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Neue Leitlinie

Edeka will komplett im Kreis laufen

Fotorealistische Architektur-Visualisierung eines neuen Supermarkts in Holzelement-Bauweise mit Fassadenbegrünung.

Deutschlands größte Lebensmittel-Kette will die Kreislaufwirtschaft "aus der Recyclingecke holen". Es geht um neue Edeka- und Netto-Verkaufsgebäude in Holzbauweise und um vollständig wiederverwendbare Materialien.

von Joachim Wille

Abfall

Zweitgrößtes Mülldrehkreuz Brandenburgs entsteht im Landschaftsschutzgebiet

In welliger Landschaft mit etwas Kiefernwald wird Kies abgebaut, zu sehen sind eine Lagerhalle und Bagger.

Mitten in einem Landschaftsschutzgebiet bei Potsdam soll eine Mülldeponie entstehen. Kommunal- und Landespolitik, Naturschützer:innen und Anwohner:innen stemmen sich seit Jahren dagegen. Ein milliardenschwerer Entsorgungskonzern schafft Fakten.

von David Zauner

Geplante Obsoleszenz

Millionen PCs werden Wegwerf-Ware

Ein EEX-Team betrachtet die Kurse von CO2-Zertifikaten auf einem Monitor.

Microsoft hat den Support für sein verbreitetes Betriebssystem Windows 10 eingestellt und betätigt sich damit als Elektroschrott-Produzent. Freie Linux-Betriebssysteme sind eine Alternative.

von Joachim Wille

DUH-Verpackungscheck

Rot für Aldi, Lidl und Co

Ein Einkaufswagen mit vollen Plastiktüten steht auf einer Betonfläche an einer Pfütze.

Die Deutsche Umwelthilfe bemängelt zu viel Verpackungsmüll und zu wenig Mehrweg-Angebote im Lebensmittel-Einzelhandel. Kritisierte Unternehmen wehren sich.

von Joachim Wille

Gescheiterte CO₂-Abscheidung

Kein Methanol aus Müllverbrennungs­anlage

Moderne kleine Fabrik mit zwei quaderförmigen fensterlosen Gebäuden in Lindgrün und Hellgrau und einem schmalen Schornstein in einer hügeligen Heidelandschaft.

Der Betreiber einer Müllverbrennungs­anlage in Thüringen wollte Methanol aus Wasserstoff und CO2 herstellen. Doch die Kosten wären zu hoch gewesen. 

von Hanno Böck

CCS-Gesetz

Die Wette auf eine Zukunft mit CO₂-Speicherung wird nicht aufgehen

In gefälligem Grün und Blau angestrichene Müllverbrennungsanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main.

Mit dem geplanten Kabinettsbeschluss für ein CCS-Gesetz macht Deutschland eine gefährliche Rolle rückwärts – zu Lasten von Klima, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft. Sehr viel öffentliches Geld soll hier in eine Technologie fließen, die Klimaschutz verhindert.

ein Gastbeitrag von Janine Korduan

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Recycling von Windkraftanlagen

Aufmacherbild: Volker Quaschning in schwarzem Sweatshirt und Anzugjacke, hinter ihm ein Windrad und ein leuchtend grünes Recyclingsymbol.

Immer wieder wird behauptet, Windkraftanlagen seien Sondermüll und alte Rotorblätter würden vergraben. Das ist bei uns gar nicht erlaubt. Windräder werden schon zu fast 90 Prozent recycelt, an praktikablen Verfahren für den Rest wird geforscht. 

eine Kolumne von Volker Quaschning

Effizienz

Klärwerke klären ihren Energiebedarf zunehmend selbst

Sprudelndes Abwasser im Belebungsbecken der Kläranlage Kaditz, im Hintergrund die Stadt Dresden.

Um Abwässer zu reinigen, müssen große Energiemengen eingesetzt werden. Kläranlagen können aber viel Strom und Wärme selbst erzeugen, etwa aus der Biomasse im Abwasser. Im besten Fall werden sie so "energieneutral".

von Stefan Schroeter

Serie: Chinas Klimapolitik

"Vorhandene Spielräume müssen auch genutzt werden"

Abfall-Sammelstation mit vier Einwurfstellen für Sondermüll, Recycelbares, Bioabfälle und Restmüll.

Gerade im Umwelt- und Klimaschutz gibt es in China weiterhin zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume, sie sind aber kleinteiliger und kontextabhängiger, sagt Arthur Tarnowski vom Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Peking. Gemeinsame Lernerfahrungen im deutsch-chinesischen Dialog sollten unbedingt weiterentwickelt werden. Teil 15 der Serie.

Interview: Merle Groneweg

Hausgeräte

Reparieren lohnt sich meist

Ein junger Handwerker repariert einen Kühlschrank in einer Küche.

Moderne Haushaltsgeräte verbrauchen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Trotzdem sollte man die Altgeräte lange nutzen, rät das Umweltbundesamt.

von Joachim Wille

CO₂-neutraler Sprit für Schiffe

Klimaneutral schippern

Containerschiff, an dem außenbords ein rotes Rettungsboot an einem Kran-Arm hängt.

Ein neues Verfahren macht aus Klärschlamm und grünem Wasserstoff einen Schiffstreibstoff. Bundesministerien wie auch Umweltverbände finden das gut. Offen bleibt, wie schnell sich das Ganze hochskalieren lässt.

von Joachim Wille

Ressourceneffizienz

Mehr im Kreislauf allein reicht nicht

Ein großer Tagebau hat eine Berglandschaft in Peru zerstört.

Nichtregierungs­organisationen fordern vom neuen Bundestag und von der EU eine konsequente Rohstoffwende, um Umwelt und Menschenrechte zu schützen. Mehr Recycling reiche nicht aus, es müsse auch um langlebige Produkte und weniger Bergbau gehen.

von Joachim Wille

EPR-Gebühren

"Abfall"-Exporte nach Afrika

Großer Behälter voller leerer Plastikflaschen in Tansania.

Während die EU die Hersteller nach und nach zur Kreislaufwirtschaft zwingt, erleiden ähnliche Bemühungen in Afrika einen stillen Rückschlag: beim Handel mit gebrauchten Waren. Denn die in Europa erhobenen Gebühren kommen dort nicht an.

von Johnson Kanamugire

Verpackungsmüll

Der Kapsel-Konflikt

Hunderte gebrauchter Kaffeekapseln auf einem Recyclinghof.

Wie trinkt man am besten Kaffee? Der Lebensmittelriese Nestlé bietet nun auch eine kompostierbare Lösung an. In die Biotonne dürfen seine Pappkapseln bisher jedoch nicht.

von Joachim Wille

Plastikmüllvermeidung

Stroh statt Styropor

Auf einem Feld stapelt ein Traktor Strohballen mit einer Gabel.

Ein Start-up setzt neue Impulse für die Verpackungsindustrie. Das bayerische Unternehmen Landpack stellt aus den trockenen Halmen von gedroschenem Getreide umweltfreundliche Isolierverpackungen her.

von Joachim Wille

Altkleidung

Klamotten-Kolonialismus

Altkleidercontainer mit alter Kleidung im Einwurffach.

Textilabfälle werden fast nie recycelt, oft landen sie in Afrika und Asien. Seit Beginn dieses Jahres ist eine Getrenntsammlung in der EU vorgeschrieben. Forscher:innen haben aber noch ganz andere Vorschläge.

von Joachim Wille

CCS-Gesetz

Unvermeidbares Gesetz für unvermeidbare Emissionen?

Modernes Zementwerk mit hohen weiß-blauen Gebäuden und Anlagen.

In 15 Jahren drohen Branchen wie Zement und Abfall die Emissionsrechte auszugehen. Namens betroffener Unternehmen fordert der neu gegründete Lobbyverband CMA vom Bundestag, noch vor der Neuwahl das weit gediehene CO2-Speicher-Gesetz zu beschließen.

von Jörg Staude

CO₂-Abscheidung und -Speicherung

CCS im Abfallsektor untergräbt Kreislauf­wirtschaft und Klimaschutz

Müllverbrennungsanlage Klemetsrud bei Oslo

Bei der Müllverbrennung wird wegen des hohen Plastikanteils viel fossiles CO2 frei. Die Bundesregierung stuft diese Emissionen als "unvermeidbar" ein, obwohl es erprobte und bezahlbare Alternativen gibt. Im Abfallsektor droht eine teure, klimaschädliche Sackgasse.

ein Gastbeitrag von Janine Korduan

Carbon-Management-Strategie

CCS soll auch Müllverbrennung retten

Große Anlieferungshalle in einer Müllverbrennungsanlage - ein Müllauto fährt rückwärts auf eines der sieben Tore zu, hinter denen der zu verbrennende Müll zu sehen ist.

Beim Übergang von der fossilen zur klimaneutralen Kohlenstoffwirtschaft droht viel Greenwashing. Das macht der Klimareporter° vorliegende Entwurf der Carbon-Management-Strategie der Bundesregierung klar.

von Jörg Staude

Meere

Billigangebot zur Plastikmüll-Reinigung

Seit dem Prototyp von 2018 wurde die Technik weiterentwickelt.

Neue Ankündigung von Boyan Slat: Der Gründer von "The Ocean Cleanup" will den pazifischen Müllstrudel für 7,5 Milliarden Dollar beseitigen. Mit neuer Technik koste es vielleicht auch nur vier Milliarden.

von Joachim Wille