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Neues Gebäudeenergiegesetz

Das Heizhämmerchen

Fünf verschiedene Gasleitungen, fast alle mit rotem Absperrhahn, sind von unten an einen Gasheizofen angeschlossen.

Die Umsetzung der Wärmewende in den Heizungskellern hätte schlechter nicht laufen können. Es ist ein Beispiel misslungener Regierungskunst bei einem der wichtigsten Zukunftsthemen.

ein Kommentar von Joachim Wille

Tacheles, Oliver Hummel!

Die verheizte Wärmewende

Mehrere Reihen blauer Gasflammen in einem Gasherd.

Auch wenn das überarbeitete "Heizungsgesetz" diese Woche den Bundestag passiert, kann es erst in einigen Jahren für den Klimaschutz wirken, und das nicht mal überall. Wie konnte es so weit kommen? 

eine Kolumne von Oliver Hummel

Politische Kommunikation

Die mediale Macht des "Heizhammers"

Ein Heizkörper, schräg von der Seite betrachtet, vor einer gelben Wand.

Inzwischen räumt auch Wirtschaftsminister Habeck ein, dass es Fehler bei der Kommunikation zum Gebäudeenergiegesetz gab. Nun fragt sich: Wie kam es dazu, hätte es verhindert werden können und was lässt sich für die Zukunft daraus lernen?

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Bundestag

Heizungsgesetz: Nach der Anhörung ist vor der Anhörung

Versuchsanordnung für sogenannte H2-ready-Brennwertgeräte zum Betrieb mit reinem Wasserstoff.

Weil die Koalition noch keine überarbeitete Fassung des Gebäudeenergiegesetzes vorgelegt hat, befasste sich eine Bundestags-Anhörung mit der veralteten Gesetzesvorlage – und beschloss vorsorglich eine erneute Anhörung.

von Jörg Staude

Wärmewende

Verheizt

Helle Gasflamme in einer dunklen Gasheizung.

Die Ampel beendet ihren Koalitionskrach beim Gebäudeenergiegesetz, aber der Klimaschutz kommt unter die Räder. Die Erdgaswirtschaft hat sich durchgesetzt, viele Menschen werden in eine Heizkostenfalle getrieben.

ein Kommentar von Joachim Wille

Einigung beim Heizungsgesetz

Fossiles Gas und Wasserstoff statt Wärmepumpe

Hände mit mit zwei Rohrzangen bei der Reparatur eines Gaskessels.

Die Ampel-Koalition schiebt den Schwarzen Peter beim Gebäudeenergiegesetz an die Kommunen weiter. Diese müssen bis 2028 eine Wärmeplanung vorlegen, verlangt ein Klimareporter° vorliegendes Beschlusspapier. Gasheizungen können weiter als klimafreundlich gelten.

von Jörg Staude

Sladeks Woche

Dekarbonisierte Wärme-Netze, Samthandschuhe für die Industrie und Dubais fossile Agenda

Porträtaufnahme von Sebastian Sladek.

Kalenderwoche 23: Wärmenetze kommen in der Heizungsdebatte viel zu kurz, kritisiert Sebastian Sladek, Vorstand der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Auch im ländlichen Raum können mit Nahwärme regional vorhandene erneuerbare Energien genutzt werden.

Quaschnings Videokolumne

Technologieoffen abgehängt

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit dem Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Deutschland streitet über Wärmepumpen und Elektroautos, als wären wir das erste Land, das auf diese Technologien baut. Dabei setzen andere Länder dort längst Maßstäbe. Podcast-Folge 34.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Kommunale Wärmeplanung

Nahwärme, Wärmepumpe oder Wasserstoff?

Neue Fernwärme-Rohrleitungen mit den typischen roten Schutzabdeckungen liegen auf einem Stapel, alle sind mit einem runden gelben Aufkleber gekennzeichnet, auf dem die Zahl 2 steht.

Das Gebäudeenergiegesetz schmort in der Ampel vor sich hin – aber ein Gesetzentwurf zur kommunalen Wärmeplanung soll es in die Ressortabstimmung zwischen den Ministerien geschafft haben. Nicht wenige halten das Kommunalgesetz für wichtiger.

von Jörg Staude, Joachim Wille

Klimaschutz an Gebäuden

"Man darf die Leute nicht erschrecken"

Dreistöckiges Doppelhaus nach der Sanierung, mit Solarpaneelen auf dem Dach und Außenbalkons statt Loggien.

Immer, wenn ein Haus ohnehin saniert werden muss, sollte es auf den besten Wärmeschutz-Standard gebracht werden, sagt Passivhaus-Experte Berthold Kaufmann. Er warnt davor, jetzt noch schnell eine Erdgasheizung einzubauen.

Interview: Joachim Wille

Debatte um Heizungsgesetz

Passt denn das Haus zur Heizung?

Qualmender Schornstein auf einem Hausdach

Die Verschiebung des Gebäudeenergiegesetzes bietet auch die Chance zu einem umfassenderen Herangehen. Es erscheint wenig sinnvoll, klimafreundliche Heizungen in einen veralteten und wenig nachhaltigen Gebäudebestand einzubauen.

ein Kommentar von Jörg Staude

Klimabewegung meets Mietenbewegung

"Mieter:innen können die Wärmewende nicht allein bezahlen"

Mondaufgang über einer Plattenbausiedlung in Berlin-Lichtenberg mit vielen erleuchteten Fenstern in einer Langzeitaufnahme.

Bezahlbarer Wohnraum und Klimaschutz müssen sich nicht ausschließen, sagen Klimaaktivistin Kate Cahoon und Mietenaktivistin Lisa Vollmer. Das Problem seien unsoziale und unwirksame politische Instrumente. Wie die Zusammenarbeit der Bewegungen aussehen kann, erklären sie im Interview.

Interview: David Zauner

Klimapolitik der Bundesregierung

"Heizungsgesetz verschieben ist keine Option"

Ansicht von Schwenningen in der Schwäbischen Alb, mit zahlreichen Solarstrom-Anlagen auf den Dächern.

Nicht nur 65 Prozent, sondern 100 Prozent erneuerbare Energien in den Heizungen werden 2030 gebraucht, sagt der Energieexperte Hans-Josef Fell im Interview mit Klimareporter°. Dafür brauche es Offenheit für alle Erneuerbaren-Technologien.

Interview: Joachim Wille

Kemferts Woche

Quatsch mit Blackouts, fossile Reiche und die Plurv‑Klaviatur

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 20: Die politischen Gegner der Grünen sind mit allen Wassern gewaschen, die Grünen offenbar nicht, meint Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Sie ist für Verbesserungen am Gebäudeenergiegesetz, aber dagegen, es zu verschieben. 

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: H₂‑ready-Heizungen

Aufmacherbild: Volker Quaschning, hinter ihm mehrere gezeichnete Windräder.

H2-ready-Heizungen sind die neue Geheimwaffe der Gaslobby. Doch sie sparen kaum CO2 ein, es fehlen Wasserstoff und Leitungen und sie sind nicht zukunftsfähig. Wer sich so ein Ding aufschwatzen lässt, den dürfte der Einbau am Ende teuer zu stehen kommen.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Streit um neues Gebäudeenergiegesetz

Wärmewende verrückt

Öffentlicher Mülleimer der Berliner Stadtreinigung BSR mit der satirisch gemeinten Aufschrift: Brennwertkessel. Aus Abfall gewinnen wir Wärme für 35.000 Haushalte. Im Hintergrund Solarpaneele.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist mit seinem Wärmepumpen-Heizungsgesetz gewaltig unter Druck geraten. Das Gesetz muss verbessert werden, doch es zu verschieben, wäre grundfalsch.

ein Kommentar von Joachim Wille

Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Der Heizungs-Konflikt ist längst gelöst

Heizungsrohre mit Thermostat, Thermometer, Druckmesser und Ventilen in einem Hauskeller.

Die Ampel hat ein Erneuerbaren-Ziel für Gebäudeheizungen vereinbart. Die klare Formulierung im Koalitionsvertrag haben sich die Grünen aber schon Anfang April abverhandeln lassen – noch vor dem Parteitags-Protest der FDP.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Gutachten des Umweltrates

Die Freiheit zu mehr Umweltfreundlichkeit

Eine Frau in dicken Socken hält die Hände dicht an einen Heizkörper, um sich zu wärmen.

Die Umweltkrise ist zu bewältigen, wenn wir auch unser Verhalten ändern, so der Sachverständigenrat für Umweltfragen in seinem heute vorgelegten Gutachten. Politik muss umweltfreundliches Verhalten einfacher, attraktiver und günstiger machen, fordert das Gremium.

von Jörg Staude

Elektrifizierung der Industriewärme

Industrielle Hitze lässt sich als Energiespeicher nutzen

Arbeit im Stahlwerk.

Bei einem hohen Anteil von Grünstrom im Netz decken sich Stromangebot und -nachfrage oft nicht. Daher braucht es Speicher. Diese sollten allerdings Wärme speichern und damit den Stromverbrauch an das Angebot anpassen. Bei der Speicherung von Wärme geht viel weniger Energie verloren als bei der von Strom.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Ampel im Klimastress

Olaf Scholz spricht in sein Handy. Aufnahme vom Finanzministertreffen der Euro-Länder im März 2019 in Brüssel.

Die Bundesregierung hat es nun schwarz auf weiß: Ihre Klimapolitik ist mangelhaft. Die Forderung, fällige Maßnahmen wie den Heizungstausch sozial gerecht zu gestalten, ist richtig – aber warum stellt sich die SPD damit an die Seite der FDP und gegen die Grünen?

ein Kommentar von Joachim Wille