klima update° – Folge 156

Drei-Grad-Welt voraus, EU will weniger Verpackungsmüll, Sicherheitsrisiko Klimawandel

klima update° – Podcast

Mit der jetzigen Politik steuert die Menschheit auf fast drei Grad Erderwärmung zu. Das EU-Parlament will die Regeln für Verpackungsmüll stärker als vorgesehen verschärfen. Der BND soll die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sicherheit untersuchen.

von Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski

Russischer Energiewende-Aktivist

"Das Ziel ist, die Russen dazu zu bringen, Verantwortung zu übernehmen"

Dampfende Kühltürme des Kernkraftwerk Dukovany, in der Dämmerung aus der Ferne aufgenommen.

Russland benutzt seine Atomindustrie als Waffe, sagt der Umweltaktivist und alternative Nobelpreisträger Wladimir Sliwjak. Die Europäische Union dürfe nicht länger auf nukleare und fossile Deals mit Diktatoren bauen.

Interview: Johann Thun

klima update° – Folge 150

Niederlande gegen fossile Subventionen, Fridays stoppen Raffinerie, Aufrüstung ist klimaschädlich

klima update° – Podcast

Der Klimaprotest von Extinction Rebellion hat in den Niederlanden Erfolg. Fridays for Future gewinnt die erste Klimaklage in Estland. Steigende Militärbudgets passen nicht zu den Klimazielen.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Graßls Woche

Ökosysteme an der Grenze, Kreislauf gegen Rohstoffkriege und E‑Fuels für Liebhaber

Kalenderwoche 40: Mehr Wiederverwertung von Rohstoffen kann die Wahrscheinlichkeit bewaffneter Konflikte vermindern, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Ohne Kreislaufwirtschaft drohten Rohstoffkriege wie um Erdöl künftig auch bei Metallen.

Atomreaktoren im Krieg

Ein Tschernobyl reicht

Die sechs Blöcke des Atomkraftwerks, aus einiger Entfernung über das Wasser betrachtet.

Die Regierungen in Moskau und Kiew müssen dringend eine Vereinbarung schließen, die das AKW Saporischschja vor Angriffen schützt, alle anderen Erwägungen sollten zurückstehen. Ein Tschernobyl in Europa war genug.

ein Kommentar von Joachim Wille

klima update° – Folge 117

Russlands Angriff auf die Ukraine, Sanieren statt Abreißen, klimaschädliche neue Straßen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der Krieg in der Ukraine hat auch Folgen für Klima, Umwelt und Energiewende. Gebäude in Deutschland sollen künftig häufiger saniert und nicht abgerissen und neu errichtet werden. Straßenbau verursacht mehr Treibhausgase als angegeben.

von Verena Kern, Sandra Kirchner

Greenpeace-Report zum Ukraine-Krieg

Giftige Gase, Waldbrand, Ölteppich

Blick über Lwiw mit einem Hochhauskomplex im Rohbau, hinter der Stadt steigt eine dichte dunkelgraue Rauchsäule auf und zieht sich über den Himmel.

Eine erste Bilanz der Umwelt- und Klimaschäden in der Ukraine ein Jahr nach Kriegsbeginn hat Greenpeace in Zusammenarbeit mit ukrainischen Umweltschützern vorgelegt. Während das Klima auf eine zynische Weise profitiert, sind die ökologischen Auswirkungen verheerend.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Ökoenergien sichern den Auslandseinsatz ab

Mehrere Panzer fahren über einen Truppenübungsplatz bei Szczecin, der vordere richtet das Rohr auf die Betrachterin.

Die Bundeswehr erkennt die Vorzüge dezentraler erneuerbarer Energien, um Einsätze und Standorte unabhängiger und resilienter zu gestalten – ein Punkt im neuen Nachhaltigkeitsbericht aus dem Verteidigungsministerium.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Hohe Lebensmittelpreise

Der Hunger in der Welt hat deutlich zugenommen

Offene Säcke mit Bohnen und Erbsen mit Preisschildern auf einem Markt.

Am Preis für Lebensmittel lässt sich die Weltgeschichte der letzten zweieinhalb Jahre ablesen: Erst Corona und dann der Krieg in der Ukraine sorgten letztes Jahr für einen Rekordwert. Jetzt sinken die Preise an den Weltmärkten wieder, aber noch nicht in den Geschäften.

von Christian Mihatsch

Überraschung des Jahres 2022

Die große Kraft der Solidarität

Porträtaufnahme von Aysel Osmanoglu.

Die EU-Taxonomie zur Regulierung von nachhaltigen Investitionen war eine Enttäuschung – und ein Weckruf. Denn mittlerweile ist weithin klar, dass Finanzströme und die Wirkung von Investments ein wesentliches Instrument zur Einhaltung der Pariser Klimaziele darstellen können.

von Aysel Osmanoglu

Ukraine

"Wiederaufbau muss grün sein"

Kohlehalden, überdachte Förderbänder und Schornsteinfüße im Kraftwerk Burschtyn nördlich von Iwano-Frankiwsk im Karpatenvorland.

Die Zerstörung der Ukraine durch russische Angriffe geht weiter. Trotzdem muss der Neuaufbau des Landes jetzt beginnen, sagt der Energiewendeexeperte Hans-Josef Fell. Klimareporter° sprach mit ihm darüber, wie ein "grüner Wiederaufbau" aussehen kann.

Interview: David Zauner

Gastbeitrag

Die deutsche Gespenster-Diskussion

Tagesschau-Screenshot vom 29. April 1986 mit einer Europakarte und der Schlagzeile: Nuklearbrand nicht unter Kontrolle.

Nicht einmal die Betreiber wollen längere AKW-Laufzeiten. Andere Länder haben AKWs wegen ihrer Atombomben, diesen schrecklichen Zwang haben wir nicht. Wir können gleich auf den kompletten Umstieg setzen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 5

Das Klima verlässt Russland

Solarfeld in Sibirien

Russland verliert seine Klimaexperten. Dieser Umstand und das Technologie-Lieferverbot könnten verheerende Folgen für die Klimaprogramme haben. Unter den Fachleuten, die im Land bleiben, sehen einige die Lage weniger dramatisch.

ein Gastbeitrag von Jekaterina Mereminskaja

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 4

Was Russlands Maßnahmen gegen die Sanktionen für die Umwelt bedeuten

Qualmendes Kohlekraftwerk an einem baumbestandenen See.

Auf die Sanktionen wegen der "Spezialoperation" reagiert Russland mit Gesetzesänderungen, die auch Folgen für Klima und Umwelt haben. Die Modernisierung von Industrieanlagen wird aufgeschoben, Schutzgebiete geraten unter Druck. Dagegen gibt es Protest.

ein Gastbeitrag von Irina Antonowa

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 2

Die Straße nach Nirgendwo

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Wie die Abhängigkeit von Öl und Gas die russische Außenpolitik bestimmt: Seit Kriegsbeginn verdient Russland mit dem Verkauf fossiler Brennstoffe mehr denn je. Doch es zeichnet sich bereits deutlich ab: Die Tage des Öl- und Gasimperiums sind gezählt. 

ein Gastbeitrag von Nika Gurewitsch

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 1

Wie der Ukraine-Krieg die Klima- und Umweltpolitik in Russland beeinflusst

Ein finnisches Kranfahrzeug stapelt Rundholz am Kai eines großen Holzwirtschaftsbetriebs in der russischen Stadt Sokol.

Der russische Einmarsch in der Ukraine führt nicht nur zu großen lokalen Umweltschäden und Verwerfungen in der Energie- und Ernährungssicherheit. Er verändert auch die Strategien, Ziele und Maßnahmen der russischen Klimapolitik.

von Angelina Davydova

Quaschnings Videokolumne

Fleischverzicht gegen Putin?

Quaschning live Nummer vier: Fleischverzicht gegen Putin?

Weniger Fleisch wäre ein Beitrag gegen Putins Krieg, sagt Landwirtschaftsminister Özdemir. Das sind Stammtischparolen, kontert der Verband der Schweinehalter. Kann Fleischverzicht die Welt retten oder ist das Unsinn? Quaschning live, Folge 4.

eine Kolumne von Volker Quaschning, Cornelia Quaschning

Stimme der Klimabewegung aus der Ukraine

"Ich nenne den Krieg Klimakrieg"

Ilyess El Kortbi steht vor dem Gebäude des UN-Klimasekratariats in Bonn und hält sein Schild hoch mit der ukrainischen Aufschrift: Jugend fürs Klima.

Klimakrise und Ukraine-Krieg haben für Ilyess El Kortbi die gleichen Ursachen: Abhängigkeit von fossilen Energien. El Kortbi hat Fridays for Future in der Ukraine mitgegründet und engagiert sich inzwischen in Deutschland für Klimagerechtigkeit. Auf die UN‑Klimakonferenzen könne sich die Welt nicht länger verlassen.

Interview: Rosa-Lena Lange

Studie des Swiss Finance Institute

Was sind die Folgen des Kriegs für den Klimaschutz?

Nächtliche Aufnahme von zwei Blöcken eines Erdgaskraftwerks der South Carolina Public Service Authority.

Märkte lassen sich als Prognoseinstrument nutzen, denn letztlich spiegeln die Kurse die Erwartungen der Anleger und deren Informationsstand wider. Hinsichtlich der Folgen des Krieges für den Klimaschutz zeigt sich hier ein großer Unterschied zwischen der EU und den USA.

von Christoph Müller

"Erdpolitik" und neue Aufklärung

"Gnadenlose Rivalität der Völker ist grundfalsch"

Solarzellen USA

Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker über die Folgen des Putin-Kriegs für die Klimapolitik, die ungerechtfertigten Extraprofite der Energiekonzerne, 50 Jahre "Grenzen des Wachstums" und das gemeinsame Ziel mit Fridays for Future.

Interview: Joachim Wille

Gastbeitrag

Die Klimakrise lässt sich nur mit einer geeinten Weltordnung bewältigen

Fahnen der UN-Länder vor schönem blauen Himmel

Bisher wurde die Klimakrise vor allem im Rahmen der UN-Klimakonvention diskutiert. Doch wenn die Länder beginnen, ihre Klimaziele umzusetzen, wird eine internationale Architektur der Zusammenarbeit gebraucht: eine Weltklimaordnung – ein globales System kooperativer Strukturen, Regeln und Bündnisse.

ein Gastbeitrag von Carne Ross

Gastbeitrag

Kriege, Klimakatastrophe und giftigen Verkehr bekämpfen

Radfahrerinnen auf einem breiten Radstreifen, etwas weiter daneben eine Straßenbahn.

Während Putins Angriffskrieg Millionen Menschen zur Flucht zwingt und Tausende Todesopfer fordert, verweilt Deutschland in peinlichen Wohlstands-Debatten. Dabei könnte eine Mobilitätswende nicht nur Putins Kriegskasse schmälern. Das öffentliche Leben würde sprichwörtlich aufblühen.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

Gastbeitrag

Der dritte Weltkrieg ist da

Die Bäume zeigten ihre Ringe, die Tiere ihre Adern

In der Debatte um einen möglichen Atomkrieg geht vollkommen unter, dass wir bereits einen dritten Weltkrieg führen: gegen die Natur und damit gegen uns selbst. Wir müssen endlich verstehen, dass wir als Spezies gefährdet sind.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Expertin für UN-Klimaverhandlungen

Soll man Russland bei der Klimadiplomatie ausschließen?

Zwei leere Stühle vor einer blauen Wand mit dem Logo des Klimagipfels COP 26 in Glasgow, dazu der Slogan auf Englisch: Zusammen für unseren Planeten.

Beim Klimaschutz konnte man bisher sowieso nicht wirklich auf Russland zählen, sagt Susanne Dröge von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit Klimareporter°. Das Land aus der internationalen Klimapolitik auszuschließen, wäre dennoch nicht klug.

Interview: Tjade Brinkmann

Wiederaufbau für Dekarbonisierung nutzen

Die grüne Zukunft der Ukraine

Ukrainische und EU-Flaggen vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.

Eine Gruppe westlicher und ukrainischer Ökonomen empfiehlt die Schaffung einer EU-Agentur, die den Wiederaufbau der Ukraine koordiniert. Ziel müsse ein EU-Beitritt des Landes sein. Außerdem solle die Ukraine ihr Energiesystem auf netto null Emissionen ausrichten und Städte neu denken.

von Christoph Müller

Kommentar

Ohne russisches Gas

Nächtliche Aufnahme der Verdichterstation in Wolokolamsk westlich von Moskau auf dem Weg nach Riga in Lettland.

Noch immer erhält Putins Russland aus dem Westen fast eine Milliarde pro Tag für Energielieferungen. Die EU und Deutschland müssen schnellstmöglich einen generellen Energieboykott auf den Weg bringen. An der Finanzierung sollten die obersten Einkommensschichten direkt beteiligt werden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Gastbeitrag

Die Mondlandung kann schneller kommen

Große chemische Industrieanlage bei Nacht.

Der Klimawandel schert sich nicht um Geopolitik. Und auch in Kriegszeiten legt er keine Pause ein. Die Unabhängigkeit von Russland und die Klimakrise, aber auch die Sicherheit sind im Kern dasselbe Problem.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

EU reagiert auf Kriegsverbrechen

Stopp-Plan für Kohleimporte aus Russland

In einem Tagebau belädt ein Kohlebagger einen Riesen-Laster der Marke Belas mit Steinkohle.

Erstmals kommen Energieimporte auf die Liste der EU-Sanktionen gegenüber Russland. Die Europäische Kommission reagiert damit auf die Ermordung von Zivilisten bei Kiew. Zunächst geht es um Kohle, nicht um Gas und Öl. 

von Hannes Koch, Jörg Staude

Serie: Erneuerbar mit System

So geht 100 Prozent Öko-Saft

Eine Steckdose, aus der Löwenzahn herauswächst.

In 13 Jahren soll der Strom fast ausschließlich von Wind, Sonne und Co kommen. Dazu müsste sich die Ausbau-Rate der Erneuerbaren verdreifachen. Fachleute halten das für möglich. Wie ein Energiesystem ohne die Fossilen aussehen kann – Teil 1.

von Joachim Wille

Gastbeitrag

Die Wiederentdeckung der Energiequelle Energieeinsparung

Ein Dutzend Radfahrerinnen und Radfahrer auf einem breiten Fahrradstreifen, einige geben Handzeichen.

Eine Diversifizierung der Bezugsquellen für Gas, Öl und Kohle gilt als bester Weg aus der Abhängigkeit von Putins Lieferungen. Wirkliche Freiheit und Frieden gibt es aber nur mit der Drei-E-Strategie: Erneuerbare, Energiesparen und Effizienz. Teil 2 des Gastbeitrags.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Quaschnings Videokolumne

Russlands Krieg – Abschied von Öl und Gas?

Quaschning live Nummer eins: Russlands Krieg - Abschied von Öl und Gas?

Wie stark ist unsere Abhängigkeit von Öl- und Gas? Warum erreichen die Öl- und Gaspreise immer neue Rekordwerte? Können wir nicht einfach aufhören, Öl und Gas aus Russland zu kaufen? Quaschning live, Folge 1.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Klimastrategie der US Army

Bundeswehr nutzt Potenzial für Energiewende nicht

Zwei Soldaten in Tarnuniform knien neben einem Trümmerhaufen vor einem Palmenwäldchen.

Militärstandorte sind ideal für ein Microgrid, mit eigener Stromerzeugung, der Speicherung in Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und einer intelligenten Steuerung des Stromverbrauchs. Die US-Armee weiß das, die Bundeswehr nicht.

von Christoph Müller

Gastbeitrag

Putins Ukrainekrieg als Katalysator für die Energiewende?

Silberfarbene Gasleitung mit Ventilhahn und rotem Handrad, die in den Hintergrund führt, am unteren Bildrand mehrere parallel laufende gelbe Leitungen.

Der Krieg gegen die Ukraine zeigt auch, warum die Fixierung auf "Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft" klima- und sicherheitspolitisch hochgefährlich ist. Ein Blick in die Vergangenheit macht deutlich, welche Folgen disruptive Entwicklungen und externe Schocks für die Klima- und Energiepolitik haben können. Teil 1 des Gastbeitrags.

ein Gastbeitrag von Reinhard Loske

Tacheles, Ralf Schmidt-Pleschka!

Katar-Gas, nein danke?

Flüssigerdgastanker mit vier riesigen kugelförmigen Tanks.

Anfang März veröffentlichten Wissenschaftler:innen einen Aufruf zum Boykott russischer Energielieferungen. Die Bundesregierung lehnt das bisher ab, sucht aber mit Hochdruck nach Alternativen. Wirtschaftsminister Habeck fand diese in Katar. Die Kritik an dem Deal trifft einen wunden Punkt.

eine Kolumne von Ralf Schmidt-Pleschka

Müllers Woche

Jahrzehnt der Extreme, grüner Neoliberalismus und globaler Smog

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 12: Es gibt immer noch kein überzeugendes, sozial gerechtes Konzept für die Energiewende, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Statt die Überlastung der Erde anzuerkennen, zeigt sich die Ampel-Regierung bei den erneuerbaren Energien machbarkeitsselig.

Zehnter globaler Klimastreik

"Die Bundesregierung muss ein Krisenbewusstsein schaffen"

Elisa Bas redet an einem Mikro, hinter ihr ein Fridays-for-Future-Logo.

Die neue "Fortschrittsregierung" ist gut hundert Tage im Amt, wenn am heutigen Freitag der zehnte globale Klimastreik ansteht. Spürbare Fortschritte bleibe die Ampel schuldig, sagt Elisa Baş. Die Fridays-for-Future-Aktivistin über die Bilanz der Regierung, klimapolitische Folgen des Ukraine-Kriegs und unsere Betroffenheit.

Interview: Tjade Brinkmann

Gastbeitrag

Was soll das mit dem Flüssigerdgas, Deutschland?

Roter Flüssigerdgastanker mit vier riesigen kugelförmigen Tanks.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges überschlagen sich die Bekundungen, man müsse jetzt auch in Deutschland ganz schnell Flüssigerdgas-Terminals bauen. In dieser kritischen Situation sollte die Politik aber einen kühlen Kopf bewahren – und gerade jetzt nicht den Blick fürs langfristig Entscheidende verlieren.

ein Gastbeitrag von Sascha Boden

Der gute Wille

Putins Hunger

Reifes Weizenfeld bei Sonne vor wolkigem Himmel.

Der Ukraine-Krieg gefährdet auch die Welternährung zusätzlich. Ein neuer Anlass, eine grundlegende Umstellung des Systems anzupacken, sagen Wissenschaftler:innen. Und sie haben recht.

eine Kolumne von Joachim Wille

"Wir alle finanzieren diesen Krieg"

Rufe nach Boykott von Energie aus Russland

Selbstgemaltes blau-gelbes Schild auf einer Demo: We stand with Ukraine - Wir stehen der Ukraine bei.

Weit über hundert Prominente fordern die Bundesregierung zum Boykott russischer Energieimporte auf. Es sei "unerträglich", den Krieg weiter mitzufinanzieren. Wirtschaftsminister Habeck erteilt einem Importstopp vorerst eine Absage. Deutschland könne einen solchen Schritt nicht durchhalten. 

von Joachim Wille, Tjade Brinkmann

Gastbeitrag

Sonne mit Sicherheitsabstand

Neben einer langen, schräg aufgeständerten Solarstromanlage steht ein Mann im Hemd mit Helm und Tablet und schaut unter dem Schutz der Hand gegen die Sonne.

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ist inzwischen dafür, trotz eintretender Versorgungsprobleme die Öl- und Gasimporte aus Russland zu stoppen. Die Bundesregierung sträubt sich dagegen – noch.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Kommentar

Auf die Putin-Bremse treten

Menschen laufen auf einer belebten Großstadtstraße .

Vom autofreien Sonntag bis zum Grad weniger beim Heizen: Deutschland sollte Energie sparen, um klimafreundlicher und unabhängiger von Russlands Energieprodukten zu werden. Die Ampel-Regierung könnte ein Zeichen setzen, indem sie mutige Beschlüsse fasst, damit das Thema nicht Privatsache bleibt.

ein Kommentar von Joachim Wille

Gastbeitrag

Die Klimaschutzlücke der Bundeswehr

Ein Mann in beige-braun-grün geflecktem Tarnanzug läuft schnell über ein Feld, in der Hand hält er eine Pazerfaust und ein Gewehr, auf dem Kopf hat er einen Spezialhelm mit Kamera.

Das Klimaschutzgesetz verpflichtet alle Sektoren zur Treibhausgasminderung – nur für das Militär scheint das nicht zu gelten. Wenn jetzt für die Beschaffung Milliarden ausgegeben werden, fehlt ein Klimavorbehalt wie in den USA.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Serie: Grüne Geldanlage – Teil 25

Grünes Geld für Rüstung

Grafik: Eine Pflanze, die aus einem Haufen Geldscheine wächst

Nachdem die EU Atomkraft und Erdgas als "grüne Technologien" eingestuft hat, fordert nun auch die Rüstungsindustrie das Ökosiegel. Der Ukraine-Krieg zeige, dass der Beitrag der Militärbranche zu Sicherheit und Nachhaltigkeit unterschätzt werde.

von Hermannus Pfeiffer

Tacheles, Andreas Knie!

Die Welt voller Waffen

Ein Panzer mit zur Seite gerichtetem Rohr vor nächtlichem Feuerschein.

Versorgungssicherheit ist jetzt wichtiger als die Klimakrise, verkündet der deutsche Wirtschaftsminister. Regierungs- und Oppositionsparteien fallen in alte Weltbilder zurück. Stattdessen könnten wir nun endlich die Weichen für eine grüne Modernisierung unseres Landes stellen.

eine Kolumne von Andreas Knie

Gastbeitrag

Wir brauchen eine ökologische Friedensbewegung

Ohne Natur- und Klimaschutz wird Frieden niemals möglich sein. Die Nutzung fossiler Ressourcen ist ein Treiber von Destabilisierung und Krieg. Nur eine Energierevolution kann das ändern. Dafür braucht es eine Fusion der Anliegen von Friedens-, Umwelt- und Klimabewegungen.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

Quaschnings Videokolumne

Putins Krieg und unser Öl und Gas

Volker Quaschning fasst sich an den Kopf.

Mit dem Öl und Gas, das wir aus Russland importieren, finanzieren wir den Krieg gegen die Ukraine mit. Wir müssen die hemmungslose Nutzung von Erdöl und Erdgas endlich beenden.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Kommentar

Das Anti-Putin-Klima

Rohre für eine Erdgasleitung liegen an der vorbereiteten Trasse, auf dem Feld daneben werden Windräder fertiggestellt.

Die Energiewende darf nicht unter der Reaktion auf Putins Aggression leiden. Im Gegenteil, sie muss beschleunigt werden. Der neue Bericht des IPCC unterstreicht das auf dramatische Weise.

ein Kommentar von Joachim Wille

Graßls Woche

Unterschätzter Klimarat, fossile Märchen und die Friedensdividende der Erneuerbaren

Porträtaufnahme von Hartmut Graßl.

Kalenderwoche 8: Die Aggression gegen die Ukraine zeigt noch klarer, dass die größte Friedensdividende für fast alle Nationen in einer raschen Energiewende liegt, sagt Hartmut Graßl, Physiker und Meteorologe und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter°. Dass fossile Brennstoffe billiger seien als erneuerbare Energien, sei ein Märchen.

Tacheles, Claudia Kemfert!

Deutschland ist schlecht vorbereitet

Der Krieg gegen die Ukraine ist auch ein Energiekrieg. Gas und Öl werden sich stark verteuern. Deutschland zahlt jetzt den Preis für die verschleppte Energiewende. Neben einer Diversifizierung bei Öl und Gas sollten nun Energiesparen und erneuerbare Energien endlich einen Booster bekommen.

eine Kolumne von Claudia Kemfert

Ukraine-Krieg und Erdgaskrise

"Energie ist häufig als Waffe eingesetzt worden"

Große, graue Röhre mit Aufschrift "Nord Stream 2" in dunkler Lichtstimmung unter Wasser.

Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine dürfte sich auch die Energiekrise verschärfen: Die Gasspeicherstände sind niedrig, die Preise hoch. Kurzfristig gibt es kaum Handlungsoptionen, warnt Energieexperte Hans-Josef Fell. Die Energiewende könne Deutschland aber bald unabhängiger von Öl und Gas machen.

Interview: Joachim Wille

Weizen, Mais und Speiseöl

Die Ukraine und der Brotpreis

Weizenfeld

Die Ukraine ist eines der wichtigsten Exportländer für Lebensmittel. Bei Ausfällen wegen eines sich ausweitenden Konflikts mit Russland würden die Lebensmittelpreise noch weiter steigen. Das könnte in einigen Ländern politische Unruhen zur Folge haben.

von Christoph Müller

Permanenter Lieferstopp wäre ein Problem

Europa kommt ohne Russlands Gas durch den Winter

Nächtliche Aufnahme der Verdichterstation in Wolokolamsk westlich von Moskau auf dem Weg nach Riga in Lettland.

Dank des milden Winters hat die EU im Moment genug Erdgas. Trotzdem könnten einige Länder Schwierigkeiten bekommen. Sollte jahrelang kein Gasimport aus Russland möglich sein, wären die Folgen hingegen dramatischer und der Gasbedarf müsste gesenkt werden.

von Christoph Müller

Gastbeitrag

Gibt es Krieg in Europa?

Munition

Werden wichtige Staaten instabil, weil die Bedeutung fossiler Energien sinkt? Statt gemeinsam die Klimakrise zu lösen, wird in Europa wieder ein Krieg denkbar. Wir müssen auf Dialog und Gewaltfreiheit bestehen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Gastbeitrag

Die Versorgung des Militärs mit Energie im postfossilen Zeitalter

Mehrere Bundeswehr-Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A5 fahren über ein Feld.

Geschichtlich gesehen wurden neue Technologien häufig zuerst militärisch genutzt. Bei der Dekarbonisierung ist das offenbar ganz anders. Die Bundeswehr wird in klimapolitisch wichtigen Dokumenten nicht einmal erwähnt.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Politik und Wissenschaft

Ist der Klimawandel ein Sicherheitsrisiko?

Ein Mann steht auf ausgetrocknetem Boden mit vielen Rissen.

Zivilisationsgeschichtliche Umbrüche könnten durch Klimaveränderungen ausgelöst worden sein. Dennoch scheiterte gerade die erste Klimaresolution im UN-Sicherheitsrat am Veto von Russland. Ist der Klimawandel ein Treiber von Konflikten?

von David Zauner

klima update° – Folge 57

Klimakrise beim UN-Sicherheitsrat, teurer billiger Ökostrom, zugige Gebäude

Schriftzug: klima update° Der klimareporter° Podcast. Aktuell mit: taz

Der UN-Sicherheitsrat plant nicht mit der Klimakrise. Fossile Energie treibt die Strompreise hoch, auch für Ökostrom. Die EU-Kommission hat ihr Klimapaket ergänzt.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Ernährungskrise in Afghanistan

Mehr Dürre, mehr Opium

Das Bild zeigt trockenen, aufgebrochenen Boden und zwei Paar Füße, die darüber gehen.

Auch in Afghanistan sorgt der Klimawandel für immer mehr Extremwetter. Gerade herrscht die zweite Dürre in nur vier Jahren. Die Trockenheit könnte nun die Opiumproduktion ankurbeln, denn eine dürreresistente Pflanze ist ausgerechnet Schlafmohn.

von Christian Mihatsch

Bundeswehr-Emissionen im Hitzejahr

Moorbrand verhagelt Emissionsbilanz des deutschen Militärs

Armeehubschrauber fliegt schräg über einem Feld, viel Staub wird aufgewirbelt.

Ein Raketentest für die Bundeswehr im Emsland verursachte 2018 einen Moorbrand. Damals versprach das Verteidigungsministerium, den enormen Treibhausgasausstoß auszugleichen. Inzwischen will das Ministerium davon nichts mehr wissen – und von den Emissionen auch nicht.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Internationales Umweltstrafrecht

Ökozid darf nicht länger straflos bleiben

Satellitenaufnahme der großräumigen Ölverseuchung im Golf von Mexiko durch BP im Jahr 2010.

Die menschliche Zivilisation braucht intakte Ökosysteme. Millionen Menschen im globalen Süden leiden schon heute unter der Umweltzerstörung – im globalen Norden wird weiter abgewartet. Das muss ein Ende haben. Der Straftatbestand des Ökozid bietet eine große Chance.

ein Gastbeitrag von Tino Pfaff

Konflikte um Erdgas

Fossile Kriege oder erneuerbarer Frieden

Flüssigerdgastanker mit vier riesigen kugelförmigen Tanks.

Energiepolitik ist Friedenspolitik oder Kriegspolitik. Wollen wir abhängig bleiben von Putins klimazerstörendem Erdgas oder abhängig werden von Trumps klimazerstörendem Fracking-Gas? Fossiles Erdgas oder erneuerbare Energien – wir haben die Wahl.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Wasserkrise

Gibt es Kriege um Wasser?

Frau mit Wasserkrug auf dem Kopf auf ausgetrocknetem Boden

Schon heute haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und 2050 über drei Milliarden, schätzt die UNO. Ohne eine globale Wasserwende mit nachhaltigen Wassermanagement-Methoden drohen Kriege um Wasser.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Klimawandel, Krieg und Corona

Heuschreckenplage wächst exponentiell

Autos fahren durch Tausende weinroter Heuschrecken.

In Ostafrika grassieren derzeit gleich zwei biblische Plagen: die Corona-Pandemie und Heuschrecken. Beiden gemeinsam ist ihr exponentielles Wachstum. Die Coronakrise erschwert den Kampf gegen die Heuschrecken. Der Jemen-Krieg und der Klimawandel haben ihre Ausbreitung begünstigt.

von Christian Mihatsch

Der gute Wille

Ein Turbo für Krieg

Munition auf dem Tisch

Kriege werden von Menschen verursacht. Doch mit der Zunahme verheerender Wetterextreme steigt das Risiko, dass Konflikte entbrennen, zeigt eine Studie.

eine Kolumne von Joachim Wille

Existenzbedrohende Risiken

Neue Gefahrenherde im Klimawandel

Mehrere Spielautomaten in einer Spielhalle

Neue ökologische und technologische Gefahren untersuchen Wissenschaftler in Cambridge. Die größten Risiken bergen Klimawandel, zusammenbrechende Ökosysteme, Aufrüstung, neue Gentechnik, künstliche Intelligenz und Geoengineering. Solche brisanten Gefahren dürfen nicht ignoriert werden.

ein Gastbeitrag von Ernst Ulrich von Weizsäcker

Klimawandel und Verteidigungspolitik

"Rüstung heizt die Klimakrise doppelt an"

Luftbild einer quadratkilometergroßen Fläche mit Flüchtlingszelten, alles ist mit rotbraunem Staub bedeckt.

Der fossil angetriebene Welthandel und die Klimaerhitzung haben die Umweltprobleme globalisiert. Welche Folgen hat das für Frieden und Sicherheit? Es antworten die Bundestagsabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Kathrin Vogler (Linke) sowie der Klima- und Konfliktforscher Jürgen Scheffran.

Interview: Susanne Götze

Friedensaktivist über Klima- und Energiepolitik

Militär ist tödlich, auch für Umwelt und Klima

Einige leere Patronen liegen auf einer weißen Fläche herum, eine steht aufrecht, darin steckt eine Blume.

Gewinnung und Transport fossiler Rohstoffe erfordern eine imperiale Machtpolitik. Zu den direkten Umweltbelastungen durch das Militär kommen die hohen Rüstungsausgaben, die dem Umweltschutz und der Energiewende fehlen. Mit dezentralen erneuerbaren Energien entfallen viele Gründe für Aufrüstung und Kriegseinsätze.

ein Gastbeitrag von Reiner Braun

Nachhaltige Entwicklung

Wie eine Solaranlage Frieden stiften kann

Einige aufgeständerte Solarpaneele vor einem strohgedeckten Rundhaus.

Strom aus erneuerbaren Energien hilft Menschen in abgelegenen Dörfern und Flüchtlingscamps, sich aus ihrer Armut zu befreien. Dezentrale Erneuerbare-Energie-Anlagen können Stabilität in eine krisengeschüttelte Region bringen.

von Sandra Kirchner

Französische Atomtests im Pazifik

Strahlender Frieden

Blick aus dem Flugzeug über den Flügel auf das Mururoa-Atoll.

Jahrzehntelang ließ Frankreich Atombomben auf polynesischen Atollen testen – angeblich zur Friedenssicherung. Geblieben sind die radioaktive Belastung und die Krankheiten.

von Susanne Schwarz

Studie der Universität von Colorado

Atomkrieg brächte weltweite Dürren

Montage: Atomexplosion / Sonnenuntergang

In einem regionalen Nuklearkonflikt etwa zwischen Indien und Pakistan würden nicht nur Millionen Menschen sterben. Bis zu zwei Milliarden wären danach von Nahrungsmittelknappheit betroffen, warnt eine US-Studie. Die Forscher sehen darin einen Grund mehr für weltweite Abrüstung.

von Joachim Wille

Umwelt-Vordenker Michael Müller

"Klimaschutz statt neuer Aufrüstung"

Mehrere Bundeswehr-Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A5 fahren über ein Feld.

Eine neue Friedenspolitik, die Abrüstung und Klimaschutz verbindet, fordert Umweltexperte Michael Müller im Interview mit Klimareporter°. Statt die Militärausgaben 2020 um zwei Milliarden Euro zu erhöhen, sei ein ökologisches Förderprogramm notwendig, das mit dem Geld 15 Milliarden Euro an Klimaschutz-Investitionen anstößt.

Interview: Joachim Wille

Schulstreik für Klimaschutz

Greta Thunberg und der Friedensnobelpreis

Greta Thunberg lächelt hinter einer Ansammlung von Mikrofonen.

Greta Thunberg, die junge Schwedin, redet nicht nur vom Klimaschutz, sondern sie setzt sich aktiv und tagtäglich dafür ein. In den letzten Monaten ist sie zu einer Botschafterin für Klimaschutz und Frieden geworden: Es geht darum, mit dem Klimaschutz ernst zu machen, bevor die Welt in Konflikten versinkt.

ein Gastbeitrag von Lisa Badum

Globale Sicherheitslage

"Das ist ein gemeinsamer Selbstmordplan"

Diskussionspodium zum Klimawandel bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2019.

Erstmals hat die Münchner Sicherheitskonferenz auch den Klimawandel als globale Bedrohung thematisiert. Die Entscheidung ist ein Fortschritt, wenn auch nur ein kleiner.

von Verena Kern

Gastbeitrag

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel zum Frieden

Tuschezeichnung einer Weltkugel im schwarzen Weltall, in deren Richtung fliegt eine Taube mit Ölzweig im Schnabel als Zeichen des Friedens.

Das Militär ist das Gegenteil eines friedlichen Umgangs mit der sozialen und ökologischen Mitwelt. Es ist klar, dass die Umweltbewegung auf die Seite der Friedensbewegung gehört.

ein Gastbeitrag von Hubert Weiger

Klima-Wunderwaffe: Torfböden

Nasse Moore brennen nicht

Feerner Moor

Die Bundeswehr hat einen Moorbrand im Emsland verursacht und kann ihn nicht stoppen. Das wirft auch ein Licht auf den klimapolitisch fatalen Umgang mit Mooren in Deutschland.

von Verena Kern

Kemferts Woche

Fehlende Kohlestrategie, fossile Energiekriege und der Wandel der Versorger

Kalenderwoche 28: Ein Anstieg bei den Erneuerbaren und ihre Marktfähigkeit allein reichen nicht aus, um den Kohlestrom zu verdrängen, sagt Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft, Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW und Mit-Herausgeberin von Klimareporter°. Dafür braucht es einen strukturierten Kohleausstieg.

Nord Stream 2

Energiewende – bestes Mittel gegen "Energiekriege"

Die Erdgas-Leitung Nord Stream 2 ist unnötig. Eine "Gaslücke" droht in Europa nicht, auch als "Brückenenergieträger" wird Erdgas bald nicht mehr gebraucht. Statt teurer Pipeline-Projekte sollte Deutschland die Energiewende vorantreiben.

ein Gastbeitrag von Claudia Kemfert

Kemferts Woche

Erneuerbare Teamplayer, hinderliche Subventionen und ein Friedensprojekt

Kalenderwoche 16: Bundeswirtschaftsminister Altmaier sollte lieber die Subventionen für fossile Energien abschaffen statt die erneuerbaren auszubremsen, sagt Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft, Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW und Mit-Herausgeberin von Klimareporter°.

Neuer Wirtschaftsminister

Altmaier erwartet Aus bei EEG-Förderung

Wirtschaftsminister Peter Altmaier

Die Energiewende werde noch sehr lange dauern, auf eine Förderung für erneuerbare Energien könne Deutschland aber wahrscheinlich bald verzichten, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Eröffnung der internationalen Energiekonferenz in Berlin.

von Susanne Schwarz

Geopolitik

Globale Energiewende als Friedensprojekt

Weiter auf fossile Energieträger zu setzen untergräbt weltweit die Sicherheit. Vieles spricht für den Abschied von Öl, Gas und Kohle, für Energieeinsparung und erneuerbare Energien. Doch auch das ist nicht ohne friedenspolitische Risiken.

ein Gastbeitrag von Christoph Bals

Migration und Klimapolitik

Töpfer: "Energiewende bringt Frieden"

Klaus Töpfer steht am Pult, redet und unterstreicht das Gesagte mit der Hand.

Die Krisenregionen der Welt können nur durch Klimaschutz stabilisiert werden, meint der frühere CDU-Umweltminister Klaus Töpfer.

von Susanne Götze

Atomkraft

"Ein AKW zur atomaren Abschreckung"

Der britische Regierungschef David Cameron spricht im Oktober 2013 vor Beschäftigten des Atomkraftwerks Hinkley Point, alle sind blau gekleidet und haben rote oder weiße Helme auf.

Hinkley Point C, das teuerste Kraftwerk aller Zeiten, wird nicht deswegen gebaut, weil Großbritannien Strom braucht. Das AKW ist vielmehr wichtig, um das britische Atomwaffenarsenal zu erneuern. 

ein Gastbeitrag von Eva Stegen