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Bioökonomie

Keine Strategie für Biomasse ist keine Option

Ein Harvester rückt Stämme in einem Nadelforst.

Im Februar kursierte ein fast fertiger Entwurf der "Nationalen Biomassestrategie". Seitdem ist es um ihn sehr still. Erste Stimmen sehen das Vorhaben als gescheitert an. Doch die im Koalitionsvertrag versprochene Strategie ist zu wichtig, um sie aufzugeben.

ein Gastbeitrag von Michaela Kruse

Erneuerbare Energien

"Die Biogas-Branche arbeitet mit dem, was ihr zur Verfügung gestellt wird"

Mehrere Bioenergieanlagen mit flachen, flaschengrünen Kuppeln, davor eine Biomethan-Anlage mit einer hoch aufragenden Metallkonstruktion.

Dem Solarpaket muss die Ampel nun ein Biomassepaket folgen lassen, fordert Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie. Nötig seien vor allem höhere Ausschreibungsvolumen sowie eine Anhebung des Flexibiliätszuschlags für Biogasanlagen.

Interview: Jörg Staude

Treibhausgas-Emissionen

Ministerien entschärfen Biomasse-Strategie

Zusammengelegte Hände mit einem Häufchen Pellets, die gerade einem Blechkasten entnommen wurden.

Ein jetzt bekannt gewordener Entwurf der Nationalen Biomassestrategie wurde offenbar im Interesse der Holz- und Agrarlobby entschärft. Das zeigt eine Analyse des Klimareporter° vorliegenden Papiers. Kritik am Entwurf kommt auch aus der Erneuerbaren-Branche.

von Jörg Staude

Branchenbilanz für 2022

Nullwachstum bei Biomethan-Ausschreibungen

Luftaufnahme eines landwirtschaftlichen Betriebs mit Maisfeldern, Biogasanlage, Windkraftanlagen und Photovoltaik auf den Dächern der Ställe.

Statt in der Energiekrise zu wachsen, stagniert die Energieerzeugung aus Biogas, so die Kritik des Branchenverbandes. Lichtblicke sind eine steigende Nachfrage nach Biomethan und die Herstellung von synthetischem Methan.

von Jörg Staude

Graßls Woche

Teures Heizen, Forschung im Zickzack und Schiffe ohne Wolken

Kalenderwoche 31: Das Heizen mit Biomasse ist eine große Flächenverschwendung, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Die beste und langfristig oft günstigste Lösung wird dagegen bewusst schlechtgeredet.

Biomethan

Biogas – die neue Brückenenergie?

Drei Bioenergieanlagen mit flachen, flaschengrünen Kuppeln, daneben eine Biomethan-Anlage mit einer hoch aufragenden Metallkonstruktion.

Mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz kann Biomasse nun auch in Neubauten zum Heizen genutzt werden. Für effizienter halten Fachleute aber den Einsatz als Biomethan in flexiblen Kraftwerken, die Strom und Wärme erzeugen – vorausgesetzt, das Biogas stammt aus Abfall- und Reststoffen.

von Jörg Staude

Agrokraftstoffe

"Heute importieren wir Öl und Gas, morgen Erneuerbare"

Feld mit gelben Rapsblüten bis zum Horizont.

Biogas im großen Stil zum Heizen zu verbrennen hält Claus Sauter nicht für sinnvoll. Der Gründer und Vorstandschef des Herstellers Verbio will unter anderem mehr Biomethan im Verkehr einsetzen und verteidigt den Einsatz von Rapsöl als Rohstoff.

Interview: Jörg Staude

Agrosprit

Biokraftstoffe sind klimaschädlicher als Diesel und Benzin

Luftaufnahme von der Rapsernte, man sieht nur das schon bis auf einen Streifen abgeerntete Feld und das Erntefahrzeug.

Die Nachfrage nach sogenannten Biokraftstoffen wird in Zukunft enorm steigen. Ohne CO2-Preis für die Landwirtschaft könnte der Agrosprit den Klimawandel beschleunigen, statt ihn zu bremsen, zeigt eine neue Studie.

von David Zauner

Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Zu viele fossile Ausnahmen beim Heizen

Wärmepumpe an einem Einfamilienhaus.

Der jetzt vorgelegte neue Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes erlaubt mehr Ausnahmen vom fossilen Einbauverbot als die ursprüngliche Vorlage. Das schwächt den Klimaschutz ab, kritisieren Branchen- und Umweltverbände.

von Jörg Staude

GEG-Entwurf

Regierung setzt auf die Wärmepumpe

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Wirtschaftsminister Habeck lässt sich nicht beirren: Der Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes, das den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen ab 2024 fast unmöglich macht, ist bereits in der Ressortabstimmung. Die Heizungsbranche begrüßt die finanzielle Unterstützung der Wärmewende, fordert aber Technologieoffenheit.

von Jörg Staude

Gastbeitrag

Bei Biokraftstoffen steckt der Teufel im Detail

Luftaufnahme von der Rapsernte, man sieht nur das schon bis auf einen Streifen abgeerntete Feld und das Erntefahrzeug.

Was die Politik unternehmen muss, um den Hunger in der Welt zu verringern und das Klima zu schützen, ist Gegenstand scharfer Debatten. Eine Abschaffung von Biokraftstoffen würde nach aktuellem Stand beiden Zielen schaden.

ein Gastbeitrag von Elmar Baumann

Gastbeitrag

Nahrungsmittel aus dem Verkehr ziehen!

Zapfsäule mit vier Sprit-Pistolen für Benzin, Super, Super E 10 und Diesel.

Umweltministerin Lemke und Landwirtschaftsminister Özdemir wollen die staatliche Förderung für sogenannte Biokraftstoffe beenden. Ein Gesetzentwurf ist in der Ressortabstimmung. Das Gesetz wäre der Anfang vom Ende für eine der absurdesten und folgenschwersten Ideen, die Deutschland je ausprobiert hat: Sprit aus Lebensmitteln.

ein Gastbeitrag von Johanna Büchler

Förderende für Agrokraftstoffe

Weniger Biosprit, aber was dann?

Rapsfeld

Ein Gesetzesvorschlag von Umweltministerin Lemke soll die Förderung von Agrokraftstoffen aus Nahrungsmitteln oder Energiepflanzen bis 2030 beenden. Was aus Sicht der Welternährung unerlässlich erscheint, droht die Treibhausgasemissionen im Verkehr in Deutschland weiter nach oben zu treiben.

von Jörg Staude

Kritik an Gewinnabschöpfung

Biogas-Branche knipst das Licht aus

Biogasanlage bei Sonnenuntergang.

Die Biogasbranche verstärkt ihre Kritik an der geplanten Art der Gewinnabschöpfung bei der Strompreisbremse. Wie für fossile Energieerzeuger müsse für Biogas eine steuerliche Lösung geschaffen werden. Inzwischen verschob die Bundesregierung die Vorlage des Gesetzentwurfs auf Ende November.

von Jörg Staude

Proteste gegen "Biosprit"

15 Millionen Brote im Tank

Weizenernte mit dem Mähdrescher auf einem riesigen Feld.

Jeden Tag landet in der EU Agrosprit aus 10.000 Tonnen Weizen in Tanks. Mit einer Aktion protestiert Greenpeace in mehreren deutschen Städten gegen die Nutzung von Getreide für Agrosprit und als Viehfutter.

von Joachim Wille

Ausschreibungen der Bundesnetzagentur

Kein "Wumms" beim Ökostrom-Zubau

Ein selbstfahrender Auflieger transportiert ein schräg nach oben weisendes Windrad-Rotorblatt über die Landstraße von Heinzenberg nach Weilmünster.

Weiter kein Aufschwung bei den Erneuerbaren: Bei den jüngsten Auktionen der Bundesnetzagentur wurde bei Windkraft die ausgeschriebene Menge nur zu knapp 60 Prozent abgerufen, bei Biomasse nur zu etwa einem Drittel. Branchenverbände sehen explodierende Kosten als Ursache.

von Jörg Staude

Abregelung erneuerbarer Energieanlagen

Deutschland fackelt Gas ab

Biogasanlage mit den typischen runden Gasbehältern und einer Notfackel. Das ist ein rund zwei Meter hoher Metall-Schornstein auf einer quaderförmigen Unterkonstruktion, die etwas abseits steht.

Während Deutschland beim Erdgas um jede Kilowattstunde kämpft, wird offenbar immer mehr Biogas abgefackelt. Grund ist das vorgeschriebene Abregeln bei Netzengpässen. Die Biogasbranche will wenigstens Anlagen, die auch Wärme erzeugen, weiterbetreiben dürfen. 

von Jörg Staude

Thinktank mit überraschendem Konzept

Offensive gegen russisches Gas

Vor leicht bewölktem Sommerhimmel eine blau-gelbe Achterbahn mit dem Schriftzug: Turbo.

Mit einem Schub für die erneuerbaren Energien und einer Offensive beim Innendämmen, bei der Millionen Menschen mitmachen, könnte Deutschland viel schneller vom Erdgas aus Russland loskommen, ist sich der "Zero Emission Think Tank" sicher.

von Joachim Wille

Energieforschung

Aus Stroh wird Sprit

Auf einem Feld stapelt ein Traktor Strohballen mit einer Gabel.

Einer Forschungsgruppe der TU Darmstadt gelingt die Umwandlung des Reststoffs vom Feld in Methan ohne zusätzlichen Energieeinsatz. Mögliche Anwendungen sind die Herstellung von Grundchemikalien für die Industrie oder von Treibstoffen für Lkw und Flugzeuge.

von Joachim Wille

Agro-Kraftstoffe nur für ausgewählte Bereiche

"Biosprit zu verbieten ist gefährlich"

Rapsfeld neben einer Allee, auf der Autos fahren.

Der Energieexperte Hans-Josef Fell hält die "Tank oder Teller"-Debatte für falsch geführt. Er warnt: Höhere Abhängigkeit von russischem Öl und mehr Klimaschäden drohen, wenn die Nutzung von Biokraftstoffen heruntergefahren wird.

Interview: Joachim Wille