Der Klimastreik wird groß

Der Unmut in der Gesellschaft wächst: Anfang der Woche hatte erst Verdi-Chef Bsirske zur Teilnahme an der Klima-Großdemo am 20. September aufgerufen, wenig später zog auch der Deutsche Gewerkschaftsbund nach.


Zehntausende ziehen eine Hauptstraße entlang – Blick von vorn auf die Großdemonstration.
Rund 35.000 Fridays-for-Future-Anhänger forderten im Juni in Aachen ernsthaften Klimaschutz. Noch größer soll der Protest am dritten Freitag im September werden. (Foto: Sebastian Weiermann)

Mal im Ernst: Vor gut einem halben Jahr, als die ersten Schüler freitags in den Klimastreik gingen, statt die Schulbank zu drücken, hätte kaum einer gedacht, dass die jungen Leute bis zum Sommer durchhalten würden.

Tun sie aber. Nun sind sie sogar dabei, einen "Großstreik" für den 20. September einzufädeln, zu dem ausdrücklich auch die älteren Generationen aufgerufen werden – die Eltern und die Großeltern. Und zwar mit guten Aussichten, dass das wirklich eine machtvolle Aktion wird.

Nach Verdi-Chef Birske hat nun auch der gesamte DGB seine Sympathie für die bundesweiten Demos zu Protokoll gegeben, dessen Mitgliedsgewerkschaften zusammen sechs Millionen Mitglieder haben. Macht nur die Hälfte davon mit, wäre das ein politisches Signal, das es in sich hat.

Natürlich fordern die Gewerkschaften keinen Generalstreik im klassischen Sinn. Bsirske hat die Linie vorgegeben: Erst an der Stechuhr ausstempeln, sich also freinehmen, dann protestieren.

Das alles zeigt: Der Druck auf das Klimakabinett der Bundesregierung wächst, das just am 20. September seine Beschlüsse fassen soll, damit die deutschen CO2-Ziele für 2030 nicht wieder wie die für 2020 verfehlt werden. Gut so.

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