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Stadtwerke-Chef jetzt zuständig für Energiewende

Der Direktor der Stadtwerke Wuppertal Andreas Feicht soll nach Medienberichten der neue Staatssekretär für Energie und Digitales im Bundeswirtschaftsminsterium werden. Als Antreiber der Energiewende ist er bisher nicht bekannt geworden.


Der Energiestaatssekretär Andreas Feicht
Andreas Feicht ist im CDU-geführten Wirtschaftsministerium künftig für die Energiewende zuständig. (Foto: WSW)

Ein Dreivierteljahr lang war der Posten des Energie-Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium vakant – ab Februar wird er wohl nun besetzt. Wie verschiedene Medien berichten, soll der bisherige Chef der Stadtwerke Wuppertal Andreas Feicht am 1. Februar seine neue Stelle als Staatssekretär für Energie und Digitales antreten.

Der 47-jährige Energiemanager war seit 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Wuppertaler Stadtwerken. Außerdem war er bisher Vizepräsident des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU). Feicht habe einen "Sensus für kommunale Belange, denn die Energiewende findet vor Ort in Form individueller, oft lokaler Lösungen statt", lobt der Verband seinen Ex-Chef. 

Der Umweltexperte Hermann Ott ist davon weniger überzeugt. Feicht habe sich bei den Wuppertaler Stadtwerken "nicht als Champion der Energiewende und des Klimaschutzes hervorgetan", urteilte der Jurist und Wissenschaftler, der lange in Wuppertal tätig war, auf Twitter.

Feichts Vorgänger war der Energieexperte Rainer Baake. Aus Protest gegen den neuen schwarz-roten Koalitionsvertrag und den Wechsel der Zuständigkeit für die Energiewende von der SPD zur CDU hatte Baake erklärt, für den Posten nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

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