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Gutachten zur Klimapolitik

Experten raten zu harter Emissions-Obergrenze

Gelbes Ortsschild, auf dem aber nur CO2 steht und das oben zunehmend rötlich verfärbt ist.

Der Expertenrat für Klimafragen legt sein Gutachten zur Emissionsentwicklung von 2000 bis 2021 vor. Die Klimaanstrengungen müssen verdoppelt werden, um das Klimaziel für 2030 zu erreichen. Dazu rät der Klimarat zu einem Paradigmenwechsel in der Klimapolitik.

von David Zauner

klima update° – Folge 101

Deutschlands Klima-Nachzahlung, Welt auf 2,5-Grad-Kurs, Klimakrise bedroht Gesundheit

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Deutschland muss CO2-Emissionsrechte von anderen EU-Ländern kaufen, weil es seine Klimaziele nicht erreicht hat. Die Staaten der Welt strengen sich nicht genug an, um die Emissionen zu senken. Die Klimakrise bedroht die Gesundheit von Millionen Menschen.

von Susanne Schwarz, Verena Kern

Internationaler Klimaschutz

"Das Fenster schließt sich"

Industrielandschaft am Horizont mit qualmenden Schloten vor dunkelblau bewölktem Himmel.

UN-Organisationen warnen vor der Klimaschutz-Lücke, die das 1,5-Grad-Ziel unerreichbar macht. Die Zeit für schrittweise Änderungen sei inzwischen vorbei. Deutschlands Außenministerin Baerbock setzt unterdessen die Erwartungen an den kommenden Klimagipfel denkbar niedrig an.

von Joachim Wille

EU-Emissionshandel

"Die kostenlose CO₂-Party muss ein Ende haben"

Michael Bloss steht mit verschränkten Armen auf einem überdachten Übergang im Europäischen Parlament in Straßburg.

Einen "europäischen Doppel-Wumms", der die Klima- und Energiekrise gleichermaßen löst, fordert der grüne EU-Abgeordnete Michael Bloss im Interview mit Klimareporter°. Um in Deutschland den CO2-Mehrausstoß durch das Wiederanfahren von Kohlekraftwerken zu begrenzen, müsse die Obergrenze im Emissionshandel sinken.

Interview: Jörg Staude

Kommentar

Der Klima-Deal

Das Braunkohlekraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen

Alle reden über Energiesicherheit, nicht über Klimaschutz. Umso drängender wird das Jahrhundertthema. In dieser Woche hat Minister Habeck die Klimapolitik reanimiert. Ob sie wirklich wieder auflebt, muss sich erst noch zeigen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Bisher kein Klimaschutz im Verkehrssektor

"Die Ampel muss den Straßenbau stoppen"

Einige Fahrgäste steigen aus einer Regionalbahn an einer kleinen Station in Nordrhein-Westfalen.

Will die Regierung wirklich das Klima schützen, muss sie schnellstens die Mittel für den Fernstraßenbau in den öffentlichen Verkehr umschichten, sagt Verkehrsprofessor Helmut Holzapfel. Ohne radikalen Umbau der Mobilität blieben die Klimaziele Papier.

Interview: Joachim Wille

Umweltrat berechnet CO₂-Budget neu

Deutschland geht auf den 1,5-Grad-Overshoot zu

Doppelauspuff eines Diesel-Pkw von Nahem.

Deutschland droht sein 1,5‑Grad-Klimaziel deutlich zu verfehlen. Das legen Berechnungen des Sachverständigenrats für Umweltfragen nahe. Will Deutschland das Ziel aus dem Paris-Vertrag einigermaßen sicher einhalten, reicht das dafür verfügbare CO2-Budget höchstens noch bis Ende 2027.

von Jörg Staude

Erneuerbaren-Förderung beschlossen

Österreich will von 80 auf 100 Prozent Ökostrom

Windräder bei Petronell in Niederösterreich.

2030 soll sich Österreich zu 100 Prozent mit eigenem Ökostrom versorgen, so steht es im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Nun setzte das grün geführte Umweltministerium endlich auch die nötige Investitionszuschuss-Verordnung in Kraft – und damit eine umfangreiche Förderung für Photovoltaik, Windkraft und Co.

von Christof Mackinger (Wien)

klima update° – Folge 74

Letzte Generation, Klimaziele unter zwei Grad, Schwesigs Russland-Verstrickungen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Neue Aktionen und noch mehr Verhaftungen bei der "Letzten Generation". Die internationalen Klimaziele reichen für einen Stopp der Erderhitzung bei knapp zwei Grad – in der Theorie. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Schwesig (SPD) steht unter Druck wegen des Russland-Einflusses auf die landeseigene "Klimastiftung".

von Susanne Schwarz, Verena Kern

Gastbeitrag

Wissenschaftlich empfohlen: Systemwandel

Schild mit der Aufschrift: Klimagerechtigkeit oder Aufstand.

Die Klimakrise zu bewältigen, bedeutet Systemwandel in allen Bereichen und allen Ländern, heißt es im neuen Weltklimabericht. Das habe tiefgreifende Folgen, auch für Wirtschaft und Konsum. Nur wenn Gerechtigkeit im Vordergrund steht und Betroffene wirklich beteiligt werden, könne es gelingen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Analyse der Klimapolitik

Ampel blinkt nicht grün

Rot-Gelb zeigende Ampel in einem Villenviertel in Göttingen.

Die Klimaschutzpolitik der rot-grün-gelben Bundesregierung muss dringend nachgeschärft werden, um die eigenen CO2-Ziele zu erreichen. Das macht eine Studie des Öko-Instituts deutlich. Sie enthält auch konkrete Vorschläge.

von Joachim Wille

Zehnter globaler Klimastreik

"Die Bundesregierung muss ein Krisenbewusstsein schaffen"

Elisa Bas redet an einem Mikro, hinter ihr ein Fridays-for-Future-Logo.

Die neue "Fortschrittsregierung" ist gut hundert Tage im Amt, wenn am heutigen Freitag der zehnte globale Klimastreik ansteht. Spürbare Fortschritte bleibe die Ampel schuldig, sagt Elisa Baş. Die Fridays-for-Future-Aktivistin über die Bilanz der Regierung, klimapolitische Folgen des Ukraine-Kriegs und unsere Betroffenheit.

Interview: Tjade Brinkmann

Gastbeitrag

Was soll das mit dem Flüssigerdgas, Deutschland?

Roter Flüssigerdgastanker mit vier riesigen kugelförmigen Tanks.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges überschlagen sich die Bekundungen, man müsse jetzt auch in Deutschland ganz schnell Flüssigerdgas-Terminals bauen. In dieser kritischen Situation sollte die Politik aber einen kühlen Kopf bewahren – und gerade jetzt nicht den Blick fürs langfristig Entscheidende verlieren.

ein Gastbeitrag von Sascha Boden

Klimabilanz des Umweltbundesamts für 2021

Gebäude und Verkehr reißen das CO₂‑Limit

Ein Kraftwerk aus der Ferne im Sonnenuntergang

Deutschland hat 2021 wieder mehr Treibhausgase ausgestoßen als noch im Vorjahr. Dabei müssten die Emissionen in allen Bereichen dringend sinken, und zwar rasch. Die Bundesregierung muss nun Sofortprogramme ausarbeiten.

von Tjade Brinkmann

klima update° – Folge 64

Straßenblockaden, Greenpeace-Chefin im Auswärtigen Amt, Konzernklimaschummeln

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Klimaaktivist:innen blockieren Straßen in Großstädten. Die Chefin von Greenpeace International wird deutsche Klima-Gesandte. Konzern-Klimaziele sind oft Greenwashing, zeigt eine Untersuchung.

von Susanne Schwarz, Katharina Schipkowski

Klimaziele im Verkehr

Elektroauto-Ziel zu schwach

Verkehrsstau in der Stadt.

Mindestens 15 Millionen Elektroautos will die Ampel-Regierung bis 2030 auf die Straßen bringen. Doch sogar, wenn sie das ohne Plug-in-Hybride schafft, reicht das Vorhaben nicht, um den Verkehrssektor auf Klimakurs zu bringen.

von Verena Kern

Gastbeitrag

Abwärtsspirale im Wettbewerb der grünen Taxonomien

Blick durch leere große Röhren, die zu einer Pipeline zusammengeschweißt werden sollen

Der Streit über die Taxonomie für grüne Investitionen ist ein energiepolitisches Armutszeugnis für die EU. Der eigentliche Schaden entsteht aber woanders und könnte weit über das europäische Problem hinausgehen.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Verfassungsbeschwerde gegen Klimagesetz

"Klimaziele müssen auf einem CO₂-Budget basieren"

Porträtaufnahme von Sascha Müller-Kraenner

Die Deutsche Umwelthilfe unterstützt Klimaaktivist:innen bei ihrer erneuten Klage gegen das Klimaschutzgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht. Warum auch das nachgebesserte Gesetz nicht ausreicht und was mit der neuen Klage erreicht werden soll, erklärt DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.

Interview: David Zauner

Umfangreiche Gesetzesvorhaben

Habeck kündigt Pakete für Ostern und den Sommer an

Robert Habeck erläutert an einem Balkendiagramm die bisherige und geplante Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland von 1990 bis 2040.

In diesem Jahr will das Klima- und Wirtschaftsministerium zwei große Gesetzespakete für die Energiewende vorlegen. Minister Robert Habeck nennt die Aufgaben "gigantisch". Der Grüne beziffert die sich für 2030 abzeichnende Klimalücke auf knapp 200 Millionen Tonnen CO2.

von Jörg Staude

Gastbeitrag

Wer die Sanierung der Häuser bezahlen soll

Neubaufassade in ocker und beige mit einfachen schmucklosen Fenstern.

Die Mittelschicht und die Reichen können und müssen die energetische Sanierung ihrer Häuser und Wohnungen selbst finanzieren. Unterstützt werden müssen die Armen, die oft in den besonders sanierungsbedürftigen Häusern wohnen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt