Kemferts Woche

Zaghafte CO₂-Preise, Fake-Umweltstiftungen und das Super-Klimawahljahr

Claudia Kemfert vor verschwommener Bücherwand.

Kalenderwoche 1: Im Wahljahr 2021 besteht die Chance für einen echten Wandel, sagt Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft, Chefin des Energie- und Umweltbereichs am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung DIW und Mitglied des Herausgeberrates von Klimareporter°. Wir können Wirtschafts-, Energie- und Klimakrise gleichzeitig lösen.

US-Haushaltsgesetz ermöglicht Klimaschutz

Senatsmehrheit gibt Biden weiteren Klimahebel

Joe Biden bei einer Veranstaltung der Demokraten in Iowa 2019.

Den meisten US-Gesetzen müssen 60 der 100 Senatoren zustimmen, aber nicht allen. Speziell für ein ziemlich merkwürdiges Haushaltsgesetz reicht die einfache Mehrheit. Das Gleiche gilt für Maßnahmen, die sich so konzipieren lassen, dass sie die Anforderungen dieses Gesetzes erfüllen.

von Christian Mihatsch

Impulspapier von Laschet und Spahn

Gutes Klima nur für die Wirtschaft

Armin Laschet und Jens Spahn stellen sich am 25. Februar 2020 in der Bundespressekonferenz als Kandidaten für den CDU-Vorsitz vor.

Armin Laschet und Jens Spahn, Bewerber um den CDU-Vorsitz, haben ein "Zukunftspapier" vorgelegt – das von der Erneuerbaren-Branche scharf kritisiert wird: Kein Wort zu Klimaschutz und Energiewende.

von Jörg Staude

Serie: Klimarettung 2021

Emissionen runter, subito!

Energiesanierter Altbau mit Dachsolaranlage in Berlin-Prenzlauer Berg.

Was für das 1,5-Grad-Ziel nötig wäre, hat die Welt 2020 fast geschafft – nicht mit Klimapolitik, sondern mit Corona-Lockdowns. Trotzdem kann 2021 ein Startpunkt für die Klimawende werden. In einer Serie zeigt Klimareporter° auf, was dafür passieren muss. Teil 1: Emissionssenkung.

von Joachim Wille

Serie: Klimarettung 2021

Was 2021 geschehen muss, um das Klima zu retten

Hölzernes Steuerrad eines Schiffes.

Was für das 1,5-Grad-Ziel nötig wäre, hat die Welt 2020 fast geschafft – nicht mit Klimapolitik, sondern mit Corona-Lockdowns. Trotzdem kann 2021 ein Startpunkt für die Klimawende werden. In einer Serie zeigt Klimareporter° auf, was dafür passieren muss.

von Joachim Wille

Überraschung des Jahres 2020

Ohne Kleingeist auch die nächste Krise meistern

Porträtaufnahme von Ralf Schmidt-Pleschka.

Obwohl für viele existenzbedrohend, hat Corona den Gedanken erst greifbar gemacht, dass auch die Klimakrise noch zu entschärfen ist. Viele stellen nun neue Fragen: Warum können wir von einem auf den anderen Tag die Geschäfte schließen, nicht aber die Kohlekraftwerke?

von Ralf Schmidt-Pleschka

Überraschung des Jahres 2020

Die größere Krise und ihre Lösung

Matthias Willenbacher

Die Statistik der bisherigen Hitzewellen zeigt: Ein ungebremster Klimawandel würde unser Gesundheitssystem vielfach stärker treffen als Covid-19. Wenn die Parteien, die jetzt 15 Jahre am Ruder waren, nicht den Mut zum entschiedenen Umsteuern haben, dann braucht es neue Kräfte.

von Matthias Willenbacher

Wie unser Verhalten klimafreundlich wird

Die Strukturen ändern, nicht die Menschen

Einige Menschen fahren mit dem Fahrrad auf dem schmalden Weg zwischen zwischen Bundeskanzleramt und Spree entlang.

Unser Handeln ist von Gewohnheiten geprägt, sagen Umweltforscher:innen. Deshalb müssen wir die Verhältnisse so verändern, dass wir auch ohne Nachdenken umweltverträglich handeln können.

von Sandra Kirchner

Kommentar

Die sieben Sterbehelfer des EEG

Windrad vor Sonnenfinsternis.

Die jetzt verabschiedete siebente Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird nicht die letzte sein, es ist aber die erste, mit der ganz offiziell das Ziel beschlossen wird, das Gesetz abzuschaffen. Die Sterbehelfer des EEG sind nun ihrer sieben. Ein ungeordneter Überblick.

ein Kommentar von Jörg Staude

Fünf Jahre Pariser Klimavertrag

Die Transformation des industriellen Herzens Europas steht an

Große blaue Getriebeelemente stehen hintereinander auf gelben Ständern.

Der Klimavertrag, der am 12. Dezember 2015 in Paris beschlossen wurde, setzt auf die Kraft der Zivilgesellschaft. Deren Druck half auch das deutsche Klimaschutzgesetz durchzusetzen. Nun muss der Aufbau einer europäischen Industriegesellschaft auf Basis erneuerbarer Energien beginnen.

ein Gastbeitrag von Klaus Mindrup

Fünf-Jahres-Bilanz des Paris-Vertrags

Und sie bewegt sich doch

Pariser Klimagipfel 2015: Selina Leem und Tony de Brum von den Marshallinseln und Todd Stern aus den USA kommen in den Plenarsaal.

Heute vor fünf Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Damals wurde vor allem die Erwähnung des 1,5-Grad-Ziels im Vertragstext gefeiert. Noch wirkmächtiger ist allerdings das Emissionsziel, die Netto-Null. Damit brachte der Paris-Vertrag Dynamik in die Klimapolitik.

von Christian Mihatsch

Klimaschutz-Index 2021

Trendwende beim Klimaschutz in Sicht

Windpark im dänischen Öresund, von oben gesehen.

In vielen Industrie- und Schwellenländern sind die Treibhausgas-Emissionen erneut gesunken, zeigt das aktuelle Länder-Ranking von Germanwatch und weiteren Thinktanks. Deutschland landet wieder nur im Mittelfeld.

von Verena Kern

Gesellschaft im Lockdown

Wie Corona den Klimaschutz lähmt

Junger Mann ist vor seinem aufgeklappten Laptop eingeschlafen, neben ihm eine große Tasse mit Kaffee.

Früher oder später werden wir die Coronakrise wohl überwinden können. Aber die viel größere Krise ist dabei aus dem Blick geraten: Beim Klimaschutz herrscht Stillstand. So kann es nicht weitergehen.

ein Gastbeitrag von Hans-Josef Fell

Große Koalition ohne Perspektive

Regierung am Tropf der alten Wirtschaft

Schmuckloses Schild an einer Ziegelsteinmauer mit der Aufschrift: Wahllokal.

Ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, das zu wenig Klimaschutz bringt, eine Verkehrspolitik aus dem vergangenen Jahrhundert – die große Koalition hängt am Tropf der alten Energie- und Autowirtschaft wie ein Junkie an der Nadel und verliert das Gespür für ihre Wähler:innen. Die Menschen wollen Veränderung.

ein Gastbeitrag von Franz Alt

Mut zur Nachhaltigkeit

"Wir können den Menschen die Wahrheit zumuten"

Ein Plakat mit der Aufschrift "Sagt die Wahrheit" liegt auf dem Asphalt

Seit Jahrzehnten wissen wir, wie nachhaltiges Wirtschaften geht, aber die Politik traut sich an das Notwendige nicht heran, sagt Hochschulpräsident Reinhard Loske. Dabei ist die Einsichtsfähigkeit der Bevölkerung größer, als die Parteien glauben – solange ökologische Politik als gerecht empfunden wird.

Interview: Joachim Wille

Themenbezogene Wahlen

Generationenverantwortung in der Demokratie

Nur wenn die Parteiendominanz gebrochen wird, hat auch der Klimaschutz eine Chance. Ein Vorschlag, wie das demokratische Wahlsystem themenbezogen umgestaltet werden kann, damit mehr Kompetenz und Verantwortung in die Parlamente einzieht.

ein Gastbeitrag von Peter Grassmann

Neuer Schwung für Klimaschutz

"Mit Bidens 'Green Deal' wäre die EU kein Vorreiter mehr"

Porträtaufnahme von Claudia Kemfert.

Die Energieprofessorin und Regierungsberaterin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung über den Klimaplan des neuen US-Präsidenten Joe Biden.

Interview: Joachim Wille

Neuer US-Präsident

Biden tritt mit Klimaplan an – aber vielleicht ohne Budget

Joe Biden grüßt mit erhobenem Arm bei einer Veranstaltung vor Studierenden in Las Vegas im Februar 2020.

Joe Biden, der nächste US-Präsident, verknüpft die Wiederbelebung der US-Wirtschaft nach der Coronakrise und den Kampf gegen die Klimakrise in seinem Klima- und Infrastrukturplan. Dieser sieht erhebliche Investitionen vor.

von Christian Mihatsch

Klimapolitik wieder ins Spiel bringen

Der Klimawandel und Europas neue geopolitische Rolle

EU China Summit

Die Rivalität zwischen China und den USA in der Frage des Klimawandels gibt der EU die einmalige Chance, in dieser Frage zu einem strategischen globalen Akteur zu werden.

ein Gastbeitrag von Olivia Lazard

Kritik an Studie des Wuppertal Instituts

"Wuppertal weiß, dass es nicht umsetzbar ist"

Ein Autokran hebt Platten zur Energiesanierung zur Montage an einem Haus.

Deutschland bis 2035 CO2-neutral – das Ergebnis der Wuppertal-Studie für Fridays for Future sei nicht realisierbar, kritisiert Andreas Kuhlmann, Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Für die Energiewende müssen wir bereit sein, ins Offene zu gehen, fordert er.

Interview: Jörg Staude