Flussfilmfest in Berlin: Wenn Mode Flüsse zerstört

Am 19. Januar zeigt die Grüne Liga beim Flussfilmfest in Berlin Dokumentationen zu bisher unterbelichteten Aspekten der Zerstörung von Fließgewässern in Europa und weltweit.


Verschmutzter Fluss mit Schaumkronen, im Hintergrund rauchende Fabrikschornsteine.
Schaumkronen auf Flüssen – eine Kehrseite der Modewelt. (Foto: riverbluethemovie.eco)

Am 19. Januar werden zur "Fashion Week" rote Flüsse über die Leinwand im Berliner Kino Moviemento fließen. Mit dem Abendfilm "Riverblue" lädt die Grüne Liga beim diesjährigen Flussfilmfest zur Diskussion über die ökologischen Folgen der Modeindustrie ein.

"Seit Jahren steht die Modeindustrie für die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern in der Kritik und hat darauf schon teilweise reagiert. Ihre Folgen auf die Ökosysteme sind dagegen immer noch zu wenig bekannt", sagt Grüne-Liga-Chef René Schuster.

Deshalb stellt der Umweltverband das Thema in den Mittelpunkt seines diesjährigen Flussfilmfestes. "Wir hoffen, dass sich auch die Besucherinnen und Besucher der jetzt laufenden Fashion Week für nachhaltige Schönheit statt Fast Fashion begeistern", meint Schuster.

Im Film "Riverblue" reist der Kanute und Umweltschützer Mark Angelo um den ganzen Globus, um eine der weltweit umweltschädlichsten Industrien zu entlarven: die Modewelt. Durch aggressive chemische Herstellungsprozesse und die unverantwortliche Entsorgung von giftigen Chemikalien zerstört eines unserer Lieblingsprodukte viele Flüsse und das Leben von Menschen, die von diesen Wasserwegen abhängig sind.

Wo entlang zum nachhaltigen Textilkonsum?

"Riverblue" macht auf die Zerstörung einiger der weltweit vitalsten Flüsse durch Textilproduktion aufmerksam – und fordert durchgreifende Veränderungen in dieser Industrie, gerade bei den großen Modemarken.

Flussfilmfest in Berlin

Das Flussfilmfest wird veranstaltet von der Grünen Liga mit Unterstützung durch die Naturstiftung David und Patagonia. Es wird gefördert durch das Umwelt­bundesamt und das Bundes­umwelt­ministerium.

 

19. Januar ab 18 Uhr

Filme im Kino Moviemento

Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin-Kreuzberg

 

Komplettes Programm: www.flussfilmfest.org

Über nachhaltigen Textilkonsum möchten die Veranstalter anschließend mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Ariane Piper von der Organisation Fashion Revolution erläutert die Auswirkungen unseres Konsumverhaltens und zeigt nachhaltigere Wege der Kleiderproduktion auf.

In einem weiteren, anschließenden Filmblock am 19. Januar im Moviemento geht es um Dämme und Wasserkraftanlagen an Wildflüssen – ein auf den Flussfilmfesten immer wiederkehrendes Thema.

 
Dieser Beitrag wurde nicht von der Redaktion erstellt. Er ist in Kooperation mit der Grünen Liga e.V. in der Rubrik Advertorials erschienen.

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