Nobelpreis für Klimaökonomen

An zwei Klimaökonomen geht der diesjährige Wirtschaftsnobelpreis. Die US-Amerikaner William Nordhaus und Paul Romer erhalten die mit einer Million US-Dollar dotierte Auszeichnung.


Goldmedaille mit Relief von Alfred Nobel.
Der Nobelpreis ist die höchste Ehrung, die Wissenschaftler erhalten können. (Foto: Jona Thunder/​Wikimedia Commons)

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an zwei Klimaökonomen. William Nordhaus von der Yale-Universität und Paul Romer von der Universität New York erhalten den mit einer Million US-Dollar dotierten Preis, den die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften vergibt.

Die beiden Wissenschaftler werden für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovation ausgezeichnet, begründete die Akademie ihre Wahl. Ihre Erkenntnisse beantworteten – wenn auch nicht endgültig – einige der zurzeit drängenden Fragen nach einem langfristig anhaltenden und nachhaltigen ökonomischen Wachstum. Nordhaus und Romer hätten den Umfang der ökonomischen Analyse erheblich erweitert, indem sie Modelle entwickelten, die das Zusammenspiel der Marktwirtschaft mit Natur und Wissen erklärten, teilte das Komitee mit.

Die beiden Preisträger lehren an bekannten US-Universitäten. Der 1941 geborene William Nordhaus ist Professor an der Yale University, während Paul Romer, der auch schon für ein Jahr Chefökonom der Weltbank war, derzeit an der Stern School of Business der New York University tätig ist.

Nordhaus, der sich seit mehr als 40 Jahren mit dem Problemfeld beschäftigt, hat 1975 als erster das Zwei-Grad-Ziel formuliert. Heute setzt er sich dafür ein, dass alle Länder einen Mindestpreis für den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen einführen. Dabei könnten einige Länder den Weg begrenzter und handelbarer Emissionsrechte wählen, andere den einer CO2-Steuer.

Für Romer sichert vor allem eine Fülle innovativer Ideen das langfristige wirtschaftliche Wachstum in einem Land. Der Ökonom untersuchte, wie sich die Bereitschaft von Firmen steigern lässt, neue Ideen und Innovationen hervorzubringen.

Nachdem Romer die Nachricht von seiner Ehrung erhalten hatte, sagte er laut Medienberichten, die Menschheit könne den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid mit Sicherheit reduzieren. Man werde überrascht sein, dass es leichter sei als gedacht.

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