Anzeige
Du entscheidest was dein Geld macht.

Einfach mal aufraffen!

Das Neun-Euro-Ticket war noch viel besser als gedacht, denn mehr Menschen als angenommen sind vom Auto in Bus und Bahn umgestiegen. Bund und Länder können sich jetzt nicht mehr verstecken, sie müssen schnellstens eine Nachfolgelösung bringen.


Drei 9-Euro-Tickets in einer Hand aufgefächert.
War das Neun-Euro-Ticket zu erfolgreich? (Foto: Igor Calzone/​Wikimedia Commons)

Das wird ein Strohfeuer. So unkten selbst Fans der "Öffis", als das Neun-Euro-Ticket im Frühjahr angekündigt wurde.

Tatsächlich ist das bundesweite Billig-Ticket für Busse und Bahnen eine Hauruckaktion der Berliner Ampel gewesen. So wie der Tankrabatt.

Doch nun zeigt sich: Es war ein Super-Erfolg, den sich kaum jemand vorstellen konnte. Rund 52 Millionen Tickets wurden verkauft.

Und vor allem: Es wurde nicht nur das Ziel erreicht, Pendler mit Monatskarte finanziell zu entlasten und ärmeren Haushalten Mobilität zu ermöglichen, die sie sich sonst nicht hätten leisten können.

Es sind auch viel mehr Menschen vom Auto in Bus und Bahn umgestiegen, als man bisher dachte. Jede zehnte Fahrt war eine solche "Öko-Tour", so die Daten der öffentlichen Verkehrsunternehmen.

Ein Strohfeuer? Keineswegs, sondern die Probe darauf, dass die Verkehrswende gelingen kann.

Aber vielleicht doch ein Strohfeuer, wenn die Ampel sich mit den Ländern nicht schleunigst auf eine Anschlussregelung einigt, wobei vielleicht nicht neun Euro, aber maximal 29 angepeilt werden sollten. Das Ganze ergänzt durch ein Ausbau-Konzept für Busse und Bahnen, damit auch auf dem Land umgestiegen werden kann.

Diese Chance zu verpassen, wäre eine Blamage. Rafft euch auf, am letzten Tag der Neun-Euro-Ära!

Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus!

klimareporter° wird herausgegeben vom gemeinnützigen Klimawissen e.V. – Ihre Spende macht unabhängigen Journalismus zu Energiewende und Klimawandel möglich.

Spenden Sie hier