EU-Agrarpolitik, Hitzewelle in Nordamerika, Impfungen für die Klimakonferenz

In Kanada sterben Hunderte in einer Hitzewelle. Die EU verlängert ihre klimaschädliche Agrarförderung. Und die Weltklimakonferenz braucht Impfungen. Darüber sprechen Susanne Schwarz und Christian Eichler.


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Diese Woche im klima update°:

  • In Teilen Nordamerikas herrscht tödliche Hitze: An die 50 Grad wurden in dem Ort Lytton im Westen Kanadas gemessen – ein Rekord für das ganze Land. Mehrere hundert Menschen sind schon an den Folgen der extremen Temperaturen gestorben. Auch wenn Wetter nicht gleich Klima ist: Bei Hitzewellen hat der Klimawandel mittlerweile immer seine Finger im Spiel, macht sie häufiger und heißer. Der im Podcast erwähnte Beitrag der Klimaforscherin Friederike Otto ist hier zu finden.

    Ergänzung um 13:15 Uhr: Nach Podcast-Redaktionsschluss wurde bekannt, dass ein durch die Wetterlage begünstigter Waldbrand Lytton zu 90 Prozent zerstört hat. Die Bewohner:innen konnten zuvor evakuiert werden. In der gesamten Region wüten weiter Brände oder es besteht akute Brandgefahr.

  • Nach mehr als zweijährigen zähen Verhandlungen haben sich die Regierungen der EU-Staaten und das Europäische Parlament endlich auf eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik geeinigt: Im Wesentlichen verlängert die EU ihre klimaschädliche Agrarförderung um weitere sieben Jahre. Kleine Verbesserungen gibt es aber.

  • Im November soll die nächste Weltklimakonferenz in Glasgow stattfinden, falls es die globale Gesundheitslage irgendwie zulässt. Um das wahrscheinlicher zu machen, hat die britische Regierung nun angeboten, registrierten Teil­neh­me­r:in­nen Impfungen zu ermöglichen. Andernfalls droht sich das auf den Klimakonferenzen bestehende personelle Ungleichgewicht zwischen globalem Norden und Süden noch weiter zu verstärken.

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