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Einigung beim Heizungsgesetz

Fossiles Gas und Wasserstoff statt Wärmepumpe

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Die Ampel-Koalition schiebt den Schwarzen Peter beim Gebäudeenergiegesetz an die Kommunen weiter. Diese müssen bis 2028 eine Wärmeplanung vorlegen, verlangt ein Klimareporter° vorliegendes Beschlusspapier. Gasheizungen können weiter als klimafreundlich gelten.

von Jörg Staude

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

Fracking-Gas strömt vermehrt nach Deutschland

Gasfackel am LNG-Terminal Calcasieu Pass in Louisiana am 29. Mai 2023.

Das seit Januar in Deutschland ankommende LNG stammt zu 80 Prozent aus den USA. Dort wird das Gas vor allem durch Fracking gewonnen, energieintensiv verflüssigt und verschifft. Die meisten Tanker kommen aus Louisiana, dem Kernland der LNG-Industrie. Teil 4 der LNG-Serie.

von Edward Donnelly

Angriffe auf Klimaschutz abgewehrt

US-Schuldendeal erlaubt Weiterbau von Pipeline

Ein Arbeiter montiert Metallgestelle für einen Solarpark im US-Bundesstaat Oregon.

Ohne einen Deal zur Schuldenobergrenze in den USA hätte eine globale Finanzkrise gedroht. Aber ein schlechter Deal hätte die Klimakrise weiter befeuern können, indem Klimamaßnahmen zurückgenommen werden. Das wurde weitgehend verhindert.

von Christian Mihatsch

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: H₂‑ready-Heizungen

Aufmacherbild: Volker Quaschning, hinter ihm mehrere gezeichnete Windräder.

H2-ready-Heizungen sind die neue Geheimwaffe der Gaslobby. Doch sie sparen kaum CO2 ein, es fehlen Wasserstoff und Leitungen und sie sind nicht zukunftsfähig. Wer sich so ein Ding aufschwatzen lässt, den dürfte der Einbau am Ende teuer zu stehen kommen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

G7-Länder importieren weiter russisches LNG

Flüssiggas-Tanker an einem LNG-Terminal in Russland.

Vor dem G7-Gipfel in Japan wächst die Kritik an der Energiepolitik der Staatengruppe. Statt des versprochenen Ausstiegs aus fossilen Projekten und Finanzierungen gibt es einen Erdgas-Boom – angeblich wegen des Ukrainekriegs. Doch auch Russland liefert Flüssigerdgas. Teil 3 der LNG-Serie.

von Edward Donnelly

LNG-Beschleunigungsgesetz

Flüssiggas-Standort Mukran wird per Gesetz durchgedrückt

Weißes Schiff mit fünf weiß-blauen Flüssiggas-Tanks darauf und der mehrfachen Aufschrift: LNG..

Bevor der Widerstand zu groß wird, will die Bundesregierung offenbar den Flüssigerdgas-Standort Mukran auf der Insel Rügen gesetzlich verankern. Das zeigt der Klimareporter° vorliegende Gesetzentwurf für Änderungen am LNG-Beschleunigungsgesetz.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Blauer Wasserstoff

Volker Quaschning, im Hintergrund läuft eine Flüssigkeit herunter, die blauen Wasserstoff symbolisieren soll.

Für viele ist Wasserstoff die Zukunftstechnologie. Doch er wird bisher fast immer extrem klimaschädlich aus Erdgas hergestellt. Beim blauen Wasserstoff soll künftig das CO2 aufgefangen werden. Eine gute Idee? Leider nein, denn es funktioniert nicht wirklich.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Der Heizungs-Konflikt ist längst gelöst

Heizungsrohre mit Thermostat, Thermometer, Druckmesser und Ventilen in einem Hauskeller.

Die Ampel hat ein Erneuerbaren-Ziel für Gebäudeheizungen vereinbart. Die klare Formulierung im Koalitionsvertrag haben sich die Grünen aber schon Anfang April abverhandeln lassen – noch vor dem Parteitags-Protest der FDP.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Proteste gegen LNG-Boom

Rügener Monster-Terminal wird neues Klimasymbol

Zwei Dutzend Menschen stehen mit vielen bunten Schildern, Fahnen und Transparenten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.

Vor dem Bundeskanzleramt, auf der Insel Rügen und im Bundestag ging es heute um dasselbe Thema: das umstrittene große Terminal für Flüssigerdgas. Die Kritiker des LNG-Projekts stellen sich auf eine lange Auseinandersetzung ein.

von Jörg Staude

Osmanoglus Woche

Kein Kredit für LNG, wertvolle kleine Solarkraft und Wissings Klima-Rolle

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 18: Die Ankündigungen von Olaf Scholz zur beschleunigten Energiewende sind weniger glaubwürdig, solange er Gasfelder in anderen Ländern anwirbt, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Deutschland brauche mehr Erneuerbare, aber auch dringend weniger Fossile.

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

Deutsche Kreditgeber befeuern LNG-Boom

Große Bohrstelle im ländlichen Pennsylvania, wo mit der Fracking-Methode Erdgas gefördert wird.

Mit Milliarden Euro haben deutsche Banken seit Anfang 2022 den wachsenden Gasexport aus den USA mitfinanziert, zeigt ein neuer Bericht von Umweltorganisationen. Die fossilen Investitionen schaden dem Klima und verletzen auch internationale Verpflichtungen Deutschlands. Teil 2 der LNG-Serie.

von Edward Donnelly, Phoebe Cooke

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

Was hinter dem globalen LNG-Boom steckt

Erdgaspipelines führen zu einem LNG-Terminal, an dem ein Tankschiff liegt.

Als der erste LNG-Tanker am 3. Januar 2023 in Wilhelmshaven eintraf, schloss sich Deutschland einem globalen Handel an, der schon seit einem halben Jahrhundert existiert. Europas größter Erdgas-Importmarkt tritt nun einer rasant wachsenden globalen Industrie bei. Teil 1 der LNG-Serie.

von Edward Donnelly

Methanverordnung im EU-Parlament

EU-Ausschüsse für strengere Regulierung von Methanemissionen

Silberfarbene Gasleitung mit Ventilhahn und rotem Handrad, die in den Hintergrund führt, am unteren Bildrand mehrere parallel laufende gelbe Leitungen.

Die Europäische Union will ihren Methanausstoß senken. Anfang Mai wollen die EU-Abgeordneten ihr Votum abgeben. Entscheidend für die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Methanverordnung ist, ob sie auch für Importe gelten wird.

von Sandra Kirchner

Klagen gegen EU-Taxonomie

Gegen "Greenwashing" von Erdgas und Atom

Modernes Gas-und-Dampfturbinenkraftwerk.

Umweltorganisationen demonstrierten heute vor dem EU-Gericht in Luxemburg. Sie haben Klagen gegen die Aufnahme von Erdgas und Atomkraft in die EU-Taxonomie eingereicht. Diese soll eigentlich nachhaltige Investitionen kennzeichnen.

von Joachim Wille

Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Zu viele fossile Ausnahmen beim Heizen

Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus.

Der jetzt vorgelegte neue Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes erlaubt mehr Ausnahmen vom fossilen Einbauverbot als die ursprüngliche Vorlage. Das schwächt den Klimaschutz ab, kritisieren Branchen- und Umweltverbände.

von Jörg Staude

Kostensteigerung bei Flüssiggas-Terminals

Ausschuss legt Rügener LNG‑Projekt auf Eis

LNG-Schiff mit vier großen runden Tanks liegt längsseits an einem gleich großen Schiff, das als schwimmendes Terminal dient.

Mit viel Geld wird eine absehbar überdimensionierte Flüssiggas-Infrastruktur hochgezogen – und die Kosten steigen weiter. Das legen Entscheidungen im Bundestag in dieser Woche nahe. Der Haushaltsausschuss stoppte vorerst den Mittelfluss für das LNG-Terminal von RWE vor Rügen.

von Jörg Staude

Treffen der Erdgaslobby

"Wir weigern uns, die Gas-Tankstelle Europas zu sein"

Hinter einer dichten Polizeikette ein langes weißes Transparent mit der schwarzen Aufschrift: Gas ist Kolonialismus.

Kritik aus dem globalen Süden, Massenfestnahmen und ein Großaufgebot der Polizei prägten die European Gas Conference in Wien. Aus ihrem Inneren drang nur wenig nach draußen.

von Christof Mackinger (Wien)

Protest gegen Gaslobby

Champagnerparty der Fossilen soll blockiert werden

Viele leere Sektgläser auf einem Tisch

Die Europäische Gas-Konferenz in Wien ist eines der wichtigsten Treffen der globalen Erdgasbranche und des europäischen Energiesektors. Öffentlich ist dabei wenig – das wollen Klimaaktivist:innen diesmal ändern.

von Elena Balthesen (Wien)

Analyse von US-Denkfabrik

Weiter Gas aus Russland

Mehrere gelbe kugelförmige Gasbehälter stehen in Reihen unter nächtlicher Beleuchtung hinter einem Stacheldrahtzaun.

Russland ist Europas drittgrößter LNG-Lieferant. Ein Teil des Flüssigerdgases gelangt über Umwege auch nach Deutschland. Analysten gehen davon aus, dass die Exporte weiter zunehmen werden, und warnen vor "Stranded Assets".

von Joachim Wille

Auseinandersetzung um LNG-Terminal

RWE drückt vor Rügen aufs Gas

Eine Plattform und in einiger Entfernung ein Schiff etwa einen Kilometer vor der Küste, das Wetter ist diesig.

Der Streit um neue Flüssiggas-Terminals verschärft sich. Vor Rügen soll RWE ohne Rechtsgrundlage schon mit Arbeiten für das neue Riesen-LNG-Terminal begonnen haben. Dieses würde Deutschlands Überkapazitäten weiter erhöhen, macht eine neue Studie deutlich.

von Jörg Staude