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Beihilfe-Entscheidung

Verschärft die EU die Braunkohle-Krise im Osten?

Ein riesiges Schaufelrad baggert Abraum ab, klein daneben zwei Bergarbeiter.

EU-Kommission sowie Bund und Länder berieten gestern Abend in Brüssel: Stehen dem Stromkonzern Leag 1,75 Milliarden Euro Entschädigung für den Kohleausstieg bis 2038 zu? Zahlen drangen bisher nicht nach außen, doch der Druck auf Bundesregierung und Ost-Kohleländer steigt.

von Jörg Staude

Schulden-Stundung bei Katastrophen

Pariser Gipfel stößt Umbau des Finanzsystems an

Solaranlage auf einem Dach der Universität in Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas.

Eigentlich sind sich die Staaten einig, dass das internationale Finanzsystem fundamental reformiert werden muss. Viele Entwicklungsländer sind überschuldet und können nicht genug in Klimaschutz und Anpassung investieren. Der Gipfel in Paris traf aber noch keine Entscheidungen. 

von Christian Mihatsch

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 39

EZB wird 25 und steigt aus

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch

Seit einigen Monaten hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank ausdrücklich an Klimaschutzkriterien gekoppelt. Doch nun ist es schon wieder vorbei mit dem grünen "Tilting".

von Hermannus Pfeiffer

Osmanoglus Woche

Klimagipfel ohne fossile Lobby, überfällige Hitzepläne und faire Finanzarchitektur

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 24: Lobbyisten fossiler Konzerne sollten Klimakonferenzen fernbleiben, fordert Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Deutschlands Hitzeaktionsplan wünscht sie sich umfassend und ganzheitlich gedacht.

Zwischenkonferenz in Bonn endet

Agendastreit überschattet Klimakonferenz

Blaue und weiße Zelte einer Hilfsorganisation sind in Reihe aufgebaut, im Hintergrund sind Felder weithin überflutet.

Weil einige Länder CO2-Emissionssenkung mit Klimahilfen verbunden haben, wurden bei der Bonner Vorkonferenz Verhandlungen zu beiden Themen verhindert. Für den UN-Klimagipfel im Dezember in Dubai ist das ein ominöses Zeichen.

von Christian Mihatsch

Grüne Fraktionen legen Konzept vor

Stiftung für Ewigkeits-Lasten der Braunkohle Ost

Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Nochten aus einem Beobachtungsturm in Bad Muskau gesehen, am Horizont das Kraftwerk Boxberg.

Der Braunkohle-Bergbau im Osten hinterlässt Umweltfolgen, deren Bewältigung viel länger dauern und aufwendiger sein wird als bisher angenommen. Um das zu finanzieren, schlagen drei bündnisgrüne Landtagsfraktionen jetzt vor, eine öffentliche Stiftung zu schaffen.

von Jörg Staude

"Nature"-Studie

Der Norden hat 170 Billionen Dollar Klimaschulden

Frauen in roten und gelben Saris und einige Kinder an einer Wasserstelle, der gefüllte Eimer wird gerade hochgezogen, Blechgefäße stehen bereit.

Wie lassen sich das 1,5‑Grad-Ziel und globale Klimagerechtigkeit gleichzeitig erreichen? Laut einer Studie zweier britischer Ökonomen müssten die reichen Industriestaaten dafür Ausgleichszahlungen in Billionenhöhe leisten.

von Joachim Wille

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 38

Welche Emissionen?

Grafik: Pflanzen wachsen an Bankgebäuden und fossiler Infrastruktur hoch.

Unternehmen berichten fleißig über ihre Fortschritte in Richtung Klimaneutralität. Für viele ihrer CO2-Emissionen fehlen ihnen allerdings die Daten, klagen Ökonomen. Tatsächlich ist die Lage noch viel schlimmer: Banken und Versicherer wissen nicht, was sie tun.

von Hermannus Pfeiffer

Angriffe auf Klimaschutz abgewehrt

US-Schuldendeal erlaubt Weiterbau von Pipeline

Ein Arbeiter montiert Metallgestelle für einen Solarpark im US-Bundesstaat Oregon.

Ohne einen Deal zur Schuldenobergrenze in den USA hätte eine globale Finanzkrise gedroht. Aber ein schlechter Deal hätte die Klimakrise weiter befeuern können, indem Klimamaßnahmen zurückgenommen werden. Das wurde weitgehend verhindert.

von Christian Mihatsch

Der gute Wille

Was Exxon zahlen müsste

Frau kocht Essen im Freien vor einem improvisierten Zelt.

Die Klimaschäden wachsen weltweit, nicht nur in Italien. Es ist Zeit, dass die Verursacher zur Kasse gebeten werden. Eine Studie hat ausgerechnet, was die Öl-, Gas- und Kohlekonzerne zu zahlen hätten.

eine Kolumne von Joachim Wille

klima update° – Folge 128

LNG-Terminal vor Rügen, klimaschädliche Schuldenbremse, Klimapass für Klimaflüchtlinge

klima update° – Podcast

Rügen protestiert gegen ein riesiges neues Flüssigerdgas-Terminal. Der Industrieländerclub OECD fordert von Deutschland mehr Investitionen in eine klimaneutrale Wirtschaft. Migrationsexpert:innen wollen Klimaflucht legalisieren.

von Susanne Schwarz, Katharina Schipkowski

Osmanoglus Woche

Kein Kredit für LNG, wertvolle kleine Solarkraft und Wissings Klima-Rolle

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 18: Die Ankündigungen von Olaf Scholz zur beschleunigten Energiewende sind weniger glaubwürdig, solange er Gasfelder in anderen Ländern anwirbt, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Deutschland brauche mehr Erneuerbare, aber auch dringend weniger Fossile.

Serie: Flüssigerdgas im Fokus

Deutsche Kreditgeber befeuern LNG-Boom

Große Bohrstelle im ländlichen Pennsylvania, wo mit der Fracking-Methode Erdgas gefördert wird.

Mit Milliarden Euro haben deutsche Banken seit Anfang 2022 den wachsenden Gasexport aus den USA mitfinanziert, zeigt ein neuer Bericht von Umweltorganisationen. Die fossilen Investitionen schaden dem Klima und verletzen auch internationale Verpflichtungen Deutschlands. Teil 2 der LNG-Serie.

von Edward Donnelly, Phoebe Cooke

Entwurf für Bundes-Klimaanpassungsgesetz

Vulnerable Regeln für die nächste Bundesregierung

Sonne und orangeroter Himmel über den Dächern einer Stadt.

Etliche Bundesländer haben seit Jahren Klimaanpassungsgesetze – jetzt legte das Umweltministerium auch für die Bundesebene einen Entwurf vor. Der wichtigste Punkt: Vorlage einer Anpassungsstrategie bis spätestens Herbst 2025, bevor der nächste Bundestag gewählt wird.

von Jörg Staude

Gastbeitrag

Im Teufelskreis aus niedrigen CO₂-Preisen, hohen Subventionen und sozialer Schieflage

Zahlreiche große, schwarze Autos auf dem Parkplatz am Flughafen Niederrhein in der Abenddämmerung.

Die Klimapolitik in den Bereichen Gebäude und Verkehr steckt in einer Sackgasse. Wir brauchen einen Strategiewechsel. CO2-Preise müssen ins Zentrum der Klimapolitik gestellt werden, verbunden mit der Zahlung eines Klimageldes für alle Bürger.

ein Gastbeitrag von Gerhard Hübener

Finanzierung der Kohlebranche

DWS stoppt Investitionen in Kohle

Schaufelradbagger 291 von RWE baggert im Tagebau Hambach, August 2018

Deutschlands größter Vermögensverwalter DWS kündigt einen sofortigen Investitionsstopp für neue Kohle-Projekte an. Umweltorganisationen begrüßen die neue Kohlestrategie, weisen aber auch auf Lücken hin.

von David Zauner

Greenwashing

Flugzeuge und Schiffe sind jetzt nachhaltig

Von hinten aufgenommenes Flugzeug stößt aus vier Motoren dicke rotbraune Kondensstreifen aus.

Die EU-Kommission will Schiffe und Flugzeuge in die Taxonomie aufnehmen und damit als nachhaltige Investments labeln. Das sei der "Sargnagel" für die Glaubwürdigkeit der Taxonomie, befürchten Umweltverbände. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

von David Zauner

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 37

"Fair Finance" im Test

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Banken und Sparkassen verbessern ihre Nachhaltigkeitsrichtlinien – dennoch bleiben sie bei vielen ungenügend. Gerade beim Klimaschutz ist die Gesellschaft weiter als die meisten Banken. Ohne politische Vorgaben wird sich die Branche nicht ändern, sagen Fachleute.

von Hermannus Pfeiffer

"Klimageld" statt Steuersenkung

Ein Klima-Scheck für jeden

Hände halten eine Geldbörse mit einigen Euro-Scheinen, daneben der Thermostat eines Heizkörpers.

Die Einnahmen aus dem CO2-Preis sollten nicht nur für die Energiewende, sondern auch für den sozialen Ausgleich genutzt werden. Das Resultat eines Kopernikus-Forschungsprojekts ist nicht die erste Mahnung an die Ampel, ihr großes klimapolitisches Versprechen zu erfüllen.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Wer bezahlt die Klimakatastrophe?

Das Foto zeigt eine Straßenszene in Haiti. Nach einem Hurrikane sind die Straßen überflutet, Menschen stehen knietief im Wasser.

Der auf der letzten UN-Klimakonferenz beschlossene internationale Fonds für Verluste und Schäden durch die Klimakrise wird nun ausgestaltet. Entscheidend für den Erfolg wird die Beteiligung der am stärksten Betroffenen sein.

ein Gastbeitrag von Hyacinthe Niyitegeka, Kathrin Henneberger