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Etwas mehr Licht in Glasgow

Peking und Washington wollen beim Klimaschutz wieder zusammenarbeiten. Gut und schön. Und unerwartet. Doch der Test auf die Ernsthaftigkeit der Ambitionen kommt erst noch.


Protestierender mit Schild bei der Klimademo in Glasgow
Klimademo in Glasgow zur Gipfel-Halbzeit: Kümmert sich doch noch jemand? (Foto: Sandra Kirchner)

Ist das der Wendepunkt? Wird nun alles gut beim Klima? China und die USA haben ein Signal an den Glasgower UN-Gipfel gesendet, das die Hoffnungen beflügelt.

Die beiden Großmächte wollen künftig bei dem Menschheitsthema eng kooperieren, teilten die beiden Chefunterhändler, Xie Zhenhua und John Kerry, mit. "Wir können diese Ziele nicht erreichen, wenn wir nicht zusammenarbeiten", sagte der US-Amerikaner.

Völlig klar: Ohne die beiden Staaten, die zusammen rund 45 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verursachen, kann Klimaschutz nicht funktionieren. Dass Peking und Washington trotz der Differenzen in vielen anderen Feldern hier zusammenfanden, hätte in Glasgow kaum jemand erwartet.

Umso größer die Erleichterung. Erinnert sei daran, dass schon das Pariser Klimaabkommen von 2015 ohne eine intensive Vorarbeit von Peking und Washington nicht zustande gekommen wäre.

Allerdings: Gerettet ist damit das Glasgower Verhandlungsklima noch lange nicht, das des Planeten Erde erst recht nicht.

Denn China bleibt eine Verschärfung seines CO2-Reduktionsziels für 2030 weiterhin schuldig, das allein auf den richtigen Kurs führen würde.

Und in den USA ist nach wie vor unklar, ob Präsident Joe Biden mit seinem grünen Mega-Investitionsprogramm überhaupt durchkommt.

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