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klima update° – Folge 43

Klima-Hungerstreik, rechtswidrige Hambi-Räumung, NGO-Kritik am Klimagipfel

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Junge Aktivist:innen befinden sich in einem unbefristeten Hungerstreik. Die Räumung des besetzten Hambacher Forstes 2018 war rechtswidrig. Klimaschutzorganisationen wollen die Weltklimakonferenz nochmal verschieben. Darüber sprechen Susanne Schwarz und Sandra Kirchner in dieser Woche.

Protest gegen Straßenbauprojekt in Wien

"Wird gebaut, wird besetzt"

Junge Leute in verschiedenfarbigen Maleranzügen besetzen einen Bagger und haben auch ein Zelt auf der Baustelle aufgeschlagen, auf Transparenten fordern sie eine Mobilitätswende und eine Welt ohne jede Ausbeutung.

Klimaaktivist:innen halten seit Tagen eine Autobahnbaustelle in Wien besetzt. Dass auch Bürgerinitiativen zu Blockaden aufrufen und Klimagruppen sich zusammenschließen, verdeutlicht den sich zuspitzenden Konflikt um die "Klimamusterstadt".

von Christof Mackinger (Wien)

Proteste zum Auftakt der Autoschau IAA

Autokonzerne werden Klimaziele verpassen

Gesperrter Autobahnabschnitt mit veränderten Hinweisschildern: Verkehrskollaps 2000 m. Und: Smash car lobby and industry, no IAA.

Begleitet von mehreren Protestaktionen begann am Dienstag die Automesse IAA in München. Für Freitag haben Initiativen wie "Sand im Getriebe" und weitere Gruppen angekündigt, die Messe blockieren zu wollen.

von Jörg Staude

Forderungen der Gruppe bisher unerfüllt

Baerbock bittet um Abbruch des Hungerstreiks

Nach zehntägiger Dauer sind die Aktivist:innen des "Hungerstreiks der letzten Generation" mit ihren Forderungen kaum vorangekommen. Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock hat die Gruppe inzwischen gebeten, zumindest den Hungerstreik abzubrechen.

von Jörg Staude

Hungerstreik im Regierungsviertel

"Wir sind komplett am Arsch"

Die sechs jungen Hungerstreikenden auf einem improvisierten Podium vor dem Reichstag im Berliner Regierungsviertel.

Sieben junge Klimaaktivist:innen sind am Montag in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. In Berlin fordern sie ein Gespräch mit den Kanzlerkandidat:innen und deren Zusage, in einer neuen Bundesregierung einen Bürger:innenrat einzuberufen, in dem Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise besprochen werden.

von Jörg Staude

Klima-Protestwoche in Berlin

"Auf leere Versprechen können wir nicht bauen"

Menschen sitzen vor dem Brandenburger Tor.

Zum Abschluss seiner Klima-Aktionswoche in der Hauptstadt hat das Bündnis "August Rise Up" erneut die Gegend ums Brandenburger Tor blockiert. Mit einer Vielzahl von Protesten wollte das Bündnis in den letzten Tagen auf die Dringlichkeit politischen Handelns gegen die ökologische Krise aufmerksam machen.

von Jörg Staude

Klimaprotest im Frankfurter Bankenviertel

"Eine massive Transformation des Bankensektors"

Panorama Frankfurt

Fridays for Future hat am Freitagnachmittag in Frankfurt am Main demonstriert. Tausende Aktivist:innen aus ganz Deutschland nahmen teil. Im Interview erklärt Sprecherin Annika Rittmann, was die Bewegung fordert.

von Susanne Schwarz

Bundesweiter Aktionstag

"Das Klima geht uns alle an"

Klimademo in Berlin mit dem Banner: Aufbruchsklima.

100 Tage vor der Bundestagswahl nimmt Fridays for Future die wöchentlichen Streiks wieder auf und fordert eine sozial gerechte Klimawende. Unterstützt werden die Aktivist:innen nun auch von Gewerkschaften, Kirchen, Sportvereinen und weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen.

von Verena Kern

Bundesweite Verkehrswende-Aktionstage

"Jeder Meter Autobahn ist betonierte Klimazerstörung"

Demonstration an der Autobahnbaustelle mit Transparent A 100 stoppen, Hambi bleibt!

An über 70 Orten protestierten am Wochenende Initiativen und Aktionsbündnisse für eine Mobilitätswende und gegen den Aus- und Neubau von Autobahnen. Aktive aus einer Waldbesetzung gegen die geplante A14-Verlängerung durch die Altmark beklagten ein feindseliges Klima. In Berlin fand die jährliche Radsternfahrt statt.

von Jörg Staude

Klimacamp in Hamburg

Protest auf Paletten

Selbstgebaute Klimacamp-Hütte aus Holzstangen, Kisten und Plastikplanen, mit Schlafsäcken, Proviant und Plakaten, bei Nacht aufgenommen.

Keine Großdemos mehr: Die Pandemie machte Fridays for Future einen Strich durch die Rechnung. In Hamburg geht der Protest als Camp in der Innenstadt weiter, mit Campingkocher und Europaletten. Unsere Autorin hat mit zwei Aktivistinnen vor Ort übernachtet.

von Mariya Abramova

Fridays, Unteilbar und Verdi im Bündnis

"Die nächsten 15 Jahre müssen anders laufen"

Demonstrationszug mit jungen Menschen. Front-Transparent: "2038? Fürs Klima viel zu spät!"

Mit dem Abflauen der Pandemie nimmt die Klimagerechtigkeits-Bewegung wieder Fahrt auf. Im Superwahljahr plant die vor Jahresfrist gegründete Allianz von Fridays for Future, dem Bündnis Unteilbar und der Gewerkschaft Verdi gemeinsame Aktionen.

von Jörg Staude

Erdgaspipeline

Die nächste Regierung muss Nord Stream 2 stoppen

Stark qualmender Waldbrand in Sibirien.

Wer heute noch behauptet, wir bräuchten zusätzliche fossile Infrastrukturen wie die Erdgaspipeline Nord Stream 2, handelt fahrlässig. Diese neue Infrastruktur heizt ohne Not das Klima auf, findet unsere Gastautorin von der Organisation "We Move Europe".

ein Gastbeitrag von Annemarie Botzki

Der gute Wille

Klima-Queen, Klima-King

Junge Frau arbeitet in minimalistisch eingerichtetem Zimmer auf dem Boden am Laptop, neben ihr liegt ein Baby auf einer Matte.

Klima-Engagement und -Protest funktionieren auch von zu Hause, will eine Initiative von Wissenschaftlern und Promis zeigen. Per Mausklick kann man handverlesene Projekte in Nord und Süd unterstützen – Spaßfaktor und politischer Anspruch inklusive.

eine Kolumne von Joachim Wille

Quaschnings Videokolumne

Infraschall und Windkraft: Risiko oder Panikmache?

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit Kopfhörern und Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Windräder können krank machenden Infraschall verursachen, behaupten Anti-Windkraft-Initiativen und auch das ZDF. Besteht eine echte Gefahr oder handelt es sich um substanzlose Panikmache? Ein Faktencheck – Podcast-Folge 16.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

Nach der Kohle-Leitentscheidung

Die Dörfer werden Garzweiler überleben

Selbstgemaltes buntes Transparent mit der Aufschrift: Alle Dörfer bleiben.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung sollte sich jetzt für die bedrohten Dörfer und gegen den Braunkohletagebau entscheiden. Dass sie dies erst 2026 tun will, zeigt: Ihre Hörigkeit gegenüber dem Kohlekonzern RWE ist größer als der Wille, Politik für das 21. Jahrhundert zu machen.

ein Gastbeitrag von David Dresen, Kathrin Henneberger

Braunkohle-Leitentscheidung

Rheinische Dörfer sollen bis 2026 warten

Zwei demonstrierende Personen mit großem gelbem X, Ortsschildern abgebaggerter oder bedrohter Dörfer und einem symbolischen Schutthaufen auf der Wiese vor dem Landtagsgebäude in Düsseldorf.

Teilerfolg für den Widerstand gegen das Abbaggern von Ortschaften im Rheinischen Braunkohlerevier: Erst 2026 soll endgültig entschieden werden, ob die Orte wegmüssen. Das sieht die heute verabschiedete "Leitentscheidung" der Landesregierung Nordrhein-Westfalens vor.

von Jörg Staude

Protest gegen Flächenfraß

Acker statt Lkw

Darstellung des geplanten Logistikzentrums im nordhessischen Nord-Eichenberg

In Nordhessen sollte eines der größten Logistikzentren Europas entstehen. Das umstrittene Projekt steht nach der Kommunalwahl vor dem Aus. Die von Protestierenden gegründete Wählergruppe holte auf Anhieb die mit Abstand meisten Stimmen.

von Joachim Wille

Globaler Klimastreik

Klimastreik trotzt Corona

Straßenbild "Wir alle für 1,5 Grad" in Hamburg zum Globalen Klimastreik im März 2021

Nach dem siebten globalen Klimastreik gestern zieht die "Fridays for Future"-Bewegung eine positive Bilanz. Trotz Corona gab es in mehr als 50 Ländern weltweit über tausend Aktionen für Klimagerechtigkeit und die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels.

von Verena Kern

Klimaprotest trotz Corona

"Die Streiks sind nötig"

Ein Plakat mit "Verkehrswende statt Weltende"

Die "Fridays for Future"-Bewegung meldet sich zurück – mit dem siebten internationalen Streiktag am heutigen Freitag. Aktivistin Carla Reemtsma sagt: Die Politik verschleppt den Klimaschutz. Gerade vor der Bundestagswahl müsse der Protest durchdringen, weil bisher keine Partei konsequenten Klimaschutz im Programm hat.

Interview: Joachim Wille

Klimagerechtigkeit gegen Kernkraft

"Atomkraft ist weder erneuerbar noch grün"

Logo des Betreibers EDF am Eingang des Atomkraftwerks Nogent-sur-Seine, im Hintergrund die beiden Kühltürme.

Die Atomlobby will ihre alten Ideen jetzt als Klimaretter verkaufen. Dabei hat sie neben der Politik auch die Klimabewegung im Visier. Als Antwort haben 81 Klimagruppen aus 14 europäischen Ländern eine Erklärung gegen Atomkraft veröffentlicht. Die Aktivistin Johanna Frei sprach darüber mit einer Vertreterin der französischen Klima- und Anti-Atom-Gruppe Radiaction.

Interview: Johanna Frei