AfD: Keinen Durchblick haben

Bekanntlich nimmt die AfD die Zustände im Land oft anders wahr als die Allgemeinheit. Das ist offenbar auch beim Strompreis so.


"Kritisiere nicht, was du nicht verstehen kannst" – dieser Rat stammt von Bob Dylan. Wir wissen zwar nicht, was Sylvia Limmer vom Literaturnobelpreisträger hält. Die Kritik der umweltpolitischen Sprecherin der AfD-Delegation im EU-Parlament und AfD-Bundesvorständin aber kennen wir:

Steigende Strompreise sind Folge eines staatlichen Klimaklientelismus. 

Staatlicher Klimaklientelismus – was für eine elegante Wortschöpfung! Kern der Kritik von Frau Limmer ist, dass

Deutschland europaweit die höchsten Strompreise hat. Würde man Steuern und Abgaben bei den Stromkosten herausrechnen, würde die Kilowattstunde in Deutschland 14,51 Euro statt über 30 Euro kosten. 

Bekanntlich nimmt die AfD die Zustände in diesem Land oft anders wahr als die Allgemeinheit. Das ist offenbar auch beim Strompreis so, denn hierzulande kostet die Kilowattstunde aktuell knapp 32 Cent.

Vermutlich meint das auch Frau Limmer, und Tatsache ist, dass Steuern und Abgaben den Strompreis in den letzten 20 Jahren verdoppelt haben. Ein Grund dafür ist die Energiewende, die im Stromsektor vor 20 Jahren begann.

86 Prozent der Deutschen wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien. Steuern heißen Steuern, weil damit die Politik den Markt steuern kann. Was aber sagt Frau Limmer?

Die AfD ist die einzige Partei, die sich diesem ökoplanwirtschaftlichen Systemumsturz, der scheinbar harmlos mit Klimarettungsrhetorik und Sonnenblumenoptik daherkommt, entgegenstellt.

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