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Klimafinanzierung

"1,3 Billionen Dollar pro Jahr sind noch moderat"

Demonstration mit einem großen Frontal-Banner, auf dem steht Cancel Debt for People and Planet.

Die Zwischenkonferenz in Bonn brachte kaum Fortschritte für die globale Klimafinanzierung, und auch vom G7‑Gipfel erwartet Finanzexperte Jan Kowalzig wenig. Während Entwicklungsländer konkret werden wollen, versuchen die Industrienationen, gerade das zu vermeiden.

Interview: David Zauner

Bonner Zwischenkonferenz

Jetzt geht's um Geld

Eine Klimadiplomatin aus einem asiatischen Land blickt skeptisch in ein mehrseitiges Dokument.

2.400 Milliarden Dollar pro Jahr brauchen die Entwicklungsländer, wenn die Erderwärmung bei 1,5 Grad stoppen soll. Wo das Geld herkommt, ist auch nach der Bonner Vorbereitungskonferenz unklar. Etwas anderes war aber nicht zu erwarten.

von Christian Mihatsch

Zwischenkonferenz in Bonn

Fehlende Klima-Billionen und verdrängte Konflikte

Drei Menschen sitzen bei der Klimakonferenz in Bonn auf dem Podium und zeigen Fotos von drei inhaftierte Journalist:innen aus Aserbaidschan

Das Bonner Vorbereitungstreffen für den nächsten Klimagipfel in Baku kommt kaum voran. Während der Palästina-Konflikt sichtbar ist, machen einzelne Aktivisten auf die problematische Rolle des Gastgeberlandes Aserbaidschan aufmerksam.

von Maximilian Arnhold

Zwischenkonferenz in Bonn endet

Agendastreit überschattet Klimakonferenz

Blaue und weiße Zelte einer Hilfsorganisation sind in Reihe aufgebaut, im Hintergrund sind Felder weithin überflutet.

Weil einige Länder CO2-Emissionssenkung mit Klimahilfen verbunden haben, wurden bei der Bonner Vorkonferenz Verhandlungen zu beiden Themen verhindert. Für den UN-Klimagipfel im Dezember in Dubai ist das ein ominöses Zeichen.

von Christian Mihatsch

Bonner Zwischenkonferenz

Fossiles Umfeld

Eine Hand hält ein hangemaltes Schild hoch mit der Aufschrift: Do not fail us. Auf Deutsch: Lasst uns nicht im Stich.

In Bonn beginnt die Vorkonferenz zum diesjährigen Klimagipfel in Dubai. Wie die vielen offenen Punkte auf einem Gipfel unter Vorsitz eines Erdöl-Lobbyisten gelöst werden sollen, bleibt eine ungeklärte Frage.

von Joachim Wille, Verena Kern

Stimme der Klimabewegung aus der Ukraine

"Ich nenne den Krieg Klimakrieg"

Ilyess El Kortbi steht vor dem Gebäude des UN-Klimasekratariats in Bonn und hält sein Schild hoch mit der ukrainischen Aufschrift: Jugend fürs Klima.

Klimakrise und Ukraine-Krieg haben für Ilyess El Kortbi die gleichen Ursachen: Abhängigkeit von fossilen Energien. El Kortbi hat Fridays for Future in der Ukraine mitgegründet und engagiert sich inzwischen in Deutschland für Klimagerechtigkeit. Auf die UN‑Klimakonferenzen könne sich die Welt nicht länger verlassen.

Interview: Rosa-Lena Lange

Spaltung in Industrie- und Entwicklungsländer

Klimakonferenz in Bonn endet enttäuschend

Kreisförmig angeordnete Pulte in mehreren Reihen.

Auf der Vorbereitungskonferenz in Bonn versuchten die Staaten, die Agenda für die kommenden Jahre abzustecken – von der Senkung der CO2-Emissionen über die Anpassung an den Klimawandel bis zum Umgang mit den Klimaschäden. Nicht zuletzt ging es um die Finanzierung von alldem. Weit gekommen sind die Klimadiplomaten nicht.

von Christoph Müller

UN-Klimaverhandlungen

Klimakonferenz in Bonn hat begonnen

Modernes lichtdurchflutetes Atrium des World Conference Center Bonn, in dem die jährlichen vorbereitenden Klimakonferenzen stattfinden.

Bei der Bonner Vorbereitungskonferenz zum diesjährigen Klimagipfel stehen bekannte Themen auf der Agenda: Anhebung der Klimaziele, Zahlungen für die Klimaanpassung und den Ausgleich von Verlusten und Schäden. Der Angriff auf die Ukraine belastet die Kooperation, hat aber auch die kleinen Staaten aufgeweckt.

von Sandra Kirchner

Vorbereitung der COP 26

Zwischenverhandlungen enden ohne Durchbruch

Eine Frau spricht in ein Mikro.

Das internationale Regelwerk zur Umsetzung des Paris-Abkommens hat nicht mehr viele, aber dafür klaffende Lücken. Die sollen eigentlich im November auf der Weltklimakonferenz in Glasgow geschlossen werden. Die vorbereitenden Verhandlungen haben aber nur Details geklärt, nicht die großen Streitfragen.

von Susanne Schwarz

Internationaler Handel mit CO₂-Reduktionen

"Robuste Regeln sind möglich"

Einige aufgeständerte Solarpaneele vor einem strohgedeckten Rundhaus.

Der Handel mit Emissionsreduktionen kann für beide Seiten ein Gewinn sein – oder ein Schlupfloch, das es Ländern erlaubt, genau diese Reduktionen zu umgehen. Welcher Fall eintritt, bestimmen die Handelsregeln. Franz Perrez, Leiter der Schweizer Verhandlungsdelegation, über die aktuellen UN-Klimaverhandlungen.

Interview: Christian Mihatsch

UN-Klimaverhandlungen

Zwischenkonferenz in Bonn noch mal verschoben

Bonn 2016

Dieses Jahr gibt es überhaupt keine internationalen Klimaverhandlungen – auch nicht die "kleine Runde" in Bonn, die traditionell im Frühjahr technische Fragen klärt. Durch die Coronakrise soll sie nun auch zum Ersatztermin im Oktober nicht stattfinden.

von Susanne Schwarz

Kommentar

Dabei sein ist nicht alles

Kreisförmig angeordnete Pulte in mehreren Reihen

Die Klimaverhandlungen in Bonn haben es genauso gezeigt wie der G20-Gipfel: Momentan herrscht keine Aufbruchstimmung beim globalen Klimaschutz. Das kann sich natürlich ändern. Trotzdem sollten wir die Idee aufgeben, dass es auf globale Fragen nur globale Antworten gibt. 

ein Kommentar von Susanne Schwarz

Umsetzung des Paris-Abkommens

Bonner Klimaverhandlungen von Blockaden geprägt

Hier ist das Innere des Bonner Kongresszentrums zu sehen

Die Klimaverhandlungen in Bonn sind am Abend zu Ende gegangen und haben in zentralen Fragen keine Einigung gebracht. Eine kleine Gruppe von Staaten blockierte offen.

von Susanne Schwarz

Feilschen um die Pariser Klimapflichten

Japan legt wässrigen Entwurf für G20-Erklärung vor

Nachtleben in Osaka: Hohe Häuser, Neonschilder

Wegen eines Handelsvertrags mit den USA erwähnt die Regierung in Tokio in der Vorlage für den G20-Gipfel den Klimaschutz nur ganz am Rande – während die Klimadiplomaten der Welt in Bonn an den Regeln zur Umsetzung des Paris-Abkommens feilen.

von Susanne Schwarz

UN-Vorbereitungskonferenz

Klimadiplomaten verhandeln in Bonn

Vorbereitungskonferenz in Bonn

Im Fokus der Konferenz steht ein umstrittener Artikel aus dem Paris-Abkommen, wonach Staaten untereinander mit Klimaschutz-Erfolgen handeln dürfen. Das birgt die Gefahr, dass sich beide am Handel beteiligten Staaten mit den Treibhausgas-Einsparungen schmücken. Damit ließen sich die weltweiten Fortschritte schönrechnen.

von Susanne Schwarz

Bonn-Frühjahrskonferenz

"Manche Klimaschutzmaßnahmen sind negativ"

Hier ist das Innere des Bonner Kongresszentrums zu sehen

Seit der Klimakonferenz in Paris 2015 wird über die Bildung einer Indigenen Plattform verhandelt, um die Partizipationsrechte von Ureinwohnern zu stärken. Bei der Frühjahrskonferenz in Bonn sollte nun eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Johnson Cerda, Anwalt und Kichwa aus Ecuador, über die Schwierigkeiten, mit denen das Vorhaben zu kämpfen hat.

Interview: Kathrin Henneberger

Bonn-Frühjahrskonferenz

Klimadiplomaten brauchen mehr Zeit

Der Bonn Zwischenklimagipfel endet

Dieses Jahr soll die "Bedienungsanleitung" für das Pariser Klimaabkommen fertig werden. Nach den zweiwöchigen Vorverhandlungen in Bonn ist klar: Ohne eine Zusatzwoche ist das nicht zu schaffen. Vor allem der Streit um Klimahilfen bremst das Tempo.

von Christian Mihatsch

Bonn-Frühjahrskonferenz

Die Schwächen des Paris-Abkommens werden offenbar

Hier ist das Konferenzzentrum in Bonn zu sehen

Für den Weltklimavertrag ist 2018 das Jahr der Entscheidungen. Die Versprechen von Paris müssen nun mit einem konkreten Regelwerk unterlegt werden. Bei der Vorbereitungskonferenz in Bonn sorgte der Talanoa-Dialog zwar für gute Stimmung. Vorangekommen sind die Verhandler aber nicht. Stattdessen zeigen sich immer mehr ungelöste Probleme.

ein Gastbeitrag von Reimund Schwarze

Bonn-Frühjahrskonferenz

"Kohleverbrennung ist für viele Länder am einfachsten"

Gerade laufen in Bonn die Zwischenverhandlungen für die große UN-Klimakonferenz im Dezember im polnischen Katowice. Der polnische Chefverhandler Tomasz Chruszczow erklärt im Klimareporter-Interview, warum das Kohleland Polen in Sachen Klimaschutz besser dasteht als Deutschland.

Interview: Susanne Götze

Bonn-Frühjahrskonferenz

Talanoa – wie bitte?

Sandstrand auf den Fidschi-Inseln

Was die Staaten der Welt an Klimaschutz planen, reicht nicht, um einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Um die Lücke zu schließen, greifen sie auf einen alten Südsee-Brauch zurück. Am Mittwoch hat der Talanoa-Dialog in Bonn begonnen. Wenn Ölmultis mit Klimarebellen plaudern.

von Susanne Schwarz