öfter um Klimaschutz und Klimawandel als im Vorjahr, hat das Online-Magazin klimafakten.de ermittelt. Im Vergleich zu anderen Themen bekommt das Klima jedoch weiterhin sehr wenig Sendezeit.

von Susanne Schwarz

COP 24 in Katowice

"Es geht darum, Vertrauen aufzubauen"

runde Sprechblase aus weißem Papier ausgeschnitten auf pinkem Untergrund

Heute endet auf dem Weltklimagipfel in Katowice der sogenannte Talanoa-Dialog. Die offenen Gespräche sollen die Grundlage dafür legen, dass die Staaten in zwei Jahren ihre Klimaziele verschärfen. Eliza Northrop vom World Resources Institute spricht im Interview über die Macht des Geschichtenerzählens.

Interview: Susanne Schwarz

CO₂-Bepreisung und Klimawandel

Nenne es nicht Steuer, rede nicht von Ängsten

Mehrere nach rechts anwachsende Münz-Stapel und die Aufschrift "Steuern" symbolisieren eine Steuererhöhung.

Eine neue Steuer kommt nie gut an, lautet das übliche Credo – selbst wenn sie als "Carbon Tax" das Weltklima retten hilft. Der Ruf der CO2-Steuern hat inzwischen so gelitten, dass Kommunikationsexperten raten, man solle sie besser nicht mit Begriffen wie Kosten oder Klimaschäden zusammenbringen.

von Jörg Staude

Sozialer CO₂-Preis

Eine Steuer für mehr Gerechtigkeit

Eine Tankstelle

In Frankreich führt die Ankündigung höherer Abgaben auf fossile Kraftstoffe zu wochenlangen Protesten. Schuld ist auch das ungeschickte Vorgehen der Regierung Macron. Kanada, Indien und die Schweiz zeigen, wie ein CO2-Preis zu einem Erfolgsmodell wird – als Lenkungsabgabe.

von Sandra Kirchner

Weltanschauung

Alles soll so bleiben, wie es ist

Kuckucksuhren hängen dicht nebeneinander an einer Holzwand.

Rechtskonservative und neurechte Denkweisen setzen auf Ausgrenzung, autoritäre Führung und nationale Identität. Der Klimawandel und seine Folgen passen da einfach nichts ins Bild.

von Susanne Götze

Häußermanns Bewegungsbericht

Rebellion, Aufstände, Klima-Alarm

Menschen demonstrieren mit Transparent "Rebel for Life"

Scheinbar aus dem Nichts entstehen in diesen Wochen neue Klimabewegungen. Sie wollen die Menschen aus ihrem Alltagstrott reißen. Jetzt kommt es darauf an, mit dem Protest nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben. Was wir um fünf vor zwölf verschlafen haben, muss uns um halb eins gelingen.

eine Kolumne von Dorothee Häußermann

Kommentar

Hitze-Humbug bei Radio Eins

Die Sonne scheint gleißend vom wolkenlosen Himmel herab.

Wenn sich schon das Wetter für die nächsten paar Tage nicht genau vorhersagen lässt, könne man erst recht keinen Klimawandel vorhersagen, postulierte der öffentlich-rechtliche RBB in einem Kommentar zur Hitzewelle. Liebe Mitmedienmacher: Können wir aufhören, das Ignorieren des wissenschaftlichen Sachstands als Meinung zu verkleiden?

ein Kommentar von Susanne Schwarz

Klimakommunikation

Flüge, Moral und Klimaschutz

Hier ist ein Mensch zu sehen, der einem startenden Flugzeug zuschaut

Eine Flugreise ist das größte ökologische Verbrechen, hieß es kürzlich in der Süddeutschen Zeitung. Da ist zwar etwas dran. Doch die moralische Aufladung der Debatte hilft nicht weiter. Klimaschutz ist eben keine persönliche, sondern vor allem eine politische Frage – die auch politisch gelöst werden muss. Etwa so, wie es bei Brandschutz und Denkmalschutz geschieht.

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Drei Jahre Laudato Si'

Gelobt seist du, mein Herr – wann handeln die Geschöpfe?

Mosaik im Innenhof der Liebfrauenkirche in Frankfurt am Main: Der Sonnengesang des heiligen Franziskus

Papst Franziskus hat sich gestern und heute im Vatikan mit Vertretern aus Politik, Umweltbewegung und Wissenschaft getroffen. Seine Umweltenzyklika "Laudato Si'", von Klimaexperten weltweit bejubelt, ist jetzt drei Jahre alt. Den erhofften Durchbruch in der katholischen Kirche hat sie in Deutschland nicht gebracht.

von Susanne Schwarz

Aus der Redaktion

"Einen Eisberg wollten wir auf keinen Fall"

Vor gut einem Monat ging Klimareporter°, unser neues Online-Portal für Klimawandel und Energiewende, an den Start. Viel Zustimmung fand das klare und leserfreundliche Design der Seite, das von Kristin Rabaschus und Jules Weigel von der Kommunikationsagentur Karo3 entworfen und programmiert wurde. Klimareporter° sprach mit ihnen über das Projekt und über die Zusammenarbeit.

Interview: Jörg Staude

TV-Wettermoderator

"Ich kann nicht mehr sagen: Das hat mit Klima nichts zu tun"

Porträtfoto Özden Terli

Statt über laue Brisen muss er immer häufiger über Stürme, Extremniederschläge und Hitzewellen sprechen: Özden Terli moderiert den Wetterbericht des ZDF. Im Gespräch mit Klimareporter° erklärt der Meteorologe, warum es auch zu seinem Job gehört, sein Millionenpublikum über den Klimawandel aufzuklären.

Interview: Susanne Schwarz

Klimakommunikation

"Erfahrungen wirken besser als Wissen"

Graffiti mit schreiender Person

Ausstieg aus dem Paris-Abkommen, Abbau von Umweltstandards: Donald Trump und seine Administration weigern sich, die Erderwärmung ernst zu nehmen. Doch wie redet man eigentlich mit Leugnern des Klimawandels? Kann man sie vielleicht doch überzeugen? Andrew P. Jones, Mitgründer der US-Denkfabrik Climate Interactive, die sich mit diesen Fragen beschäftigt, hat verblüffende Antworten.

Interview: Susanne Schwarz, Verena Kern

Klima-Journalismus

Als der Kölner Dom unter Wasser stand

Hier ist der Kölner Dom bei Nacht zu sehen, im Vordergrund der Rhein

Mit einem Horrorszenario begann 1986 die Medienkarriere des Klimawandels. Profunde Berichterstattung dazu ist heute wichtiger denn je.

von Joachim Wille

Mühlhaus' Woche

Energiewende-Fake-News, notwendige Bürgerbeteiligung und Flucht aus dem Verkehrskollaps

Kalenderwoche 19: Früher oder später wird die Energiewende eine Dezentralisierung mit sich bringen, sagt Jens Mühlhaus, Vorstand beim Ökostrom-Anbieter Green City und Mitherausgeber von Klimareporter°. Doch wenn eine Windkraftanlage vor dem eigenen Haus gebaut wird, reagieren die Menschen noch immer mit Ablehnung.

Satire

"Hoffnung in diese Regierung? Nein!"

Max Uthoff

Politsatire vom Feinsten: Kaberettist Max Uthoff hält nichts vom Begriff Klimawandel und auch nichts von Angela Merkels Klimaschutz-Politik. Im Interview mit Klimareporter verrät er, wie es dazu kam, dass seine ZDF-Sendung "Die Anstalt" zum Schauplatz für Klima-Science-Fiction wurde. 

Interview: Susanne Götze

Klima-Skeptizismus in den Medien

"Es droht das Trump-o-zän"

Hier ist US-Präsident Trump zu sehen, der von Arbeitern der alten Energiewirtschaft gefeiert wird.

Wenn in den USA ein Präsident gewählt wird, der schon im Wahlkampf nachgewiesenermaßen gelogen und die Wahrheit verdreht hat, spricht das dafür, dass viele seiner Wähler schon im Fake-News-Zeitalter leben – gerade auch beim Thema Klimawandel. Der Kommunikationswissenschaftler Professor Michael Brüggemann über Klima-Journalismus in schwierigen Zeiten.

Interview: Joachim Wille

Dystopien

Attraktive Bilder einer neuen, friedlichen Kultur

Graffito an einer Betonwand auf Englisch: Kunst ist kein Verbrechen. Ändert die Kultur, nicht das Klima.

Endzeiterzählungen haben immer ihre Anhänger. Ihre neuerliche Häufung zeigt aber die Krise unseres Wirtschafts- und Lebensmodells. Wir brauchen auch Erzählungen von einer naturverträglichen, kooperativen Praxis. 

ein Gastbeitrag von Johano Strasser

Kultur

Von Leuchttürmen und Träumen

Große, hell erleuchtete, künstlerisch-futuristisch anmutende Holzkonstruktion neben einer offenen Scheune vor tiefblauem Abendhimmel. Weiter vorn stehen Menschen.

Kann ein Leuchtturm fern vom Meer Wandel bewirken? Ja, sagt der britische "Artivist" John Jordan. Transformation entsteht nicht, weil die Menschen die Fakten kennen, sondern weil sie träumen.

von Eva Mahnke