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Internationales Umweltstrafrecht

Ökozid darf nicht länger straflos bleiben

Satellitenaufnahme der großräumigen Ölverseuchung im Golf von Mexiko durch BP im Jahr 2010.

Die menschliche Zivilisation braucht intakte Ökosysteme. Millionen Menschen im globalen Süden leiden schon heute unter der Umweltzerstörung – im globalen Norden wird weiter abgewartet. Das muss ein Ende haben. Der Straftatbestand des Ökozid bietet eine große Chance.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

"Nachhaltige Waldnutzung" scheitert

Regenwaldschutz durch "Zukunftsbäume"?

Ein Baumstamm inmitten eines Tropenwaldes, von unten aufgenommen.

Das Waldschutz-Programm REDD der Vereinten Nationen soll durch verschiedene Programme zum Klimaschutz beitragen. Doch kaum eine der Maßnahmen besteht den Praxistest. Was in Europa erdacht wurde, funktioniert in den Tropen nicht.

ein Gastbeitrag von Michael Köhl

Themenbezogene Wahlen

Generationenverantwortung in der Demokratie

Nur wenn die Parteiendominanz gebrochen wird, hat auch der Klimaschutz eine Chance. Ein Vorschlag, wie das demokratische Wahlsystem themenbezogen umgestaltet werden kann, damit mehr Kompetenz und Verantwortung in die Parlamente einzieht.

ein Gastbeitrag von Peter Grassmann

Corona-Paket für die Luftfahrt

Flughäfen beim CO₂-Ziel vergessen

Geparkte Flugzeuge von Lufthansa und Tuifly am Flughafen Hannover-Langenhagen.

Zum Corona-Luftfahrtgipfel hatte kürzlich der Bundesverkehrsminister geladen. Eigentlich sollte es auch um Klimaschutz gehen. Doch die Überkapazitäten der deutschen Flughafen-Landschaft waren ebenso wenig ein Thema wie die CO2-Neutralität der Airports.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Kolumbien

Wälder schützen heißt Landrechte verteidigen

Portrait Jani Silva

Der Kampf um den Amazonaswald ist ein Kampf um das Leben heutiger und künftiger Generationen. Kleinbäuerliche Gemeinschaften schützen die Ökosysteme mit ihrer gesamten Lebensweise. Kein Geld und keine Arbeitsplätze können die Zerstörung der Natur für Erdöl oder Palmöl wiedergutmachen.

ein Gastbeitrag von Jani Silva

Klimapolitik wieder ins Spiel bringen

Der Klimawandel und Europas neue geopolitische Rolle

EU China Summit

Die Rivalität zwischen China und den USA in der Frage des Klimawandels gibt der EU die einmalige Chance, in dieser Frage zu einem strategischen globalen Akteur zu werden.

ein Gastbeitrag von Olivia Lazard

Angeblicher Klimaretter Atomkraft

Das Erwachen der Untoten

Atomkraftwerk Biblis bei Nacht.

Wie Zombies, die keine Ruhe finden, versuchen konservative und rechte Politiker:innen der totgesagten Atomenergie einen Weg zurück in den Diskurs zu beißen. Doch es bleibt keine Zeit mehr, auf die Versprechungen einer Lobby zu setzen, die uns in diese Lage erst gebracht hat. Die Zeit für einen radikalen Gegenentwurf ist jetzt. 

ein Gastbeitrag von Johanna Frei

Mechanismen der Überdimensionierung

Wird der Ausbauplan fürs Stromnetz erneut durchgewunken?

Ein Kran legt Kabeltrommeln neben der ausgeschachteten Fläche einer Erdkabelbaustelle ab.

Parallel zum EEG 2021 berät der Bundestag auch über den Bundesbedarfsplan Elektrizität. Wie schon 2012 und 2016 könnte der Plan einfach durchgewunken werden – trotz grundsätzlicher Kritik. So setzen sich Experten dafür ein, Strom- und Gasnetze endlich gemeinsam zu planen.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Wirtschaftsverbände und Verantwortung

Neues Klima für Industrie- und Handelskammern

Gebäude des Deutschen Industrie- und Handelskammertags im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin.

Ein wegweisendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts untersagt dem Dachverband der gewerblichen Wirtschaft DIHK, sich beliebig zu politischen Themen wie der Klimapolitik zu äußern. Es könnte ein Weckruf für die Verbände sein, ihre Aufgaben neu zu definieren – im Sinne einer werteorientierten Selbstorganisation.

ein Gastbeitrag von Peter Grassmann

Berliner Flughafen BER

Eine Lachnummer wird zum Trauerspiel

Tower und Flugzeuge auf der riesigen betonierten Fläche des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg.

Selten hat es ein Flughafen so oft in die Schlagzeilen und in Kabarettprogramme geschafft wie der BER. Deutschland hatte viel zu lachen mit dem Berliner Pannenflughafen. Es gibt allerdings einen BER-Skandal, über den bisher kaum jemand redet und der es noch nicht in die breite Öffentlichkeit geschafft hat.

ein Gastbeitrag von Benno Hansen

Intersektionalität

Klimagerechtigkeit braucht Feminismus

Einige Frauen mit vielen Metallkannen vor einem Trinkwasserbrunnen im Süden von Bangladesch.

Es geht nicht nur um Wälder und Eisbären, es geht um den Kern des Problems: Ausbeutung. Der Kampf für das Klima, für Umweltschutz und gerechten Zugang zu Ressourcen ist derselbe Kampf wie für Geschlechtergerechtigkeit.

ein Gastbeitrag von Julika Zimmermann

Korallenbleiche

Wenn es zu spät ist

Ausgebleichte Korallen im Great Barrier Reef.

Lange wurde davor gewarnt, dass das Great Barrier Reef vor Australiens Küste bedroht ist. Jetzt ist bereits die Hälfte seiner Korallen tot.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Klimakrise als soziale Krise

Warum Klimaungerechtigkeit kein Zufall ist

Konfontation zwischen Polizei und Indigenen um ecuadorianische Kupfermine im Jahr 2016.

Die Auswirkungen der Klimakrise sind weltweit sehr ungleich verteilt – aber nicht zufällig, sondern unter dem Einfluss systematischer Ungerechtigkeiten. Eine einfache Einsicht, die in der Debatte jedoch häufig unterschlagen wird und die auch Konsequenzen für die Klimabewegung hat.

ein Gastbeitrag von Elias König

Fragwürdige Herkunftsnachweise

Für einen fairen Ökostrom-Markt außerhalb des EEG

Staudamm Svartavatn in Sauda im Südwesten Norwegens.

Das System der Herkunftsnachweise für Ökostrom sorgt für Verbrauchertäuschung. Auch zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland trägt der grün etikettierte Strom nicht bei – schlimmer noch: Er steht der Energiewende sogar im Weg.

ein Gastbeitrag von Constantin Zerger

Autokratie vs. Demokratie

Wer leistet den besseren Klimaschutz?

Mit dem massiven Ausbau der Erneuerbaren und einem neuen Klimaziel bemüht sich China, das eigene Klimaschutzprofil gerade auch international zu stärken. Sind autoritäre Regierungen also doch besser geeignet für konsequenten Klimaschutz als Demokratien? Nein, sagen unsere Gastautoren von der Konrad-Adenauer-Stiftung.

ein Gastbeitrag von Jasper Eitze, Denis Schrey, Louis Mourier

Ignorierte Klimaeffekte im Luftverkehr

Die Zwei-Drittel-Lücke beim klimaneutralen Fliegen

Über einen teils wolkigen, teils verdunkelten Himmel fliegt ein Flugzeug von oben nach unten mit einem weißen Kondensstreifen durchs Bild.

Selbst wenn Flugzeuge von grünen Treibstoffen angetrieben werden, verschwindet nur der kleinere Teil ihres Klimaeffekts. Das zeigt eine neue internationale Studie.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Klimaschutz, Tierschutz, saubere Luft

Wie sich unsere Landwirtschaft verändern muss

Aus einem Tankwagen wird Gülle auf eine grüne Wiese gesprüht.

Mit seinen hohen Methan- und Ammoniak-Emissionen ist der deutsche Agrarsektor nicht zukunftsfähig. Notwendig ist eine Abkehr von der industriellen Tierhaltung – hin zu einer bäuerlichen Landwirtschaft mit regionalen Nährstoffkreisläufen.

ein Gastbeitrag von Sascha Müller-Kraenner, Jürgen Resch

Klimagerechte Sprache

Mensch, dein Lebensraum!

Kunstaktion: Brennendes Bäumchen

Wie wir über die Klimakrise sprechen, zeigt, dass wir das Problem noch nicht richtig verinnerlicht haben. Zum Beispiel das Wort "Klimaschutz". Das Klima braucht unseren Schutz nicht – was wir eigentlich schützen wollen, ist nicht weniger als unsere eigene Lebensgrundlage.

ein Gastbeitrag von Florian Wieczorek, Okka Lou Mathis

Extinction Rebellion

Stoppt die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen

Über einer ebenen Wüstenlandschaft mit wenigen trockenen Pflanzen braut sich am dunklen Himmel ein Sturm zusammen.

Was im globalen Süden heute schon geschieht, ist ein Ausblick auf unsere nahe Zukunft. Wann verstehen wir das endlich? Ab dem 5. Oktober will Extinction Rebellion wieder in Berlin protestieren. Schon jetzt ruft die Bewegung dazu auf, sich dem Protest gegen die Zerstörung des Dannenröder Waldes in Hessen anzuschließen.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

Green Bonds in Deutschland

Grüne Bundesanleihen brauchen grüne Investitionen

Ein grüner Hundert-Euro-Schein liegt im grünen Gras.

Für den Finanzmarkt hat die Bundesregierung mit dem Platzieren einer grünen Anleihe ein wichtiges Signal gesetzt. Doch eine Wirkung können die Papiere erst entfalten, wenn ihr Anteil erhöht und ein Ziel für Investitionen in Klima- und Umweltschutz gesetzt wird.

ein Gastbeitrag von Franziska Schütze