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Biogeografische Forschung

Krankheitsbeschleuniger Klimawandel

Eine Tigermücke saugt Blut aus menschlicher Haut.

Bei steigenden Temperaturen treten tropische Mücken und Zecken auch hierzulande auf und übertragen Infektionskrankheiten. Das Risiko, das die Klimakrise für die menschliche Gesundheit birgt, ist aber noch viel größer.

von Verena Kern

Schmidt-Pleschkas Woche

Lernunfähige Atomparteien, frisierte Auto-Emissionen und die Über-drei-Grad-Welt

Porträtaufnahme von Ralf Schmidt-Pleschka.

Kalenderwoche 31: Für Atomkraft trommeln jetzt dieselben Parteien, die mit ihrer Laufzeitverlängerung vor zehn Jahren die Energieversorgung in eine Krise gestürzt haben, wundert sich Ralf Schmidt-Pleschka vom Ökostrom-Unternehmen Lichtblick, Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Er vermisst einen Lerneffekt.

Handlungsbereitschaft

Wie stehen die Deutschen zum Klimaschutz?

Aufnahme von unten durch grüne Bäume in den Himmel – genau in einer Lücke zwischen den Baumwipfeln ist ein Flugzeug zu sehen.

Die Frage lässt sich bislang kaum beantworten, es fehlt schlicht an Daten. Die Lücke schließt nun ein mehrjähriges Projekt der Psychologin Cornelia Betsch, die zuvor die Einstellung der Deutschen zur Coronapandemie untersuchte. Erste Ergebnisse enthalten einige Überraschungen.

von Verena Kern

Kommentar

Apokalypse nicht ausgeschlossen

Feuer in Kalifornien verfinstern den Himmel

Namhafte Klimaforscher:innen fordern mehr Beachtung für die katastrophalen Risiken der Klimakrise – völlig zu Recht. Sie stoßen damit eine seit Langem überfällige Debatte an.

ein Kommentar von Verena Kern

"Climate Endgame"

Mehr Worst-Case-Szenarien gefordert

Rostiges Autowrack in der Wüste im Zwielicht.

Kriege, Hunger, Elend, kollabierende Staaten: Eine Erderhitzung um mehr als drei Grad kann ökologisch wie sozial katastrophale Folgen haben. Namhafte Klimawissenschaftler:innen fordern nun mehr Beachtung für solche extremen Szenarien – um besser vorsorgen zu können. Nicht alle Fachleute sehen das so.

von Verena Kern

Gastbeitrag

Deutschland braucht einen Wasser-Notfallplan

Blick vom Ufer auf das Flüsschen Mulde in Sachsen, im Hintergrund eine flache Landschaft mit Bäumen.

Die Wasserreserven werden nun auch in Mitteleuropa knapp. Wir brauchen ein neues Wasserbewusstsein und einen intelligenteren Umgang mit unserem Lebensmittel Nummer eins. Das geht nur mit einer aufgeklärten, aktiven Zivilgesellschaft.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

"Erdpolitik" und neue Aufklärung

"Gnadenlose Rivalität der Völker ist grundfalsch"

Solarzellen USA

Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker über die Folgen des Putin-Kriegs für die Klimapolitik, die ungerechtfertigten Extraprofite der Energiekonzerne, 50 Jahre "Grenzen des Wachstums" und das gemeinsame Ziel mit Fridays for Future.

Interview: Joachim Wille

klima update° – Folge 78

Zustand des Weltklimas, EU-Energiepaket, Deutschland lässt Klima-Versprechen schleifen

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Der neue Klimabericht der Weltwetterorganisation zeichnet ein düsteres Bild. Als Reaktion auf den Ukrainekrieg will die EU-Kommission Europas Energiewende beschleunigen. Deutschland lässt sich weiter Zeit beim Aufstocken der Klimahilfen für arme Länder.

von Verena Kern, Susanne Schwarz

Labor Party in Umfragen vorn

Wahlen in Australien wichtig fürs Klima

Kohleförderung nahe der australischen Stadt Clermont

Nicht zuletzt wegen der Waldbrände und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren ist das Klima für die australischen Wähler Thema Nummer eins. Doch beide große Parteien haben den Klimaschutz im Wahlkampf eher ignoriert.

von Christoph Müller

Gastbeitrag

Der dritte Weltkrieg ist da

Die Bäume zeigten ihre Ringe, die Tiere ihre Adern

In der Debatte um einen möglichen Atomkrieg geht vollkommen unter, dass wir bereits einen dritten Weltkrieg führen: gegen die Natur und damit gegen uns selbst. Wir müssen endlich verstehen, dass wir als Spezies gefährdet sind.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Kernfragen

Am Limit

COP 23 Bonn

Eine Studie hat die Klimazusagen der Staaten seit der Konferenz von Glasgow analysiert: Sie reichen knapp, um das Zwei-Grad-Limit einzuhalten. Ein Fortschritt, wenn auch mit mehreren "Aber".

eine Kolumne von Verena Kern

Dritter Teil des IPCC-Berichts veröffentlicht

Noch lässt sich eine Klimakatastrophe abwenden

Industrielandschaft am Horizont mit qualmenden Schloten vor dunkelblau bewölktem Himmel.

Der neue Bericht des Weltklimarats zeigt, dass sich die Treibhausgas-Emissionen schnell genug senken ließen. Das geht laut dem IPCC auch bei einer weiter wachsenden Weltwirtschaft und würde sich wahrscheinlich sogar rechnen, weil dann Klimaschäden vermieden werden.

von Christoph Müller

Neubewertung der Klimaanpassung

"Kleine Schwester" des Klimaschutzes wird teure Verwandte

Blätter mit trockenem Rand an einer Linde als Folge eines Dürresommers.

Ein 60-Millionen-Programm für Klimaanpassung legt Umweltministerin Lemke auf – eine Erste Hilfe für extremwettergeplagte Kommunen. 2023 soll ein Klimaanpassungsgesetz folgen, mit dem Lemkes Haus gesetzgeberisches Neuland betritt. Dann dürfte auch klarer werden, was der klimaresiliente Umbau von Stadt und Land wirklich kostet.

von Jörg Staude

Klima-Jahresbilanz des DWD

Deutschland ist zu warm – schon wieder

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel.

2021 war zu warm. Es ist das elfte Jahr in Folge mit zu hohen Temperaturen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor noch mehr Wetterextremen. Ein weiterer Trend der vergangenen Jahre: Das Frühjahr wird immer trockener.

von Tjade Brinkmann

Zehnter globaler Klimastreik

"Die Bundesregierung muss ein Krisenbewusstsein schaffen"

Elisa Bas redet an einem Mikro, hinter ihr ein Fridays-for-Future-Logo.

Die neue "Fortschrittsregierung" ist gut hundert Tage im Amt, wenn am heutigen Freitag der zehnte globale Klimastreik ansteht. Spürbare Fortschritte bleibe die Ampel schuldig, sagt Elisa Baş. Die Fridays-for-Future-Aktivistin über die Bilanz der Regierung, klimapolitische Folgen des Ukraine-Kriegs und unsere Betroffenheit.

Interview: Tjade Brinkmann

Buchrezension

Revolutionäre bauen auf die Physik

Windrad vor untergehender Sonne.

In ein Buch haben Cornelia und Volker Quaschning ihren bekannten Podcast gegossen. Der Rat der beiden Energieexpert:innen lautet: Wer der Physik folgt, kann jetzt eine Energierevolution entfachen.

von Jörg Staude

UBA-Chef zum neuen IPCC-Bericht

"Der Hitzestress wächst, besonders in den Städten"

Ausgetrockneter Gewerbekanal und verdorrter Rasen im Hitzesommer 2018 in Freiburg. Am linken Bildrand die Universitätsbibliothek.

Ohne Durchstarten beim Klimaschutz wird auch Deutschland in vielen Bereichen an die Grenzen seiner Anpassungsfähigkeit kommen, sagt der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner. Wichtig bei allen Maßnahmen ist die soziale Ausgewogenheit. 

Interview: Joachim Wille

Teil zwei des sechsten IPCC-Berichts

Die Welt ist bei 1,5 Grad verletzlicher geworden

Houston //Harvey//

Im neuen IPCC-Teilbericht zeigen sich die Fortschritte der Klimawissenschaft. Selbst eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad hätte gravierende Folgen. Viel stärker als zuvor stellt der Bericht heraus, wie sehr Klimaanpassung von der sozialen Lage gesellschaftlicher Gruppen oder ganzer Länder abhängt.

von Jörg Staude

Neuer Teil des IPCC-Berichts erschienen

Noch ist die Welt unzureichend auf Klimaerwärmung vorbereitet

Vertrocknete, rissige Erde, auf der langsam wieder Gras wächst.

Mit jedem Zehntelgrad Erwärmung nehmen die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu, warnt ein neuer Bericht des Weltklimarats. Noch lassen sich aber viele Schäden abwenden. Dazu braucht es Geld und ein besseres Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Klima, Mensch und Natur.

von Christoph Müller

Klimakommunikation

"Man muss den Menschen die Wahrheit erzählen"

Kinder und Jugendliche streiken in Berlin fürs Klima

Von den ewigen Nörgeleien der Energiewende-Skeptiker und den lauter werdenden Beschwörungen eines umweltbedingten Totalzusammenbruchs hält Stefan Rahmstorf nichts. Der Physiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung will die Botschaften der Wissenschaft aber auch nicht zu positiv verkauft wissen.

Interview: Astrid Dähn