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Kleinst-Photovoltaik

Solarstrom vom Balkon fließt künftig auch normgerecht

An einem Balkon in einem Mehrfamilienhaus ist eine private Solaranlage aus zwei Paneelen angebracht, die leicht nach oben geneigt sind.

In Deutschland gilt seit Anfang Dezember die weltweit erste Produktnorm für Stecker-Solargeräte. Sie soll mehr technische und rechtliche Sicherheit bringen. Die einstigen "Guerilla-Solaranlagen" erlebten in den vergangenen Jahren einen starken Aufschwung.

von Stefan Schroeter

Ressourcen

EU blockt Überprüfung kritischer Rohstoffprojekte ab

Ein Brocken eines weiß und silbrig glänzenden Kristallgesteins.

Die EU will mit neuen Bergbauprojekten ihre Importabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen verringern. Umweltorganisationen sehen ökologische und soziale Risiken und fordern Neubewertungen. Die EU-Kommission mauert.

von David Zauner

klima update° – Folge 252

Hurrikan Melissa, Schadenersatzforderung wegen Klimaschäden, Klimawandel gefährdet die Gesundheit

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Der Klimawandel hat den Hurrikan Melissa stärker und zerstörerischer gemacht. Flutgeschädigte aus Pakistan wollen Schadenersatz von CO2-Top-Emittenten wie RWE. Laut dem neuen Lancet-Countdown-Report sind klimabedingte Gesundheitsgefahren auf einem Höchststand.

von Verena Kern, Jonas Waack

Klimaklagen

Landwirte fordern Schadenersatz von deutschen CO₂‑Schleudern

Eine Frau kocht Essen im Freien vor einem improvisierten Zelt.

Die deutschen Konzerne RWE und Heidelberg Materials haben wissentlich große Klimaschäden verursacht. Pakistanische Landwirte wollen sie jetzt für die Folgen in ihrem Land haftbar machen.

von Verena Kern

Regierung verzögert Verfassungsklage

"Wir erleben ein gefährliches Klimaschutz-Theater"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundeskanzler Friedrich Merz sitzen in einem Auto der Marke ID Cross, VW-Vorstandsvorsitzender Oliver Blume schaut zur Tür herein und spricht mit Merz.

Mit der aktuellen Politik wird Deutschland bis 2040 fast 600 Millionen Tonnen CO2 mehr ausstoßen als laut Klimaschutzgesetz erlaubt, sagt Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe. Er erwartet, dass die Regierung noch in diesem Jahr ihre Stellungnahme zur Verfassungsklage vorlegt. 

Interview: Jörg Staude

klima update° – Folge 251

EU-Klimaziel rechtlich riskant, globales Klimaschutz-Tempo reicht nicht, Gelder für Anpassung ungerecht verteilt

Eine in Wellenbewegungen ansteigende Temperaturkurve und der Schriftzug: Klima-Update – unser Podcast.

Das vorgeschlagene EU-Klimaziel für 2040 könnte gegen Völkerrecht verstoßen. Die weltweite Energie- und Verkehrswende kommt viel zu langsam voran. Hilfen zur Klimaanpassung fließen kaum in die Länder, die sie besonders dringend brauchen. 

von Sandra Kirchner, Jonas Waack

Verfassungsbeschwerde

Umweltrat: Reformiertes Klimagesetz schwächt den Klimaschutz

Rote Roben der Verfassungsrichter hängen in einem Schrank.

Umweltverbände fieberten schon der Verhandlung ihrer Verfassungsklage gegen das aufgeweichte Klimaschutzgesetz entgegen. Dazu wird es vorerst nicht kommen. Der Bund hat beim Gericht Fristverlängerung für angefragte Stellungnahmen beantragt. Die des Umweltrates liegt aber schon vor.

von Jörg Staude

Der gute Wille

Klima in scheinbar guter Verfassung

Die Göttin der Gerechtigkeit, Justitia

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe will über ein zweites Urteil zum Klimaschutzgesetz nachdenken. Das könnte noch spannend werden.

eine Kolumne von Joachim Wille

Volksentscheid

Hamburg: Wer wagt, gewinnt?

Blick von einem Hausdach auf eine Straße in Hamburg, auf der der Slogan gemalt ist: Wir alle für 1,5 Grad

Nicht erst 2045, sondern schon 2040 will die Hansestadt klimaneutral sein, ergab der Hamburger Zukunftsentscheid. Doch wie bequem werden die Änderungen für die Bewohner:innen?

von Tine Heni

Gutachten zum EU-Beihilferecht

Reiche kommt beim Gas nicht über Habeck hinaus

Katherina Reiche läuft an einem repräsentativen alten Gebäude entlang und telefoniert.

Ende des Jahres will Wirtschaftsministerin Reiche die ersten neuen Gaskraftwerke ausschreiben. Die öffentliche Finanzierung von Bau und Betrieb solcher Anlagen verstößt allerdings gegen das EU-Beihilferecht, stellt ein heute veröffentlichtes Gutachten der Kanzlei K&L Gates fest.

von Jörg Staude

Schutz der Ozonschicht

Wenn Wissenschaft und Umweltbewegung an einem Strang ziehen

Ein Junge läuft auf eine in Smog gehüllte arabische Stadt zu.

Anknüpfend an den Erfolg des Montreal-Protokolls ist es an der Zeit, eine breite öffentliche Unterstützung für einen fossilen Nichtverbreitungsvertrag zu schaffen – als letzte Chance für die Abkehr von Kohle, Öl und Gas.

ein Gastbeitrag von Aparajita Banerjee

Dählings Woche

Verschleppter Klimaschutz, rechtlich wankender Mieterstrom und Söders Unterleibsproblem

Porträtaufnahme von Carolin Dähling.

Kalenderwoche 37: Bleibt es beim schleppenden Hochlauf von E-Autos und Wärmepumpen, stößt Deutschland bis 2035 zusätzlich so viel CO2 aus wie Australien in einem Jahr, warnt Carolin Dähling von der Energiegenossenschaft Green Planet Energy, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Sie fordert schnelle Änderungen im Mieterstrom-Recht.

IGH-Gutachten

Klimaschutz ist Völkerrecht

Festlich ausgestatteter Gerichtssaal mit Holztäfelung, Kronleuchtern und Buntglas-Fenstern vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Vorn sitzen 15 Richterinnen und Richter, im Saal weitere Personen.

Die anhaltende Verletzung des Pariser Klimavertrags ist völkerrechtswidrig, befindet der Internationale Gerichtshof. Möglich werden jetzt neue Klimaklagen. Die Profiteure der fossilen Welt lassen sich so aber nicht stoppen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Internationaler Gerichtshof

Klimaschutz ist für die Staaten nicht freiwillig

Die 15 Richterinnen und Richter des Internationalen Gerichtshofs sitzen im Saal vor großem Publikum.

Auch wenn das jetzt veröffentlichte Klima-Gutachten des Internationales Gerichtshofs keine rechtliche Verbindlichkeit hat, können sich künftig Gerichte weltweit bei ihren Entscheidungen zu Klimaklagen darauf berufen.

von Verena Kern

Erdgasförderung vor Borkum

Gasstopp hängt am seidenen Stromkabel

Erdgas-Förderplattform in der Nordsee.

Im Rechtsstreit um die Gasförderung vor Borkum haben Natur- und Klimaschützer:innen einen Zwischenerfolg erzielt. Eine Chance gegen fossile Erdgasprojekte hat die Bewegung aber nur, wenn sie jetzt ihre Kräfte bündelt.

von Tine Heni

Erneuerbaren-Ausbau

Schwarz-Rot bremst Windkraft beschleunigt aus

Liegendes Rotorblatt auf einer Windrad-Baustelle, das dicke Ende offen wie eine Röhre.

Gegen Grüne und Linke und den Rat von Umweltjuristen beschließt die Koalition die Umsetzung der RED-III-Richtlinie für erneuerbare Energien. Es bleibt bei der Streichung des "überragenden öffentlichen Interesses" außerhalb von Windenergiegebieten.

von Jörg Staude

Erneuerbaren-Richtlinie der EU

Koalition greift überragendes öffentliches Interesse an Windkraft an

Windpark in offener Landschaft mit Raps- und anderen Feldern.

Die schwarz-rote Koalition setzt einen Nadelstich nach dem anderen gegen den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der jüngste ist im Gesetzentwurf zur teilweisen Umsetzung der EU-Richtlinie RED III versteckt.

von Jörg Staude

Serie: Chinas Klimapolitik

"Vorhandene Spielräume müssen auch genutzt werden"

Abfall-Sammelstation mit vier Einwurfstellen für Sondermüll, Recycelbares, Bioabfälle und Restmüll.

Gerade im Umwelt- und Klimaschutz gibt es in China weiterhin zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume, sie sind aber kleinteiliger und kontextabhängiger, sagt Arthur Tarnowski vom Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Peking. Gemeinsame Lernerfahrungen im deutsch-chinesischen Dialog sollten unbedingt weiterentwickelt werden. Teil 15 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Importe ohne Entwaldung

Nur grüne EU‑Rhetorik beim Waldschutz?

Ein Sojabohnen-Feld wird maschinell geernet.

Eine weitere Aufweichung der Entwaldungs-Verordnung bedroht die Glaubwürdigkeit der EU beim Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas. Statt die Standards abzusenken, sollte es Hilfen bei der Umsetzung geben.

ein Gastbeitrag von Jean Carlo Rodríguez de Francisco

Klimaklage

Peruanischer Bauer gegen RWE: Eine Niederlage zum Jubeln

Saúl Luciano Lliuya

Ein peruanischer Bauer wollte den deutschen Energiekonzern RWE verpflichten, sich entsprechend seinem CO2-Ausstoß an der Klimaanpassung in den Anden zu beteiligen. Nun scheiterte er vor Gericht. Warum NGOs das Urteil dennoch als historischen Erfolg feiern.

von David Zauner