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Weltplastikabkommen

Der Plastik-Müllstrom muss schon an der Quelle bekämpft werden

Eine Hand hält eine Weltkugel in einer Plastiktüte über einen Papierkorb.

Im globalen Kampf gegen Plastikverschmutzung ist ein Perspektivwechsel nötig. Neben nachgelagerten Lösungen wie besserem Recycling müssen vorgelagerte Maßnahmen berücksichtigt werden, etwa eine Begrenzung der Primärkunststoff-Produktion.

ein Gastbeitrag von Maro Luisa Schulte, Evita Hegmann, Johanna Katharina Mützel

Industrienationen

G7 beschließt Kohleausstieg mit Einschränkung

Steinkohletagebau, in dem selbst Monster-Lkws klein aussehen.

Ist der Kohleausstiegs-Beschluss des G7-Gipfels wirklich der "historische Erfolg", als der er gefeiert wird? Die Formulierungen im Abschlussdokument lassen zweifeln. Zumal die G7-Länder noch weit hinter eigenen Zusagen zurückbleiben.

von David Zauner

Bericht der ILO

Arbeits-Hitze bis zum Umfallen

Ein Mann erfrischt sich an einer Wasserleitung am Straßenrand bei hohen Temperaturen in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Der Klimawandel vergrößert für 70 Prozent der Beschäftigten weltweit die Gesundheitsgefahren, warnt ein Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Das trifft besonders Länder im Süden der Erde, aber auch in Europa.

von Joachim Wille

Frühjahrstreffen

Weltbank und IWF erwarten weiche Landung der Weltwirtschaft

Eine hinter einem Schirm verborgene Person geht bei Regen am Gebäude des IWF in Washington vorbei.

Der Kampf gegen die Klimakrise und die Überwindung von Hunger und Armut erfordern riesige Investitionen. Beim Frühjahrstreffen der internationalen Finanzinstitutionen wurde daher auch über neue Steuern auf fossile Energien oder für Superreiche diskutiert.

von Christian Mihatsch

Weltplastikabkommen

Kampf gegen Plastik- und Klimakrise

Plastikmüll und Holzreste liegen zwischen Bäumen in Strandnähe herum.

Die Verhandlungen für ein UN-Plastikabkommen treten ab heute bei einer Konferenz in Ottawa in die entscheidende Phase. Die wichtigste Frage lautet: Wird die Plastik-Produktion begrenzt?

von Joachim Wille

Food Waste Index Report

Lebensmittelverschwendung wird zur "globalen Tragödie"

Präsentation einer großen Menge weggeworfener Lebenmittel, die noch verwendbar sind.

Lebensmittelabfälle verursachen acht bis zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen und erhöhen den Druck auf die Ökosysteme. Ein UN-Report zeigt, dass vor allem reiche Staaten und die Städte zu wenig dagegen tun. Das gilt auch für Deutschland und die EU.

von Sandra Kirchner

Multilateralismus

"So kommt man zu einer lösungsorientierten Diskussion"

Marco Molina sitzt im Verhandlungssaal an seinem Laptop und spricht ins Mikrofon.

Die immer größeren Schwierigkeiten mit dem multilateralen System sind einem veralteten Ansatz in den Verhandlungen geschuldet, sagt Marco Molina. Der WTO-Experte erklärt, was interessenbasiertes Verhandeln bringt. 

Interview: Christian Mihatsch

UN-Klimaschutz

"Gewinner waren meist die Weltmärkte, und Verliererin war die Umwelt"

Porträtaufnahme von Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Nach dem Kalten Krieg setzten die Staaten auf Globalisierung statt auf Klimaschutz, sagt Ernst Ulrich von Weizsäcker. Der renommierte Umweltforscher spricht über 30 Jahre Weltklimakonvention und die Chancen, wenigstens das Zwei-Grad-Limit zu halten.

Interview: Joachim Wille

Globaler Ressourcenbericht

"Mit der Natur arbeiten, statt sie nur auszubeuten"

Ein Bagger, eine Raupe und ein Bergwerks-Lkw auf einer Abbau-Stufe in einem Kupferbergwerk, außer den rotbraunen Steihängen ist nur ein kleines Stück vom grauen Himmel zu sehen.

Die Menschheit nutzt heute dreimal mehr Ressourcen als vor 50 Jahren, doch ein Umsteuern ist möglich, zeigt ein neuer UN-Report. In Deutschland fordern Fachleute eine Ressourcenstrategie, mit der auch eine Politik gegen Überkonsum möglich wird.

von Joachim Wille

Konferenz der Bonner Konvention

Ein Fünftel der wandernden Arten vom Aussterben bedroht

Zwei Dutzend tote Haie in der Auslage eines Marktstandes.

Zugvögel, Zebras oder Haie: Viele Tiere wandern über große Strecken. Ihre Bestände gehen weltweit zurück, zeigt der erste UN-Bericht über wandernde Tierarten. Hauptursache ist das Jagen und Fischen, noch vor dem Verlust und der Zerstückelung von Lebensräumen.

von Christian Mihatsch

Emissions Gap Report 2023

Auf dem Pfad in die Drei-Grad-Welt

Blick von schräg unten auf ein Flugzeug, das vor einem rötlichen, etwas bewölkten Himmel in Richtung Abendsonne fliegt.

Das Jahr 2022 bricht Rekorde – bisher höchster Ausstoß von Klimagasen, höchster CO2-Anteil in der Luft und wohl wärmstes Jahr seit Messbeginn. Die Welt steuert auf drei Grad Erwärmung zu, warnt ein Bericht des UN-Umweltprogramms Unep.

von Jörg Staude

Production Gap Report 2023

Viel zu viel Fossiles in der Pipeline

Hellgraue Rohrleitungen in einer Energie- oder Industrieanlage.

Ein neuer UN-Bericht zeigt, dass die meisten wichtigen Staaten nicht aus den fossilen Energien aussteigen – im Gegenteil. Die globale Öl- und Gasproduktion soll sogar noch bis 2050 ansteigen.

von Joachim Wille

"Adaption Gap Report"

Zu wenig Geld für Klimaanpassung

Bewohner der pakistanischen Hafenstadt Karatschi waten durch hüfthohes, braun gefärbtes Wasser.

Ein neuer Report des UN-Umweltprogramms Unep warnt vor einer Finanzierungslücke bei der Anpassung an den zunehmenden Klimawandel. Entgegen den Versprechen der reichen Staaten wird die Lücke sogar größer.

von Joachim Wille

Jahrestreffen in Marrakesch

Weltbank wird auch zur Klimabank

Eine Außenmauer des Weltbank-Hauptsitzes in Washington mit dem Schriftzug: The World Bank Group.

Während der Internationale Währungsfonds auf eine Kapitalerhöhung hoffen kann, muss die Weltbank vorerst ihre bestehenden Mittel besser nutzen. Damit kann das Kreditvolumen um 16 Prozent gesteigert werden. Wegen der Klimakrise müssten die Entwicklungsbanken ihre Kredite aber verdreifachen.

von Christian Mihatsch

Weltbank-IWF-Jahrestreffen

Die Weltbank braucht mehr Geld

Blick nach schräg oben im Atrium der Weltbank in Washington.

Das globale Finanzsystem muss reformiert werden, um vor den aktuellen Herausforderungen zu bestehen. Klima- und Schuldenkrise erfordern eine Kapitalerhöhung. Darum geht es beim Treffen von Währungsfonds und Entwicklungsbanken in Marrakesch.

von Christian Mihatsch

Weltchemikalienabkommen

Chemikalien werden erstmals global reguliert

Ein taiwanesischer Bauer versprüht einen Unkrautvernichter aus einem halben Dutzend Düsen an einer Metallstange, die mit einer Bambusstange verlängert ist. Er trägt eine einfache Schutzmaske und Handschuhe.

Die Verschmutzung der Umwelt durch Chemikalien verursacht Millionen Tote und große Schäden an den Ökosystemen. Trotzdem gab es bislang kein multilaterales Abkommen, das den Umgang mit Chemikalien regelt. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

von Christian Mihatsch

Sustainable Development Goals

Länder verschleppen Umstieg auf Nachhaltigkeit

Darstellung aller Nachhaltigkeitsziele mit ihren eigenen Logos

Es war eine Sternstunde der internationalen Entwicklungsdiplomatie, als 2015 die UN‑Ziele für eine nachhaltige Entwicklung beschlossen wurden. Doch acht Jahre später ist die Welt noch meilenweit davon entfernt, die Ziele zu erreichen. 

von Sandra Kirchner

Bausektor soll öko werden

Weniger bauen, mehr umbauen

Fassaden von drei Beton-Hochhäusern, von unten gen Himmel betrachtet.

Ein Report des UN-Umweltprogramms zeigt auf, wie der Bausektor endlich ressourcenschonend und klimaneutral werden kann. Dazu müsste auf Beton und Stahl und generell auf Neubauten in vielen Fällen verzichtet werden.

von Joachim Wille

Global Stocktake

Ein schlechtes Klimazeugnis für die Weltgemeinschaft

Windräder in einer Seenlandschaft in Westjütland.

Die erste weltweite Bilanz des UN-Klimasekretariats zeigt große Lücken. Expert:innen halten die sogenannte globale Bestandsaufnahme für einen möglichen Wendepunkt.

von David Zauner

Völkerrechtsexperte im Interview

"Eigentlich ist das Umweltvölkerrecht sehr erfolgreich"

Porträtaufnahme von Franz Perrez.

Im Umweltvölkerrecht gibt es keine andere Grenze als die Positionen der Staaten, sagt der frühere Schweizer Umweltbotschafter Franz Perrez. Ob Chemikalien oder Klima, wenn die Länder etwas wollen, kann es auch erreicht werden.

Interview: Christian Mihatsch