Strukturwandel in der Ost-Kohle

Wasserstoff-Vision leicht flüchtig

Dicke, schwarze Gasrohre mit einer Verzweigung in einem großen Erdloch, Arbeiter stehen dabei, alles von weit oben aufgenommen.

In den Kohleregionen des Ostens ist von Braunkohle nicht mehr viel die Rede, ob aber Wasserstoff an ihre Stelle tritt, ist noch nicht klar. Derartige Pläne erhalten auf der Strukturwandelkonferenz in Cottbus einen Dämpfer.

von Jörg Staude

Beschlüsse der COP 28

Verwirrung um fossilen Ausstieg

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Die Abkehr von den fossilen Energien wird zum ersten Mal in einer Erklärung eines Klimagipfels gefordert. Doch was helfen Worte ohne konkrete Ziele? Und was sagt die Wissenschaft dazu?

von David Zauner

"Könnte unter anderem beinhalten"

Klimakonferenz in größter Krise seit Jahren

Sultan Al Jaber sitzt auf dem Podium der COP 28 und schaut ernst.

In den ersten zehn Tagen der Klimakonferenz in Dubai waren die Erwartungen immer weiter gestiegen, dass ein "Ausstieg aus den fossilen Energien" beschlossen würde. Im aktuellen Textentwurf kommt diese Formulierung aber nicht mehr vor. Daran könnte die Konferenz scheitern.

von Christian Mihatsch

Fossiler Ausstieg

Die Kohle von Lindner

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde mit stark dampfenden Kühltürmen hinter einem Feld.

Der FDP-Finanzminister stellt den vorgezogenen Kohleausstieg infrage, den die Ampel-Regierung längst klimapolitisch eingepreist hat. Damit tritt Christian Lindner auch seinem Parteifreund und Verkehrsminister Volker Wissing schwer in die Seite.

von Jörg Staude

Production Gap Report 2023

Viel zu viel Fossiles in der Pipeline

Hellgraue Rohrleitungen in einer Energie- oder Industrieanlage.

Ein neuer UN-Bericht zeigt, dass die meisten wichtigen Staaten nicht aus den fossilen Energien aussteigen – im Gegenteil. Die globale Öl- und Gasproduktion soll sogar noch bis 2050 ansteigen.

von Joachim Wille

klima update° – Folge 153

CO₂-Budget schrumpft, Lindner gegen Kohleausstieg 2030, Fridays for Future in der Krise

klima update° – Podcast

Laut einer Studie könnte das CO2-Restbudget der Menschheit schon in ein paar Jahren aufgebraucht sein. Bundesfinanzminister Lindner stellt den vorgezogenen Kohleausstieg infrage. Fridays for Future steht nach antiisraelischen Social-Media-Beiträgen vor der Zerreißprobe.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Lausitzer Braunkohle-Sanierung

Sand wegbaggern, Kohle rausholen, Wasser reinfüllen?

Ein Turm aus rostigem Stahl steht in einer kargen Landschaft.

Die Sanierung der Lausitzer Braunkohleregion dauert nicht nur Jahrzehnte länger und kostet ein Mehrfaches, der Klimawandel stellt auch das ganze Konzept einer Seen-Folgelandschaft infrage. Um Zeit zu gewinnen, wollen die Grünen die Grundwasserpumpen länger laufen lassen.

von Jörg Staude

Russischer Energiewende-Aktivist

"Das Ziel ist, die Russen dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen"

Dampfende Kühltürme des Kernkraftwerk Dukovany, in der Dämmerung aus der Ferne aufgenommen.

Russland benutzt seine Atomindustrie als Waffe, sagt der Umweltaktivist und alternative Nobelpreisträger Wladimir Sliwjak. Die Europäische Union dürfe nicht länger auf nukleare und fossile Deals mit Diktatoren bauen.

Interview: Johann Thun

Umstrittene UBA-Studie

Das falsche Spiel mit dem Lausitzer Wasser

Der geflutete frühere Braunkohletagebau Grünhaus in der Niederlausitz.

Eine neue Studie des Umweltbundesamts zu den wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohleausstiegs in der Lausitz ist kohlelobbyistisch geprägt. Sie ist auch klimawissenschaftlich veraltet und spielt ein falsches Spiel mit der knapper werdenden Ressource Wasser.

von Jörg Staude

Studie des Klimainstituts MCC

Bei Kohlefinanzierung arbeiten Staaten, Banken und Ausrüster Hand in Hand

Von Kohlestaub eingehülltes Kohlekraftwerk in Südafrika

Neue Kohlekraftwerke in Südostasien und Afrika bekommen immer noch Finanzspritzen aus dem Ausland – aber auch die Technologie wird importiert. Regierungen setzen ihre öffentlichen Banken als strategisches Instrument ein, um ihre Industrie zu expandieren. 

von Laura König

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Kohleausstieg

Volker Quaschning im braunen Kapuzenpulli, im Hintergrund ein Flammenmeer, davor ein Kohlebagger und ein hochgehaltenes Schild: Stoppt Kohle jetzt!

Mit jedem Windrad, das wir in Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen verhindern, verlängern wir das Kohlezeitalter, zerstören unsere Heimat durch den Kohleabbau und heizen die Klimakrise an. Warum machen wir kein Tempo und stoppen so die Kohle bis 2030?

eine Kolumne von Volker Quaschning

Fraktionen der Linken

Keine Festlegung im Osten auf Kohleausstieg 2030

Einige Windräder in Landschaft mit Wäldern und feldern, im Hintergrund ein großes Kohlekraftwerk mit neun dampfenden Kühltürmen.

Um das 1,5‑Grad-Limit einzuhalten, muss es beim Strukturwandel in den Kohlerevieren schnell gehen, fordert die Linke und legt dazu ein Positionspapier vor. Auf einen Kohleausstieg auch im Osten bis 2030 wollen sich Linksfraktionen aus den Kohleregionen aber nicht festlegen.

von Jörg Staude

Beihilfe-Entscheidung

Verschärft die EU die Braunkohle-Krise im Osten?

Ein riesiges Schaufelrad baggert Abraum ab, klein daneben zwei Bergarbeiter.

EU-Kommission sowie Bund und Länder berieten gestern Abend in Brüssel: Stehen dem Stromkonzern Leag 1,75 Milliarden Euro Entschädigung für den Kohleausstieg bis 2038 zu? Zahlen drangen bisher nicht nach außen, doch der Druck auf Bundesregierung und Ost-Kohleländer steigt.

von Jörg Staude

Grüne Fraktionen legen Konzept vor

Stiftung für Ewigkeits-Lasten der Braunkohle Ost

Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Nochten aus einem Beobachtungsturm in Bad Muskau gesehen, am Horizont das Kraftwerk Boxberg.

Der Braunkohle-Bergbau im Osten hinterlässt Umweltfolgen, deren Bewältigung viel länger dauern und aufwendiger sein wird als bisher angenommen. Um das zu finanzieren, schlagen drei bündnisgrüne Landtagsfraktionen jetzt vor, eine öffentliche Stiftung zu schaffen.

von Jörg Staude

Strukturwandel in der Lausitz

Leag hat Probleme mit Verbrenner-Plänen

Kraftwerk Boxberg

Als Braunkohleverstromer kennt sich der Lausitzer Energiekonzern Leag mit Verbrennen bestens aus. Bei der Umsetzung seiner ehrgeizigen Projekte in den Bereichen Abfall und Wasserstoff häufen sich aber nun die Probleme.

von Jörg Staude

Globaler Kohleausstieg

Die Welt steigt aus der Kohle aus – außer China

Neues Wärmekraftwerk mit Kühlturm, davor eine weite leere Fläche aus Betonplatten, ganz hinten am Horizont eine schneebedeckte Bergkette, darüber ein wolkenloser Himmel.

Seit der Coronapandemie baut China wieder mehr Kohlekraftwerke, um die Wirtschaft zu stimulieren. Dieser Bauboom hält weiter an – während alle anderen Länder sich langsam von der Kohleverstromung verabschieden.

von Christian Mihatsch

Braunkohle-Ausstieg in den Ost-Revieren

1,5-Grad-Ziel verlangt Kohleausstieg schon vor 2030

Blick über den riesigen Tagebau Nochten. Ganz hinten am Horizont ist am Bildrand das Braunkohlekraftwerk Boxberg zu sehen.

Eine neue Marke beim Kohleausstieg setzt eine neue Studie der Fossil-Exit-Forschungsgruppe. Danach muss im Lausitzer Revier die Braunkohleförderung und -verstromung schon vor 2030 stark gedrosselt werden, wenn Deutschland sein Emissionsbudget für das 1,5-Grad-Limit einhalten will.

von Jörg Staude

Studie zum Kohleausstieg

Ab 2030 kein Braunkohlestrom aus der Lausitz

Zwei Windräder vor fast blauem Himmel, im Hintergrund dampfende Kühltürme des Kraftwerks Jänschwalde.

Ohne den Kraftakt eines vorgezogenen Kohleausstiegs im Osten kann Deutschland sein Klimaziel für 2030 nicht erreichen. Das ergibt eine heute veröffentlichte Studie. Sie untersucht insbesondere eine deutlich frühere Abschaltung der Lausitzer Braunkohle-Blöcke in Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe.

von Jörg Staude

Finanzierung der Kohlebranche

DWS stoppt Investitionen in Kohle

Schaufelradbagger 291 von RWE baggert im Tagebau Hambach, August 2018

Deutschlands größter Vermögensverwalter DWS kündigt einen sofortigen Investitionsstopp für neue Kohle-Projekte an. Umweltorganisationen begrüßen die neue Kohlestrategie, weisen aber auch auf Lücken hin.

von David Zauner