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Untragbare Schäden

Steuer soll Fleischkonsum senken

Ein Stück gebratenes Fleisch

In Industrienationen soll der Konsum von Fleischprodukten sinken: 20 statt 55 Kilo pro Jahr in Deutschland – das wäre gut für Klima und Umwelt. Forscher:innen empfehlen dazu die Einführung einer Fleischsteuer. Andere Vorschläge setzen eher bei der Produktion an, diese sollte stärker reglementiert werden.

von Sandra Kirchner

Studie zu künftigen Ernährungsweisen

Retorte rettet die Fleischesser nicht

Hand in weißem Laborhandschuh hält Petrischale mit roter Flüssigkeit.

Der Land- und Wasserverbrauch und auch der Treibhausgasausstoß könnten um jeweils vier Fünftel sinken, würde die Ernährung unter Umweltaspekten optimiert. Ob das auch klappt, wenn Fleisch künftig aus der Retorte kommt, konnten finnische Forscher jetzt noch nicht überzeugend nachweisen.

von Jörg Staude

Der gute Wille

Bäume essen ist out

Zwei Portionen Burgerfleisch auf einem Grill.

Fleisch-Alternativen im Supermarkt sind meist aus Hülsenfrüchten hergestellt. Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit – und das Ergebnis ist laut einer Studie nicht nur klimafreundlich, sondern schmeckt auch noch überraschend gut.

eine Kolumne von Joachim Wille

Weidehaltung von Rindern

"Die Kuh ist kein Klimakiller"

Rinder auf einer Weide in Ostfriesland, hinten stehen Windräder.

Der Kasseler Professor Onno Poppinga arbeitet an der Ehrenrettung des Wiederkäuers. "Nicht die Kuh ist das Problem, sondern die Industrialisierung der Landwirtschaft, die nicht mehr in Kreisläufen wirtschaftet", sagt der Agrarwissenschaftler.

von Joachim Wille

Gutachten von Greenpeace

Klimawirkung von Fleisch und Milch kleingehäckselt

Beim Moorschutz wurde die Umweltministerin alleingelassen, zum Waldkonzept gar nicht gefragt – mit dem Schutz des Klimas hat das Bundesagrarministerium wenig am Hut. Zudem rechnete das Haus Klöckner die Treibhausgas-Emissionen heimischer Fleisch- und Milchproduktion systematisch klein, zeigt jetzt eine Greenpeace-Studie.

von Jörg Staude

Der gute Wille

Der Vorteil des Nackthuhns

Kopf und Hals des Siebenbürger Nackthalshuhns auf einem Hühnerhof sind so rot wie der Kamm.

Das Siebenbürger Nackthuhn ist schon an den Klimawandel angepasst, es ist hitzetoleranter als andere Hühner. Der Mensch hat dafür nicht mehr die Zeit. Er kann sich nur mit ordentlicher Klimapolitik helfen.

eine Kolumne von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Essen wir unsere Zukunft auf?

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit Kopfhörern und Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Wir beklagen, dass in den Agrarlandschaften die Vögel sterben und in Brasilien der Regenwald brennt – dabei ist unser Fleischkonsum die Hauptursache. Mit unserer Ernährungsweise lässt sich die Klimakrise nicht aufhalten. Wir müssen darüber reden. Podcast-Folge 20.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Umweltmonitor 2020

Weniger Steak, mehr Grün

Speck

Der Fleischkonsum der Deutschen soll sich halbieren, das würde den Zustand von Böden, Wasser und Biodiversität verbessern helfen. Das Umweltbundesamt stellt seinen diesjährigen Umweltmonitor vor. Beim Klima stehen die Indikatoren "heiße Tage" und "globale Lufttemperatur" auf Rot.

von Joachim Wille

Ernährung, Tierschutz und Klima

Fleischsteuer? Bitte nicht so kompliziert!

Ein Hausschwein, das sich in einer engen Kastenbox nicht bewegen kann, schaut den Betrachter an.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will jetzt die Einführung einer Fleischsteuer prüfen lassen, um so mehr Tierwohl zu ermöglichen. Damit spielt sie auf Zeit – und wälzt die Verantwortung wieder einmal auf die Verbraucherinnen ab.

ein Gastbeitrag von Michael Kopatz

Agrarwendepolitik

Der Ausstieg aus der Tierindustrie

Gülle wird von einem Tankfahrzeug auf dem Acker verteilt.

Die Klimafolgen von Landwirtschaft und Ernährung sind fatal, oft wird aber nur über den individuellen Konsum diskutiert. Eine Analyse zeigt, wie stark die Tierindustrie staatlich gefördert wird. Für den nötigen Abbau der Tierbestände braucht es daher jetzt politische Lösungen – die keine halbherzigen Reformen bleiben dürfen.

ein Gastbeitrag von Friederike Schmitz, Friedrich Kirsch

Teures Billigfleisch

Versteckte Klimakosten

Fleisch- und Wurstregal im Supermarkt mit vielen Sonderangeboten

Der Ausstoß von Klimagasen bleibt auch nach fünf Jahren Paris-Abkommen auf Rekordhoch, beim Klimaschutz geht es kaum voran. Das liegt auch daran, dass die Kosten von Umwelt- und Klimaschäden nicht in den Preisen enthalten sind, wie eine Studie zum Fleischkonsum vorrechnet.

von Verena Kern

Entwaldung in Brasilien

Brandbeschleuniger Handel

Brandrodung Brasilien

Deutschland will während seines EU-Ratsvorsitzes auch das Mercosur-Abkommen unter Dach und Fach bringen. Der Import von Fleisch und Soja aus Brasilien dürfte dann weiter steigen. Für einen großen Teil davon wird illegal Wald gerodet, weist nun erstmals eine Studie nach.

von Verena Kern

Der gute Wille

Das Fleisch der Zukunft

Köttbullar

Pflanzliche Fleischalternativen haben schon einen Marktanteil von sechs Prozent. Welche Rolle die unterschiedlichen Produkte künftig in der Ernährung spielen könnten, hat das Umweltbundesamt jetzt untersuchen lassen. Vor allem der Vergleich zu Rindfleisch ist frappant.

eine Kolumne von Joachim Wille

Rekordwert bei Emissionen

Methan wird zur globalen Gefahr

Fleisch

Einen neuen Rekord erreichten die globalen Methan-Emissionen im Jahr 2017. Inzwischen ist das Treibhausgas für ein Viertel des Erwärmungseffekts verantwortlich und könnte die Erde auf einen Temperaturpfad von drei bis vier Grad Plus bringen, warnt eine neue Studie.

von Jörg Staude

Rollback oder Öko-Neustart?

"Das Diktat des Billig-billig-billig muss weg"

Eine braun-weiße Kuh steht auf einer Weide.

Wir Verbraucherinnen und Verbraucher müssen künftig mehr für Lebensmittel ausgeben, sagt Landnutzungsexpertin Susanne Neubert. Sonst bleiben wir Komplizen der Agrarlobby und treiben die Bauern weiter in die Wachstumsspirale. Die Interview-Serie von Klimareporter° zum Corona-Neustart – Teil 7.

Interview: Joachim Wille

Ernährung und planetare Grenzen

Wie wird unser Essen umweltfreundlich?

Gemüse und Blumen von oben auf dunklem Untergrund fotografiert

Die Landwirtschaft ist ein Sorgenkind beim Klimaschutz. Wissenschaftler:innen haben Innovationen für eine Ernährung untersucht, die die planetaren Grenzen nicht sprengt. Sie warnen aber auch: Neue Technologien und Produkte sind nicht alles.

von Susanne Schwarz

Umweltbilanz von Fleischersatzprodukten

Sojahack zu Ostern?

Ein gebackenes Osterlamm mit Osterschmuck angerichtet.

Lamm, Schwein oder Rind? Traditionell schmeckt Ostern nach Fleisch. Doch mittlerweile gibt es so viele fleischlose Alternativen, dass selbst Omas Osterbraten dem Sojahack weichen könnte. Doch sind Fleischersatzprodukte wirklich so gut für Umwelt und Klima?

von Annika Keilen

Der gute Wille

Unsere Zukunft auf dem Teller

Verschiedene Gemüse wie Kürbis und Kohl in einer Reihe

Die Ernährung der Deutschen ist nicht klimaverträglich. Dabei will sich die Hälfte von ihnen gesünder ernähren, ergab eine Umfrage einer großen Krankenkasse. Das wäre nicht nur fürs persönliche Wohlbefinden gut, sondern auch fürs Klima.

eine Kolumne von Joachim Wille

US-Thinktank legt Studie vor

Laborfleisch kann zehn Prozent der globalen Treibhausgase einsparen

Der erste Laborfleisch-Hamburger wird in einer Pfanne gebraten

Fleisch und Milch aus dem Labor wirken noch wie Science Fiction. Doch schon bis 2030 werden sie sich durchsetzen und die globale Landwirtschaft disruptiv verändern, prognostiziert ein US-Thinktank. Neben einer drastischen Treibhausgas-Reduktion könnten dann auch riesige Landflächen als CO2-Senken frei werden.

von Verena Kern

Schwarze Zeiten

Geschmacksfragen

Fleisch

Dürfen wir uns weiter klimaschädlich verhalten, wenn wir dadurch unsere Kultur bewahren? Manchmal ist Klimaschutz ein Dilemma.

eine Kolumne von Susanne Schwarz