Klimaaktivismus

Letzte Generation nimmt nächste Hürde fürs EU‑Parlament

Ein Aktivist mit einem zwischen die Beine geklemmten Kinder-Trecker wird von zwei Polizisten weggetragen.

Der Bundeswahlausschluss hat die "Letzte Generation" zur EU-Parlamentswahl im Juli zugelassen. Nun wollen die Aktivist:innen in den Wahlkampf starten – mit Störaktionen.

von David Zauner

klima update° – Folge 165

Golfstrom in Gefahr, Klimakleber wollen ins EU-Parlament, große Mehrheit will mehr Klimaschutz

klima update° – Podcast

Das Risiko, dass der Golfstrom zusammenbricht, ist größer als bisher gedacht. Die "Letzte Generation" nimmt die ersten Hürden, um bei der Europawahl anzutreten. Fast 90 Prozent der Menschen weltweit wollen, dass mehr gegen die Klimakrise getan wird.

von Verena Kern, Franziska Betz

"Letzte Generation"

Die Ära des Klebens ist zu Ende

Die "Letzte Generation" kündigt einen Strategiewechsel an: Die Aktivist:innen wollen sich nicht mehr auf Straßen festkleben, sondern "ungehorsame Versammlungen" abhalten und die Verantwortlichen für die Klimakrise "direkt konfrontieren".

von David Zauner

klima update° – Folge 160

Fliegen wird teurer, Letzte Generation will Lufthansa-Deal, Forderung nach Klimageld

klima update° – Podcast

Die Bundesregierung erhöht die Abgabe auf Flugtickets um einige Euro. Wegen Flughafenblockaden verlangen Airlines hohen Schadenersatz – die Besetzer:innen kontern. Verbände fordern einen sozialen Ausgleich für den steigenden CO2-Preis.

von Katharina Schipkowski, Susanne Schwarz

klima update° – Folge 149

Klimabewegung im Visier, Klimazoll, Papst fordert mehr Klimaschutz

klima update° – Podcast

Auch Fridays for Future ist von den Razzien gegen die Letzte Generation betroffen. Die EU startet die erste Stufe ihres Klimazolls auf Industrie-Importe. Papst Franziskus mahnt erneut zu mehr Klimaschutz und nennt Verantwortliche.

von Katharina Schipkowski, Sandra Kirchner

Fridays for Future

Großes Bündnis mobilisiert zum Klimastreik

Schülerinnen gehen hinter dem Demo-Fronttransparent mit der bunt gesprayten Aufschrift: "Klimastreik – Fridays For Future".

Die Klimabewegung Fridays for Future ruft erneut zum globalen Klimastreik auf. Für die darauffolgende Woche hat die Letzte Generation die "Wendepunkt-Phase" ausgerufen.

von David Zauner

Klimaaktivistin im Interview

"Wir haben eine Durststrecke, aber wir halten durch"

Viele in die Höhe gereckte Hände, am Rand sind selbstgemalte Demoschilder und ein Fridays-for-Future-Transparent zu sehen.

Fünf Jahre Fridays for Future – doch der Zuspruch für die Klimabewegung schrumpft. Das liegt auch daran, dass gerade mehr über Protestformen gestritten wird als über das brennende Thema der Klimakrise, sagt Fridays-for-Future-Aktivistin Meret Busch.

Interview: Laura König

Klimabewegung in den Medien

Klimaprotest erreicht Abendprogramm, Klimakrise nicht

Drei Menschen in Anzügen sitzen im Schneidersitz auf der Straße.

Viel Medienaufmerksamkeit bekommt die "Letzte Generation" für ihre Protestaktionen. Aber das, was die Bewegung erreichen will, spiegelt sich in den Beiträgen von ARD und ZDF kaum wider. Die Gründe liegen sowohl bei den Aktivist:innen als auch bei den Journalist:innen.

ein Gastbeitrag von Elise Hulata

klima update° – Folge 139

Deutschlands Wasserstoffstrategie, schwächelnde Atlantikströmung, Klimabewegung verliert an Zuspruch

klima update° – Podcast

Die Bundesregierung fördert künftig auch blauen Wasserstoff. Die Atlantikzirkulation könnte laut einer Studie bald zusammenbrechen. In Deutschland ist das Ansehen der Klimabewegung quer durch alle Milieus eingebrochen.

von Sandra Kirchner, Susanne Schwarz

Bundesweite Straßenblockaden

"Wir brechen das Gesetz"

Die Gruppe "Letzte Generation" hat am Freitagmorgen im ganzen Land Straßen blockiert. Sie wirft der Bundesregierung vor, das eigene Klimaschutzgesetz zu brechen.

von Laura König

Müllers Woche

Armutszeugnis im Naturschutz, kurzsichtige LNG-Politik und die neuen McCarthys

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 26: Die Bundesregierung stellt zehn Milliarden für LNG-Infrastruktur bereit, aber wie später der Ausstieg aus dem LNG und die Umstellung auf Wasserstoff gelingen soll, ist ungeklärt, kritisiert Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Der politische Bedeutungsverlust der Ökologie beunruhigt ihn.

Aktion bayerischer Behörden

Die letzte Razzia

Mehrere Aktivist:innen in Warnwesten blockieren sitzend vier Spuren einer Straße

Sind die Aktivistinnen und Aktivisten der "Letzten Generation" am Ende eine kriminelle Vereinigung? Eine einfache Antwort gibt es nicht.

ein Kommentar von Joachim Wille

Razzia bei "Letzter Generation"

Mit gezogener Waffe gegen Sekundenkleber

Ein halbes Dutzend Menschen in Warnwesten blockiert eine mehrspurige Straße, auf ihrem Transparent steht: Aufstand der Letzten Generation.

Razzien bei den Aktivist:innen der "Letzten Generation". Man muss mit der Gruppe nicht übereinstimmen, um zu sehen, dass dies offenbar in keiner Relation zu ihren Aktionen steht.

ein Kommentar von David Zauner

Gastbeitrag

Es wird immer heißer

Sonnenuntergang am Ende einer mehrspurigen, von Gebäuden gesäumten Hauptstraße voller Autos.

Neue Hitze- und Dürre-Rekorde in Europa, wirtschaftliche Verluste drohen – und in Deutschland streitet die Regierung über Klimaschutz, als ob das alles noch weit weg sei. Da fragen sich einige: Sind es wirklich die "Klimakleber", die das Gesetz brechen?

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Neue Protestaktionen der "Klimakleber"

"Die Regierung hat beim Klimaschutz doppelt versagt"

drei Aktivisten blockieren sitzend eine Straße mit zahlreichen Autos

Mit ihren bisher größten Aktionen in der Hauptstadt will die "Letzte Generation" den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Ihr Ziel ist die Berufung eines Gesellschaftsrates, der einen Maßnahmenkatalog aufstellt, um die Nutzung fossiler Energien bis 2030 zu beenden.

von Jörg Staude

klima update° – Folge 119

Haft für "Letzte Generation", milliardenschwere Klimaschäden, Meeresschutz-Abkommen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Zum ersten Mal sollen Angehörige der Bewegung "Letzte Generation" ins Gefängnis. Unterlassener Klimaschutz wird ungleich teurer als schnelles Handeln, bestätigt ein Gutachten. Mit einem Hochseeabkommen ebnen die UN-Staaten den Weg zu großflächigem Meeresschutz.

von Sandra Kirchner, Katharina Schipkowski

Müllers Woche

Ministerien-Lobbyismus, Energiewende mit drei "E" und Ende der Klimakleberei

Porträtaufnahme von Michael Müller.

Kalenderwoche 8: Es reicht nicht, fossile Energieträger wie Erdgas durch erneuerbare zu ersetzen, sagt Michael Müller, SPD-Vordenker und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Klimakrise verlange auch eine absolute Reduzierung des Energieverbrauchs. Ministerien sieht er als Hauptziel von Lobbyisten.

Gastbeitrag

Wirkungsvoller Protest mit und für die nächsten Generationen

Ein älterer und zwei jüngere Männer in rosa Warnwesten sitzen auf der Autobahn A 100 in Berlin.

Die Aktionen der Letzten Generation haben Medienaufmerksamkeit erreicht, doch offenbar noch nicht das klimapolitische Anliegen vorangebracht. Es lassen sich aber Protestformen finden, die mit ihrem Symbolgehalt die richtigen Stellen ansprechen und eine Mobilisierung in der Gesellschaft erreichen.

ein Gastbeitrag von Christoph Bals

Klimabewegung

Extinction Rebellion: "Wir hören auf"

Zwei Männer mit einem schwarzen Transparent mit weißer Aufschrift

Statt Straßen zu blockieren, will Extinction Rebellion künftig Massen mobilisieren und Netzwerke stärken, zumindest in Großbritannien. Auch in Deutschland entwickelt sich eine Arbeitsteilung innerhalb der Klimabewegung. Aber erstmal sind alle Augen auf Lützerath gerichtet.

von David Zauner

Gastbeitrag

Klimablockaden: Die Außenseiter-Haltung ist das Problem

Ein halbes Dutzend Menschen in Warnwesten blockiert eine mehrspurige Straße, auf ihrem Transparent steht: Aufstand der Letzten Generation.

Wer für Klimaschutz ist, kann aus der Position der Stärke agieren, denn nie waren die Chancen mit Blick auf Gesellschaft und Parlamente besser. Das Widerstands-Motiv steht im Gegensatz dazu und wirft das Anliegen zurück in eine Haltung des Außenseiters und der besserwissenden Minderheit.

ein Gastbeitrag von Martin Unfried

Quaschnings Videokolumne

Quaschning erklärt: Klimakleber

Volker Quaschning redet eindringlich, hinter ihm ist eine Straßenblockade der Gruppe Letzte Generation zu sehen.

Die Gruppe "Letzte Generation" hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. Einige nennen sie Radikale, Terroristen oder Klima-RAF. Dass NSU und Reichsbürger dagegen Mordanschläge geplant haben, scheint nicht ganz so wichtig – es geht ja dabei nicht um Klima und Verkehrsstaus.

eine Kolumne von Volker Quaschning

klima update° – Folge 108

Razzien bei der "Letzten Generation", Klimaklub, Durchbruch bei der Kernfusion

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Das Vorgehen gegen die "Letzte Generation" wird schärfer – doch was bringen die Protestaktionen eigentlich fürs Klima? Seit Jahren wird über einen "Klimaklub" gesprochen, nun wurde er bei einem G7-Treffen gegründet. Einem US-Team ist in der Fusionsforschung ein Durchbruch gelungen, der Politik und Medien elektrisiert – zu Recht?

von Verena Kern, Katharina Schipkowski

Quaschnings Videokolumne

Klimakleber – Ökoterroristen oder Weltretter?

Cornelia und Volker Quaschning nehmen mit dem Mikrofon eine Podcast-Folge auf.

Am Montag sollen die Proteste der Gruppe "Letzte Generation" in eine neue Runde gehen. Statt immer neuer Empörungswellen brauchen wir eine sachliche Auseinandersetzung mit den berechtigten Anliegen der "Klimakleber". Podcast-Folge 32.

eine Kolumne von Cornelia und Volker Quaschning

klima update° – Folge 97

Pipeline-Lecks, "Letzte Generation" vor Gericht, Dänemarks Klima-​"Schadenersatz"

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Durch die Lecks an den Nord-Stream-Pipelines entweicht viel Methan, wie viel genau, darüber gehen die Schätzungen auseinander. Milde Gerichtsurteile erhielten zuletzt Aktivist:innen der "Letzten Generation". Dänemark will als erstes Land Geld für Schäden und Verluste durch die Klimakrise geben.

von Susanne Schwarz, Katharina Schipkowski

Interviewreihe zur Klimabewegung

Wie geht es weiter mit dem Protest, Lina Schinköthe?

Fünf Menschen mit Rucksäcken und Warnwesten sitzen auf der Fahrbahn, vor ihnen stehen drei große schwarze Autos, dahinter noch mehr Autos.

Mit ihren Straßenblockaden macht die jüngste Gruppierung der Klimabewegung gerade Schlagzeilen – nicht immer positive. Welche Strategien verfolgt die "Letzte Generation" und was unterscheidet sie von anderen Gruppen? Fragen an die Klimaaktivistin Lina Schinköthe – Teil 7 unserer Interview-Serie.

Interview: David Zauner

klima update° – Folge 74

Letzte Generation, Klimaziele unter zwei Grad, Schwesigs Russland-Verstrickungen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Neue Aktionen und noch mehr Verhaftungen bei der "Letzten Generation". Die internationalen Klimaziele reichen für einen Stopp der Erderhitzung bei knapp zwei Grad – in der Theorie. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Schwesig (SPD) steht unter Druck wegen des Russland-Einflusses auf die landeseigene "Klimastiftung".

von Susanne Schwarz, Verena Kern

Kommentar

Protest um welchen Preis?

Mehrere Aktivist:innen in Warnwesten blockieren sitzend vier Spuren einer Straße

Protest ist wichtig. Und ja, Aktivist:innen haben nicht die Aufgabe, Mehrheiten in einer Demokratie zu organisieren. Stattdessen schaffen sie Aufmerksamkeit für wichtige Anliegen. Doch was diese Aufmerksamkeit bewirkt, sollten auch Umweltaktivist:innen im Blick behalten.

ein Kommentar von Tjade Brinkmann

Blockade von Straßen

"Wir werden immer wiederkommen"

drei Aktivisten blockieren sitzend eine Straße mit zahlreichen Autos

Aktivist:innen der "Letzten Generation" stoppen mit kleinen, aber häufigen Sitzblockaden den Autoverkehr. Sie wollen die Bundesregierung dazu bringen, gegen Klimawandel und Hungerbedrohung vorzugehen. Entwickelt hat sich die Gruppe aus dem Hungerstreik im Berliner Regierungsviertel.

von Tjade Brinkmann

Klimabewegung kritisiert Ampel-Parteien

Berlin, schau nach Glasgow

Das Glasgower Konferenzzentrum SEC, ein futuristischer Bau, spiegelt sich im Wasser.

Beim Klimagipfel in Glasgow zeichnen sich kurz vor dem Ende Fortschritte im Klimaschutz ab – bei der Ampel-Koalition in Berlin drohen diese unter die Räder zu geraten. Davor warnt die Klimabewegung und fordert die kommende Bundesregierung zur mehr Ehrgeiz auf.

von Jörg Staude

Demonstration der Klimabewegung

Tausende gehen für Klimaschutz auf die Straße

Straßenbild "Wir alle für 1,5 Grad" in Hamburg zum Globalen Klimastreik im März 2021

Der große Klimastreik von Fridays for Future heute in Berlin erhöht den Druck auf die verhandelnden Koalitionäre. Die Forderungen sind konkret: 80 Prozent Ökostrom und Kohleausstieg bis 2030, keine neuen Autobahnprojekte, festes Auslaufdatum für den Verbrennungsmotor.

von Jörg Staude, Susanne Schwarz

Klima-Aktion in Berlin

Nach Zusage von Scholz endet Hungerstreik

Ein Mann mit Fahrrad steht vor dem weißen Leinwandzelt der Hungerstreikenden, etliche Transparente und Fahnen zur Unterstützung sind zu sehen.

Der Klima-Hungerstreik in Berlin ist beendet. Am Abend kam SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz der Forderung der beiden verbliebenen Aktivist:innen nach und sagte ein öffentliches Gespräch über den Klimanotstand zu.

von Jörg Staude

Verbände appellieren an Hungerstreikende

"Für Klimaneutralität brauchen wir jede und jeden"

Nach einer Reihe von Spitzenpolitiker:innen fordern nun auch Greenpeace und der Umweltdachverband DNR die seit fast drei Wochen in Berlin hungerstreikenden Aktivist:innen auf, ihre Gesundheit nicht weiter aufs Spiel zu setzen.

von Jörg Staude

Klima-Hungerstreik im Regierungsviertel

Aktivist:innen lehnen Vorschlag der Kanzlerkandidat:innen ab

Auf einer Wiese ein rundes weißes Zelt mit der Aufschrift: Hungerstreik für Klimagerechtigkeit. Davor ein Fahrrad.

Die seit mehr als zwei Wochen dauernde Klima-Aktion im Regierungsviertel droht sich dramatisch zuzuspitzen. Heute Nachmittag lehnten die Hungerstreikenden einen Vorschlag der Kanzlerkandidat:innen zu einem nicht öffentlichen Gespräch nach der Bundestagswahl ab und setzten ihrerseits eine Frist.

von Jörg Staude

Forderungen der Gruppe bisher unerfüllt

Baerbock bittet um Abbruch des Hungerstreiks

Nach zehntägiger Dauer sind die Aktivist:innen des "Hungerstreiks der letzten Generation" mit ihren Forderungen kaum vorangekommen. Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock hat die Gruppe inzwischen gebeten, zumindest den Hungerstreik abzubrechen.

von Jörg Staude

Hungerstreik im Regierungsviertel

"Wir sind komplett am Arsch"

Die sechs jungen Hungerstreikenden auf einem improvisierten Podium vor dem Reichstag im Berliner Regierungsviertel.

Sieben junge Klimaaktivist:innen sind am Montag in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. In Berlin fordern sie ein Gespräch mit den Kanzlerkandidat:innen und deren Zusage, in einer neuen Bundesregierung einen Bürger:innenrat einzuberufen, in dem Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise besprochen werden.

von Jörg Staude