Dürftige Wahlprogramme, Bürgschaften für klimaschädliche Exporte, Kohle auf dem Rückzug

Mit keinem der Wahlprogramme können die deutschen Klimaziele erreicht werden. Noch immer ermöglichen staatliche Bürgschaften deutschen Unternehmen den Bau neuer klimaschädlicher Anlagen im Ausland. Auch über weltweit zurückgehende Pläne für neue Kohlekraftwerke reden Christian Eichler und Sandra Kirchner.


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Diese Woche im klima update°:

  • Ungenügend: Keine der Bundestags-Parteien würde mit den Maßnahmen in ihrem Wahlprogramm die Klimaziele für 2030 erreichen. Das ergibt eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

  • Nicht Paris-konform: Deutschland ermöglicht weiter den Bau klimaschädlicher Anlagen und Infrastrukturen im Ausland. Weil die Bundesregierung deutschen Unternehmen Garantien gibt, bei ausfallenden Zahlungen einzuspringen, werden viele klimaschädliche Geschäfte in Nicht-EU-Ländern erst möglich. Fast 150 Geschäfte für Öl- und Gasprojekte kamen seit 2015 – dem Jahr, in dem das Pariser Klimaabkommen geschlossen wurde – aufgrund der Bürgschaften Deutschlands zustande.

  • Ende in Sicht: Kohleverstromung wird weltweit zum Auslaufmodell. Immer mehr Staaten legen ihre Pläne für neue Kraftwerke auf Eis. Nur 37 Länder planen derzeit noch den Bau neuer Kohlekraftwerke, ergibt eine Analyse des Londoner Klima-Thinktanks E3G.

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