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Mehrheit der EU-Länder für Netto-Null-Ziel bis 2050

Der EU-Gipfel Ende der Woche in Brüssel könnte doch einen klimapolitischen Fortschritt bringen. Auch Deutschland unterstützt nun das Ziel europaweiter Klimaneutralität bis 2050.


Sitzungssaal des Europäischen Rates in Brüssel
Hier tagt der Europäische Rat, der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs. (Foto: Tauno Tõhk/​Euroopa Liidu eesistujariik/​Wikimedia Commons)

Es tut sich doch etwas. Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel ist die Zahl der Mitgliedsstaaten, die sich für ein höheres EU-Klimaziel aussprechen, von acht auf 18 gestiegen.

Wie das Online-Magazin Euractiv berichtet, unterstützt damit nun die Mehrheit der EU-Länder das Ziel der Klimaneutralität ab 2050. Die Europäische Kommission hatte die "Netto-Null" Ende letzten Jahres vorgeschlagen, um die Klimaziele der EU in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaabkommen zu bringen.

Wie bereits gestern die Süddeutsche Zeitung berichtete, ist unter den Unterstützern auch Deutschland, das bislang den Bremser gegeben hat und sich nicht zu klaren Festlegungen durchringen mochte.

Auch Italien, Griechenland und Slowenien unterstützen nun das Ziel, bis zur Jahrhundertmitte europaweit Klimaneutralität zu erreichen – also nur noch so viel Treibhausgas auszustoßen, wie andernorts kompensiert werden kann.

Beim EU-Gipfel im März hatten sich erst acht Länder dafür ausgesprochen – Frankreich, die Niederlande, Luxemburg, Spanien, Schweden, Finnland, Portugal und Dänemark.

Seitdem waren sechs weitere Länder dazugekommen: Belgien, Lettland, Großbritannien, die Slowakei, Malta und Zypern. Großbritannien hatte in der vergangenen Woche für sich selbst das Ziel der Klimaneutralität ab 2050 beschlossen.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der EU-Gipfel Ende der Woche tatsächlich einen klimapolitischen Fortschritt bringt. Noch vor wenigen Tagen hatte es nicht danach ausgesehen.

Bei dem Treffen in Brüssel soll zudem auch über Personalfragen entschieden werden. Unter anderem geht es darum, wer ab November das Amt des Kommissionspräsidenten von Jean-Claude Juncker übernehmen soll.

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