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Nationale Klimapläne

Kein Ende fossiler Energien in Sicht

Bohrplattform "Iran Khazar" im Einsatz an einer Förderplattform von Dragon Oil im Cheleken-Feld.

Klimaforscher:innen sind sich einig – die Welt muss aus fossilen Energien aussteigen. Trotzdem plant die Hälfte aller Staaten, ihre fossile Erzeugung fortzuführen oder auszubauen. Das liegt auch an einem Konflikt zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.

von David Zauner

UN-Verhandlungen in Paris

Plastik-Dämmerung

Stapel von zusammengedrückten Plastikflaschen.

Der Kunststoff-Müll ist eine tickende Zeitbombe, sagen Politiker. Aber sie lassen es langsam angehen, sie zu entschärfen – wie die jüngsten UN-Verhandlungen zeigen. Die Lobbyisten der Erdölchemie dürfen sich nicht durchsetzen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Weltplastikabkommen

"Wundermaterial" mit gefährlichen Nebenwirkungen

Plastischachteln mit frischem Obst im Kühlregal eines Supermarkzs.

In Paris beginnen heute Verhandlungen für ein UN-Abkommen gegen die weltweite Verschmutzung mit Kunststoffen. Umweltorganisationen warnen vor "Recycling-Märchen" der Erdöl- und Chemiebranche und fordern flächendeckende Mehrweg-Angebote.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Was Exxon zahlen müsste

Frau kocht Essen im Freien vor einem improvisierten Zelt.

Die Klimaschäden wachsen weltweit, nicht nur in Italien. Es ist Zeit, dass die Verursacher zur Kasse gebeten werden. Eine Studie hat ausgerechnet, was die Öl-, Gas- und Kohlekonzerne zu zahlen hätten.

eine Kolumne von Joachim Wille

Exporte von Öl, Gas und Kohle

"Mörderische Geldströme nach Russland stoppen"

Bohrplattform im Meer, daneben ein kleineres Schiff.

Nichtregierungsorganisationen aus der Ukraine und anderen Ländern fordern ein komplettes Embargo für russische Energielieferungen, um die Finanzierung des Ukraine-Kriegs zu beenden. Zudem müsse die weltweite Energiewende vorangetrieben werden.

von Joachim Wille

Britisch-niederländischer Ölkonzern

Neue Klima-Klage gegen Shell

Ein Fischer hält einen sehr kleinen Fisch vor die Kamera.

Während Shell den höchsten Gewinn seiner Geschichte einfährt, überschatten Klagen und Vorwürfe das Ergebnis. Umweltjurist:innen werfen dem Ölkonzern vor, die Klimarisiken zu wenig zu berücksichtigen. Kläger:innen aus Nigeria fordern das Beseitigen von Umweltschäden aus der Ölförderung im Nigerdelta sowie Schadenersatz.

von Sandra Kirchner

28. Weltklimagipfel in Dubai

Ölkonzern organisiert Weltklimakonferenz

Eine kleine Erdkugel-Nachbildung aus Metall befindet sich direkt über einer Gasflamme, wie sie bei Gasherden üblich ist.

Der diesjährige Weltklimagipfel wird zumindest teilweise von Mitarbeitenden des größten Erdölproduzenten der Vereinigten Arabischen Emirate organisiert. Während sich das Auswärtige Amt dazu nicht äußert, fordern NGOs wie die Deutsche Umwelthilfe volle Transparenz.

von David Zauner

28. Weltklimagipfel

Ölmagnat ist oberster Klimaschützer

Dubai Panorama

Ein Erdöl-Boss soll den diesjährigen Klimagipfel in Dubai leiten. Das sorgt nicht nur bei Klimaschutzorganisationen für einen Aufschrei. Auch die Vereinten Nationen untersuchen, ob es zu Interessenkonflikten kommen könnte.

von David Zauner

Forderung von Umweltorganisationen

Habeck soll Öl-Gas-Leitlinie vorerst stoppen

Bohrplattform "Iran Khazar" im Einsatz an einer Förderplattform von Dragon Oil im Cheleken-Feld.

Über eine umstrittene Öl-Gas-Leitlinie hat der KfW-Verwaltungsrat heute zu befinden. Mit ihrer Hilfe sollen fehlende Gasimporte aus Russland kompensiert werden. Umweltorganisationen fordern eine kritische Überprüfung der Richtlinie. Sie befürchten das endgültige Aus für das 1,5-Grad-Ziel.

von Jörg Staude

Bilanz der Klimakonferenz COP 27

UN-Klimagipfel endet mit guten und schlechten Ergebnissen

Abschlussplenarsitzung beim Klimagipfel 2022, die Delegierten sind von hinten zu sehen, einzelne haben schon ihre Koffer mitgebracht.

Im Abschlussdokument der Weltklimakonferenz hat Saudi-Arabien die Erwähnung fossiler Energien verhindert, die für immer größere Klimaschäden sorgen. Andererseits sollen arme Länder nun Unterstützung zur Bewältigung dieser Schäden bekommen. Dafür gibt es einen Fonds – aber die Ursache für die Schäden wird verschwiegen.

von Christian Mihatsch

Kein Wort über Kohle, Öl und Gas

Der blinde Fleck bei den Klimaverhandlungen

Ein Mann steht vor einem riesigen Steinkohletagebau.

Atomwaffen und fossile Energien haben etwas gemeinsam: Wenn sie in großem Stil zum Einsatz kommen, zerstören sie letztlich die menschliche Zivilisation. Daher wäre es sinnvoll, sie zu verbieten. Eine neue Initiative will genau das für Kohle, Öl und Gas erreichen.

von Christian Mihatsch

Gastbeitrag

Schwedt retten heißt Rosneft enteignen

Arschak Makitschjan mit einem Fridays-for-Future-Schild.

Die Bundesregierung muss die PCK-Raffinerie in Schwedt enteignen, um den Weg für ein Erdöl-Embargo freizumachen und aufzuhören, Russlands Krieg gegen die Ukraine mit Geld für Ölkäufe zu finanzieren. Nur ein klimagerechter Strukturwandel sichert der Region eine Zukunft mit Einnahmen und Arbeitsplätzen.

ein Gastbeitrag von Arschak Makitschjan

Energielieferungen im August

Moskau verdient immer noch satt an Öl und Gas

Auf einer grün gestrichenen Pipeline-Abzweigung vor nächtlicher Kulisse steht auf Russisch: Gas.

Russland exportiert weniger fossile Energien, verdient aber mehr, wie ein neuer Report zeigt. Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Käufer russischer Energieexporte. Analysten raten dringend zu einem Fokus auf Energieeffizienz und Erneuerbare.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 92

Teure Energiecharta, Dürre in China, dürftige Klimaprogramme

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Italien ist aus dem Energiecharta-Vertrag ausgestiegen und muss dennoch einen Ölkonzern wegen eines Umweltgesetzes entschädigen. China fährt wegen extremer Trockenheit Wasserkraftwerke und Elektronikhersteller herunter. Der Expertenrat für Klimafragen verreißt das Sofortprogramm des Verkehrsministers.

von Verena Kern, Katharina Schipkowski

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 2

Die Straße nach Nirgendwo

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Wie die Abhängigkeit von Öl und Gas die russische Außenpolitik bestimmt: Seit Kriegsbeginn verdient Russland mit dem Verkauf fossiler Brennstoffe mehr denn je. Doch es zeichnet sich bereits deutlich ab: Die Tage des Öl- und Gasimperiums sind gezählt. 

ein Gastbeitrag von Nika Gurewitsch

Interviewreihe zur Klimabewegung

Wie geht es weiter mit dem Protest, Lina Schinköthe?

Fünf Menschen mit Rucksäcken und Warnwesten sitzen auf der Fahrbahn, vor ihnen stehen drei große schwarze Autos, dahinter noch mehr Autos.

Mit ihren Straßenblockaden macht die jüngste Gruppierung der Klimabewegung gerade Schlagzeilen – nicht immer positive. Welche Strategien verfolgt die "Letzte Generation" und was unterscheidet sie von anderen Gruppen? Fragen an die Klimaaktivistin Lina Schinköthe – Teil 7 unserer Interview-Serie.

Interview: David Zauner

Studie des Swiss Finance Institute

Was sind die Folgen des Kriegs für den Klimaschutz?

Nächtliche Aufnahme von zwei Blöcken eines Erdgaskraftwerks der South Carolina Public Service Authority.

Märkte lassen sich als Prognoseinstrument nutzen, denn letztlich spiegeln die Kurse die Erwartungen der Anleger und deren Informationsstand wider. Hinsichtlich der Folgen des Krieges für den Klimaschutz zeigt sich hier ein großer Unterschied zwischen der EU und den USA.

von Christoph Müller

Ottos Woche

Nahende 1,5 Grad, veganes Win-win und Hitzetod mit Planschbildern

Porträtaufnahme von Friederike Otto.

Kalenderwoche 20: Solange BP und Shell mit fossilen Geschäftsmodellen Rekordgewinne einfahren und Saudi Aramco die am höchsten bewertete Firma der Welt ist, lässt sich die Erdtemperatur nicht stabilisieren, sagt Friederike Otto, Klimaforscherin am Imperial College London und Mitglied des Herausgeberrates von Klimareporter°.

Auch Ministerium sieht Ölförder-Pläne kritisch

Das Russland-Argument sticht im Wattenmeer nicht

Luftaufnahme der rechteckigen Bohrplattform, eng bestückt mit Anlagen zur Ölförderung im Wattenmeer.

Den Plan des Öl- und Gasriesen Wintershall Dea, die Ölförderung im Wattenmeer auszuweiten, stößt nicht nur bei Naturschützern und Umweltverbänden auf Unverständnis und Kritik. Auch das Bundesumweltministerium zweifelt am Sinn des Vorhabens.

von Jörg Staude

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 27

Allianz für Klimaschutz

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Der größte deutsche Investor, der Münchner Versicherungskonzern Allianz, hat seine Regeln zum Umgang mit Erdöl und Erdgas verschärft. Dafür gab es viel Lob, auch von Kritikern. Dennoch hat die neue Richtlinie große Lücken – zum Beispiel für Flüssigerdgas-Projekte.

von Hermannus Pfeiffer