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Weltplastikabkommen

Der Plastik-Müllstrom muss schon an der Quelle bekämpft werden

Eine Hand hält eine Weltkugel in einer Plastiktüte über einen Papierkorb.

Im globalen Kampf gegen Plastikverschmutzung ist ein Perspektivwechsel nötig. Neben nachgelagerten Lösungen wie besserem Recycling müssen vorgelagerte Maßnahmen berücksichtigt werden, etwa eine Begrenzung der Primärkunststoff-Produktion.

ein Gastbeitrag von Maro Luisa Schulte, Evita Hegmann, Johanna Katharina Mützel

Arten- und Klimaschutz

Klimawandel gefährdet Erfolge beim Naturschutz

Karettschildkröten schwimmen über ein Korallenriff.

Schutzmaßnahmen für die Natur können laut einer umfangreichen Studie den Rückgang biologischer Vielfalt stoppen. Gleichzeitig muss aber auch der Klimawandel gebremst werden, sonst könnte er bald die Hauptursache für den Artenschwund sein.

von Joachim Wille

Netzausbauplanung

Scharmützel um neue Energie-Trassen

Blick auf eine Erdkabel-Baustelle

Fünf weitere "Stromautobahnen" bis 2045 schlagen die Netzbetreiber vor, um das klimaneutrale Stromsystem zu schaffen. Bei der Netzplanung will künftig aber auch die Gasbranche mitreden – und die Politik sowieso.

von Jörg Staude

Biodiversität

Fortschreitender Klimawandel überfordert auch die Ökosysteme

Ein Boot vor einem Mangrovenwald auf den Andamanen am Rand des Indischen Ozeans.

Große Hoffnungen der internationalen Gemeinschaft ruhen auf dem Endspurt beim Weltklimagipfel in Dubai. Der Pariser Klimavertrag und das Kunming-Montreal-Abkommen zum Artenschutz müssen besser verzahnt werden.

ein Gastbeitrag von Carla Freund, Brick Medak

Sozial-ökologischer Umbau

"Wir brauchen eine Ökologische Sparkasse"

Großstadtviertel mit mehrstöckigen Wohngebäuden unterschiedlichen Alters.

Die Wärmewende muss sozial verträglich finanziert werden, fordert der Umweltexperte und Vorsitzende der Naturfreunde, Michael Müller. Auch in anderen Bereichen der Transformation denke die Ampel zu kurz.

Interview: Joachim Wille

Polytronik

Recycling von Anfang an mitdenken

Jemand hält flexible Solarzellen in den Händen und biegt sie stark duch.

Die "organische Elektronik" boomt: Doch biegsame Solarzellen oder OLED-Bildschirme brauchen besseres Recycling, mahnen Materialforscher. Das muss schon bei der Entwicklung berücksichtigt werden.

von Joachim Wille

Erdsystemanalyse

"Unser Planet ist ein lebendiger Planet"

Erde

Wir brauchen eine Revolution des menschlichen Selbstbildes, sagt der Erdsystemwissenschaftler Wolfgang Lucht. Nur so lässt sich eine weitere Eskalation der Krisen begrenzen. Die Erkenntnisse der Erdsystemanalyse haben das Potenzial dazu: der Mensch als Teil eines lebendigen Planeten. Teil 1 des Interviews.

Interview: David Zauner

Beschleunigung durch EU-Notfallverordnung

"Wald, Auen und Grünland sind genauso wichtig wie die Erneuerbaren"

Einige Windräder stehen auf einem bewaldeten Bergrücken.

Deutschlands grüne Infrastruktur sichert die natürlichen Lebensgrundlagen, die erneuerbare den Wohlstand, betont Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings, gegenüber Klimareporter°. Um beide Infrastrukturen schneller voranzubringen, fordert er von der Ampel-Regierung ein ressortübergreifendes Herangehen.

Interview: Jörg Staude

Kommentar

Doppelwumms für den Artenschutz

Karettschildkröten schwimmen über ein Korallenriff.

In nur drei Monaten haben sich die Staaten auf zwei wichtige weltweite Artenschutzabkommen geeinigt. Das lässt für eine Zukunft des Multilateralismus hoffen – und darauf, dass globale Subsysteme wie Klima und Biodiversität endlich gemeinsam betrachtet werden.

ein Kommentar von Christian Mihatsch

klima update° – Folge 115

Kühlender Staub, Zunahme resistenter Bakterien und Viren, Klimawirkung des Deutschlandtickets

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Feinstaub und Wüstenstaub haben die globale Erwärmung bisher um ein Drittel verringert. Die UN-Umweltbehörde fordert, die Gesundheit von Menschen und Erde in einem integrierten Ansatz zu betrachten. Das 49-Euro-Ticket wird nicht allzu viel für das Klima bringen.

von Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski

BuGG-Kongress zu Solardächern

Die grün-gelb-blaue Vision für deutsche Dächer

Auf einem großen Flachdach sind Solarmodule installiert, daneben wachsen Gräser, Moose und andere Pflanzen.

Wenn Klimaschutz und Klimaanpassung zwei Seiten einer Medaille sind – warum denken wir dann nicht "gelbe" Solarenergie, "grüne" Dächer und "blauen" Wasserrückhalt zusammen? Das fragte sich der Bundesverband Gebäudegrün auf dem ersten Fachkongress zum Solar-Gründach in Berlin.

von Jörg Staude

Agro-Kraftstoffe nur für ausgewählte Bereiche

"Biosprit zu verbieten ist gefährlich"

Rapsfeld neben einer Allee, auf der Autos fahren.

Der Energieexperte Hans-Josef Fell hält die "Tank oder Teller"-Debatte für falsch geführt. Er warnt: Höhere Abhängigkeit von russischem Öl und mehr Klimaschäden drohen, wenn die Nutzung von Biokraftstoffen heruntergefahren wird.

Interview: Joachim Wille

Digitale Mobilität – das Antiblockiersystem

Wie wir uns auch auf dem Land Auto-unabhängig machen

Zweispurige Straße mit Leitplanken, daneben kahle Bäume.

Freie Fahrt für freie Bürger:innen? Für sehr viele Menschen in Deutschland gilt das nicht. Sie wohnen auf dem Land – und sind praktisch gezwungen, ein Auto zu haben. Mit dem Wissen und den Technologien von heute wäre es anders möglich.

ein Gastbeitrag von Nils Werner

Neuer IPCC-Teilbericht

"Das Zeitfenster für eine klimaresiliente Welt schließt sich"

Reisende in der Abfertigungshalle eines Flughafens, durch das große Fenster ist zu sehen, wie die tief stehende Sonne auf das Rollfeld scheint.

Für Furore wird der neue Bericht des Weltklimarates zu den Folgen des Klimawandels und zur Klimaanpassung sorgen. Er erscheint zwar erst in einer Woche – die deutliche Ansage der Autoren wurde aber schon vorab bekannt: Das Zeitfenster für eine klimastabile Welt schließt sich bereits.

von Jörg Staude

Die gute Nachricht

In Wien doppelt grün aufs Dach

Pergola mit Solarmodulen auf einem Hausdach, darunter grünt und blüht es.

Die Stadt Wien fördert jetzt die Kombination von Gebäudegrün und Photovoltaik – Klimaschutz und -anpassung in einem. Die Lösung wird in Deutschland seit fast zwanzig Jahren angeboten und fristet noch immer ein Nischendasein. Förderprogramme gibt es hierzulande praktisch nicht.

von Jörg Staude

Klima- und Artenschutz

Die Zwillingskrise

Luftaufnahme eines Maisfeldes.

Zwei hochrangige UN-Fachgremien fordern ein Umdenken in der Umwelt- und Klimapolitik: IPCC und IPBES veröffentlichen ihren ersten gemeinsamen Bericht. Schafft es die Politik, umfassende, integrierte Konzepte zu entwickeln, statt nur auf CO2 oder nur auf Schutzgebiete zu schauen?

von Sandra Kirchner

Kritik der DUH

Gasnetz wird am Klimaschutz vorbeigebaut

Monteure laden Rohre für die Nord-Stream-Pipeline ab.

Neue Milliarden ins fossile Erdgasnetz zu investieren passt nicht zu den Klimazielen, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Sie fordert einen Stopp laufender Planungen in Deutschland und eine integrative Sicht auf die künftig "grünen" Strom- und Gasnetze.

von Jörg Staude

Raubbau als Pandemierisiko

Naturschutz ist besser als Lockdown

Luftaufnahme: Geschlagene Stämme liegen aufgestapelt im Amazonas-Regenwald.

Der Weltbiodiversitätsrat IPBES warnt vor weiteren Pandemien. Vermeiden lasse sich dieses Szenario nur, wenn Politik und Wirtschaft beim Natur-, Umwelt- und Klimaschutz umsteuern, und zwar gleichzeitig und abgestimmt.

von Joachim Wille

Vernetzt planen

So kommt der Klimaschutz in die Städte

Stadtkulisse mit neuen mehrstöckigen Gebäuden, Straße, Straßenschildern, Bäumen und Baukran.

Die kommunale Planung muss sich ändern, wenn die Infrastruktur Lebensqualität und Klimaschutz sicherstellen soll. Eine Kita im Berliner Bezirk Pankow macht das mit wissenschaftlicher Begleitung vorbildlich.

von Verena Kern

Extremwetter in Städten

Die Folgen des Klimawandels abmildern

Hochwasser Mai 2016 Heidelberg

Forscher haben Konzepte entwickelt, wie sich Städte besser an Hitzewellen und Starkregen anpassen können. Dazu gehört, das Stadtgrün nicht länger mit Trinkwasser zu gießen. Um die Erkenntnisse der Wissenschaftler anzuwenden, müssen sich aber Planungsprozesse grundlegend ändern.

von Pamela Dörhöfer