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Umweltbewegung auf Protestkurs

Klimapolitik aus der "Vorkriegszeit" reicht nicht mehr

Schülerinnen gehen hinter dem Demo-Fronttransparent mit der bunt gesprayten Aufschrift: "Klimastreik – Fridays For Future".

In der Umwelt- und Klimabewegung steigt der Frust über die Ampel-Regierung. Die zuständigen Ministerien schwächeln oder sind ganz abgetaucht. Um die Transformation anzuschieben, reichen die Konzepte aus der Vorkriegszeit nicht mehr aus, meint der Chef des Umwelt-Dachverbands.

von Jörg Staude

1,5-Grad-Ziel war nicht ernst gemeint

"Eine Krise bringt Menschen nicht automatisch zum Umdenken"

Solarpaneel, im Hintergrund Windräder und die Abendsonne.

In der Klimakrise braucht es politische Führung, die der historischen Herausforderung gewachsen ist und eine Vision anbietet, für die man sich engagieren will, sagt Hans Joachim Schellnhuber. Der Klimaforscher über die Gefahr eines "Climate Endgame", die Lösung Holzbau und den Sinn von Flüssiggas-Terminals.

Interview: Joachim Wille

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 7

Russische Klimaprojekte in der politischen Isolation

Erdgasbohrturm in einer weiten, verschneiten Ebene.

Eigentlich hatte Russland vor, in großem Umfang von CO2-Zertifikaten aus eigenen Klimaprojekten zu profitieren. Dieses Jahr wollte das Land mit neuen Projekten in die globalen Emissionsmärkte einsteigen. Nun ist vieles in der Schwebe – doch irgendwie muss es mit dem Klimaschutz weitergehen, mahnen Experten.

ein Gastbeitrag von Anastasia Trojanowa

Erdsystem und Gesellschaft

"Unsere Gesellschaft ist nicht resilienter als das Klima oder die Ökosysteme"

Strand und Ölraffinerie

Noch immer befinden wir uns in der Phase der Verweigerung, den Klimawandel als Problem anzuerkennen, sagt der Klimaforscher und Erdsystemwissenschaftler Wolfgang Lucht. Angesichts der Umwelt- und Gerechtigkeitskrise fordert er eine Erneuerung der demokratischen Gesellschaft – Teil 1 des Interviews.

Interview: Jörg Staude

Kommentar

USA haben die Klimawahl

Ein fast quadratischer Teich inmitten von Weinstöcken ist fast vollständig mit schwimmenden Solarmodulen bedeckt.

Ob das bisher größte Klimagesetz der USA langfristig Bestand haben wird, hängt von den kommenden Kongress- und Senatswahlen ab. Zeitgleich wird der Weltklimagipfel tagen – und nach Washington schauen.

ein Kommentar von Christoph Müller

Die gute Nachricht

US-Senatoren einigen sich auf Klimagesetz

Ein Solarkraftwerk, im Hintergrund Berge.

Bislang waren alle Versuche der Regierung von US-Präsident Joe Biden, ein Klimagesetz zu verabschieden, an Senator Joe Manchin gescheitert. Eine Kombination von Energie- und Gesundheitspolitik sowie der Schließung von Steuerschlupflöchern könnte jetzt den Durchbruch bringen.

von Christoph Müller

Serie: Klimapolitik in Russland – Teil 2

Die Straße nach Nirgendwo

Mensch geht auf angerosteter Pipeline schnurgeradeaus über Sumpflandschaft.

Wie die Abhängigkeit von Öl und Gas die russische Außenpolitik bestimmt: Seit Kriegsbeginn verdient Russland mit dem Verkauf fossiler Brennstoffe mehr denn je. Doch es zeichnet sich bereits deutlich ab: Die Tage des Öl- und Gasimperiums sind gezählt. 

ein Gastbeitrag von Nika Gurewitsch

US-Präsident Biden wird ausgebremst

Klimanotstand als letzter Ausweg

Der Präsident spricht vor dem voll besetzten US-Kongress, Aufnahme von der Zuschauertribüne..

Bei den US-Parlamentswahlen im Herbst könnten die Demokraten die Mehrheit in einer oder beiden Kammern verlieren. Ein Klimaschutzgesetz noch vor der Wahl zu verabschieden, erscheint aussichtslos. Mit der Ausrufung eines Klimanotstands bekäme die US-Regierung zusätzliche Vollmachten.

von Christoph Müller

Klima-Obfrau der Grünen-Fraktion

"Ich hoffe, dass alle ihr grünes Herz noch entdecken"

Drei Hände halten je ein herzförmiges Blatt hoch, die Farben sind kräftiges Grün, helles Grün und Gelbgrün.

Es gibt Fortschritte in der deutschen Klimapolitik. Die sind aber noch zu gering, betont die Bundestags­abgeordnete Lisa Badum von den Grünen im Interview mit Klimareporter°. Sie will sich dafür einsetzen, dass das Klimageld so schnell wie möglich beschlossen wird.

Interview: Jörg Staude

Energiekrise und Klimakrise

"Ein Gas-Lieferstopp ist nur eine Frage der Zeit"

Auf dem Boden liegt ein gelbes Schild, das wie ein Ortsschild aussieht. Oben steht: Zukunft. Unten steht durchgestrichen: Erdgas.

Um Engpässe beim Erdgas zu vermeiden, müssen wir die Quellen diversifizieren und die Speicher füllen, aber vor allem Gas einsparen und durch Erneuerbare ersetzen, sagt Claudia Kemfert. Die Energieprofessorin über Chancen, die Energiekrise zu bewältigen.

Interview: Joachim Wille

Gastbeitrag

Prämie für kein Auto

Ein rotes Auto steckt in einem grünen Müllcontainer.

Es gibt viel Geld vom Staat, wenn man ein Elektroauto kauft. Wäre es nicht am besten für das Klima, wenn man kein Auto kauft? Dafür sollte es eine "Autoabschaffprämie" geben.

ein Gastbeitrag von Michael Kopatz

Interviewreihe zur Klimabewegung

Wie geht es weiter mit dem Protest, Tobias Austrup?

Greenpeace-Protest Koalitionsverhandlungen

Greenpeace ist seit den 1970ern bekannt für spektakulären Umweltaktivismus. Wie verändert sich diese Rolle in einer breiter und vielfältiger werdenden Klimabewegung? Gibt es neue Strategien, um den Druck auf die Politik zu erhöhen? Fragen an Tobias Austrup von Greenpeace – Teil 6 unserer Interview-Serie.

Interview: David Zauner

Umweltrat berechnet CO₂-Budget neu

Deutschland geht auf den 1,5-Grad-Overshoot zu

Doppelauspuff eines Diesel-Pkw von Nahem.

Deutschland droht sein 1,5‑Grad-Klimaziel deutlich zu verfehlen. Das legen Berechnungen des Sachverständigenrats für Umweltfragen nahe. Will Deutschland das Ziel aus dem Paris-Vertrag einigermaßen sicher einhalten, reicht das dafür verfügbare CO2-Budget höchstens noch bis Ende 2027.

von Jörg Staude

Finanzierung des "Green Deal"

EU-Klimagelder schöngerechnet

Kugeln eines Abakus

Die EU will einen erheblichen Teil ihrer Ausgaben in den Klimaschutz investieren. Doch die angestrebte Quote wird laut einem Bericht des Europäischen Rechnungshofes gar nicht erreicht. Haushalts- und Umweltfachleute fordern eine Überarbeitung der Budgets und ein wirksames Monitoring.

von Sandra Kirchner

klima update° – Folge 80

Scholz' Nazi-Vergleich-Kontroverse, soziales Klimageld, Klimabilanz der Ampel

Aufschrift: klima update°. der klimareporter Podcast. aktuell mit: taz

Was Bundeskanzler Scholz von Klimaaktivist:innen hält, lässt er offen. Sozialminister Heil verbindet Klimapolitik mit Sozialpolitik, das finden nicht alle gut. Wissenschaftler:innen legen eine erste Bilanz der Ampel-Klimapolitik vor.

von Susanne Schwarz, Sandra Kirchner

"Erdpolitik" und neue Aufklärung

"Gnadenlose Rivalität der Völker ist grundfalsch"

Solarzellen USA

Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker über die Folgen des Putin-Kriegs für die Klimapolitik, die ungerechtfertigten Extraprofite der Energiekonzerne, 50 Jahre "Grenzen des Wachstums" und das gemeinsame Ziel mit Fridays for Future.

Interview: Joachim Wille

Die gute Nachricht

Australien wählt neuen Klimaweg

Vorderer Teil eines oben schwarz und unten rot angestrichenen Kohlefrachters, daneben ein kleiner Schlepper, ganz im Hintergrund Hafenanlagen.

Die Parlamentswahlen in Australien bringen die sozialdemokratische Labor Party zurück an die Regierung. Auch die Grünen gewinnen deutlich hinzu. Labor kündigt eine anspruchsvollere Klimapolitik an. Kohlegruben sollen aber nicht geschlossen werden.

von Hanna Mertens

Labor Party in Umfragen vorn

Wahlen in Australien wichtig fürs Klima

Kohleförderung nahe der australischen Stadt Clermont

Nicht zuletzt wegen der Waldbrände und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren ist das Klima für die australischen Wähler Thema Nummer eins. Doch beide große Parteien haben den Klimaschutz im Wahlkampf eher ignoriert.

von Christoph Müller

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Grüne wollen NRW zum erneuerbaren Industrieland machen

Landtag NRW

Die CDU siegt bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, verliert aber ihren Partner FDP. Die Grünen verdreifachen ihr Ergebnis gegenüber 2017. Sie werden wahrscheinlich mitregieren – und wollen NRW endlich auf Klimakurs bringen.

von Sandra Kirchner

Klimaschutz im Gebäudesektor

"Ich bin erstaunt, dass im Gesetzentwurf nichts Konkretes steht"

Wärmebild eines ungedämmten und eines daneben stehenden gedämmten Hauses.

Im Entwurf für das neue Gebäudeenergiegesetz fehlen Vorgaben und Maßnahmen, um die bestehenden Gebäude wirklich klimaneutral zu machen, sagt Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe. Die Zeit der bloßen Anreize sei abgelaufen, nun brauche es Ordnungsrecht.

Interview: Sandra Kirchner