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Monat April weltweit wetterextrem

Nicht nur für Deutschland brachte der April Wetterextreme. Während hierzulande die Monatstemperatur um fünf Grad über dem langjährigen Mittel lag, litten Länder in Asien und Afrika unter Überschwemmungen, Stürmen und anhaltender Hitze.


Blick in die strahlende, heiße Sonne am Himmel
Strahlende Sonne über Wochen schon im April (Foto: Lykaestria/​Wikimedia Commons)

Bei extremen Sand- und Staubstürmen sind allein im Norden Indiens in den vergangenen Tagen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Viele starben unter den Dächern zusammenbrechender Häuser. Auch Bäume und Telefonmasten stürzten um. Vor der kommenden Monsun-Saison sind die Sand- und Staubstürme zwar normal, aber deren Heftigkeit ist in diesem Jahr ungewöhnlich, wie die Weltmeteorologieorganisation WMO laut Medienberichten in Genf mitteilte.

An zwei Orten im Nachbarland Pakistan wurden Ende April Tagestemperaturen von 50 Grad Celsius gemessen. In der Stadt Nawabshah im Zentrum des Landes soll das Thermometer sogar auf 50,2 Grad Celsius gestiegen sein – möglicherweise ist das nicht nur die höchste je auf dem asiatischen Kontinent, sondern weltweit gemessene Temperatur. Die Hitzewelle in Pakistan hält schon seit März an.

Andere Regionen der Welt wurden dagegen von schweren Regenfällen heimgesucht. Sie führten in der türkischen Hauptstadt Ankara zu schweren Schäden. Eine Flutwelle nahm mehr als hundert Fahrzeuge mit sich. Durch die Wucht des Wassers wurde der Asphalt aufgerissen. In Ostafrika wurden Zehntausende Menschen durch Extremregen vertrieben.

In Deutschland lag im April mit 12,4 Grad Celsius der Temperaturschnitt um fünf Grad über dem Mittelwert aus dem Zeitraum von 1961 bis 1990, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Der vergangene Monat war damit der wärmste April seit Messbeginn 1881, dazu auch trocken und sonnenscheinreich. Auch gegenüber dem Zeitraum 1981 bis 2010 beträgt die Abweichung immer noch rund vier Grad.

Die WMO in Genf sieht eine Verbindung mit dem Klimawandel. "Extreme Wetterlagen wie Hitzewellen und heftige Regenfälle werden häufiger und intensiver, und das ist eine Folge des Klimawandels", wird Sprecherin Clare Nullis zitiert.

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