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Ausbau der Wasserkraft

Auch innovativ bleibt Wasserkraft wenig naturverträglich

Älteres Wasserkraftwerk aus Beton mit vier Segmenten.

Wasserkraft gilt als grüne Energie, steht aber wegen ihrer Umweltwirkungen in der Kritik. Daran ändern auch neue, sogenannte innovative Anlagen nicht viel, zeigt eine neue Studie.

von Leonie Vogelsang

Kommentar

Der ewige Streit um Wasserkraft

Ein Wasserkraftwerk vor einer grünen Bergkulisse. Das Wasser fließt neben dem Kraftwerk über den Staudamm.

Über Wasserkraftwerke kann man herrlich streiten. Genau das tun Umweltverbände und Verfechter der Wasserkraft auch bei jeder Möglichkeit. Was fehlt? Ein differenzierter Blick und objektive Kriterien.

ein Kommentar von David Zauner

Forum Umwelt und Entwicklung fragt

Sind Kilowatt aus Wasserkraft "gute" Kilowatt?

Junge Männer stehen um eine Kleinstwasserkraftwerksturbine herum, nachdem sie die Kiste geöffnet haben.

Strom aus Wasserkraft, auch aus kleineren Anlagen, gilt zu Unrecht als erneuerbar und klimafreundlich, stellen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen klar. Sie verlangen, Wasserkraft in Deutschland wie auch international grundlegend neu zu bewerten.

von Jörg Staude

Erneuerbare Energien

Wie Island seinen Ökostrom doppelt verkauft

Das Laufwasserkraftwerk Ljosafoss in Island.

Das europäische System zum Handel mit Strom ermöglicht fragwürdige Geschäfte, bei denen derselbe Ökostrom mehrfach angerechnet wird. Denn Herkunftsnachweise für Ökostrom dürfen getrennt von diesem gehandelt werden. Dass der Ökostrom dann nicht mehr als solcher beworben werden dürfte, scheint niemand zu interessieren.

von Hanno Böck

Folgen zunehmender Trockenheit

Auch in China herrscht Dürre

Riesiger ausgetrockneter See in der chinesischen Provinz Jiangxi.

Chinas Wirtschaft leidet unter den harschen Coronamaßnahmen und einer Immobilienkrise. Nun kommen Fabrikschließungen hinzu, weil eine Hitzewelle und Regenmangel die Stromerzeugung mit Wasserkraft beeinträchtigen. Bekannte Elektronik- und Autohersteller müssen die Produktion drosseln.

von Christoph Müller

Einigung beim "Osterpaket"

Ampel gibt 100-Prozent-Ökostrom-Ziel für 2035 auf

Windrad

Das Ziel, bis 2035 ein weitgehend treibhausgasneutrales Stromsystem in Deutschland zu etablieren, ist im sogenannten Osterpaket der Bundesregierung gestrichen worden. Das legt eine Klimareporter° vorliegende Synopse der geplanten Änderungen vor allem am Erneuerbare-Energien-Gesetz nahe.

von Jörg Staude

Hydropower Special Market Report

Theoretische Lösung

Blick auf den Drei-Schluchten-Staudamm in China

Bei Ökostrom denkt man zuerst an Wind und Sonne, dabei ist die Wasserkraft weltweit die weitaus wichtigere Quelle für sauberen Strom. Weil sie sich auch als Speicher eignet, fordert die Internationale Energieagentur einen drastischen Ausbau des "vergessenen Riesen". Unproblematisch ist das nicht.

von Verena Kern

Seekabel-Projekt Nordlink in Betrieb

Deutschland legt sich Stromspeicher in Norwegen zu

Staudamm Svartavatn in Sauda im Südwesten Norwegens.

Es ist die längste Seekabel-Stromverbindung der Welt: Nordlink. Über 600 Kilometer Entfernung können Deutschland und Norwegen seit Donnerstag große Mengen Ökostrom tauschen, um die schwankende Erzeugung aus Wind und Sonne besser auszugleichen.

von Jörg Staude

Keine konkreten Angaben zum Bahnstrom

Bahn rechnet sich CO₂‑Einsparung schön

Hier ist ein ICE zu sehen, der gerade aus dem Bahnhof fährt

Die Deutsche Bahn will ab 2025 weitere 190.000 Megawattstunden Offshore-Windstrom aus der Nordsee beziehen. Dazu schloss der Staatskonzern jetzt einen weiteren Vertrag mit RWE ab. Wie viel "echten" Grünstrom die Bahn in ihrem Strommix hat, bleibt weiter unklar.

von Jörg Staude

Fragwürdige Herkunftsnachweise

Für einen fairen Ökostrom-Markt außerhalb des EEG

Staudamm Svartavatn in Sauda im Südwesten Norwegens.

Das System der Herkunftsnachweise für Ökostrom sorgt für Verbrauchertäuschung. Auch zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland trägt der grün etikettierte Strom nicht bei – schlimmer noch: Er steht der Energiewende sogar im Weg.

ein Gastbeitrag von Constantin Zerger

Extreme Unwetter in Laos

Regenfälle brechen Staudamm in Laos

Luftaufnahme von Xe-Pian Xe-Namnoy

Schwere Regenfälle haben in Laos den Damm eines Wasserkraftwerks gebrochen. Experten warnen: So wie manche Dämme gebaut sind, können sie mit extremen Wetterbedingungen nicht fertig werden. Derartige Unwetter werden aber durch den Klimawandel häufiger. 

von Christian Mihatsch (Chiang Mai)

Geplante Kraftwerke

Thailand überdenkt seinen Strommix

Vor drei Jahren hat Thailand noch mit einer enormen Zunahme des Stromverbrauchs und wenig erneuerbaren Energien geplant. Doch der Plan ist weitgehend Makulatur und Großprojekte werden zurückgestellt. Nach drei Kohlekraftwerken steht nun auch ein Staudamm vor dem Aus.

von Christian Mihatsch (Chiang Mai)

Energiewende im globalen Süden

"Man muss nicht unbedingt Ingenieur sein"

Junge Männer stehen um eine Kleinstwasserkraftwerksturbine herum, nachdem sie die Kiste geöffnet haben.

In Afrika kann man den Leuten nicht einfach erneuerbare Energien aus Europa vor die Nase setzen, sagt Gordon Appel von den "Ingenieuren ohne Grenzen". Der Verein arbeitet mit regionalen Partnern zusammen und bevorzugt Lösungen mit lokalen Materialien. Der Weg zum Erfolg führt für ihn über die Zivilgesellschaft statt über die Politik.

Interview: Matthias Bauer