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Genossenschaftliche Energiewende

Wirtschaftsministerium bremst beim Energy Sharing

Mehrstöckige Neubaublöcke in Berlin-Neukölln mit Flachdach, darauf Solarmodule.

2023 wird das Jahr der "Feinsteuerung" bei der Energiewende, kündigt Staatssekretär Patrick Graichen aus dem Bundeswirtschaftsministerium beim Kongress der Energiegenossenschaften in Berlin an. Was die Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben zum Energie-Sharing angeht, zeigt er sich jedoch skeptisch.

von Jörg Staude

Milliarden für neue Minen in aller Welt

Die Energiewende wird metallintensiv

Extraktion von Kupfer-Erz mit Lösemitteln in offenen Becken der Zeche Skouriotissa in Zypern.

Solarpaneele, Batterien und Windräder brauchen deutlich mehr Metalle als das herkömmliche Energiesystem. Das könnte kurzfristig zu Engpässen und starken Preisausschlägen führen und die Energiewende verzögern. Deshalb müsse der Bergbausektor "in einem noch nie dagewesenen Tempo wachsen", fordern Experten.

von Christian Mihatsch

Müllers Woche

Ministerien-Lobbyismus, Energiewende mit drei "E" und Ende der Klimakleberei

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 8: Es reicht nicht, fossile Energieträger wie Erdgas durch erneuerbare zu ersetzen, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Klimakrise verlange auch eine absolute Reduzierung des Energieverbrauchs. Ministerien sieht er als Hauptziel von Lobbyisten.

Start für Stromsystem-Plattform

Preiswerter Ökostrom soll bei Verbrauchern ankommen

Ein Windpark, eine Solar-Freiflächenanlage und Stromleitungen auf einem Feld.

Wer wird von einer weitgehend erneuerbaren Stromversorgung künftig profitieren? Das ist eine der Fragen, mit der sich die neue Plattform "Klimaneutrales Stromsystem" herumschlagen wird. Dies zeigte die Auftaktveranstaltung.

von Jörg Staude

Sladeks Woche

Der Elefant im Stromsystem, Heizen ohne Erdgas ab 2030 und faktenresistente FDP

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 7: Eine Plattform "Klimaneutrales Energiesystem" müsste der Bundeswirtschaftsminister morgen starten, nicht nur eine fürs Stromsystem, fordert Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Für ihn gehört dazu auch ein Erdgas-Ausstieg beim Heizen bis 2030.

Gastbeitrag

Die Märchen vom Blackout

Ein Mann hält in der Dunkelheit ein brennendes Streichholz hoch und schaut dich ängstlich an.

Das Märchen vom angeblich drohenden Blackout kommt seit Jahrzehnten zum Einsatz – immer dann, wenn die Atomlobby politische Entscheidungen beeinflussen will. Die heutige "Argumentation" für eine weitere AKW-Laufzeitverlängerung ähnelt auf erstaunliche Weise den Pro-Atom-Kampagnen der Vergangenheit.

ein Gastbeitrag von Anna Stender

Energiedialog der Erneuerbaren-Branche

Habeck vorerst mit wenig Kühnheit

Robert Habeck steht an einem Pult und spricht, die Umgebung ist in pink und gelb gehalten.

Eher enttäuschend geriet der Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf dem ersten Energiedialog des Erneuerbaren-Verbandes BEE. Streit mit der Branche zeichnet sich beim klimaneutralen Stromsystem und bei der Wasserstoff-Strategie ab.

von Jörg Staude

Kommentar

Europa, zur Sonne

Solarmodule in schräger Nahaufnahme.

Endlich reagiert die EU mit einem eigenen Plan auf die massive Förderung grüner Technologien in China und den USA. Deutschlands und Frankreichs Wirtschaftsminister machen gut Wetter in Washington. Solange es keinen weltweiten CO2-Preis gibt, ist Industrieförderung der einzige Weg zur dringend nötigen Energiewende.

ein Kommentar von Joachim Wille

Studie zum EU-Ukraine-Gipfel

Die "grüne" Ukraine

Ein Windrad am Horizont vor der untergehenden Sonne.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg müsse nachhaltig und klimagerecht geplant werden, rät ein Thinktank. Mit geringen Zusatzkosten etwa beim Wohnungsbau lasse sich später viel Geld sparen. Vor Investitionen in neue Kohle- und Atomkraftwerke warnen die Expertinnen.

von Joachim Wille

Windkraftanlagen

Die großen Brüder des Growian

Eine Reihe Windräder auf See, dazwischen ein Motorboot und hinten eine schwimmende Bauplattform.

Windkraftanlagen werden immer größer und leistungsstärker. Der Rekord steht nun bei 15 Megawatt. Ein Ende der Entwicklung ist noch nicht abzusehen, allerdings wachsen die Anforderungen an Material und Konstruktion überproportional.

von Joachim Wille

Kemferts Woche

Echte Preisbremsen, Braunkohle kontra CO₂‑Budget und die Fehler der "Klimakanzlerin"

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 4: Viele politische Fehlentscheidungen der letzten Regierungen führten dazu, dass wir heute in der größten Energiekrise der Nachkriegsgeschichte stecken, sagt Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die besten Preisbremsen seien Energiesparen und Erneuerbare.

Willenbachers Woche

Überleben der Grünen, persönliches CO₂-Budget und Wissings Verkehrs-Ernte

Matthias Willenbacher spricht mit ernstem Blick und ruhiger Handgeste vor warm beleuchtetem, unscharfem Hintergrund

Kalenderwoche 2: Nur ein wirklich schneller Ausbau der Erneuerbaren kann die Braunkohlenutzung beenden, sagt Matthias Willenbacher, Geschäftsführer der nachhaltigen Investing-Plattform Wiwin und Mitglied im Klimareporter°-Herausgeberrat. Die Protestbewegung sollte sich mit der gleichen Kraft für den Ausbau der Ökoenergien einsetzen.

EEG-Miterfinder über Braunkohle

"Grüne hätten RWE nicht nachgeben dürfen"

Luftaufnahme vom Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier, gleich daneben ein Windpark.

Hätten die vergangenen Bundesregierungen nicht die Ökoenergien behindert, wäre die Braunkohle schon heute überflüssig, sagt Hans-Josef Fell. Der Energieexperte und ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen über den Kohlekonflikt und die Klimaziele.

Interview: Joachim Wille

Energiekrise und Energiewende

"Wir sind im Finale zwischen fossiler und Ökoenergie"

Flüssigerdgas-Terminal Ras Laffan bei Al Khor in Katar. Drei Gasfackeln brennen, zwei LNG-Tanker haben angelegt.

Angesichts enormer kurzfristiger Gewinnchancen wird viel zu viel in fossiles Gas investiert, während Ökoenergien vor absurden Genehmigungshürden stehen, sagt Claudia Kemfert. Die Energieexpertin über die Entscheidung zwischen der fossilen Renaissance und dem Booster für die Erneuerbaren.

Interview: Joachim Wille

Bilanz von Agora Energiewende

Deutschland verfehlt Klimaziel für 2022

Dampfendes Braunkohlekraftwerk im Sonnenschein.

Obwohl Haushalte und Industrie 2022 weniger Energie verbrauchten, hat Deutschland sein Klimaziel verfehlt. Hauptursache ist der Mehreinsatz fossiler Brennstoffe, so die Jahresbilanz von Agora Energiewende. Der Thinktank warnt vor Trends, die das Erfüllen der Klimaziele auch in den nächsten Jahren infrage stellen.

von Jörg Staude

Jahresbilanz 2022

Klimaschutz im LNG-Tempo?

Weiß gekleidete Ende-Gelände-Aktivisten sitzen auf Baumaschinen, davor liegen Erdgasrohre.

In zehn Monaten hat die Regierung 2022 ein Erdgas-Terminal an der Küste aus dem Boden gestampft. So ein Tempo muss 2023 auch für Energiewende und Klimaschutz gelten, fordern Umweltleute und Politiker. Ob nur schneller zu werden ausreicht, ist allerdings die Frage.

von Jörg Staude

Überraschung des Jahres 2022

Gut durchgekämpft im Krisenjahr

Porträtaufnahme von Oliver Hummel.

Angesichts der dramatischen Turbulenzen an den Energiemärkten und der Unsicherheiten für Haushalte und Unternehmen kommt Deutschland bisher überraschend gut durch die Krise. Im Jahr 2023 muss die Regierung zeigen, dass die enorme Projekt-Beschleunigung wie beim Erdgas auch bei Wind und Sonne möglich ist.

von Oliver Hummel

Überraschung des Jahres 2022

Und täglich grüßt die Laufzeitverlängerung

Matthias Willenbacher

Unnötige Debatten und verpasste Chancen haben das Jahr energiepolitisch geprägt. Statt einer Strategie zur schnellen dezentralen Energiewende gab es eine rückwärtsgewandte Atomausstiegs-Diskussion. Auch eine Regierungspartei machte mit. Das kann und muss 2023 anders werden.

von Matthias Willenbacher

IWF-Sonderziehungsrechte

"Unser Ziel ist es, die Menschen zu schockieren"

Avinash Persaud sitzt im Anzug auf einem Podium, spricht eindringlich ins Mikrofon und gestikuliert mit den Fingern.

Der Ökonom Avinash Persaud von der Karibikinsel Barbados erklärt im Interview, wo Billionen fürs Klima zu finden sind und wie er sie lockermachen will.

Interview: Christian Mihatsch

Billionen fürs Klima mobilisieren

Bekommt das Klima Sonderziehungsrechte?

Dollarnoten

Technisch ist es möglich, die Klimaerwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Was fehlt, ist Geld – viel Geld. Doch dieses ließe sich mit den geeigneten Instrumenten durchaus mobilisieren – und das, ohne die Steuerzahler zur Kasse zu bitten. Davon sind einige renommierte Ökonomen und auch Staatschefs überzeugt.

von Christian Mihatsch