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Klimafinanzierung

"1,3 Billionen Dollar pro Jahr sind noch moderat"

Demonstration mit einem großen Frontal-Banner, auf dem steht Cancel Debt for People and Planet.

Die Zwischenkonferenz in Bonn brachte kaum Fortschritte für die globale Klimafinanzierung, und auch vom G7‑Gipfel erwartet Finanzexperte Jan Kowalzig wenig. Während Entwicklungsländer konkret werden wollen, versuchen die Industrienationen, gerade das zu vermeiden.

Interview: David Zauner

Klima und Sicherheit

Wie entkommt Olaf Scholz dem Klima-Dilemma?

Porträtaufnahme von Olaf Scholz.

Morgen beginnt in Berlin der "Petersberger Klimadialog" zur Vorbereitung des nächsten Klimagipfels. Nötig ist dort Führungsverantwortung vom gastgebenden Bundeskanzler. Sicherheitspolitik muss in der Klimakrise neu definiert werden.

ein Gastbeitrag von Martin Kaiser

Frühjahrstreffen

Weltbank und IWF erwarten weiche Landung der Weltwirtschaft

Eine hinter einem Schirm verborgene Person geht bei Regen am Gebäude des IWF in Washington vorbei.

Der Kampf gegen die Klimakrise und die Überwindung von Hunger und Armut erfordern riesige Investitionen. Beim Frühjahrstreffen der internationalen Finanzinstitutionen wurde daher auch über neue Steuern auf fossile Energien oder für Superreiche diskutiert.

von Christian Mihatsch

Rezension

Klimagerechtigkeit heißt, die Machtfrage zu stellen

Eine kleine Erdkugel, auf der zwei Dutzend schwarze menschliche Silhouetten stehen.

Das Buch "Bausteine für Klimagerechtigkeit" beschreibt acht Transformationspfade zu mehr Klimagerechtigkeit. Statt auf Technofixes setzen die Autor:innen auf konkrete und tiefgreifende Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse.

von David Zauner

SRU-Papier zu Suffizienz

Nachhaltig ist: den Reichen weniger, den Armen mehr

Der Wohnpark Alt-Erlaa in Wien, Vorzeigeprojekt einer funktionierenden Wohnanlage.

Ökologischer und gerechter kann die Welt nur mit Suffizienz werden. Wege dorthin will der Sachverständigenrat für Umweltfragen aufzeigen und plädiert in einem heute veröffentlichten Diskussionspapier für eine "Strategie des Genug".

von Jörg Staude

Klimagerechtigkeit

"Wenn trotz Holocaust eine Schuldenstreichung für Deutschland möglich war, warum nicht für den globalen Süden?"

Zwei afrikanische Frauen an der Spitze einer Demonstration mit Transparenten und einem Megafon.

Schulden sind ein Machtinstrument, mit dem reiche Länder sich billige Arbeitskräfte und Ressourcen sichern, sagt Dianah Mugalizi. Die Koordinatorin der Bewegung Debt for Climate in Kenia fordert eine Schuldenstreichung, ähnlich wie für Deutschland nach dem Krieg.

Interview: David Zauner

Osmanoglus Woche

Eingepreiste Risiken, ökoabhängige Banken und 60 Millionen Menschen mit Zugang

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Kalenderwoche 11: Erste Versicherungen reagieren auf Klimarisiken – diese Logik gilt es von den Schäden auf die Ursachen zu lenken, sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank und Herausgeberrats­mitglied von Klimareporter°. Deutschlands Enthaltung beim EU-Lieferkettengesetz sieht sie kritisch.

Ethik in der Klimakrise

Ethikrat bleibt unkonkret

Luftaufnahme der entstehenden E-Autofabrik in Grünheide im Land Brandenburg.

Wie lassen sich die Lasten des Klimawandels möglichst gerecht verteilen? Die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates trifft auf viel Kritik – auch innerhalb des Gremiums. Die Lebenswirklichkeit vieler Menschen werde zu wenig berücksichtigt.

von Verena Kern

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Freiheit

Aufmacherbild: Volker Quaschning im grauen Kapuzenpulli vor blauem Hintergrund, neben ihm ein schwarzer SUV.

Einige lehnen Klimaschutz ab, weil er angeblich ihre Freiheit bedroht. Geht es ihnen wirklich um Freiheit oder nur um grenzenlosen Egoismus?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Sozial-ökologische Transformation

"Plötzlich liegt wieder die volle Wahrheit über die Krise vor uns"

Riesiger Kupfertagebau mit mehr als einem Dutzend Etagen, die stufenförmig in die Tiefe gehen.

Eine gerechte Klimapolitik ist für Reinhard Loske ein unbedingtes Muss. Zum einen können Transformationskosten nicht von allen gleich gut gestemmt werden, zum anderen entzieht Gerechtigkeit Populisten die Grundlage für ihr übles Spiel, erklärt der Nachhaltigkeitsforscher im zweiten Teil des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Klimagipfel-Narrative

Seid nett zu den großen Emittenten!

Nächtliche Aufnahme von zwei Blöcken eines Erdgaskraftwerks der South Carolina Public Service Authority.

Die COP 28 in Dubai könnte als Zäsur in die Geschichte der Klimagipfel eingehen. Von jetzt an stellen die Staaten mit fossilem Geschäftsmodell ihre Interessen über die der Mehrheit der Länder – die sich kaum dagegen wehren können.

ein Kommentar von Jörg Staude

Abschluss der COP 28

"Ab 1,5 Grad gibt es nur noch Verluste und Schäden"

Verhandlungssaal auf dem Klimagipfel COP 28 in Dubai.

Die Ergebnisse des Weltklimagipfels in Dubai reichen nicht aus, um die Welt auf den 1,5-Grad-Pfad zu bringen. Das liegt auch an einer vergleichsweise schwachen Vorstellung Deutschlands.

von Jörg Staude

Klimagerechtigkeit

"Ihr könnt von uns keinen Wandel fordern, den ihr selbst untergrabt"

Die ugandische Aktivistin Denise Ayebare auf dem Klimagipfel in Dubai.

Länder wie Deutschland müssen mit der Doppelmoral beim Klimaschutz aufhören, fordert Denise Ayebare. Ein Gespräch mit der ugandischen Aktivistin über die leeren Versprechen des globalen Nordens auf dem Klimagipfel in Dubai.

Interview: David Zauner

Halbzeit auf der COP 28

Das deutsche Momentum auf dem Klimagipfel

Jennifer Morgan inmitten von anderen Delegierten bei der Eröffnungssitzung des Klimagipfels in Dubai.

Am heutigen Donnerstag pausiert die Weltklimakonferenz in Dubai. Eine gute Gelegenheit für die deutsche Delegation, um tags zuvor eine Halbzeitbilanz zu ziehen und die vom Bundeskabinett beschlossene Strategie für die Klimaaußenpolitik vorzustellen.

von Jörg Staude

Klimapolitische Neuaufstellung

Nach dem Verfassungsgerichtsurteil: Was tun? Was unterlassen?

Eingang zum Bundesverfassungsgericht mit einem Bundesadler-Schild, auf dem Bundesverfassungsgericht steht.

Beim Klimaschutz noch weiter zu entschleunigen, kann nicht die Konsequenz des aktuellen Urteils des Bundesverfassungsgerichts sein. Die Entschleierung der versuchten Täuschung bei den öffentlichen Finanzen könnte aus der Sicht ökologischer Ehrlichkeit auch etwas Heilsames haben.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Emissions Gap Report 2023

Auf dem Pfad in die Drei-Grad-Welt

Blick von schräg unten auf ein Flugzeug, das vor einem rötlichen, etwas bewölkten Himmel in Richtung Abendsonne fliegt.

Das Jahr 2022 bricht Rekorde – bisher höchster Ausstoß von Klimagasen, höchster CO2-Anteil in der Luft und wohl wärmstes Jahr seit Messbeginn. Die Welt steuert auf drei Grad Erwärmung zu, warnt ein Bericht des UN-Umweltprogramms Unep.

von Jörg Staude

Klimapolitik für die 99 Prozent

Reiche Einheizer

Viele große Autos auf einer vielbefahrenen Autobahn

Ein heute veröffentlichter Oxfam-Bericht zeigt, dass Milliardäre und Millionäre die Klimakrise besonders anfeuern. Die Organisation fordert neue Steuern für klimaschädliche Konzerne sowie auf die Vermögen und Einkommen der Superreichen.

von Joachim Wille

Klimagerechtigkeit

Wer Klimageld haben will, sollte nicht arm sein

Bauern säen Mais auf einem Terrassenfeld mithilfe von Ochsen.

Der neue "Anpassungsindex" der Hilfsorganisation Brot für die Welt zeigt, wie gerecht oder ungerecht die Gelder zur Klimaanpassung an die Länder des globalen Südens verteilt werden.

von Leonie Vogelsang

Gesellschaftliche Mobilisierung

"Öffentlicher Luxus löst Klima- und Gerechtigkeitskrisen gemeinsam"

Der Wohnpark Alt-Erlaa in Wien, Vorzeigeprojekt einer funktionierenden Wohnanlage.

"Öffentlicher Luxus" entlarvt die Lüge, dass Klima- und Umweltschutz immer Verzicht bedeuten, sagen Fatim Selina Diaby von der BUND-Jugend und Vergesellschaftungsaktivist Vincent Janz. Eigentumsdenken führe dazu, bestimmte Menschen und die Natur zur Ausbeutung freizugeben.

Interview: Merle Groneweg

Massentierhaltung

"Wenn sie sich ändert, hat Landwirtschaft eine gute Zukunft"

In einem großen, modernen Rinderstall stehen einige Tiere und fressen Kraftfutter, eines wendet uns den Blick zu.

Die Niederlande brauchen endlich einen Plan, um die Stickstoffemissionen mindestens zu halbieren, fordert Umweltaktivist Johan Vollenbroek. Verantwortlich für die Stickstoffkrise seien nicht nur die Tierhalter, sondern auch Industrie und Verkehr.

Interview: Friederike Schmitz