Braunkohle-Sanierung

Die Jahrhundertaufgabe soll im Osten stiften gehen

Etwa zwei Meter breiter Aufbruch im Ödland eines lange aufgegebenen Braunkohletagebaus in der Lausitz.

Seit 1990 befindet sich Ostdeutschland im Braunkohle-Ausstieg, doch wie in diesem Jahrhundert die Folgekosten bewältigt werden können, ist weiter unklar. Die Grünen warben kürzlich erneut für ihr Stiftungsmodell.

von Jörg Staude

Kohleausstieg

Gigafactory schlägt Gigawattfactory

Luftaufnahme des Kohlekraftwerks mit neun dampfenden Kühltürmen.

Kurz vor der Europawahl verkündeten Ampel und Ost-Kohleländer, die EU habe die Milliarden-Entschädigung für den Kohleverstromer Leag gebilligt. Wählerstimmen brachte die gute Nachricht offenbar nicht. Wichtige Details sind auch noch offen.

von Jörg Staude

Strommarkt

Verzögerte Kraftwerksstrategie schiebt Kohleausstieg über 2030 hinaus

Typische Braunkohle-Mondlandschaft, in der sogar der riesige Kohlebagger klein aussieht, dahinter das große Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe.

2024 wird es voraussichtlich keine Ausschreibung mehr für sogenannte H2-ready-Gaskraftwerke geben. Damit steht auch der Kohleausstieg 2030 infrage, zeigten Debatten beim Jahreskongress des Energiebranchenverbandes BDEW in Berlin.

von Jörg Staude

Kommunale Wärmewende

Fernwärme aus Luft und Wasser

Drei moderne Anlagen mit quader- und zylinderförmigen Elementen und einigen Rohren, alles in Silbergrau und Schwarz, in einem großen Kellerraum.

Strombetriebene Großwärmepumpen erschließen Abwärme und Umgebungswärme für die Wärmeversorgung von Städten. In Brandenburg und Sachsen könnten sie dazu beitragen, Fernwärme aus Braunkohle-Kraftwerken abzulösen.

von Stefan Schroeter

Vorschlag für Entgeltsicherung

Leute im Bergbau sind nicht vom Bergbau abhängig

Ein riesiges Schaufelrad baggert Abraum ab, klein daneben zwei Bergarbeiter.

Bei einem früheren Kohleausstieg tragen Bergbau-Beschäftigte zwischen 30 und 50 Jahren laut einer internationalen Studie die höchsten Wohlfahrtsverluste. Diese ließen sich durch ein neues Instrument fast auf null bringen, sagt Mitautor Nicolas Koch vom Klimaforschungsinstitut MCC.

Interview: Jörg Staude

Fossile Finanzströme

Banken lenken Hunderte Milliarden in Kohleindustrie

Kohlekraftwerk in den USA.

Trotz eigener Kohlerichtlinie finanziert die Deutsche Bank weiterhin Kohleprojekte in Ländern wie Südafrika. Banken machen weltweit immer noch große Summen für den klimaschädlichen Sektor locker, zeigt eine NGO-Analyse.

von David Zauner

Industrienationen

G7 beschließt Kohleausstieg mit Einschränkung

Steinkohletagebau, in dem selbst Monster-Lkws klein aussehen.

Ist der Kohleausstiegs-Beschluss des G7-Gipfels wirklich der "historische Erfolg", als der er gefeiert wird? Die Formulierungen im Abschlussdokument lassen zweifeln. Zumal die G7-Länder noch weit hinter eigenen Zusagen zurückbleiben.

von David Zauner

Ost-Braunkohle

Leag hat noch keine Entschädigung, aber eine Umstrukturierung

Einige Windräder in Landschaft mit Wäldern und feldern, im Hintergrund ein großes Kohlekraftwerk mit neun dampfenden Kühltürmen.

Entgegen der Ankündigung von Wirtschaftsminister Habeck ist die Milliarden-Entschädigung für die Lausitz Energie AG wegen des Kohleausstiegs noch nicht unter Dach und Fach. Der Konzern selbst legt neue Umstrukturierungspläne vor.

von Jörg Staude

Wirtschaftsatlas

Schöne Marktwirtschaft in Grün

Luftaufnahme vom Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier, gleich daneben ein Windpark.

Knackpunkte wie Kohleausstieg und Klimageld werden im neuen Atlas zur Wirtschafts-Transformation von der Grünen-nahen Böll-Stiftung weitgehend umschifft. Ganz anders bewertet eine internationale Studie die Gewinne und Verluste beim Wandel hin zur Klimaneutralität.

von Jörg Staude

Strukturwandel in der Ost-Kohle

Wasserstoff-Vision leicht flüchtig

Dicke, schwarze Gasrohre mit einer Verzweigung in einem großen Erdloch, Arbeiter stehen dabei, alles von weit oben aufgenommen.

In den Kohleregionen des Ostens ist von Braunkohle nicht mehr viel die Rede, ob aber Wasserstoff an ihre Stelle tritt, ist noch nicht klar. Derartige Pläne erhalten auf der Strukturwandelkonferenz in Cottbus einen Dämpfer.

von Jörg Staude

Beschlüsse der COP 28

Verwirrung um fossilen Ausstieg

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Die Abkehr von den fossilen Energien wird zum ersten Mal in einer Erklärung eines Klimagipfels gefordert. Doch was helfen Worte ohne konkrete Ziele? Und was sagt die Wissenschaft dazu?

von David Zauner

"Könnte unter anderem beinhalten"

Klimakonferenz in größter Krise seit Jahren

Sultan Al Jaber sitzt auf dem Podium der COP 28 und schaut ernst.

In den ersten zehn Tagen der Klimakonferenz in Dubai waren die Erwartungen immer weiter gestiegen, dass ein "Ausstieg aus den fossilen Energien" beschlossen würde. Im aktuellen Textentwurf kommt diese Formulierung aber nicht mehr vor. Daran könnte die Konferenz scheitern.

von Christian Mihatsch

Fossiler Ausstieg

Die Kohle von Lindner

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde mit stark dampfenden Kühltürmen hinter einem Feld.

Der FDP-Finanzminister stellt den vorgezogenen Kohleausstieg infrage, den die Ampel-Regierung längst klimapolitisch eingepreist hat. Damit tritt Christian Lindner auch seinem Parteifreund und Verkehrsminister Volker Wissing schwer in die Seite.

von Jörg Staude

Production Gap Report 2023

Viel zu viel Fossiles in der Pipeline

Hellgraue Rohrleitungen in einer Energie- oder Industrieanlage.

Ein neuer UN-Bericht zeigt, dass die meisten wichtigen Staaten nicht aus den fossilen Energien aussteigen – im Gegenteil. Die globale Öl- und Gasproduktion soll sogar noch bis 2050 ansteigen.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 153

CO₂-Budget schrumpft, Lindner gegen Kohleausstieg 2030, Fridays for Future in der Krise

klima update° – Podcast

Laut einer Studie könnte das CO2-Restbudget der Menschheit schon in ein paar Jahren aufgebraucht sein. Bundesfinanzminister Lindner stellt den vorgezogenen Kohleausstieg infrage. Fridays for Future steht nach antiisraelischen Social-Media-Beiträgen vor der Zerreißprobe.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Lausitzer Braunkohle-Sanierung

Sand wegbaggern, Kohle rausholen, Wasser reinfüllen?

Ein Turm aus rostigem Stahl steht in einer kargen Landschaft.

Die Sanierung der Lausitzer Braunkohleregion dauert nicht nur Jahrzehnte länger und kostet ein Mehrfaches, der Klimawandel stellt auch das ganze Konzept einer Seen-Folgelandschaft infrage. Um Zeit zu gewinnen, wollen die Grünen die Grundwasserpumpen länger laufen lassen.

von Jörg Staude

Russischer Energiewende-Aktivist

"Das Ziel ist, die Russen dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen"

Dampfende Kühltürme des Kernkraftwerk Dukovany, in der Dämmerung aus der Ferne aufgenommen.

Russland benutzt seine Atomindustrie als Waffe, sagt der Umweltaktivist und alternative Nobelpreisträger Wladimir Sliwjak. Die Europäische Union dürfe nicht länger auf nukleare und fossile Deals mit Diktatoren bauen.

Interview: Johann Thun

Umstrittene UBA-Studie

Das falsche Spiel mit dem Lausitzer Wasser

Der geflutete frühere Braunkohletagebau Grünhaus in der Niederlausitz.

Eine neue Studie des Umweltbundesamts zu den wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleausstiegs in der Lausitz ist kohlelobbyistisch geprägt. Sie ist auch klimawissenschaftlich veraltet und spielt ein falsches Spiel mit der knapper werdenden Ressource Wasser.

von Jörg Staude

Studie des Klimainstituts MCC

Bei Kohlefinanzierung arbeiten Staaten, Banken und Ausrüster Hand in Hand

Von Kohlestaub eingehülltes Kohlekraftwerk in Südafrika

Neue Kohlekraftwerke in Südostasien und Afrika bekommen immer noch Finanzspritzen aus dem Ausland – aber auch die Technologie wird importiert. Regierungen setzen ihre öffentlichen Banken als strategisches Instrument ein, um ihre Industrie zu expandieren. 

von Laura König

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Kohleausstieg

Volker Quaschning im braunen Kapuzenpulli, im Hintergrund ein Flammenmeer, davor ein Kohlebagger und ein hochgehaltenes Schild: Stoppt Kohle jetzt!

Mit jedem Windrad, das wir in Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen verhindern, verlängern wir das Kohlezeitalter, zerstören unsere Heimat durch den Kohleabbau und heizen die Klimakrise an. Warum machen wir kein Tempo und stoppen so die Kohle bis 2030?

eine Kolumne von Volker Quaschning