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Kosten der Erwärmung

Finanzmärkte unterschätzen Klimarisiken systematisch

Ein Eisberg schwimmt im Meer, wobei der weitaus größte Teil nicht sichtbar ist, weil er sich unter Wasser befindet.

Die meisten Finanzmarktakteure verwenden offensichtlich unsinnige Modelle zur Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen der Klimaerwärmung. Wenn die Märkte sich dessen gewahr werden, könnte es zu einer plötzlichen Kurskorrektur kommen – einem Börsencrash.

von Christian Mihatsch

Earth Overshoot Day

Der Mensch als Pleitier

Ein Wasserball-Globus wird zwischen zwei schwarzen Autos zusammengepresst.

Gestern war Erdüberlastungstag. Wer will, hat es gemerkt. Die meisten wollen nicht.

ein Kommentar von Joachim Wille

Produktion von "grünem" H₂

Kein Wasserstoff ohne Wasser

In einer kargen Ebene stehen ein Windrad und einige technische Anlagen zur Produktion von E-Fuels.

Die Wasserstoffwirtschaft braucht große Mengen hochreines H2O – eine Herausforderung nicht nur in Wüstengebieten. Der Technologiekonzern Bosch hat deshalb ein neues Geschäftsfeld etabliert: Wasseraufbereitung für die H2-Elektrolyse.

von Joachim Wille

Planetare Grenzen

"Entscheidend ist, dass wir vom Wachstumsmantra wegkommen"

Reinhard Loske im Gespräch.

Die Wachstumsdebatte braucht neue Impulse, meint der renommierte Umweltexperte Reinhard Loske. Im Interview spricht er über die Besteuerung von Reichtum, den Wachstumsfan Olaf Scholz, die Flut an der Ahr und sein neues Buch.

Interview: Joachim Wille

Das Antiblockiersystem

Einzelhandel im Irrtum: Das Auto bringt nicht den Umsatz

Auf der autofreien Friedrichstraße sitzen Menschen an Cafétischen, in der Mitte fahren Leute mit dem Fahrrad.

Wer als Geschäft nicht genug Parkplätze anbieten kann, verliert Umsatz – seit vielen Jahren hält sich dieser Mythos hartnäckig, auch in Stadtplanung und Verkehrspolitik. Dabei haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Heute gewinnen Läden dort mehr Kundschaft, wo weniger Autos fahren.

ein Gastbeitrag von Andreas Knie, Michael Hoffmann

Lothringen statt China

Giga-Wettlauf zur Sonne

Moderne Fertigungsstraße für Solarmodule in der in der Draufsicht.

Europa versucht endlich, wieder Anschluss bei der Solarproduktion zu bekommen. Gigafabriken sollen in Frankreich, Italien und Deutschland entstehen. Investoren verweisen aber auch auf die guten Förderbedingungen in den USA.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Klimaschutz und Marktwirtschaft können zusammen funktionieren

Twike

Die beste Voraussetzung für ein klimaneutrales Leben ist ein klares Bewusstsein für die Begrenztheit der Welt, eine Bereitschaft zu sinnvollem Verzicht und die Innovationskraft von Ingenieuren und Investoren. Allen Parteien in Deutschland fehlen wesentliche Bausteine zu einer solchen Politik.

ein Gastbeitrag von Philipp Krohn

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 37

"Fair Finance" im Test

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Banken und Sparkassen verbessern ihre Nachhaltigkeitsrichtlinien – dennoch bleiben sie bei vielen ungenügend. Gerade beim Klimaschutz ist die Gesellschaft weiter als die meisten Banken. Ohne politische Vorgaben wird sich die Branche nicht ändern, sagen Fachleute.

von Hermannus Pfeiffer

Fragen und Antworten

Industriepolitik erlebt weltweit eine Renaissance

Moderne Fertigungsstraße für Solarmodule in der in der Draufsicht.

Im Westen war es bislang verpönt, ins Marktgeschehen einzugreifen und einzelne Branchen besonders zu fördern. Doch die Klimakrise, die Pandemie und schließlich der Krieg haben zu einem Umdenken geführt. Regierungen wollen ihre Industrien für solche Schocks widerstandsfähiger machen.

von Christian Mihatsch

Klimaziele

Stimmensammlung: Ist das 1,5-Grad-Ziel noch realistisch?

Straßenbild "Wir alle für 1,5 Grad" in Hamburg zum Globalen Klimastreik im März 2021

Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken ist möglich, aber ist es auch realistisch? Klimareporter° hat Stimmen aus Politik, Wirtschaft und von den renommierten Klimaforschern Mojib Latif und Wolfgang Lucht gesammelt. Zwischen Pessimismus schimmert auch Hoffnung durch. 

von David Zauner

Kommentar

Deutscher Egotrip bringt Green Deal in Gefahr

Blumenkasten mit zwei grünen strauchigen Pflanzen und der Aufschrift "EU Green Deal" als Hashtag.

Das "Netto-Null-Industrie-Gesetz" der EU ist überfällig. Viel zu lange hat Brüssel dem Druck fossiler Industrien und strukturkonservativer Wirtschaftsverbände nachgegeben. Getrieben von China und den USA, muss nun der Umbau so schnell gehen, dass harte Konflikte unvermeidlich sind.

ein Kommentar von Joachim Wille

Jobrad statt Dienstwagen

"Umparken im Kopf" in den Betrieben

Zahlreiche große, schwarze Autos auf dem Parkplatz am Flughafen Niederrhein in der Abenddämmerung.

Unternehmen sind entscheidend für die Verkehrswende, so eine Analyse von Öko-Institut und Agora Verkehrswende. Damit Pendler- und Dienstfahrten klimafreundlich werden oder ganz entfallen, fehlt aber die politische Rahmensetzung.

von Joachim Wille

Kommentar

Europa, zur Sonne

Solarmodule in schräger Nahaufnahme.

Endlich reagiert die EU mit einem eigenen Plan auf die massive Förderung grüner Technologien in China und den USA. Deutschlands und Frankreichs Wirtschaftsminister machen gut Wetter in Washington. Solange es keinen weltweiten CO2-Preis gibt, ist Industrieförderung der einzige Weg zur dringend nötigen Energiewende.

ein Kommentar von Joachim Wille

Artenschutz und Biopiraterie

Das digitale Geschäft mit den Genen

Blass-orange blühender Hoodia-Kaktus, bei dem sich etwa ein Dutzend Sprosse von einer Stelle am Boden verzweigen.

Die Nutzung genetischer Ressourcen von Pflanzen und Tieren ist ein wesentlicher Streitpunkt beim UN-Biodiversitätsgipfel in Montreal. Von Konzernen und aus der Agrarforschung kommt Widerstand gegen restriktive Regelungen.

von Joachim Wille

Antriebswende

Schneller Umstieg aufs E-Auto hilft der Autobranche

Das neue Elektroauto-Modell VW ID 3 am Ende der Fertigungsstraße.

Ein Festhalten am Verbrennungsmotor schadet nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der Automobilindustrie. Das versucht eine Studie zum "Geschäftsmodell Verbrenner" zu zeigen, die der Thinktank Agora Verkehrswende und die Strategieberatung Boston Consulting Group heute vorlegten.

von Jörg Staude

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Abhängigkeit von China

Volker Quaschning in einem chinesischen Hemd, im Hintergrund ein Solarmodul und die chinesische Flagge, rot mit gelben Sternen.

Für unsere Wirtschaft machen wir immer mehr neue Deals mit China. Bei der Energiewende und der Photovoltaik sind wir inzwischen stärker abhängig von China als beim Erdgas von Russland. Sollten wir diese Abhängigkeit nicht besser reduzieren, statt sie weiter auszubauen?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Klimaschutz in Unternehmen

Viel Luft nach oben

Offshore-Windkraftwerke stehen in der Nordsee, auf einer Plattform über dem Meeresspiegel stehen Container mit Wasserstoff-Elektrolyseuren.

Das neue "Klimabarometer" der Förderbank KfW zeigt: Die deutschen Unternehmen müssen noch viel stärker in die Energiewende investieren. Besonders kleinere Unternehmen haben Nachholbedarf. Dafür muss sich aber auch die Politik bewegen.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Netto-Null-Versprechen ohne Ehrgeiz

Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem die Login-Seite von Instagram angezeigt wird.

Der Treibhausgasausstoß muss weltweit bis 2030 halbiert werden und 2050 die "Netto-Null" erreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Seit 2015 haben hunderte Unternehmen "Net-Zero Pledges" abgegeben. Doch viele dieser Ziele sind schwach oder unkonkret und stehen unter dem Vorwurf des Greenwashings.

ein Gastbeitrag von Marja Lena Hoffmann, Maike Gossen

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 13

Die Dekarbonisierung der russischen Industrie

Große chemische Industrieanlage bei Nacht.

Die Dekarbonisierung des Industriesektors in Russland wird sich verlangsamen, aber nicht umkehren. Die Hauptfrage ist, welches die neuen Treiber und Finanzierungsquellen sein werden.

ein Gastbeitrag von Natalia Sarachanowa

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 32

Nachhaltigkeitsdaten – das neue Gold (I)

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Das Thema Nachhaltigkeit ist bei den Versicherern angekommen. Doch die Praxis ist kompliziert. Unter bestimmten Bedingungen könnten auch energie- und rohstoffintensive Branchen als Investment für "grüne" Versicherer infrage kommen.

von Hermannus Pfeiffer