Braunkohle-Rekultivierung unter Druck

Eine Lausitzer Sumpflandschaft?

Mit Steinen ausgekleideter Zufluss zum Tagebaurestloch, aus dem einmal ein See werden soll, der aber erst zu einem Viertel gefüllt ist. Aufnahme von Januar 2020.

Weil das Wasser in der Lausitz immer knapper wird, droht die Flutung ehemaliger Tagebaue zu scheitern – spätestens dann, wenn die Braunkohleförderung eingestellt wird.

von Jörg Staude

Angespannter Wasserhaushalt

Es regnet, aber es bleibt trocken

Ein Bauer prüft die Wasserverfügbarkeit auf seinem Maisfeld.

Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 haben sich die Böden längst noch nicht erholt. Vor allem die Wälder leiden, aber auch die Grundwasserspiegel sinken. Die Grünen fordern, regionale Wasserkreisläufe zu stärken.

von Joachim Wille

Wetter und Klima

"Wir pumpen immer mehr Energie in die Atmosphäre"

Feld mit Wolken darüber.

Seit Corona fragen sich viele, ob das Schneller-Höher-Weiter-Mehr die richtige Zielrichtung ist – das kann eine Zäsur werden, sagt Sven Plöger. Der Wettermoderator spricht im Interview über Cumulus-humilis-Wolken, seine 13 Wetter-Apps auf dem Smartphone und die Dramatik des Klimawandels.

Interview: Joachim Wille

Dürre in Deutschland

Wälder und Felder kommen an ihre Grenzen

Trockenes Feld mit jungen Maispflanzen

Zu Beginn der Wachstumsperiode ist die Wasserversorgung für Pflanzen entscheidend. Mehrere aufeinanderfolgende trockene Jahre sind vor allem für die Wälder ein Problem. Die Bundestagsgrünen fordern einen Umbau der Forst- und Landwirtschaft.

von Sandra Kirchner

Erste Warnungen aus der Wissenschaft

Drittes Dürrejahr in Folge möglich

Breites, fast ganz ausgetrocknetes Flussbett, von der Flussmitte aufgenommen.

Die Böden in Deutschland sind vor allem in der Tiefe extrem trocken. Dabei waren die Niederschläge in Europa 2019 eher durchschnittlich, allerdings war es das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.

von Sandra Kirchner

Serie Kippelemente

"Golden State" auf dem Trockenen

Dürre in Kalifornien

Kalifornien könnte in Zukunft mit noch größeren Dürren zu kämpfen haben, da sich die Niederschlagsmengen dort schon heute verringern. Der Südwesten der USA ist eines der möglichen Kippelemente im globalen Klimasystem, die sogar die menschliche Zivilisation bedrohen. Wir stellen sie in einer Serie vor – Teil 11.

von Joachim Wille

Erderhitzung, Dürre und Flächenbrände

In Australien sehen wir den Klimawandel

Ein Känguru vor einem brennenden Haus.

Während eines Aufenthalts in Australien erlebt der bekannte US-Klimaforscher Michael Mann, wie dort beispiellose Brände wüten. Für ihn sind die Rekordhitze und die Dürre – die Auslöser der Feuer – unschwer als Folgen des Klimawandels zu erkennen.

ein Gastbeitrag von Michael E. Mann

Dürremonitor

Wetterdienst warnt vor Dürre

Wald mit deutlichen Anzeichen von Trockenstress

Kaum Schnee, wenig Regen: Nach zwei äußerst trockenen Jahren fehlt in vielen Regionen Deutschlands schon die Niederschlagsmenge eines ganzen Jahres. Die Situation sei dramatisch, warnt der Deutsche Wetterdienst.

von Verena Kern

Regierungsbericht

Deutschland hat sich um 1,5 Grad erhitzt

Rhein führt Niedrigwasser.

Mehr Hitzetage, höherer Meeresspiegel: Wir merken den Klimawandel hierzulande schon deutlich, ergibt ein Bericht der Bundesregierung. Das zieht auch Folgen für die Gesundheit und für etliche Wirtschaftsbranchen nach sich.

von Susanne Schwarz

Der gute Wille

Dürre in der Steckdose

Sechs dampfende Kraftwerks-Kühltürme bei Nacht, aus der Entfernung über einen See aufgenommen.

Beinahe jedes zweite Wärmekraftwerk steht in einer Region mit hohem Dürrerisiko, warnt die Umweltstiftung WWF. Wird das Wasser knapp, droht den fossilen Kraftwerken die Drosselung oder gleich das komplette Aus.

eine Kolumne von Joachim Wille

Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands

"Kosmetik" statt Agrarwende

Getreideernte in Deutschland

Ausbleibende Regenfälle haben in Teilen des Landes zu Ernteeinbrüchen geführt, beklagt der Deutsche Bauernverband. Auch in diesem Jahr bekämen die Landwirte wieder die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Anlass zum grundsätzlichen Umsteuern sieht der Verband nicht – man tue schon etwas. 

von Sandra Kirchner

Wälder in der Krise

Aus für die "Holzfabrik"

Ein Forstmitarbeiter fällt einen Baum mit einer Kettensäge

Kritische Forstexperten fordern eine andere Form des Waldbaus. Dass es den Forsten hierzulande so schlecht gehe, sei hausgemacht und nicht nur eine Folge des Klimawandels. Damit sich Wälder besser an den Klimawandel anpassen und auf Umweltveränderungen reagieren können, brauche es mehr naturnahe Wälder.

von Joachim Wille

Dürre

Wann versiegt das Wasser?

oranger, rissiger Boden vor blauem Himmel

Ein Viertel der Weltbevölkerung ist stark von Wassermangel gefährdet, ergibt eine neue Studie von US-Forschern. In 17 Ländern steht der "Tag null" kurz bevor – der Tag, an dem kein Wasser mehr aus den Leitungen fließt.

von Susanne Schwarz

Debatte im Netz

Alarmistisch? Klimahysterie?

Vertrocknete Maispflanzen auf einem Feld

Ausgerechnet in diesen extremen Hitzetagen in ganz Mitteleuropa wird eine hitzige Debatte über eine angebliche "Klima-Hysterie" geführt. Die Klimaerhitzung ist keine Glaubensfrage, sondern schlicht Physik. Sie wird in den nächsten Jahrzehnten unser aller Leben weit mehr verändern, als wir es uns heute vorstellen wollen.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Trockenstress gefährdet Waldumbau

Laubbäume mit Embolie

Ein vertrocknetes, hellbraunes Buchenblatt an einem Zweig.

Der Wald ist Deutschlands ganzer Stolz. Doch nun befindet er sich im Klimanotstand. Die Dürre trifft nicht mehr nur die Fichte, sie bedroht jetzt auch die Rotbuche. Doch genau auf die setzen Forstleute beim Waldumbau. Kann der Wald dem Klimastress noch standhalten?

von Annika Keilen

Wald im Klimawandel

Waldsterben 2.0

Nur noch wenige Bäume stehen auf der Fläche, auf der es im vergangenen Jahr gebrannt hat

Die Vokabeln, die Forstwirte in diesem Sommer benutzen, werden immer drastischer. Der Bund der Forstleute hat jetzt den Klimanotstand ausgerufen.

von Joachim Wille

Hitzewellen

"Wir brechen immer schneller Rekorde"

Die strahlende Sonne am fast wolkenlosen Himmel

Der morgige Mittwoch könnte neue Wetter-Rekorde bringen. Doch egal, ob die Hitzewelle so lang wird wie im vergangenen Jahr: In Zukunft wird sie zum Normalfall werden.

von Friederike Meier

Klimademonstration

Die Zukunft verbrennt

Klimademo: Schüler bringen Transparent an einer Brücke an

Es ist gut und richtig, dass die Jungen für das Klima auf die Straße gehen. Doch wenn sich die Älteren nicht endlich stärker mit ihnen solidarisieren, wird sich die Politik nicht ändern.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Wälder im Klimastress

"So dramatisch wie beim Waldsterben in den 1980ern"

Blick in einen Nadelwald

Forstleute und Waldbesitzer warnen vor den Folgen des Klimawandels. Die Dürrefolgen von 2018 seien nicht annähernd bewältigt – für den Umbau der Forste seien Milliarden nötig. Umweltschützer verlangen im Gegenzug naturnahes Wirtschaften.

von Joachim Wille

Der gute Wille

Die Stunde des Spatzen

Ein weiblicher Spatz sitzt auf dem Straßenpflaster

Über den trockenen, heißen Sommer des vergangenen Jahres klagten die Landwirte, die Förster und auch viele Stadtbewohner. Der Spatz jedoch dürfte sich gefreut haben.

eine Kolumne von Joachim Wille