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Steinkohle-Ausstieg

Vattenfall gibt Moorburg in Stilllegungs-Auktion

Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg an der Elbe mit großem Kühlturm.

Fünf Jahre nach der Inbetriebnahme könnte das Aus für das umstrittene Steinkohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg kommen. Der Vattenfall-Konzern hat das Kraftwerk zur ersten Stilllegungs-Auktion der Bundesnetzagentur angemeldet. Bei Zuschlag winken bis zu einer Viertelmilliarde Euro Entschädigung.

von Jörg Staude

Analyse von Denkfabrik

Früher aussteigen kann teuer werden

Der geflutete frühere Braunkohletagebau Grünhaus in der Niederlausitz.

Anfang September will der Wirtschaftsausschuss des Bundestages Experten zum umstrittenen Braunkohle-Entschädigungsvertrag anhören. Eine kritische Analyse des Vertragsentwurfs legte jetzt das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) vor.

von Jörg Staude

Neues deutsches Kohlekraftwerk

Konflikt um Datteln 4 kocht weiter

Zwei BUND-Aktivisten mit Mundschutz übergeben dem finnischen Botschafter 40.000 Unterschriften und halten ein Transparent: "Raus aus der Steinzeit – Nein zu Datteln 4!"

Der Konflikt um Datteln 4 kocht weiter. Der BUND übergab heute Nachmittag mehr als 40.000 Unterschriften an die Botschaft Finnlands. Der Umweltverband fordert die schnelle Abschaltung des Steinkohlekraftwerks, das mehrheitlich dem finnischen Staat gehört.

von Jörg Staude

Dekarbonisierung bis 2050

Das Erdgas-Drama

Strom aus Erdgas verursacht nur 30 Prozent der CO2-Emissionen von Kohlestrom. Doch 30 Prozent sind nicht null – darum geht es aber jetzt. Heute noch groß in Erdgaskraftwerke zu investieren dürfte sich als Fehler erweisen, wenn die Anlagen nicht einfach an "klimaneutrales" Gas anpassbar sind.

ein Gastbeitrag von Jochen Luhmann

Weltweite Kohleverstromung

Düstere Zukunft für Kohle

Ein Kohlekraftwerk spiegelt sich abends in einem Fluss

Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die weltweite Kohlenutzung erstmals zurückgegangen. In den USA sank sie sogar auf das niedrigste Niveau seit fast 50 Jahren.

von Verena Kern

Nach dem Kohlegesetz

Was nun, Klimabewegung?

Protestaktion Hambacher Forst

Für die Klimabewegung ist das enttäuschende Kohlegesetz ein Einschnitt, weil sie den Kohleausstieg zu ihrem wichtigsten Thema gemacht hat. Was lässt sich aus der jahrelangen Auseinandersetzung lernen, wo muss die Bewegung strategisch weiterdenken – und wo ist der nächste große Klimakonflikt?

ein Gastbeitrag von Lasse Thiele

Bund-Länder-Vereinbarung für Kohleregionen

Ausstieg bis 2038, Strukturwandel bis 2041

Braunkohlekoxberg Boxberg mit dampfenden Kühltürmen an einem Sommertag von der Landstraße aus betrachtet.

Einen Staatsvertrag für die Strukturwandel-Hilfen von 40 Milliarden Euro bekommen die Kohle-Länder nicht, dafür aber eine Bund-Länder-Vereinbarung. Der Entwurf liegt Klimareporter° vor.

von Jörg Staude

Förderung wird zu teuer

Tschechien erwägt Aus für Steinkohle

Neuer und alter Förderturm des tschechischen Steinkohlebergwerks Darkov.

Von einem Kohleausstieg will die tschechische Regierung bislang nichts wissen. Doch die hohen Covid-19-Infektionszahlen unter den Steinkohle-Bergleuten und stark gefallene Kohlepreise zwingen sie zum Umdenken.

von Verena Kern

Erstes Halbjahr 2020

Erstmals mehr erneuerbarer als fossiler EU-Strom

Solarpaneel, im Hintergrund Windräder.

Von Januar bis Juni stammten 40 Prozent des Stroms in der Europäischen Union aus erneuerbaren Quellen. Kohle, Öl und Gas kamen auf 37 Prozent.

von Susanne Schwarz

Der Klima-Lügendetektor

Uniper: Nicht lesen können

Logo-Schriftzug: ​Der Klima-Lügendetektor

Scheinheilige Abschalt-Angebote des Energiekonzerns Uniper, der das neue Kohlekraftwerk Datteln 4 betreibt, sind ein Fall für den Klima-Lügendetektor.

eine Kolumne von klima-luegendetektor.de

Dekarbonisierung

Portugal beschleunigt Kohleausstieg

Nachtaufnahme von Portugals letztem Kohlekraftwerk

Letztes Jahr beschloss Portugal, seinen für 2030 geplanten Kohleausstieg um sieben Jahre vorzuziehen. Nun soll es sogar noch schneller gehen.

von Verena Kern

Vermasselter Kohleausstieg

"Die Fridays können vielleicht die Welt retten"

Zwei Männer in Kapuzenjacken mit Schild "#FagsForFuture"

Obwohl Klimaschutz für viele Menschen ein Top-Thema ist, dürfen in 18 Jahren immer noch Kohlekraftwerke in Deutschland laufen. Klimabewegungsvordenker Tadzio Müller fordert Fridays for Future im Interview auf, zivilen Ungehorsam zu organisieren – aber anders, als das Gruppen wie Ende Gelände bislang gemacht haben.

Interview: Susanne Schwarz

Braunkohle-Rekultivierung unter Druck

Eine Lausitzer Sumpflandschaft?

Mit Steinen ausgekleideter Zufluss zum Tagebaurestloch, aus dem einmal ein See werden soll, der aber erst zu einem Viertel gefüllt ist. Aufnahme von Januar 2020.

Weil das Wasser in der Lausitz immer knapper wird, droht die Flutung ehemaliger Tagebaue zu scheitern – spätestens dann, wenn die Braunkohleförderung eingestellt wird.

von Jörg Staude

Japanischer Energieplan wird umgesetzt

Japan will 100 Kohlemeiler schließen

Gewirr von Rohren im japanischen Kohlekraftwerk Isogo

Dass Japan 100 Kohlekraftwerksblöcke vom Netz nehmen will, kommt überraschend und klingt eindrucksvoll. Tatsächlich passt das Land nur seine Kapazität an den bestehenden Energieplan an. Der sieht deutlich mehr Atomstrom und etwas mehr Grünstrom vor. Gleichzeitig sind 16 neue Kohleblöcke im Bau.

von Christian Mihatsch

Kommentar

Die einstigen Freunde der Kohle

Der Beschluss zum Kohleausstieg, den jetzt Regierungspolitiker als historisch bejubeln, ist eher Ausdruck eines historischen Versagens. Doch Selbstkritik ist bei den einstigen Freunden der Kohle weitgehend unbekannt. 

ein Kommentar von Jörg Staude

Kommentar

Kohleausstieg – zu spät und zu teuer

Ein eingebeulter weißer Kasten mit der roten Aufschrift "EXIT" und einem Kabel daran liegt wie hingeworfen auf dem Boden, er aus zerbrochenen schwarzen Platten besteht.

Mit dem nun beschlossenen Kohleausstieg verpasst die Bundesregierung die Chance, den jahrzehntelangen gesellschaftlichen Konflikt um die Kohle wirklich zu befrieden.

ein Kommentar von Joachim Wille

Kohleausstiegsgesetz beschlossen

Deutschland will noch bis 2038 Kohle verstromen

Der deutsche Kohleausstieg ist besiegelt, hohe Entschädigungen für die Kohlekonzerne inklusive. Grüne, Linke und die Klimabewegung kritisieren, dass ein Ausstieg im Jahr 2038 nicht mit dem globalen 1,5-Grad-Ziel vereinbar sei.

von Susanne Schwarz

Tacheles, Michael Müller!

Kohleverstromer – eher Täter als Opfer

Luftaufnahme vom Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier, gleich daneben ein Windpark.

Der Bundestag verabschiedet heute das Kohleausstiegsgesetz. Ein historischer, aber kein mutiger Schritt. Denn es fehlt eine Politik, die den notwendigen Wandel gestaltet – statt den größten Bremsern, den Energiekonzernen, immer mehr Geld zu geben.

eine Kolumne von Michael Müller

Braunkohle-Entschädigungen

Ministerium trickst mit Leag-Gutachten

Kraftwerk Boxberg

Bevor der Bundestag am heutigen Freitag über den Kohleausstieg abstimmt, veröffentlichte das Wirtschaftsministerium am Vorabend ein Gutachten, das zumindest die Milliarden-Entschädigung für den Lausitzer Braunkohlekonzern Leag plausibel erklären soll. Ein gewiefter Trick, der danebengehen könnte.

von Jörg Staude

Kohleausstiegsgesetz

Koalition mauert bei Braunkohle-Entschädigung

Abraumbagger im Tagebau Jänschwalde in der Nacht.

Um bis zu zwei Milliarden Euro zu hoch sind die Entschädigungen, die an die Braunkohleunternehmen gezahlt werden sollen. Wie die Bundesregierung auf die von ihr seit Monaten zugesagten 4,35 Milliarden Euro kommt, will sie nach wie vor nicht offenlegen.

von Jörg Staude