Anhörung zu Solarsteckgeräten

Noch kein Solarsommer vorm Balkon

Ein junger und ein alter Mann stehen auf einem Balkon und schrauben zwei Solarmodule an.

Zu einer "privilegierten Maßnahme" in Wohnungen soll per Gesetz die Installation von Balkonsolaranlagen erklärt werden. Das werde nicht reichen, um die Widerstände der Vermieter gegen die Steckersolargeräte aufzulösen, betonen Solar-, Umwelt- und Mieterverbände.

von Jörg Staude

Innovation am Bau

Riesen-Lego als Baustein für die Klimawende

Eingerüstetes fast fertiges Holzhaus mit umgebendem kleinem Garten.

Das Tübinger Start‑up Triqbriq hat ein neuartiges Holzbau-System entwickelt, für das hauptsächlich Schwach- und Schadholz verwendet werden kann. Fachleute sehen darin großes Potenzial für klimaneutrales Bauen.

von Joachim Wille

Sozial gerechte Klimapolitik

Suffizienz – das doppelte Genug

Zwei sanierte Mehrfamilienhäuser des sozialen Wohnungsbaus in Bielefeld mit Solarpaneelen auf dem Dach.

Klimaschutzmaßnahmen müssen nicht nur Verzicht bedeuten, sagt das Wuppertal Institut. In ihrem neuen "Zukunftsimpuls" verbinden die Wissenschaftler:innen Klimapolitik und soziale Gerechtigkeit.

von Leonie Vogelsang

Die gute Nachricht

In vier Wochen zum klimaneutralen Zuhause

Mehr als ein Dutzend Handwerker und Handwerkerinnen stehen auf dem Gerüst an der Einfamilienhaushälfte, die saniert wurde, viele zeigen die Faust.

Eine Musterbaustelle in Hamburg zeigt, wie ein "Sanierungssprint" für Altbauten funktionieren kann. Durch gute Planung und Kooperation auf der Baustelle wird Handwerk mit Teamgeist und hoher Produktivität möglich.

von Joachim Wille

Sachverständige für Verbraucherfragen

Für arme Haushalte ist die Energiekrise teuer

Eine Luftwärmepumpe steht vor einem modernen Einfamilienhaus in einem Schottergärtchen.

Höhere Energiepreise belasten nicht nur stärker das Budget einkommensschwacher Haushalte, diese sind auch viel weniger in der Lage, Energie zu sparen oder zu günstigeren Heizungen zu wechseln. Das ergibt eine Untersuchung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen.

von Jörg Staude

Tacheles, Aysel Osmanoglu!

Die Wohnungskrise lösen wir ganzheitlich – und bitte nachhaltig

Wohnsinn 2

Die Ökostandards und die Kosten runter – fertig ist das Konzept gegen die Wohnungsnot? Das ist leider zu kurz gedacht. Sozial und nachhaltig ist auch beim Bauen möglich und sogar in großem Maßstab anwendbar.

eine Kolumne von Aysel Osmanoglu

Transformation

Neue Städte kriegt das Land

Frau beim Online-Meeting im Homeoffice.

Das Homeoffice boomt weiter, und siehe da: So lassen sich die Probleme beim Wohnungsbau und im Verkehr viel besser lösen.

von Joachim Wille

Bausektor soll öko werden

Weniger bauen, mehr umbauen

Fassaden von drei Beton-Hochhäusern, von unten gen Himmel betrachtet.

Ein Report des UN-Umweltprogramms zeigt auf, wie der Bausektor endlich ressourcenschonend und klimaneutral werden kann. Dazu müsste auf Beton und Stahl und generell auf Neubauten in vielen Fällen verzichtet werden.

von Joachim Wille

Energiewende in Haushalten

"Steckersolargeräte sind kein baulicher Eingriff"

Ein mehrstöckiger Altbau und daneben ein modernes Haus, beide mit Balkons, im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg.

Die Wohnungswirtschaft blockiert Balkonkraftwerke, beklagt Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe. Sie fordert mehr Mitspracherecht für Mieter:innen und kann sich eine Aufnahme dauerhaft installierter Solarsteckgeräte in den Mietvertrag vorstellen.

Interview: Jörg Staude

Nachhaltiges Bauen

"Wenn für ein Holzhaus Regenwald abgeholzt wird, ist das nicht nachhaltig"

Ein Mann stapelt mit einem Radlader Tropenholzstämme auf, im Hintergrund Wald.

Der globale Bauboom verursacht gewaltige Treibhausgasemissionen. Mit Holz hingegen könnte der Bausektor sogar zu einer CO2-Senke werden, sagt Klimaforscher Christopher Reyer. Allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Interview: David Zauner

Das Antiblockiersystem

Beton und Automobilität – "Couple fatal" des Kapitalismus

Winterliche Stadtlandschaft mit einem riesigen Autobahnkreuz und wenigen Häusern..

Beton galt lange als Baustoff der Zukunft. Auch das Auto war im 20. Jahrhundert ein Synonym für Fortschritt. Das eine wäre nicht ohne das andere erfolgreich gewesen. Beide zeigen aber auch, wie schnell Fortschritt und Modernisierung zu Problemen werden können.

ein Gastbeitrag von Martin Gegner

Klimaanpassung

Die Hitze aussperren

Fenster mit heruntergelassener und halb geschlossener Innenjalousie, draußen scheint die Sonne und es ist grün.

Die Bundesregierung legt endlich einen Hitzeschutzplan auf. Doch auch jede und jeder Einzelne kann und sollte etwas gegen den Wärmestress in den eigenen vier Wänden tun.

von Joachim Wille

Steigender Energieverbrauch

Klimaanlagen werden zum Klimaproblem

Vier runde, etwa zwölf Meter hohe Türme aus Ziegeln in einem Stadtviertel, die vertikalen Lüftungskanäle im oberen Teil sind in alle Himmelsrichtungen offen.

Diese Woche wurde der weltweit heißeste je gemessene Tag verzeichnet. Schon heute laufen auf dem Planeten zwei Milliarden Klimaanlagen, bis 2050 könnten es sieben Milliarden werden. Doch es gibt Möglichkeiten, schonender zu klimatisieren.

von Joachim Wille

Gutachten des Umweltrats

"Wir müssen die Natur in die Stadt bringen"

Ein Fuß- und Radweg endet plötzlich an einer stark befahrenen Schnellstraße, dahinter bauen Kräne eine moderne Stadt mit Hochhäusern.

Eine gesunde Umwelt kann viele Krankheits- und Todesfälle vermeiden helfen, zeigt ein neues Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen. Klimaanpassung bedeutet für das Gremium auch ein anderes Verständnis vom Bauen in Innenstädten.

von Jörg Staude, Joachim Wille

Debatte um Heizungsgesetz

Passt denn das Haus zur Heizung?

Qualmender Schornstein auf einem Hausdach

Die Verschiebung des Gebäudeenergiegesetzes bietet auch die Chance zu einem umfassenderen Herangehen. Es erscheint wenig sinnvoll, klimafreundliche Heizungen in einen veralteten und wenig nachhaltigen Gebäudebestand einzubauen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Klimabewegung meets Mietenbewegung

"Mieter:innen können die Wärmewende nicht allein bezahlen"

Mondaufgang über einer Plattenbausiedlung in Berlin-Lichtenberg mit vielen erleuchteten Fenstern in einer Langzeitaufnahme.

Bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz müssen sich nicht ausschließen, sagen Klimaaktivistin Kate Cahoon und Mietenaktivistin Lisa Vollmer. Das Problem seien unsoziale und unwirksame politische Instrumente. Wie die Zusammenarbeit der Bewegungen aussehen kann, erklären sie im Interview.

Interview: David Zauner

Streit ums Gebäudeenergiegesetz

Was bringt die Wärmepumpe fürs Klima?

Eine Wärmepumpe, die wie eine Klimaanlage aussieht, steht auf Füßen in einem Steinbeet neben dem Eingang eines Einfamilienhauses.

Beim Streit um das neue Gebäudeenergiegesetz, das heute im Bundeskabinett behandelt werden soll, wird oft vergessen, dass es im Kern um Klimaschutz geht. Als Faustregel beim derzeitigen Strommix kann gelten: Selbst eine ineffiziente Wärmepumpe ist bei den Emissionen nicht schlechter als eine Erdgasheizung.

von Jörg Staude

Die gute Nachricht

Sanieren statt neu bauen

Ein gelber Bagger steht vor einem halb abgerissenen Plattenbau.

Es werden mehr Wohnungen gebraucht, doch der Klimaschutz soll darunter nicht leiden. Es gibt Konzepte, wie das geht. Die wichtigste Maßnahme ist, vorhandene Gebäude zu erhalten, statt sie abzureißen und neu zu errichten. Eine Expertenkommission legt ein Papier vor, die Bauministerin zeigt sich aufgeschlossen.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 117

Russlands Angriff auf die Ukraine, Sanieren statt Abreißen, klimaschädliche neue Straßen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der Krieg in der Ukraine hat auch Folgen für Klima, Umwelt und Energiewende. Gebäude in Deutschland sollen künftig häufiger saniert und nicht abgerissen und neu errichtet werden. Straßenbau verursacht mehr Treibhausgase als angegeben.

von Verena Kern, Sandra Kirchner

Studie zum EU-Ukraine-Gipfel

Die "grüne" Ukraine

Ein Windrad am Horizont vor der untergehenden Sonne.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg müsse nachhaltig und klimagerecht geplant werden, rät ein Thinktank. Mit geringen Zusatzkosten etwa beim Wohnungsbau lasse sich später viel Geld sparen. Vor Investitionen in neue Kohle- und Atomkraftwerke warnen die Expertinnen.

von Joachim Wille