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Gehen Klimaschutz und Energiewende nicht zu weit? Sind wir nicht direkt auf den Weg in eine Ökodiktatur?

Ja – aber anders. Die Klimakrise zeichnet schon jetzt unsere Welt. Ohne ambitionierten Klimaschutz wird sich die bisherige Erderhitzung glattweg verdreifachen. Dann werden kollabierende Ökosysteme unser Leben diktieren. Das ist dann wirklich eine Ökodiktatur.

 

Wir werden mit permanenten Krisen, ausgelöst durch Dürren, Trinkwasserknappheit, Ernteausfälle, Extremwetter, gigantische Stürme und Hochwasser, kämpfen. Unsere Nahrungsmittelversorgung ist nicht mehr sicher. Große Teile der Erde werden zu heiß, um dort noch leben zu können, und steigende Meeresspiegel werden nach und nach unsere Küstenstädte versenken.

Warum sprechen Menschen bei nötigen Regeln für funktionierenden Klimaschutz von "Ökodiktatur"? Warum sind sie nicht bereit, die elementarsten Regeln zum Schutz vor der Klimakrise zu akzeptieren?

Dabei sind genau diese Regeln das Gegenteil einer Diktatur: Regeln von demokratisch gewählten Regierungen aus demokratischen Prozessen. Regeln, die derzeit sogar noch viel zu schwach sind.

Die ungebremste Klimakrise wird unsere Zivilisation zerstören und radikale Kräfte an die Macht spülen. Also, was sagt ihr, wenn euch jemand vor einer Ökodiktatur warnt?

Foto: Silke Reents

Volker Quaschning

ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Seine Lehr- und Sachbücher zur Energiewende gelten als Standardwerke.

 

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