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Sonnenuntergang über Fluss, im Hintergrund futuristische Gebäude und Kran
Der Konferenzort: Scottish Event Campus in Glasgow. (Foto: Stevie Brown/​Flickr)

Nach 25 UN-Konferenzen gibt es noch immer keine Lösung für die Klimakrise – doch mit dem Pariser Klimaabkommen zumindest einen strukturierten Ansatz, um das Problem zu bearbeiten. Wie gut das funktioniert, sollte der 26. Gipfel in Glasgow zeigen, wo über die Regeln für den Handel mit CO2‑Emissionsrechten verhandelt wurde. Der erreichte Kompromiss war dann eines der wenigen positiven Ergebnisse der Konferenz. Ein Team von Klimareporter° war vor Ort in Schottland und berichtete mehrmals täglich.

Gastbeitrag

Hoffen und Bangen nach dem Glasgower Gipfel

Eine Gruppe Protestierender liegt wie tot auf dem Boden, mit weißen Tüchern bedeckt, dahinter ein Transparent: Klimakrise.

Hohe Erwartungen gaben dem Glasgower Klimagipfel eine Popularität wie nie zuvor. Sie prägen und polarisieren auch die Bewertungen der Gipfelergebnisse. Positives wurde beim weltweiten Emissionshandel erreicht. Großes Manko bei den vielen freiwilligen Initiativen ist die fehlende Verbindlichkeit.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

klima update° – Folge 53

Klimagipfel-Ergebnisse, Ampel-Verhandlungen, Streit um grüne Investitionen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der Weltklimagipfel ist vorbei. Die Ampel streitet. Die EU diskutiert darüber, ob Investitionen in Erdgas und Atomkraft nachhaltig sind.

von Susanne Schwarz, Verena Kern

Nach dem Glasgower Klimagipfel

"Der Pariser Geist lebt noch"

Menschen mit Gasmasken in einem Demonstrationszug, auf Transparenten steht "Coal Kills" und "Go Fossil Free!"

Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit, wie ernst die Klimakrise ist und wie dringlich das Handeln, ist so stark wie nie, sagt Jan Kowalzig von Oxfam. Wie auf der Glasgower UN-Konferenz die reicheren mit den ärmeren Ländern beim Thema Klimaschäden umgegangen sind, findet er "erbärmlich".

Interview: Christian Mihatsch, Jörg Staude

Tacheles, Claudia Kemfert!

James Bond war nicht in Glasgow

Silberfarbenes U-Boot für eine Person, das wie eine fliegende Untertasse aus den 1960er Jahren aussieht.

Der Klimapakt von Glasgow reicht nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel zu schaffen. Es bleibt eine Ambitions- und Umsetzungslücke, international genauso wie in Deutschland. Die kommende Bundesregierung hat drei große Hausaufgaben zu erledigen.

eine Kolumne von Claudia Kemfert

Klimaforscher zum COP-Ergebnis

"Dann sehe ich schwarz"

Nachtaufnahme des Konferenzzentrums in Glasgow während des Klimagipfels, daneben ein beleuchteter Schriftzug: New Worlds - Neue Welten.

Die 26. Weltklimakonferenz in Glasgow hat keine Trendwende gebracht, sagt der Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Dafür wäre ein fairer Ausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern nötig. Bislang seien die Hauptverantwortlichen für die Klimakrise dazu nicht bereit. 

Interview: Joachim Wille

Kommentar

Was kann eine Klimakonferenz leisten?

Aufruf zu mehr Klimaschutz im Konferenzzentrum in Glasgow während der COP 26

Die Ergebnisse des Klimagipfels COP 26 in Glasgow werden von den einen als historisch gefeiert, von den anderen als  Enttäuschung auf ganzer Linie kritisiert. Beides ist Unsinn – und verkennt den Sinn und Zweck von Klimakonferenzen.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

Ergebnisse des Klimagipfels COP 26

Paris-Abkommen besteht ersten Test knapp

Zitate aus Briefen von Kindern mit dem Aufruf zu mehr Klimaschutz an einer Wand während der Klimakonferenz in Glasgow.

Die UN-Klimakonferenz in Glasgow hat ihre Ziele knapp erreicht. Für Drama sorgte die Erwähnung von Kohle im Abschlusstext. Richtungweisend für künftige Konferenzen könnten die vielen Initiativen in einzelnen Sektoren sein.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Die Junkies in Glasgow

Kohlekraftwerk Singrauli

Die Lichtblicke auf der Klimakonferenz in Glasgow wurden durch die altbekannten Reflexe der Kohlenstoff-Junkies konterkariert, die den Zugang zu ihrem "Stoff" am Ende lieber doch nicht so radikal eingeschränkt sehen wollten.

ein Kommentar von Joachim Wille

COP 26 endet mit einem Tag Verspätung

Glasgower Klimapakt hält 1,5-Grad-Ziel am Leben

Große Halle mit vielen Tischreihen, an denen die Klimagipfel-Delegierten jeweils mit einigem Abstand sitzen, weit vorn das Podium mit der Konferenzpräsidentschaft.

Am Samstagabend verabschiedete der Weltklimagipfel den "Glasgow Climate Pact". Er verpflichtet die Staaten zu deutlich mehr Ehrgeiz, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Die Festlegungen zu fossilen Energien wurden nochmals abgeschwächt. Kritisiert werden unzureichende Klimahilfen für Entwicklungsländer und besonders betroffene Staaten.

von Christian Mihatsch, Jörg Staude

Klimabewegung kritisiert Ampel-Parteien

Berlin, schau nach Glasgow

Das Glasgower Konferenzzentrum SEC, ein futuristischer Bau, spiegelt sich im Wasser.

Beim Klimagipfel in Glasgow zeichnen sich kurz vor dem Ende Fortschritte im Klimaschutz ab – bei der Ampel-Koalition in Berlin drohen diese unter die Räder zu geraten. Davor warnt die Klimabewegung und fordert die kommende Bundesregierung zur mehr Ehrgeiz auf.

von Jörg Staude

klima update° – Folge 52

Fossile Lobby auf dem Klimagipfel, Deutschlands Auto-Problem, Klimaeffekt der COP-Versprechen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Die Klimakonferenz COP 26 in Glasgow geht zu Ende. Was bringen die vielen neuen Versprechen der Staaten? Und stören die fossilen Lobbyist:innen vor Ort? Darüber sprechen diese Woche Susanne Schwarz und Lena Wrba, direkt aus Glasgow.

COP-26-Schlussverhandlungen

In Glasgow wird um jedes Wort gerungen

Fahnen der UN-Länder vor schönem blauen Himmel

Bei der UN-Klimakonferenz versuchen die knapp 200 Staaten, extrem unterschiedliche Anliegen unter einen Hut zu bringen. Ob die geringfügigen Verbesserungen im Textentwurf von heute Morgen dafür ausreichen, ist jedoch unklar.

von Christian Mihatsch

UN-Klimagipfel vor dem Abschluss

Grün, Greenwashing, Glasgow

Kuppel- und wabenförmige, mild beleuchtete Installation auf dem Klimagipfel COP 26 in Glasgow.

Die 26. Weltklimakonferenz soll, so ist jedenfalls der Plan, heute Abend zu Ende gehen. Zeit, einen etwas anderen Blick auf die zwei Wochen in Glasgow zu werfen.

von Elena Balthesen, Jörg Staude

Kommentar

Etwas mehr Licht in Glasgow

Protestierender mit Schild bei der Klimademo in Glasgow

Peking und Washington wollen beim Klimaschutz wieder zusammenarbeiten. Gut und schön. Und unerwartet. Doch der Test auf die Ernsthaftigkeit der Ambitionen kommt erst noch.

ein Kommentar von Joachim Wille

EU beim Klimagipfel wenig sichtbar

USA und China überraschen mit bilateralem Deal

Minister stehen in einer Reihe und halten ein Transparent, auf dem "Together for Ambition" steht.

Die USA und China hatten 2015 den Weg für das Pariser Klimaabkommen geebnet. Ob ihr jetziger Deal in Glasgow ähnlich bedeutsam wird, bleibt abzuwarten. China ist sich aber wohl bewusst, dass seine Haltung über das 1,5-Grad-Ziel entscheiden kann. Unterdessen wollen zehn Länder aus der Öl- und Gasförderung aussteigen.

von Christian Mihatsch

Kommentar

An der Fußnote gescheitert

Ein Wasserball-Globus wird zwischen zwei schwarzen Autos zusammengepresst.

Neuerdings lässt sich Deutschland schon von Fußnoten in internationalen Erklärungen abschrecken. Das Meisterland der Klimadiplomatie gibt mehr und mehr ein Bild des Jammers ab.

ein Kommentar von Jörg Staude

"Null-Emissions-Autos" auf der COP 26

Deutschland will noch Jahrzehnte Sprit verbrennen

Elektro-Rennwagen in der Ausstellungshalle der COP26 in Glasgow

Rund 30 Staaten bekennen sich beim Klimagipfel in Glasgow zu einem Enddatum für Verbrenner-Fahrzeuge. Auch Regionen, Städte und Autokonzerne unterstützen die Erklärung zu emissionsfreier Mobilität. Das Autobauerland Deutschland sperrt sich.

von Joachim Wille

Fridays for Future auf der Klimakonferenz

Ampel auf Krise

Aktivst:innen stehen mit Fahnen und Schildern auf denen "You owe us" steht im deutschen Pavillon

In Berlin droht die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP an einer auch nur annähernd 1,5-Grad-konformen Einigung zu scheitern. Gleichzeitig verlaufen die Verhandlungen auf dem Glasgower Klimagipfel zäh. Fridays for Future besetzt in Glasgow für kurze Zeit den deutschen Pavillon.

von Elena Balthesen

UN-Klimagipfel COP 26

In Glasgow beginnt die heiße Phase

Plakat am Hauptbahnhof von Glasgow: UN-Klimakonferenz 2021 - willkommen in Glasgow.

Die britische Konferenzpräsidentschaft liegt zumindest zeitlich gut im Rennen. Schon heute Morgen lagen Textentwürfe für die wichtigsten Elemente des "Glasgower Pakets" vor. Jetzt muss sie nur noch dafür sorgen, dass diese nicht vor der Ziellinie aufgerieben werden.

von Christian Mihatsch

Ernährungsfragen auf der COP 26

Klimagipfel ohne "Food Day"

Präsentation einer großen Menge weggeworfener Lebenmittel, die noch verwendbar sind.

Die Erzeugung von Lebensmitteln ist für fast ein Drittel der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Auch auf dem Weltklimagipfel in Glasgow wird das Problem noch vielfach ignoriert, beklagt die Umweltstiftung WWF.

von Jörg Staude