9. Barcamp Renewables: Energiewende als Kommunikationsaufgabe

Beim ersten voll digitalen Barcamp Renewables ging es um Höhenwindkraft, die Akzeptanz von Solarprojekten, Mieterstrom und Agri-Photovoltaik. Deutlich wurde: Probleme der Energiewende sind häufig Kommunikationsprobleme.


Blick aus dem offenen Zelt auf einen Nadelwald.
Lagerfeueratmoshpäre: Diesmal virtuell, 2022 hoffentlich wieder live. (Foto: Scott Goodwill/​Unsplash)

Das 9. Barcamp Renewables, das die Energieblogger wieder gemeinsam mit dem Unternehmen SMA Solar und dem Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien (deENet) organisierten, war die erste Online-Ausgabe. Es startete am Donnerstag, dem 28. Oktober, mit einer Keynote der Fridays-for-Future-Aktivistin Rebecca Freitag.

Freitag mahnte eindringlich, alles Handeln danach auszurichten, dass die folgenden sieben Generationen damit gut leben könnten – dies sei eine alte Regel der Irokesen. Sie ernannte die Teilnehmenden zur "Generation Weltenrettung".

Im Anschluss wurden, wie bei einem Barcamp üblich, die Themen festgezurrt. Am Folgetag, dem Freitag, wurden sie vorgestellt und diskutiert. Dazu gehörten Höhenwindkraftanlagen, die aus überdimensionierten Kite-Schirmen bestehen und der Stromerzeugung dienen.

Weiter ging es um Strategien für mehr Akzeptanz von Photovoltaikanlagen bei Unternehmen, Kommunen und Privatleuten – angesichts der zu erwartenden bundesweiten Solarpflicht für Neubauten und große Dachsanierungen ein topaktuelles Thema.

Auch über Pretotyping, das gefakte Produkte und Dienstleistungen nutzt, um vor einer Markteinführung zu prüfen, ob ein Bedarf für eine Innovation besteht, wurde diskutiert.

Den Wandel in den Kommunen vermitteln

Weitere Vorträge und Diskussionen drehten sich um den Dauerbrenner Mieterstrom sowie um die Stromspeicherung und eine damit mögliche jahreszeitliche Verschiebung von sommerlichen Erträgen in den bedarfsreichen Winter. Zudem ging es um Agro- oder Agri-Photovoltaik, also die Koexistenz von Landwirtschaft und Solarkraft, auch beim Verhältnis von geförderten und förderfreien Solarstromanlagen.

Zum Nachschauen

Keynote von Rebecca Freitag als Zoom-Video (Kenncode: UN!M503G)

Deutlich wurde, dass viele Probleme der Energiewende in erster Linie Kommunikationsprobleme sind. Ein Vortrag widmete sich dann auch der Transformations-Kommunikation in den Kommunen.

Alles in allem war das erste Online-Barcamp, organisiert von einem Team um Sabine Säck-da Silva von deENet und Tom Küster von der Energieagentur NRW, eine gelungene Veranstaltung. Es gab nicht nur die Keynote und die Vorträge, sondern auch ein abendliches Lagerfeuer, eigene Diskussionsräume und Lockerungsübungen – alles virtuell.

Falls es das Pandemiegeschehen erlaubt, wird das 10. Barcamp im Oktober 2022 wieder in altbewährter Form bei SMA in Kassel stattfinden – vor Ort, live und ebenfalls mit vielen interessanten Themen, die die Energiewende voranbringen werden.

Für Rückfragen

Frank Urbansky, Vorsitzender des Vereins energieblogger.net, Kantor‑Hase‑Straße 7, 04158 Leipzig, Tel. 0171‑5253279, E‑Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit dem Energieblogger e.V. in der Rubrik Advertorials erschienen. 

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