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Serie Strukturwandel

So geht Kohleausstieg: Zielgerichtet, selbstbestimmt, gemeinsam

Vorsorgende staatliche Klimapolitik schafft nicht nur neue Marktchancen für Gewinner, sondern kümmert sich aktiv und frühzeitig um potenzielle Verlierer. Sie brauchen rechtzeitig Unterstützung für Innovationen, Diversifizierung und Geschäftsfeldentwicklung.

ein Gastbeitrag von Manfred Fischedick, Peter Hennicke

Niederlande

Niederlande planen ambitioniertes Klimagesetz

Die berühmten Windmühlen von Kinderdijk

Eine der größten Volkswirtschaften Europas will sich zu mehr Klimaschutz verpflichten. Eine parteiübergreifende Initiative hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem die Treibhausgas-Emissionen der Niederlande bis 2050 um 95 Prozent sinken sollen. 

von Sandra Kirchner

Lückings Woche

Planlose Autobauer, reflexhaftes Regieren und Sommerpause bis Oktober

Kalenderwoche 26: Autokonzerne und Politik sind regelrecht erstarrt. Statt Aufbruchstimmung zur Verkehrswende herrscht Orientierungslosigkeit, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von Klimareporter°. Nur folgerichtig wäre eine "Autokommission" – um Handlungsfähigkeit vorzutäuschen.

Klimapolitik im Bundestag

"Sechs Seiten Blödsinn"

Ein Mann redet vor dem zu drei Vierteln leeren Bundestag.

"Schwachsinnig", "fatal", "verantwortungslos": Mit einem Feuerwerk der Entrüstung reagieren Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen am Donnerstag auf den Antrag der AfD, die Klimaziele für 2030 aufzugeben. Mit windigen Argumenten, fragwürdigen Quellen und politischer Unkenntnis blamiert sich die Rechtsaußen-Fraktion.

von Susanne Götze

Monitoring-Bericht zur Energiewende

Klimaziel braucht noch einen DDR-Crash

Mit gut halbjähriger Verspätung legte die Bundesregierung nun den neuen, insgesamt sechsten Monitoringbericht zur Energiewende vor. Dessen Quintessenz: Um das Klimaziel für 2030 noch zu erreichen, muss Deutschland seine CO2-Emissionen dreimal stärker senken als in den letzten 18 Jahren.

von Jörg Staude

Serie Strukturwandel

Klimaschutz ist nicht verhandelbar

Mit der sogenannten Kohlekommission wird es keinen Klimaschutz geben, der den Namen verdient. Sie ist undemokratisch und wird von den Interessen der Energiekonzerne dominiert. Für Klimagerechtigkeit zu streiten bleibt Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

ein Gastbeitrag von Kathrin Henneberger

Klimapolitik

Klimaziele: Wie ernst ist es den Regierungen?

Bundeskanzlerin Angela Merkel redet vor einer kleineren Runde.

Über 20 Länder kündigten diese Woche an, bis 2030 mehr Treibhausgase einsparen zu wollen als bisher zugesagt. Sogar die EU will ihre Klimaziele nachschärfen. Zurzeit hinken aber die meisten europäischen Staaten beim Klimaschutz hinterher – auch Deutschland. Was nützen da die großen Versprechen?

von Susanne Götze

Petersberger Klimadialog

Schläfrige Harmonie

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki (PiS), die gemensam an einem Verhandlungstisch sitzen.

Skurrile Szenen zum Ende des Petersberger Klimadialogs in Berlin: Die Umweltministerin dankt der Bundeskanzlerin wiederholt dafür, dass die sich überhaupt dort blicken lässt, und lobt sie für die größten Allgemeinplätze.

von Susanne Schwarz, Friederike Meier

Europäische Union

Länder verfehlen Pariser Klimaziele

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Alle EU-Länder werden ihre im Pariser Klimaabkommen versprochenen Ziele verfehlen, so eine Analyse. Die Einführung eines europäischen Mindestpreises für CO2 wäre eine Möglichkeit, etwas daran zu ändern, glauben Umweltschützer und hoffen vor allem auf Frankreich und Deutschland.

von Friederike Meier

Petersberger Klimadialog

Schulze: Kein schneller Kohleausstieg

Mit einem weiteren Schritt in Richtung Klima-Wahrheit startete die Bundesumweltministerin in den heute in Berlin beginnenden Petersberger Klimadialog. Deutschland werde sein Klimaziel noch deutlicher verfehlen als bisher angenommen, räumte Svenja Schulze im Vorfeld ein. Konkrete Schlüsse daraus zieht sie bislang nicht.

von Jörg Staude

EU-Energiewendeziele

EU will 32 Prozent Erneuerbare im Jahr 2030

Das Berlaymont-Gebäude in Brüssel

Die Planung der europäischen Energiewende ist ein gutes Stück vorangekommen: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch auf 32 Prozent steigen. Darauf haben sich EU-Parlament und Mitgliedsstaaten am Morgen geeinigt. Deutschland zeigte sich als Bremser.

von Susanne Schwarz

Klimapolitik

Beim Klimaschutz verrechnet

Kugeln eines Abakus

Je näher 2020 rückt, desto größer klafft die Lücke, um die geplante Verringerung der Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent zu erreichen. Die Bundesregierung hat das Potenzial der einzelnen Vorhaben zu hoch eingeschätzt und viele Maßnahmen nur schleppend oder gar nicht eingeleitet.

von Sandra Kirchner

Klimaschutzbericht

Regierung beharrt auf Acht-Prozent-Lücke

Blick auf ein Plakat mit der Aufschrift "Business as Usual"

Um zehn Prozentpunkte wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 verfehlen, sagen seriöse Schätzungen schon seit Längerem. Die Bundesregierung hofft noch immer, bei nur acht Prozentpunkten zu landen. So weist es der Klimareporter° vorliegende Entwurf des jährlichen Klimaschutzberichts aus. Am Mittwoch soll ihn das Bundeskabinett beschließen.

von Jörg Staude

Kohleausstieg

"Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"

Der Chef des Umweltverbandes BUND, Hubert Weiger.

Das Hickhack um die Besetzung der Kohlekommission ist offenbar zu Ende. Am morgigen Mittwoch soll das Gremium endlich vom Bundeskabinett eingesetzt werden. Mit dabei sind auch Umweltverbände wie der BUND. Deren Chef Hubert Weiger fordert mehr Tempo beim Kohleausstieg.

Interview: Jörg Staude

Klimaziele

Dena auf dem 95-Prozent-Pfad

Ein Pfeil, der eine Kurve nach rechts anzeigt.

Ob Deutschland bis zur Jahrhundertmitte 80 oder 95 Prozent der CO2-Emissionen einspart, muss heute schon entschieden werden, fordert die Deutsche Energie-Agentur Dena. Was die richtige Entscheidung ist, weiß die Dena auch schon. Doch das geht nicht ohne unbeliebte Maßnahmen.

von Friederike Meier

Klimaklage

Familien klagen gegen EU-Klimapolitik

Statue der Justitia mit Waage und verbundenen Augen.

Erstmals wird nun auch die Europäische Union wegen mangelndem Klimaschutz verklagt. Zehn Familien aus sieben Ländern wollen sie zu höheren CO2-Zielen zwingen. Klimafolgen wie Dürren oder Meeresspiegelanstieg schränken ihre Grundrechte ein, argumentieren die Kläger.

von Susanne Götze

Grafiken zur Klimakrise

Der Weltmeister ist nackt

Deutschland hat den Ruf des Energiewendelandes, die Emissionen sinken allerdings viel zu langsam. Und selbst wenn das Land seine selbst gesteckten Ziele erreichen würde, wäre das noch nicht genug. Wir zeigen die zehn wichtigsten Grafiken zur Klimakrise. Teil 8: Deutschlands lahme Klimapolitik.

von Christian Mihatsch

Grafiken zur Klimakrise

Rockströms CO₂-Gesetz

Damit die Menschheit das Paris-Abkommen noch einhalten kann, müssen sich die Emissionen alle zehn Jahre halbieren. Klimaforscher Johan Rockström hofft auf eine selbsterfüllende Prophezeihung. Wir zeigen die zehn wichtigsten Grafiken zur Klimakrise. Teil 5: Wie können wir im CO2-Budget bleiben?

von Christian Mihatsch

Energiewende

DGB will klimapolitische Rolle rückwärts

Eine Treppe endet im Nichts.

DIe energiewendekritische Bergbau- und Energiegewerkschaft IG BCE hat den Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes offenbar auf ihre Seite gezogen. Auf dem Bundeskongress will der Vorstand seine Zustimmung zum Klimaschutzplan rückgängig machen.

von Sandra Kirchner

Klimaschutz und Energieverbrauch

Bundesregierung rechnet mit steigenden Emissionen

An einer Wand ist das chemische Zeichen für Kohlendioxid aufgemalt

In ihrer Laudatio auf den Karlspreisträger Emmanuel Macron ignoriert Angela Merkel den Klimaschutz im Gegensatz zum französischen Präsidenten komplett. Die Bundesregierung rechnet unterdessen damit, dass der deutsche Energieverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen bis 2020 weiter steigen.

von Jörg Staude