Anzeige

klima update° – Folge 173

Shell wehrt sich gegen Klimaschutzurteil, gefährliche Hitze in Indien, Klimakrise gefährdet Gesundheit von Kindern

klima update° – Podcast

Das Berufungsverfahren zum CO2-Urteil gegen den Ölkonzern Shell hat begonnen. Für Inder:innen wird schon die erste Hitzewelle des Jahres lebensgefährlich. Durch die Erderwärmung werden Kinder krank und Frühgeburten nehmen zu.

von Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski

Britisch-niederländischer Ölkonzern

Neue Klima-Klage gegen Shell

Ein Fischer hält einen sehr kleinen Fisch vor die Kamera.

Während Shell den höchsten Gewinn seiner Geschichte einfährt, überschatten Klagen und Vorwürfe das Ergebnis. Umweltjurist:innen werfen dem Ölkonzern vor, die Klimarisiken zu wenig zu berücksichtigen. Kläger:innen aus Nigeria fordern das Beseitigen von Umweltschäden aus der Ölförderung im Nigerdelta sowie Schadenersatz.

von Sandra Kirchner

Die gute Nachricht

Shell muss mehr Klimaschutz leisten

Kleine Shell-Tankstelle bei Nacht, vergleichsweise sparsam beleuchtet, eine Straßenlaterne spendet auch nur wenig Licht.

Erstmals zwingt ein Gericht einen Konzern zu einem geschäftlichen Strategiewechsel – für den Klimaschutz. Shell muss seine Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent reduzieren, urteilten niederländische Richter:innen. Das übersteigt die freiwilligen Pläne des Ölriesen deutlich.

von Susanne Schwarz

Kommentar

Gericht zwingt Shell zu mehr Klimaschutz

Einige Menschen sitzen auf der Straße, hinter ihnen ein Tanklastzug, vor ihnen ein Transpatent: "Keep it in the ground" – Lasst es im Boden.

Ein Gericht in Den Haag schreibt Rechtsgeschichte: Der Energiekonzern Shell muss seine Treibhausgas-Emissionen viel stärker senken als geplant. Das kann zum Präzedenzfall für viele weitere Konzerne werden, die immer noch glauben, in einer anderen Welt zu leben.

ein Kommentar von Joachim Wille

Klage wegen Klimazerstörung

Shell steht an der "Kellerluke"

Rot-gelb leuchtende Dachumrandung einer Shell-Tankstelle in Waiblingen, schräg von unten gegen den schwarzen Nachthimmel aufgenommen.

Der niederländisch-britische Ölkonzern sieht beim Klimaschutz-Prozess in Den Haag vor allem die Regierungen in der Pflicht. Die klagenden Umweltorganisationen hoffen auf einen Durchbruch bei der Konzernhaftung. Eine Rolle im Prozess spielt auch der "Kellerluken-Fall".

von Joachim Wille

klima update° – Folge 4

Klimaklage gegen Shell, Abschied von der Steinkohle, drei Klimaberichte

Logo: klima update° - der klimareporter° Podcast

Unsere Redakteur:innen Sandra Kirchner und Christian Eichler erklären im klima update° diese Woche, warum der Ölkonzern Shell vor Gericht steht, warum die deutschen Energiekonzerne selbst ihre neuen Steinkohlekraftwerke loswerden wollen und was neue Klimastudien ergeben. Unter anderem geht es darum, wie die Klimakrise uns jetzt schon krank macht.

Erdöl-Riese soll aus Erdöl aussteigen

Shell soll wirklich das Klima retten

Shell-Tanklastzug fährt durch norwegische Fjordlandschaft.

Heute beginnt der Prozess von Umweltverbänden gegen den niederländisch-britischen Ölmulti in Den Haag. Shell soll auf einen klaren Klimakurs entsprechend dem Paris-Vertrag verpflichtet werden. Rechtsexperten räumen der Klage gute Chancen ein.

von Joachim Wille

Proteste zur Hauptversammlung

Shell muss Vergangenheit werden

Protestierende vor Shell-Gebäude mit gelbem Transparent: "Crisis is not the new normal – dismantle Shell!"

Ob in Nigeria oder in Köln: Die Gewinne sind Shell stets wichtiger als Umwelt, Gesundheit und Recht. Zur Hauptversammlung konnte nur sehr eingeschränkt protestiert werden, doch Gruppen wie "Ende Gelände" machen klar: Ohne fossile Konzerne wie Shell aufzulösen, gibt es keine gerechte Energiewende.

ein Gastbeitrag von Johnny Parks

Klimakrise sorgt für Umdenken

Europas Ölkonzerne steigen in Strommarkt ein

Pipeline

Europas Ölkonzerne bereiten sich darauf vor, dass wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise ergriffen werden. Der Abschied vom lukrativen Öl- und Gasgeschäft fällt ihnen dennoch schwer. Noch immer sind ihre Investitionen in Öl und Gas zu hoch für die Pariser Klimaziele.

von Christian Mihatsch (Chiang Mai)

Bericht

Ölindustrie wegen Doppelspiel am Pranger

Exxon-Mobil-Raffinerie

Klimaschutz – so der Eindruck – finden seit dem Paris-Gipfel fast alle großen Ölkonzerne toll. Doch wie ein neuer Bericht zeigt, hat sich ihr Geschäftsmodell kaum verändert und sie lobbyieren weiter für fossile Energie. Das erzürnt Anleger – und provoziert Klimaklagen. Wie die von Umweltverbänden gegen Shell, die heute eingereicht wird.

von Benjamin von Brackel

Ölkonzerne

Umweltverbände wollen gegen Shell klagen

Shell-Tankstelle

Wenn der Ölkonzern nicht rasch seine Geschäftsstrategie ändert und in Einklang mit dem Pariser Klimavertrag bringt, will ein Umweltbündnis vor Gericht ziehen.

von Benjamin von Brackel

Ölkonzerne und Klimawandel

BP auf dem Prüfstand

BP-Tankstelle an leerer Landstraße.

Das britische Mineralölunternehmen beugt sich der Forderung einer Investorengruppe, die überprüfen lassen will, ob die BP-Geschäftsstrategie im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimavertrags steht.

von Benjamin von Brackel

Eneco steht zum Verkauf

Shell auf "grüner" Einkaufstour

Installation eines Windrades durch Ökostromanbieter Eneco

Der Mineralölkonzern Shell will gemeinsam mit dem Pensionsfonds PGGM die bislang kommunale niederländische Eneco-Gruppe kaufen. Davon wäre auch die Eneco-Tochter Lichtblick betroffen. Schon seit einiger Zeit kauft sich Shell bei Energiewende-Unternehmen ein. 

von Sandra Kirchner

COP 24 Katowice

Mit fossilen Grüßen

Demonstranten mit Schildern

Ein Shell-Mitarbeiter prahlt auf der Weltklimakonferenz mit dem Einfluss von Lobbyisten auf die Klimaverhandlungen. Manche Umweltschützer fordern deshalb, klimaschädliche Konzerne von den Klimagipfeln auszuschließen. Eine sinnvolle Regelung dafür zu finden wird allerdings schwierig.

von Susanne Schwarz