Kalifornien macht Solardächer zur Pflicht

Kalifornien setzt seit Langem auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Nun geht der US-Bundesstaat noch einen Schritt weiter.


Das Bild zeigt, wie im kalifornischen Orange County Solaranlagen auf Hausdächer geschraubt werden
Im Sonnenstaat Kalifornien gibt es schon viele Solarparks. Auch die Häuser sollen nun, wie hier im Orange County, Photovoltaikanlagen bestückt werden – und zwar obligatorisch. (Foto: Thomas Kelsey/​US Department of Energy Solar Decathlon)

Als erster Bundesstaat der USA will Kalifornien Solardächer zur Pflicht machen. Häuser, die ab 1. Januar 2020 gebaut werden, sollen obligatorisch mit Solarpaneelen bestückt sein. Das beschloss die zuständige California Energy Commission in dieser Woche einstimmig.

Der Beschluss muss noch von einer weiteren Behörde, der Building Standards Commission, bestätigt werden.

Kritiker der neuen Vorschrift rechneten vor, der Bau eines Hauses werde dadurch um 8.000 bis 12.000 US-Dollar teurer. Die Energy Commission machte hingegen eine andere Rechnung auf.

Danach entstehen durch die ab 2020 vorgeschriebenen Solardächer Zusatzkosten von 40 Dollar pro Monat. Dem stünden aber Einsparungen bei den Energiekosten von 80 Dollar gegenüber, sagt die Kommission. Unterm Strich würde sich somit ein Kostenvorteil ergeben.

Darüber hinaus ist die Vorschrift so ausgestaltet, dass Ausnahmen möglich sind – etwa bei Gebäuden, die komplett im Schatten liegen oder wo es aus anderen Gründen nicht effektiv wäre, Solaranlagen zu installieren.

Bereits heute bezieht der Sonnenstaat Kalifornien 16 Prozent seines Stroms aus Solarenergie. Ziel des demokratisch regierten, Trump-kritischen Bundesstaaats ist es, bis 2030 die Hälfte seiner Elektrizität aus sauberen, erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Unterstützen Sie
unabhängigen Journalismus!

Klimareporter wird herausgegeben vom Klimawissen e.V. Ihre Spende macht unabhängigen Journalismus zu Energiewende und Klimawandel möglich. 

Spenden Sie hier